Columbus Crew

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Columbus Crew
Columbus Crew Logo.svg
Voller Name Columbus Crew
Ort Columbus, OH
Gegründet 1994
Stadion Columbus Crew Stadium
Plätze 20.445[1]
Präsident Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark McCullers[2]
Vorstand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Anthony Precourt[2]
Trainer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gregg Berhalter[2]
Homepage www.thecrew.com
Liga Major League Soccer
2013 Eastern Conference: 8. Platz
Play-offs: nicht qualifiziert
Heim
Auswärts

Die Columbus Crew ist ein US-amerikanisches Fußball-Franchise der Major League Soccer (MLS) aus Columbus, Ohio. Das Franchise wurde 1994 gegründet und nahm in der Premierensaison 1996 den Spielbetrieb auf. Die Mannschaft gehört zu den zehn Gründungsmitgliedern der MLS.

Eigentümer des Franchises war Lamar Hunt, dem bis zu seinem Tod 2006 noch die Kansas City Chiefs und der FC Dallas gehörten. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn, Clark Hunt, die Leitung der Crew. Die Heimspiele werden seit 1999 im Columbus Crew Stadium, dem ersten reinen Fußballstadion, welches von einem MLS-Klub erbaut wurde, ausgetragen.

Die Mannschaft konnte bislang einmal den MLS Cup, das Finale der Play-offs, gewinnen. Beste Mannschaft der Regular Season wurde die Crew 2004, 2008 und 2009. 2002 konnte der Lamar Hunt U.S. Open Cup gewonnen werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Franchise gehört zu den zehn Gründungsmitgliedern der MLS im Jahre 1996. 1998 erreichte die Crew das Finale des Lamar Hunt U.S. Open Cup. Ursprünglich sollte das Finale, in dem die Crew auf Chicago Fire SC traf, in Virginia Beach ausgetragen werden. Wegen eines Hurricanes wurde das Spiel verschoben und ins Soldier Field, dem damaligen Stadion der Chicago Fire, verlegt. Chicago gewann mit 2:1.

Zwischen 1997 und 1999 erreichte die Crew dreimal hintereinander das Halbfinale der Play-Offs, verpasste aber jedes Mal den Sprung in den MLS Cup. Nach einer kurzen Schwächephase erreichte der Verein 2002 wieder das Halbfinale der Meisterschaft, wo man sich New England Revolution knapp geschlagen geben musste. In der gleichen Saison gewann die Crew den Lamar Hunt U.S. Open Cup durch einen 1:0-Finalsieg gegen die Los Angeles Galaxy. 2004 gewann die Crew das MLS Supporters’ Shield als punktbeste Mannschaft der Regular Season. In den Playoffs unterlag man schon im Viertelfinale gegen New England.

In den letzten Spielzeiten 2005 sowie 2006 belegte die Mannschaft jeweils den letzten und 2007 den vorletzten Platz der Eastern Conference. Durch die sportliche Talfahrt sanken auch die Zuschauerzahlen.

Im Jahr 2006 verstarb der Teambesitzer Lamar Hunt. Sein Sohn, Clark Hunt, führt seitdem die Geschäfte des Vereins.

Columbus Crew gewann am 23. November 2008 durch einen 3:1-Sieg gegen New York Red Bulls den MLS Cup 2008. In der Regular Season konnte die Mannschaft bereits den ersten Platz in der Eastern Conference erreichen und als Punkbester beider Conferences den MLS Supporter's Shield gewinnen. Die Torschützen im Finale in Carson (Kalifornien) waren Alejandro Moreno, Chad Marshall sowie Frankie Hejduk.

Zur Saison 2009 wechselte Sigi Schmid, seit 2005 Trainer von Columbus, zum neugegründeten Verein Seattle Sounders FC. Neuer Trainer wurde der ehemalige polnische Nationalspieler Robert Warzycha. Warzycha war von 1996 bis 2002 selber als Spieler für die Crew aktiv. Mit der Mannschaft konnte er 2009 gleich seinen ersten Titel als Trainer gewinnen. Columbus belegte den ersten Platz in der Eastern Conference und wurde als beste Mannschaft der Regular Season mit dem MLS Supporter's Shield ausgezeichnet. In den anschließenden Play-offs unterlagen sie gegen Real Salt Lake im Conference Halbfinale.

Auch in der Saison 2010 gehörte die Crew zu den erfolgreichsten Mannschaften in der MLS. Das Team um Trainer Robert Warzycha erreichte in der Eastern Conference den zweiten Platz und konnte sich somit für die Play-offs und US Open Cup 2011 qualifizieren. In den Play-offs schied die Mannschaft allerdings im Viertelfinale gegen die Colorado Rapids im finalen Elfmeterschießen aus. Im U.S. Open Cup schaffte es Columbus bis ins Finale, wo sie gegen den Seattle Sounders FC unterlagen. Am Ende der Saison verließ der bisherige Leistungsträger der Mannschaft, Guillermo Barros Schelotto, die Crew in Richtung Gimnasia y Esgrima de La Plata.

Nach einer enttäuschenden Saison 2013 übernahm Gregg Berhalter den Posten des Trainers und Sportdirektors.

Stadion[Bearbeiten]

Von 1996 bis 1999 wurden alle Heimspiele im Ohio Stadium ausgetragen, welches sich auf dem Campus der Ohio State University befindet. Normalerweise werden hier die Spiele der College-Footballmannschaft Ohio State Buckeyes ausgespielt.

Am 5. Mai 1999 wurde das Columbus Crew Stadium eröffnet. Dieses Stadion wurde als reines Fußballstadion konzipiert und war damit das erste seiner Art in der Major League Soccer.

Fans und Rivalen[Bearbeiten]

Fangruppierungen[Bearbeiten]

Der Klub verfügt mit Crew Supporters Union, Hudson Street Hooligans und La Turbina Amarila über drei größere Fangruppierungen. Seit 2008 sammeln diese sich in der östlichen Nordkurve, welche als Reminiszenz an die deutschen Wurzeln Columbus' Nordecke genannt wird.

Rivalitäten[Bearbeiten]

Echte Rivalitäten mit anderen MLS-Teams haben sich bisher nicht entwickelt. Seit 2008 wird aber zwischen der Columbus Crew und dem Toronto FC der Trillium Cup ausgespielt. Der Name leitet sich von der Waldlilie ab, einer Blume die, die offizielle Blume der kanadischen Provinz Ontario ist und die offizielle Wildblume des US-amerikanischen Bundesstaates Ohio darstellt.

Vereinbart wurden diese jährlichen Spiele von den beiden Bürgermeistern der Städte. Der Verlierer-Bürgermeister muss das Trikot der Siegermannschaft tragen. Die Columbus Crew gewann bislang alle Spiele.

Spieler und Mitarbeiter[Bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Stand: 6. November 2013[3]

Nr. Position Name
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TW Steve Clark
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Tyson Wahl
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Josh Williams
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Michael Parkhurst
5 Costa RicaCosta Rica AB Giancarlo González
6 KamerunKamerun MF Tony Tchani
7 VenezuelaVenezuela MF Bernardo Anor
8 GhanaGhana ST Dominic Oduro
9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Justin Meram
10 ArgentinienArgentinien ST Federico Higuaín
11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Daniel Paladini
12 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Hector Jiménez
13 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Ethan Finlay
14 Costa RicaCosta Rica AB Waylon Francis
16 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Eric Gehrig
17 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Ben Speas
19 Costa RicaCosta Rica ST Jairo Arrieta
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Wil Trapp
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Chad Barson
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Ben Sweat
24 UruguayUruguay AB Agustín Viana
28 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TW Matt Lampson
29 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Adam Bedell
30 GhanaGhana MF Fifi Baiden
31 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Matt Wiet

Bisherige Spieler[Bearbeiten]

siehe Hauptartikel: Liste der Spieler der Columbus Crew

Trainerstab[Bearbeiten]

Stand: 28. April 2014[2]

Bisherige Trainer[Bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten]

  • MLS Eastern Conference
    • Sieger (Regular Season) (3): 2004, 2008, 2009
    • Sieger (Playoff) (1): 2008
  • weitere Erfolge
    • Trillium Cup (3): 2008, 2009, 2010
    • Carolina Challenge Cup (1): 2004
    • Lamar Hunt Pioneer Cup (1): 2007

Statistiken[Bearbeiten]

Saisonbilanz[Bearbeiten]

Saison Regular Season[4] Play-offs[4] Lamar Hunt
U.S. Open Cup
[5]
CONCACAF
Champions League
[Anm. 1][6]
1996 4. Platz (Ost) Viertelfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
1997 3. Platz (Ost) Halbfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
1998 2. Platz (Ost) Halbfinale Finale nicht qualifiziert
1999 2. Platz (Ost) Halbfinale Halbfinale nicht qualifiziert
2000 4. Platz (Central) nicht qualifiziert Viertelfinale nicht qualifiziert
2001 2. Platz (Central) Viertelfinale Viertelfinale nicht ausgetragen
2002 2. Platz (Ost) Halbfinale Sieger nicht qualifiziert
2003 5. Platz (Ost) nicht qualifiziert Achtelfinale Viertelfinale
2004 1. Platz (Ost) Viertelfinale Achtelfinale nicht qualifiziert
2005 6. Platz (Ost) nicht qualifiziert Achtelfinale nicht qualifiziert
2006 6. Platz (Ost) nicht qualifiziert Achtelfinale nicht qualifiziert
2007 6. Platz (Ost) nicht qualifiziert nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2008 1. Platz (Ost) Meister nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2009 1. Platz (Ost) Viertelfinale Achtelfinale nicht qualifiziert
2010 2. Platz (Ost) Viertelfinale Finale Viertelfinale
2011 4. Platz (Ost) Wild Card Series Achtelfinale Viertelfinale
2012 6. Platz (Ost) nicht qualifiziert 3. Runde nicht qualifiziert
2013 8. Platz (Ost) nicht qualifiziert 4. Runde nicht qualifiziert
  1. Seit 2002 beginnt der Wettbewerb jeweils im Herbst des vorherigen Jahres. Bis 2008 unter dem Namen CONCACAF Champions' Cup.

Vereinsrekorde[Bearbeiten]

Diese Rekorde beziehen sich auf die Regular Season bis einschließlich der Saison 2011:

Besucherschnitt[Bearbeiten]

Regular Season / Play-offs

  • 1996: 18.950[7] / 20.807[4]
  • 1997: 15.043[8] / 11.304[4]
  • 1998: 12.275[9] / 12.094[4]
  • 1999: 17.696[10] / 10.983[4]
  • 2000: 15.451[11] / nicht qualifiziert
  • 2001: 17.551[12] / 20.883[4]
  • 2002: 17.429[13] / 11.624[4]
  • 2003: 16.250[14] / nicht qualifiziert
  • 2004: 16.872[15] / 15.224[4]
  • 2005: 12.916[16] / nicht qualifiziert
  • 2006: 13.294[17] / nicht qualifiziert
  • 2007: 15.230[18] / nicht qualifiziert
  • 2008: 14.622 / 17.613[4]
  • 2009: 14.447 / 10.109[4]
  • 2010: 14.641 / 10.322[4]
  • 2011: 12.185 / kein Heimspiel

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Columbus Crew – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Crew Stadium adds concert stage". 10. Januar 2008. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  2. a b c d Columbus Crew – Staff. Abgerufen am 28. April 2014 (englisch).
  3. Columbus Crew – Players. Abgerufen am 6. November 2013 (englisch).
  4. a b c d e f g h i j k l MLS Factbook 2012. MLSsoccer.com, abgerufen am 28. Juli 2012 (pdf; 1,2 MB, englisch).
  5. TheCup.us – Spieldetails zu den Wettbewerben. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  6. rsssf.com – Spieldetails zu den Wettbewerben. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  7. MLS – 1996 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  8. MLS – 1997 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  9. MLS – 1998 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  10. MLS – 1999 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  11. MLS – 2000 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  12. MLS – 2001 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  13. MLS – 2002 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  14. MLS – 2003 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  15. MLS – 2004 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  16. MLS – 2005 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  17. MLS – 2006 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  18. MLS – 2007 Full Season Stats. Abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).