Schönwalde-Glien

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönwalde-Glien
Schönwalde-Glien
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönwalde-Glien hervorgehoben
52.64888888888913.03888888888950Koordinaten: 52° 39′ N, 13° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Havelland
Höhe: 50 m ü. NN
Fläche: 96,56 km²
Einwohner:

8975 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14621
Vorwahlen: 03322, 033230, 033231
Kfz-Kennzeichen: HVL
Gemeindeschlüssel: 12 0 63 273
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Berliner Allee 7
14621 Schönwalde-Glien
Webpräsenz: Schönwalde-Glien
Bürgermeister: Bodo Oehme (CDU)
Lage der Gemeinde Schönwalde-Glien im Landkreis Havelland
Brieselang Dallgow-Döberitz Falkensee Friesack Gollenberg (Havelland) Großderschau Havelaue Ketzin/Havel Kleßen-Görne Kotzen (Havelland) Märkisch Luch Milower Land Mühlenberge Nauen Nennhausen Paulinenaue Pessin Premnitz Rathenow Retzow Rhinow Schönwalde-Glien Seeblick Stechow-Ferchesar Wiesenaue Wustermark BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Schönwalde-Glien ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Havelland im Land Brandenburg. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Schönwalde-Siedlung. Die Gemeinde Schönwalde-Glien wurde 2003 per Gesetz aus sechs bis dahin selbständigen Gemeinden gebildet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zum größten Teil nördlich des Havelkanales, nordwestlich vom Spandauer Forst (Berlin-Spandau) und zehn Kilometer nordöstlich von Nauen. Der größte Ortsteil Schönwalde-Siedlung liegt südlich des Havelkanals und grenzt unmittelbar an Berlin-Spandau. Schönwalde-Glien ist Teil des Regionalparks Krämer Forst. Die Gemeinde liegt am südwestlichen Rand der Grundmoränenplatte Ländchen Glien und grenzt im Norden an die Südausläufer des Krämerwaldes.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schönwalde-Glien besteht aus den Ortsteilen[2]:

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2008 laut Gemeindeverwaltung)[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Grünefeld wurde im Jahr 1379, Paaren im Glien im Jahr 1412, Pausin im Jahr 1324, Perwenitz im Jahr 1248, Schönwalde-Dorf im Jahr 1437 und Wansdorf im Jahr 1313 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Schönwalde-Siedlung entstand ab 1900. Die Ortsteile entstanden als Straßenangerdörfer. Teilweise übernahmen sie Namen slawischen Ursprunges wie Glien (glina = Lehm), Pausin (Ort an der Höhe) und Perwenitz (nach dem Lokator Perw) oder erhielten deutsche Namen wie Grünefeld, Schönwalde und Wansdorf (nach dem Lokator Wan).

Die jetzige Gemeinde wurde im Rahmen der Gemeindegebietsreform in Brandenburg am 26. Oktober 2003 aus den Gemeinden des Amtes Schönwalde-Glien (Schönwalde, Paaren im Glien, Pausin, Perwenitz, Wansdorf) und der Gemeinde Grünefeld, die aus dem ehemaligen Amt Nauen-Land wechselte gebildet[5].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung von Schönwalde-Glien in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird. Seit Ende des 19.Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung langsamer als der Brandenburger Durchschnitt. Dies hängt mit der fehlenden Anbindung an die Eisenbahn zusammen. Durch die Flüchtlinge aus den Ost-Gebieten ergab sich zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein erheblicher Bevölkerungsschub. Da sich der Wohnungsbau der DDR seit Ende der 1960er auf die Haupt- und Bezirksstädte konzentrierte, ging die Bevölkerung des Gebiets zurück. Seit der Wende führt die Berlin-Nähe zu einem Wiederanstieg der Bevölkerung. Für die Zukunft bis 2030 gehen sowohl die Statistiker des Landesamtes als auch die Bertelsmann-Stiftung von einem weiteren, aber abgeschwächten Wachstum aus.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Gemeindevertretungswahl 2008[6][7]
Wahlbeteiligung: 59,02 % (2003: 63,69 %)
 %
50
40
30
20
10
0
48,29 %
29,04 %
9,56 %
8,96 %
4,14 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,72 %p
-1,87 %p
+3,76 %p
+3,33 %p
+4,14 %p
-2,65 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 2003: PDS
f 2006: Summe der Ergebnisse von Schill (1,54 %) und Bauern (1,11 %)

Die Gemeindevertretung Schönwalde-Glien besteht aus 18 Mitgliedern mit folgender Sitzverteilung:

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 29. Oktober 2004 genehmigt.

Blasonierung: „Von Gold und Blau gespalten, vorne ein grünes Eschenblatt mit sieben Fiederblättchen, hinten pfahlweise zwei stürzende silberne Schwäne.“[9]

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Schönwalde-Glien zeigt: Ein zweistreifiges, im oberen Drittel geteiltes Banner, oben Gelb-Blau, belegt mit den Wappenfiguren, unten Grün-Weiß.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Barocke Kirche in Grünefeld
Vorlaubenhaus „Schwanenkrug“ in Schönwalde-Siedlung
Mauerdenkmal an der Grenze zu Berlin-Spandau
Fernmeldeturm im OT Perwenitz
Maueropfer-Gedenkstele

In der Liste der Baudenkmale in Schönwalde-Glien stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale. Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

Das frühere Denkmal für die Opfer des Faschismus in Schönwalde-Siedlung stand vor dem Kulturhaus an der Berliner Allee/Ecke Amselsteig. Es wurde 1996 abgebaut und mit der Planung, es neu aufzustellen, eingelagert.

Verkehr[Bearbeiten]

  • Durch den Westen des Gemeindegebietes führt die Autobahn A 10 (Berliner Ring), die von Schönwalde-Glien über den Anschluss Falkensee zu erreichen ist. Im äußeren Westen verläuft die Bundesstraße 273. Durch die Gemeinde führt der an der Ortsgrenze zu Berlin-Spandau beginnende Havelland-Radweg.
  • Die Bundeswasserstraße Havelkanal tangiert den Ort nördlich.
  • Der Bahnhof Schönwalde (Kr. Nauen) am Berliner Außenring wurde 1953 eröffnet und 1996 geschlossen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Schönwalde-Glien vom 27.10.2008 (einschließlich der 1. Änderungssatzung vom 07.05.2009 und einschließlich der 2. Änderungssatzung vom 26.02.2010) PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung - Gemeinde Schönwalde-Glien
  4. schoenwalde-glien.active-city.net: Ortsteile der Gemeinde
  5. Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming (4.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.73
  6. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2008/SB_B7-3-5_j05-08_BB.pdf#page=49
  7. http://www.wahlen.brandenburg.de/kw2003/kg/ergebnisse/gemeinde/2033.html
  8. Webpräsenz Muggensturm
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schönwalde-Glien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien