Schönwalde-Glien
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Havelland | |
| Höhe: | 50 m ü. NN | |
| Fläche: | 96,56 km² | |
| Einwohner: |
8975 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 93 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 14621 | |
| Vorwahlen: | 03322, 033230, 033231 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HVL | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 63 273 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Berliner Allee 7 14621 Schönwalde-Glien |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bodo Oehme (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Schönwalde-Glien im Landkreis Havelland | ||
Schönwalde-Glien ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Havelland im Land Brandenburg. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Schönwalde-Siedlung. Die Gemeinde Schönwalde-Glien wurde 2003 per Gesetz aus sechs bis dahin selbständigen Gemeinden gebildet.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt zum größten Teil nördlich des Havelkanales, nordwestlich vom Spandauer Forst (Berlin-Spandau) und zehn Kilometer nordöstlich von Nauen. Der größte Ortsteil Schönwalde-Siedlung liegt südlich des Havelkanals und grenzt unmittelbar an Berlin-Spandau. Schönwalde-Glien ist Teil des Regionalparks Krämer Forst. Die Gemeinde liegt am südwestlichen Rand der Grundmoränenplatte Ländchen Glien und grenzt im Norden an die Südausläufer des Krämerwaldes.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die Gemeinde Schönwalde-Glien besteht aus den Ortsteilen[2]:
- Grünefeld (436)
- Paaren im Glien (650)
- Pausin (795)
- Perwenitz (488) (mit Wohnplatz Duettchens Höh[3])
- Schönwalde-Dorf (903)
- Schönwalde-Siedlung (4633)
- Wansdorf (874)
(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2008 laut Gemeindeverwaltung)[4]
Geschichte[Bearbeiten]
Grünefeld wurde im Jahr 1379, Paaren im Glien im Jahr 1412, Pausin im Jahr 1324, Perwenitz im Jahr 1248, Schönwalde-Dorf im Jahr 1437 und Wansdorf im Jahr 1313 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Schönwalde-Siedlung entstand ab 1900. Die Ortsteile entstanden als Straßenangerdörfer. Teilweise übernahmen sie Namen slawischen Ursprunges wie Glien (glina = Lehm), Pausin (Ort an der Höhe) und Perwenitz (nach dem Lokator Perw) oder erhielten deutsche Namen wie Grünefeld, Schönwalde und Wansdorf (nach dem Lokator Wan).
Die jetzige Gemeinde wurde im Rahmen der Gemeindegebietsreform in Brandenburg am 26. Oktober 2003 aus den Gemeinden des Amtes Schönwalde-Glien (Schönwalde, Paaren im Glien, Pausin, Perwenitz, Wansdorf) und der Gemeinde Grünefeld, die aus dem ehemaligen Amt Nauen-Land wechselte gebildet[5].
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung von Schönwalde-Glien in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird. Seit Ende des 19.Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung langsamer als der Brandenburger Durchschnitt. Dies hängt mit der fehlenden Anbindung an die Eisenbahn zusammen. Durch die Flüchtlinge aus den Ost-Gebieten ergab sich zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein erheblicher Bevölkerungsschub. Da sich der Wohnungsbau der DDR seit Ende der 1960er auf die Haupt- und Bezirksstädte konzentrierte, ging die Bevölkerung des Gebiets zurück. Seit der Wende führt die Berlin-Nähe zu einem Wiederanstieg der Bevölkerung. Für die Zukunft bis 2030 gehen sowohl die Statistiker des Landesamtes als auch die Bertelsmann-Stiftung von einem weiteren, aber abgeschwächten Wachstum aus.
Politik[Bearbeiten]
Gemeindevertretung[Bearbeiten]
Die Gemeindevertretung Schönwalde-Glien besteht aus 18 Mitgliedern mit folgender Sitzverteilung:
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Partnergemeinden[Bearbeiten]
- Wągrowiec, Polen
- Muggensturm, Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg[8]
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 29. Oktober 2004 genehmigt.
Blasonierung: „Von Gold und Blau gespalten, vorne ein grünes Eschenblatt mit sieben Fiederblättchen, hinten pfahlweise zwei stürzende silberne Schwäne.“[9]
Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]
Flagge[Bearbeiten]
Die Flagge der Gemeinde Schönwalde-Glien zeigt: Ein zweistreifiges, im oberen Drittel geteiltes Banner, oben Gelb-Blau, belegt mit den Wappenfiguren, unten Grün-Weiß.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmale in Schönwalde-Glien stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale. Weitere Sehenswürdigkeiten sind:
- Barocke Kirche in Grünefeld von 1737 mit neobarockem Turm und restaurierter Gesell-Orgel
- neogotische Backsteinkirche in Paaren im Glien
- Barocke Saalkirche in Pausin
- Gutshaus und Kirche aus dem 19. Jahrhundert in Perwenitz
- Barocke Kirche (1737) (52° 37′ 12,7″ N, 13° 7′ 40″ O52.62018413.12779) und Gutshof in Schönwalde
- Schwanenkrug in Schönwalde (Fachwerkbau von 1786), alte Pferdestation an der Hamburger Poststraße (52° 36′ 2″ N, 13° 8′ 18″ O52.60057513.138393)
- Strandbad Schönwalde-Siedlung
- Hirschkopfeiche (6,15 m Umfang und 25 m Höhe) in einem Eichenensemble aus sieben Eichen in Schönwalde-Siedlung (52° 36′ 1″ N, 13° 8′ 15″ O52.60028513.137626)
- Mauerdenkmal (2007) an der Steinernen Brücke in Schönwalde-Siedlung (52° 35′ 44″ N, 13° 9′ 13″ O52.59567713.153499)
- Gedenkstele Dietmar Schwietzer - Maueropfer - (2011) an der Steinernen Brücke in Schönwalde-Siedlung 52° 35′ 45″ N, 13° 9′ 13″ O52.59571213.15354
- Schleuse des Havelkanals nahe Schönwalde-Siedlung
- Barocke Kirche in Wansdorf
- Gutshäuser in Wansdorf
Das frühere Denkmal für die Opfer des Faschismus in Schönwalde-Siedlung stand vor dem Kulturhaus an der Berliner Allee/Ecke Amselsteig. Es wurde 1996 abgebaut und mit der Planung, es neu aufzustellen, eingelagert.
Verkehr[Bearbeiten]
- Durch den Westen des Gemeindegebietes führt die Autobahn A 10 (Berliner Ring), die von Schönwalde-Glien über den Anschluss Falkensee zu erreichen ist. Im äußeren Westen verläuft die Bundesstraße 273. Durch die Gemeinde führt der an der Ortsgrenze zu Berlin-Spandau beginnende Havelland-Radweg.
- Die Bundeswasserstraße Havelkanal tangiert den Ort nördlich.
- Der Bahnhof Schönwalde (Kr. Nauen) am Berliner Außenring wurde 1953 eröffnet und 1996 geschlossen.
Bauwerke[Bearbeiten]
- Der 131 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG bei 52° 39′ 8″ N, 13° 0′ 47″ O52.65216666666713.012944444444, erbaut 1961.
- Das Klärwerk Wansdorf.
- Die Schleuse Schönwalde des Havelkanals nahe Schönwalde-Siedlung.
- Der aufgegebene Flugplatz Schönwalde aus der Zeit des Nationalsozialismus; zuletzt genutzt durch die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland; heute befindet sich hier ein Gewerbegebiet.
- Das Schloss Wansdorf.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Johann Gustav Reinbeck (* 25. Januar 1683 in Blumlage bei Celle; † 21. August 1741 in Schönwalde), Berliner Propst und Konsistorialrat, beigesetzt in der Kirche in Schönwalde
- Hermann von Redern (* 5. Oktober 1819 in Wansdorf; † 1886), preußischer Generalleutnant, Rechtsritter des Johanniterordens und Besitzer des Rittergutes Wansdorf
- Hedwig von Redern (1866–1935), christliche Erzählerin und Dichterin (u. a. das Kirchenlied: Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl) wuchs in Wansdorf auf
- Wilhelm von Redern (1867–1940), Jurist, Landrat in Stallupönen, Regierungsvizepräsident in Wiesbaden und Gumbinnen, wuchs in Wansdorf auf
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Schönwalde-Glien vom 27.10.2008 (einschließlich der 1. Änderungssatzung vom 07.05.2009 und einschließlich der 2. Änderungssatzung vom 26.02.2010) PDF
- ↑ Dienstleistungsportal der Landesverwaltung - Gemeinde Schönwalde-Glien
- ↑ schoenwalde-glien.active-city.net: Ortsteile der Gemeinde
- ↑ Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming (4.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.73
- ↑ http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2008/SB_B7-3-5_j05-08_BB.pdf#page=49
- ↑ http://www.wahlen.brandenburg.de/kw2003/kg/ergebnisse/gemeinde/2033.html
- ↑ Webpräsenz Muggensturm
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
Weblinks[Bearbeiten]
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