Bernbeuren

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernbeuren
Bernbeuren
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernbeuren hervorgehoben
47.73805555555610.778611111111773Koordinaten: 47° 44′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bernbeuren
Höhe: 773 m ü. NHN
Fläche: 41,69 km²
Einwohner: 2399 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86975
Vorwahl: 08860
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 114
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 4
86975 Bernbeuren
Webpräsenz: www.bernbeuren.de
Bürgermeister: Heimo Schmid (Unabhängige Wählergem.)
Lage der Gemeinde Bernbeuren im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild
Haslacher See, Bernbeuren (links) und der Auerberg

Bernbeuren ist die am westlichsten gelegene Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und bildet mit der Gemeinde Burggen die Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren.

Geografie[Bearbeiten]

Bernbeuren liegt in der Region Oberland.

Es gibt folgende Gemarkungen: Auerberg, Bernbeuren, Echerschwang.

Der Auerberg, davor der Haslacher See

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort geht auf eine Siedlung, der die merowingische Sippe eines Bero ihren Namen gab zurück, aber erst 1221 wird ein Ulrich von Beroburo urkundlich erwähnt.[2] In karolingischer Zeit wurde in Bernbeuren ein fränkischer Reichshof eingerichtet.[3] Zur Zeit des "Heiligen Römischen Reichs" gehörte Bernbeuren zum Hochstift Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Tannenberg eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1970 1987 2000 2011
Anzahl der Einwohner[5] 1.398 1.490 1.525 1.650 1.435 2.125 1.749 1.820 2.176 2.264

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Heimo Schmid (Unabhängige Wählergemeinschaft). Im Gemeinderat befinden sich 14 Mitglieder, darunter sind einige parteilos. 15 Personen standen für die Bürger bei der letzten Kommunalwahl zur Auswahl. Fraktionen existieren in Bernbeuren nicht.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 707 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 103 T€.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Bernbeuren: Barocke Pfarrkirche St. Nikolaus mit Wallfahrtskapelle Maria Heimsuchung
  • St.Georgs-Kirche auf dem Auerberg
  • Haus der Kunst „Villa Damasia“ Bernbeuren, area damasia „Sculpturen am Berg“, Chuber
  • Auerbergmuseum im Kiebelehaus mit den Themen „Der Berg - Die Römer auf dem Auerberg“, „Das Dorf - Bernbeuren, die Geschichte der Gemeinde“, „Das Land - Der agrarische Wandel vom blauen zum grünen Allgäu“ und „Das Haus - Die Holzbauweise, Römisches Streifenhaus und Allgäuer Ständerbohlenbau“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 6, im Produzierenden Gewerbe 96 und im Bereich Handel und Verkehr 32 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 86 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 676. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 143 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2670 ha, davon 2669 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 76 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 12 Lehrern und 188 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Prominente Einwohner[Bearbeiten]

  • Wigald Boning wohnt in Bernbeuren und leitete dort die Ski-Nordisch-Abteilung des Ortsvereins.
  • Doris Dörrie hat ihren Zweitwohnsitz in Bernbeuren, ist Mitglied im örtlichen Museumsverein und der IG Auerberg.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Corinna Scholz (* 1. August 1989), Curling Europameisterin 2009, Curling Weltmeisterin 2010

Literatur[Bearbeiten]

  • Arbeitskreis "Geschichte" Bernbeuren: Bernbeuren - Aus der Geschichte unseres Dorfes. Bernbeuren, 1995. ISBN 3-930599-06-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern., Karl M Lipp Verlag München 2003, Band 1, Seite 26
  3. Gemeinde Bernbeuren. In: Der Landkreis Weilheim-Schongau. Herausgeber: Landratsamt Weilheim-Schongau 2010, Texte: Max Biller (Kreisarchivpfleger), Helmut Schmidbauer (Kreisheimatpfleger), Seite 46 f
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  5. Kommunalstatistik von Bernbeuren, abgerufen am 4. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernbeuren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien