Nauen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nauen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Nauen
Nauen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nauen hervorgehoben
52.612.88305555555635Koordinaten: 52° 36′ N, 12° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Havelland
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 266,78 km²
Einwohner: 16.491 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14641
Vorwahlen: 03321, 033230 (Börnicke, Tietzow), 033237 (Ribbeck), 033239 (Groß Behnitz, Schwanebeck, Wachow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HVL
Gemeindeschlüssel: 12 0 63 208
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
14641 Nauen
Webpräsenz: www.nauen.de
Bürgermeister: Detlef Fleischmann (SPD)
Lage der Stadt Nauen im Landkreis Havelland
Brieselang Dallgow-Döberitz Falkensee Friesack Gollenberg (Havelland) Großderschau Havelaue Ketzin/Havel Kleßen-Görne Kotzen (Havelland) Märkisch Luch Milower Land Mühlenberge Nauen Nennhausen Paulinenaue Pessin Premnitz Rathenow Retzow Rhinow Schönwalde-Glien Seeblick Stechow-Ferchesar Wiesenaue Wustermark BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Nauen ist eine Stadt im Landkreis Havelland des Landes Brandenburg. Mit ihren über 16.000 Einwohnern handelt es sich um eine Kleinstadt, wobei sie bezüglich ihrer Gesamtfläche von über 266 km² seit dem Jahr 2003 eine der flächengrößten Gemeinden Deutschlands bildet. Im frühen 20. Jahrhundert war sie Standort bedeutender Pionierarbeit in der Funktechnik, was ihr den Beinamen „Funkstadt“ eintrug.[2] Nauen ist Sitz des Amtsgerichts Nauen, das unter anderem Zentrales Vollstreckungsgericht für das Land Brandenburg ist. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.

Rathaus, mittig das Wappen von Nauen

Geografie[Bearbeiten]

Lage und Ausdehnung[Bearbeiten]

Die Stadt Nauen bildet den westlichen Teil des Osthavellandes im Landkreises Havelland (siehe Karte in der Infobox zur „Lage der Stadt im Landkreis Havelland”). Die Kernstadt Nauen liegt 27 km nordwestlich der Landeshauptstadt Potsdam und 41 km westnordwestlich der Bundeshauptstadt Berlin; die Entfernung zum Berliner Stadtrand (Bahnhof Albrechtshof) beträgt 18 km. Das Gesamtgebiet der Stadt zählt zu den flächengrößten in Deutschland. Landschaftlich liegt Nauen zwischen dem ausgedehnten Landschaftsschutzgebiet Nauen-Brieselang-Krämer und überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen im Süden und Südwesten.

Geologie[Bearbeiten]

Die Landschaften Nauens sind eiszeitlich gebildet. In geologischer Hinsicht liegt die Stadt am nördlichen Rand der nach ihr benannten Nauener Platte, einer bis zu 15 Meter dicken und weitgehend geschlossenen Grundmoränenbildung der Saaleeiszeit und der letzten Eiszeit, die zum Teil von flachwelligen Endmoränenbildungen überlagert ist. Im Südwesten des Stadtgebietes liegen die in der Beetzseerinne gebildeten Seen Groß Behnitzer See, Klein Behnitzer See und Riewendsee. Diese glaziale Rinne beginnt zwischen den Ortsteilen Ribbeck und Berge und zieht sich mit mehreren Seenbecken nach Südosten bis Brandenburg an der Havel.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Nauen besteht aus der Kernstadt Nauen und 14 räumlich außerhalb der Kernstadt liegenden Ortsteilen,[3] von denen sieben noch zusätzliche Wohnplätze aufweisen. Die zur Stadt Nauen gehörenden Ortsteile samt ihren Wohnplätzen sind in alphabetischer Reihenfolge:

Ortsteile zugehörige Wohnplätze
Berge
Bergerdamm Bergerdamm-Lager, Hanffabrik, Hertefeld
Börnicke Ebereschenhof
Groß Behnitz Quermathen
Kienberg Teufelshof
Klein Behnitz
Lietzow Utershorst
Markee Markau, Neugarten, Neuhof, Röthehof
Neukammer
Ribbeck
Schwanebeck
Tietzow
Wachow Gohlitz, Niebede
Waldsiedlung

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Übersicht:

Gemeinde Paulinenaue im Amt Friesack Amtsfreie Gemeinde Fehrbellin und Stadt Kremmen Stadt Kremmen und Amtsfreie Gemeinden Oberkrämer und Schönwalde-Glien
Gemeinde Retzow im Amt Friesack Nachbargemeinden Amtsfreie Gemeinde Brieselang
Gemeinde Märkisch Luch im Amt Nennhausen, kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel und Gemeinde Päwesin im Amt Beetzsee Stadt Ketzin/Havel Amtsfreie Gemeinde Wustermark

Umwelt- und Naturschutz[Bearbeiten]

Umweltprobleme[Bearbeiten]

Behnitzer seen vergleich.svg

Im Südwesten des Stadtgebietes Nauens liegen der Groß Behnitzer See und der Klein Behnitzer See. Seit Anlage eines Abflussgrabens, des Klinkgrabens zum Riewendsee verlieren beide deutlich an Volumen und Fläche. So ist der ehemals einzelne, langgezogene See bereits spätestens im frühen 19. Jahrhundert in zwei Seen zerfallen. Noch im späten 18. Jahrhundert waren Groß Behnitzer und der Klein Behnitzer See ein zusammenhängendes Gewässer.[4] Weiterhin verlieren beide Gewässer Wasser und Fläche. Deutlicher ist dieser Prozess am Klein Behnitzer See zu erkennen, der noch 1880 der größere der beiden Seen war, im frühen 21. Jahrhundert jedoch deutlich kleiner als der Groß Behnitzer See ist.[5] Die verlorenen Wasserflächen werden von moorig, sumpfigen Böden und einem ausgedehnten Schilfgürtel bedeckt. So liegt auch das ehemalige Fischerhaus, welches einst am Ostufer des Sees lag, heute an den Verlandungsflächen zwischen beiden Seen.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet um die heutige Kernstadt Nauen war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt.[6]

Mittelalter (500–1500)[Bearbeiten]

Brennerei in Ribbeck

Nauen wurde 1186 erstmals urkundlich als Nowen in einer Urkunde von Bischof Balderam von Brandenburg erwähnt, nicht, wie früher fälschlich angenommen, im Jahre 981. Eine Theorie für die Namensgebung Nauens ist, dass eine Familie von Nauen aus dem Westharz hier lebte und ihre neue Ansiedlung mit dem Namen ihrer alten Heimat versah.[7][8] Nauen erhielt 1292 das Stadtrecht, erbaute 1302 ein erstes Rathaus und erhielt 1317 das Marktrecht durch Markgraf Waldemar verliehen. Bereits im Mittelalter siedelten Juden im Ort. 1819 legten sie einen Friedhof außerhalb der Stadt Am Weinberg an.

Neuzeit (1500 bis ca. 1789)[Bearbeiten]

Im Jahre 1414 verursachte ein Rachefeldzug des Dietrich von Quitzow einen großen Stadtbrand. 1631 zerstörten die Truppen Tillys einen Teil der Stadt.

Im Jahre 1675 fand am 27. Juni das Gefecht bei Nauen zwischen schwedischen und brandenburgischen Truppen während des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges statt.

Ab 1716 begann die Einquartierung von Militär. 1732 hielt sich Kronprinz Friedrich drei Monate als Bataillonskommandeur in Nauen auf. Der Bau von zwei Kasernen erfolgte 1767 im Bereich des heutigen Landratsamtes.

Neueste Zeit (ca. 1789 bis heute)[Bearbeiten]

1800 erfolgte die Einweihung der Synagoge (Goethestraße 11), die während der 1938er Novemberpogrome stark beschädigt wurde. Im Jahre 1816 wurde der Landkreis Osthavelland gegründet, Nauen wurde 1826 Kreisstadt und blieb dies bis zur Kreisreform 1993. 1846 wurde Nauen an die Berlin-Hamburger Bahn angeschlossen. 1890 wurde der Vorortverkehr nach Berlin eröffnet. Vom 20. September 1901 bis zum 1. April 1961 war Nauen Endbahnhof der Kreisbahn Rathenow-Senzke-Nauen.

Zwischen 1865 und 1930 wurden mehrere Großprojekte erstellt. 1865 wurde die städtische Gasanstalt eröffnet. 1869 erfolgte die Einweihung einer höheren Knabenschule. 1883 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1889 erfolgte der Bau der Zuckerfabrik. 1891 wurde ein neues Rathaus eingeweiht. 1906 entstand die Großfunkstelle Nauen zunächst als Versuchsstation, die Erweiterung zur Großstation erfolgte 1921. 1907 wurde das Kreiskrankenhaus errichtet. Im Februar 1911 stürzte der Turm des neuen Rathauses bei einem Orkan um und schlug durch das Dach. Die Turmspitze ragte mitten in den Sitzungssaal. 1912 wurde die elektrische Beleuchtung eingeführt. Der Bau des Gymnasiums in der Parkstrasse erfolgte 1916. 1923 erfolgte die Eröffnung der städtischen Badeanstalt und 1930 wurde die Vollkanalisation der Innenstadt durchgeführt.

Am 20. April 1945 erfolgte ein amerikanischer Luftangriff, bei dem etwa 60 Menschen starben. Der Bahnhof und die umliegenden Stadtgebiete erlitten schwere Zerstörungen.

Im Jahre 1933 wurde in einer Zementfabrik im Ortsteil Börnicke eines der frühen Konzentrationslager eingerichtet als Teillager des frühen KZ Oranienburg. Zwischen 150 und 500 politische Gefangene wurden hier gefangen gehalten, mindestens zehn ermordet, weitere starben an den Haftfolgen. Auch nach der Auflösung des frühen KZ wurde das Lager als Außenkommando des KZ Oranienburg weitergeführt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Stadt Nauen verfügte vor dem Jahr 2003 über drei Ortsteile, Neukammer, Schwanebeck und die Waldsiedlung. Im Jahr 2003 beschloss der Brandenburgische Landtag am 24. März eine Gemeindegebietsreform. Diese Reform betraf im Landkreis Havelland auch das Amt Nauen-Land, welches sich bis dahin aus 14 Gemeinden zusammengesetzt hatte. Von diesen 14 Gemeinden wurden mit Wirkung zum "26. Oktober 2003"[9] insgesamt 11 Gemeinden nunmehr Ortsteile der Stadt Nauen. Dies sind in alphabetischer Reihenfolge die neuen Ortsteile Berge, Bergerdamm, Börnicke, Groß Behnitz, Kienberg, Klein Behnitz, Lietzow, Markee, Ribbeck, Tietzow und Wachow.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung Nauens von 1700 bis 2012 (Angaben bis 1850 in den Grenzen der heutigen Kernstadt, ab 1875 in den seit 2003 gültigen Grenzen)


Nauen:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen
[10]
Jahr Einwohner
1875 13 072
1890 14 330
1910 15 534
1925 18 154
1933 18 330
1939 19 448
1946 23 172
1950 24 208
1964 20 320
1971 19 688
Jahr Einwohner
1981 18 422
1985 18 109
1989 17 512
1990 17 140
1991 16 887
1992 16 757
1993 16 577
1994 16 397
1995 16 329
1996 16 889
Jahr Einwohner
1997 16 883
1998 16 793
1999 16 684
2000 16 695
2001 16 851
2002 16 945
2003 16 774
2004 16 555
2005 16 649
2006 16 674
Jahr Einwohner
2007 16 675
2008 16 626
2009 16 523
2010 16 684
2011 16 475
2012 16 491

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[11].


Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008
Wahlbeteiligung: 38,92 % (2003: 38,28 %)
 %
40
30
20
10
0
33,34 %
28,19 %
20,92 %
9,19 %
5,35 %
3,01 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+5,89 %p
-0,97 %p
+3,07 %p
-6,37 %p
+5,35 %p
+0,77 %p
-7,74 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 2003: PDS
g 2003: FDP 4,48 % (1 Sitz); UB 3,26 % (1 Sitz)

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Nauen hat 28 Mitglieder bei folgender Sitzverteilung:

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[12]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Detlef Fleischmann (SPD) (Stand: 02.06.2014)

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. Januar 1994 genehmigt. Blasonierung: „In Silber ein schrägrechtsgestellter blauer Karpfen.“[13] Die Farben der Flagge sind Blau – Silber (Weiß). Der Tuchuntergrund wird im Verhältnis 1:1 längs geteilt. Das amtliche Wappen kann in der oberen Hälfte der Flagge eingebracht werden.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Übersicht:

Nachbargemeinden
388 km bis zur Stadt Kreuztal in Nordrhein-Westfalen 24 km bis zum Bezirk Spandau von Berlin

Kirchen, Bauwerke und Gedenkstätten[Bearbeiten]

St. Jacobi[Bearbeiten]

Im Spätmittelalter erbaute man in Nauen zu Anfang des 15. Jahrhunderts (um 1400) die Kirche St. Jacobi, die architektonisch der Backsteingotik zuzurechnen ist. Den Chor mit dem Altar richtete man ein halbes Jahrhundert später in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein. Im Zuge der Reformation wurde die Kirche im 16. Jahrhundert evangelisch. Ende des 17. Jahrhunderts zerstörte ein Brand das Gebäude; man baute sie jedoch im Jahr 1695 wieder auf. Zwölf Jahre später wurde im Jahr 1707 (18. Jahrhundert) der 55 m hohe Turm mit seiner barocken Haube auf den ursprünglichen Unterbau aufgesetzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte man eine 1874 gebaute Orgel aus der Werkstatt Heerwagen in die Kirche ein.

Weitere Kirchen[Bearbeiten]

Historische Altstadt[Bearbeiten]

In der Historischen Altstadt befinden sich einige Gebäude, die im Zeitraum zwischen dem 17. bis 20. Jahrhundert entstanden. Dazu gehören der Rathausplatz mit dem Rathaus als neugotischer Backsteinbau nebst Sittelschem Haus, die zwischen 1888 und 1891 errichtet wurden. Der Wasserturm in Mauerstraße/Goethestraße wurde 1898 erbaut und 2006 renoviert; er beinhaltet jetzt Nauens höchste Wohnung. Zwischen 1999 und 2002 sanierte man in der Mittelstraße die Nr. 33, das im Jugendstil errichtete „Voßsche Haus“, in der Nr. 12—16 das „Barzsche Haus“ und schließlich das „Rumpffsche Haus“.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Gedenkstein für die KZ-Opfer von Börnicke auf dem Gelände der einstigen Fabrik aus dem Jahr 1975
  • Gedenkstein an der ehemaligen Synagoge in der Goethestraße Nr. 11 aus dem Jahr 1988. Im gleichen Jahr stellte man auf dem jüdischen Friedhof Am Weinberg eine Skulptur des Künstlers Ingo Wellmann zur Erinnerung an die verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger auf.
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof: Er erinnert an die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges getöteten sowjetischen Soldaten der Roten Armee sowie zusätzlich an die während des Zweiten Weltkrieges in Nauen umgekommenen Zwangsarbeiter anderer Nationen. Der Friedhof befand sich ehemals an der Berliner Straße befand, wurde aber nach der Wiedervereinigung auf den Städtischen Friedhof verlegt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Nauen mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmalen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Funksendeanlagen[Bearbeiten]

Drehstandantenne Nauen

Windkraftanlagen[Bearbeiten]

Die Nauener Platte ist heute ein ausgewiesenes Windnutzungsgebiet, welches durch eine hohe Anzahl und Dichte von Windkraftanlagen charakterisiert wird.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Schwimmbad.

Bildung[Bearbeiten]

Goethe-Gymnasium

In Nauen gibt es vier Grundschulen: neben der privaten Kreativitäts- und Ganztagsgrundschule des Leonardo-da-Vinci-Campus drei Grundschulen in städtischer Trägerschaft, nämlich die Dr. Georg Graf von Arco-Oberschule mit Grundschulteil, die Grundschule am Lindenplatz sowie die Käthe-Kollwitz-Grundschule (VHG).[14] Dazu gesellen sich zwei Förderschulen in Trägerschaft des Landkreises Havelland: zum ersten die Havellandschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und zum zweiten die Regenbogenschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen.[15] An Oberschulen bietet die Stadt neben der Kreativitäts- und Ganztagsoberschule des Leonardo-da-Vinci-Campus die städtische Dr. Georg Graf von Arco-Oberschule mit Grundschulteil.[16] Zudem gibt es am Ort drei Berufsbildende Schulen: die Berufliche Schule für Wirtschaft Nauen in freier Trägerschaft, das Jugendaufbauwerk Nauen e. V. sowie das Oberstufenzentrum mit beruflichem Gymnasium des Landkreises Havelland.[17] Das Abitur kann man auf einem der drei Gymnasien ablegen, entweder im Internationalen Ganztagsgymnasium des Leonardo-da-Vinci-Campus, dem Oberstufenzentrum mit beruflichem Gymnasium des Landkreises Havelland oder dem Städtischem Goethe-Gymnasium.[18] Als Volkshochschule steht den Nauenern die Musik-, Kunst- und Volkshochschule des Landkreises Havelland offen.[19]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit Nauen verbunden[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Alpermann: Die Einwohnerschaft der Stadt Nauen und ihrer Garnison bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (Schriftenreihe der Stiftung Stoye der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V., Bände 20 und 21), Neustadt an der Aisch 1991, ISBN 3-7686-4127-9.
  • Ernst Georg Bardey: Geschichte von Nauen und Osthavelland. Rathenow 1892.
  • Michael Bollé: Die Grossfunkstation Nauen und ihre Bauten von Hermann Muthesius. Mit einem Beitrag von Georg Frank. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1996, ISBN 3-922912-37-0.
  • Martina al Diban: In Nauen durch die Jahrhunderte. Geschichte und Geschichten. Verlag Uwe Grötschel, Falkensee 1995, ISBN 3-00-000108-5.
  • Christian Hopfe: Nauen in alten Ansichten (Archivbilder), Sutton Verlag GmbH, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-161-5.
  • Dieter Kristke: 100 Jahre Nauen in Worten und Bildern. Eine Wanderung durch die Straßen und Gassen der Altstadt. Ketzin 1992.
  • Dieter Kristke: Stadtbilder aus Nauen. 1292–1992. Stadt-Bild-Verlag, Leipzig 1992, ISBN 3-928741-08-X.
  • Dieter Kristke: Nauen in alten Ansichten (Die damals Reihe), Europäische Bibliothek Verlag, Zaltbommel/Niederlande 1995, ISBN 90-288-60487.
  • Arndt Riefling: Nauen. Als die Schornsteine noch rauchten. Fotodokumente zwischen 1945 und 1989. (Edition Damals in unserer Stadt), Leipziger Verlagsgesellschaft, Verlag für Kulturgeschichte und Kunst, Leipzig 2007, ISBN 3-910143-84-9.
  • Dorit Schneider: Soldaten in der Stadt. Militär und Gesellschaft in Nauen 1763–1806 (magi-e – forum historicum, Band 4), Schwarten Verlag, Aichach 2003, ISBN 3-929303-23-X.
  • Werner Vogel: Nauen. In: Gerd Heinrich (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 10: Berlin und Brandenburg. 2. verbesserte und erweiterte Auflage (Kröners Taschenausgabe, Band 311), Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1985, S. 286–287, ISBN 3-520-31102-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nauen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Nauen, die Funkstadt
  3. Stadt Nauen (2014): Ortsteile. URL: http://www.nauen.de/verzeichnis/index.php?kategorie=66 (Stand: 06.06.2014)
  4. Friedrich Wilhelm Karl Graf von Schmettau: Schmettausches Kartenwerk. Zweite Hälfte 18. Jahrhundert.
  5. Preußisches Messtischblatt 3442 Tremmen, Aufnahme 1880, Herausgegeben 1882.
  6. Werner Vogel: Nauen. In: Gerd Heinrich (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 10: Berlin und Brandenburg. 2. verbesserte und erweiterte Auflage (Kröners Taschenausgabe, Band 311), Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1985, S. 286–287, hier S. 286.
  7. http://www.ggnauen.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=38 :Arbeit des Goethe-Gymnasiums Nauen
  8. Diese Urkunde des Brandenburger Bischofs Balderam ist im Domstiftsarchiv Brandenburg im Original erhalten und u. a. gedruckt im Codex diplomaticus Brandenburgensis, hrsg. von A. F. Riedel, 1. Hauptteil, Band 8. Berlin 1847, S. 114 f.(Lutz Partenheimer)
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  10. Gebietsstand Januar 2013
  11. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  12. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2008/SB_B7-3-5_j05-08_BB.pdf, Seite 47
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  14. Stadt Nauen (2014): Bildung und Erziehung. Grundschulen. URL: http://www.nauen.de/verzeichnis/index.php?kategorie=9 (Stand: 05.06.2014)
  15. Stadt Nauen (2014): Bildung und Erziehung. Förderschulen. URL: http://www.nauen.de/verzeichnis/index.php?kategorie=7 (Stand: 05.06.2014)
  16. Stadt Nauen (2014): Bildung und Erziehung. Oberschulen. URL: http://www.nauen.de/verzeichnis/index.php?kategorie=12 (Stand: 05.06.2014)
  17. Stadt Nauen (2014): Bildung und Erziehung. Berufsbildende Schulen. URL: http://www.nauen.de/verzeichnis/index.php?kategorie=6 (Stand: 05.06.2014)
  18. Stadt Nauen (2014): Bildung und Erziehung. Gymnasien. URL: http://www.nauen.de/verzeichnis/index.php?kategorie=10 (Stand: 05.06.2014)
  19. Stadt Nauen (2014): Bildung und Erziehung. Volkshochschule. URL: http://www.nauen.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=63893 (Stand: 05.06.2014)
  20. Märkische Allgemeine. Online-Archiv (12.05.2010): Havelland. Werner Salomon bleibt an der Spitze. URL: http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/MAER/20100512/werner-salomon-bleibt-an-der-spitze/201005122640829.html (Stand: 08.06.2014)
  21. Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. Ortsverband Nauen e.V. (2014): Impressum. URL: http://www.asb.de/nauen/impressum.html (Stand: 13.06.2014)