Landkreis Havelland

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Havelland Deutschlandkarte, Position des Landkreises Havelland hervorgehoben52.607512.3325Koordinaten: 52° 36′ N, 12° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Rathenow
Fläche: 1.717,15 km²
Einwohner: 153.874 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HVL
Kreisschlüssel: 12 0 63
Kreisgliederung: 26 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Platz der Freiheit 1
14712 Rathenow
Webpräsenz: www.havelland.de
Landrat: Burkhard Schröder (SPD)
Lage des Landkreises Havelland in Brandenburg
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Der Landkreis Havelland [ˈhaːfl̩ˌlant] ist ein Landkreis im Westen des Landes Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten]

Karte des Landkreises Havelland

Der Landkreis Havelland umfasst den größten Teil des Havellandes.

Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Ostprignitz-Ruppin und im Nordosten der Landkreis Oberhavel. Den östlichen Abschluss bildet die Landesgrenze zum Berliner Bezirk Spandau. Im Südosten grenzt der Landkreis an die kreisfreie Landeshauptstadt Potsdam, im Süden an den Landkreis Potsdam-Mittelmark und die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel. An der Grenze im Westen liegen die sachsen-anhaltischen Landkreise Stendal und Jerichower Land.

Geschichte[Bearbeiten]

Die historische Landschaft Havelland war das Stammesgebiet der slawischen Heveller. Ihr zentraler Burgort war Brandenburg an der Havel. Das Stammesgebiet der Heveller geriet aufgrund eines Erbvertrages zwischen dem Hevellerfürsten Pribislaw-Heinrich und Albrecht dem Bären 1150/1157 in dessen Besitz und war das Stammland der von Albrecht dem Bären gegründeten Mark Brandenburg.

Der Landkreis Havelland entstand am 6. Dezember 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der ehemaligen Kreise Nauen (NAU) und Rathenow (RN). Hier waren auch die Landratsämter der im Königreich Preußen gebildeten und bis 1952 bestehenden Landkreise Westhavelland und Osthavelland. Die Grenzziehung erfolgte nach dem Prinzip der Bildung von Sektoralkreisen.

Politik[Bearbeiten]

Landrat[Bearbeiten]

Seit 1993: Burkhard Schröder (SPD)

Kreistag[Bearbeiten]

Die 56 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl am 25. Mai 2014 folgendermaßen auf die einzelnen Fraktionen[2]:

Fraktion Sitze
SPD 15
CDU 15
LINKE 10
GRÜNE 5
FDP, Bauern, FAMILIE 5
Afd 4
(fraktionslos) 2

Vorsitzender des Kreistages ist Jürgen Bigalke (SPD) aus Falkensee.

Wappen, Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten]

Der Kreistag Havelland hat in seiner 14. Sitzung am 20. Februar 1995[3] die Führung des nachstehend beschriebenen, von der Grafikerin Ruth Peschel entworfenen Wappens beschlossen. Die Genehmigung durch das Brandenburgische Innenministerium erfolgte am 31. August 1995.[4]

Wappenbeschreibung
„Von Blau über Silber durch Wellenschnitt geteilt; oben zwei versetzt rechtshin fliegende, goldgeschnäbelte silberne Schwäne, unten ein goldbewehrtes rotes Adlerhaupt, beiderseits begleitet von einem sechsstrahligen blauen Stern.“[4][5]

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Havelland.

Der Kreistag Havelland hat in seiner 20. Sitzung am 25. September 1995[6] beschlossen, die nachstehend beschriebene Flagge führen zu wollen und die Genehmigung dazu beim Ministerium des Innern einzuholen.

Flaggenbeschreibung
Die Flagge des Landkreises Havelland ist längsgestreift in den Farben blau : weiß : blau (1 : 2 : 1) und trägt den Wappenschild aufrecht im Mittelstreifen.
Dienstsiegel

Der Landkreis Havelland führt in seinem Dienstsiegel das Kreiswappen[5] und trägt die Umschrift „Landkreis Havelland“ in Großbuchstaben. Vor der Annahme und Genehmigung des Kreiswappens führte der Landkreis Havelland in seinem Dienstsiegel das Brandenburgische Landeswappen.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Havelland (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992: Gebietsstand 6. Dezember 1993).

Jahr Einwohner
1990 132.303
1991 129.787
1992 129.136
1993 128.742
1994 129.482
1995 131.381
1996 133.823
1997 137.204
1998 141.105
1999 144.944
Jahr Einwohner
2000 148.130
2001 151.514
2002 152.667
2003 153.328
2004 154.044
2005 155.019
2006 155.408
2007 155.359
2008 155.141
2009 154.984
Jahr Einwohner
2010 154.891
2011 152.915
2012 153.294
2013 153.874

Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen[Bearbeiten]

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 26 Gemeinden, darunter sieben Städte.

(Einwohner am 31. Dezember 2013)[8]

Brieselang Dallgow-Döberitz Falkensee Friesack Gollenberg (Havelland) Großderschau Havelaue Ketzin/Havel Kleßen-Görne Kotzen (Havelland) Märkisch Luch Milower Land Mühlenberge Nauen Nennhausen Paulinenaue Pessin Premnitz Rathenow Retzow Rhinow Schönwalde-Glien Seeblick Stechow-Ferchesar Wiesenaue Wustermark BrandenburgMunicipalities in HVL.png
Über dieses Bild

Städte
¹ amtsangehörige Stadt

  1. Falkensee (41.258)
  2. Friesack¹ (2483)
  3. Ketzin/Havel (6389)
  4. Nauen (16.616)
  5. Premnitz (8414)
  6. Rathenow (24.164)
  7. Rhinow¹ (1640)

Amtsfreie Gemeinden

  1. Brieselang (10.999)
  2. Dallgow-Döberitz (8989)
  3. Milower Land (4325)
  4. Schönwalde-Glien (9108)
  5. Wustermark (8011)

Ämter und zugehörige Gemeinden

1. Friesack (6314)

  1. Friesack, Stadt (2483)
  2. Mühlenberge (710)
  3. Paulinenaue (1198)
  4. Pessin (644)
  5. Retzow (529)
  6. Wiesenaue (750)

2. Nennhausen (4607)

  1. Kotzen (577)
  2. Märkisch Luch (1258)
  3. Nennhausen (1895)
  4. Stechow-Ferchesar (877)

3. Rhinow (4680)

  1. Gollenberg (429)
  2. Großderschau (453)
  3. Havelaue (885)
  4. Kleßen-Görne (354)
  5. Rhinow, Stadt (1640)
  6. Seeblick (919)

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen HVL zugewiesen und seitdem ausgegeben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Havelland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Havelland – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Fraktionen im Kreistag Havelland
  3. Amtsblatt 03/1995, Seite 61; Wappenabbildung auf Seite 78.
  4. a b Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Wappen des Landkreises Havelland
  5. a b § 2 der Hauptsatzung des Landkreises Havelland
  6. Amtsblatt 08/1995, Seite 97.
  7. § 2 der vorläufigen Hauptsatzung des Havelland-Kreises vom 4. Januar 1994, abgedruckt im Amtsblatt 01/1994
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)