Siemens Sector Energy

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Siemens Energy Sector
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Rechtsform Teil der Siemens AG
Gründung 1. Januar 2008
Sitz Erlangen, Deutschland
Leitung Randy Zwirn, act. CEO Energy Sector
Ralf Guntermann (CFO)
Mitarbeiter 83.500 (GJ 2013 (30. September))
Umsatz 26,6 Mrd. Euro (GJ 2013 (30. September))
Branche Stromerzeugung und -übertragung
Website www.siemens.de/energy
Turbosatz von Siemens Sector Energy im Kraftwerk Schwarze Pumpe

Der Siemens Energy Sector entstand am 1. Januar 2008 als einer der vier Sektoren der Siemens AG und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Herstellung von Anlagen und Komponenten sowie Dienstleistungen im Bereich der Energieversorgung.

Divisionen[Bearbeiten]

Der Siemens Energy Sector besteht aus folgenden Divisionen[1][2]

  • Power Generation (Produkte für die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern, Produkte für die Öl- und Gasindustrie, CEO: Roland Fischer)
  • Energy Service (Energiedienstleistungen, CEO: Randy Zwirn)
  • Power Transmission (Energieübertragung, CEO: Jan Mrosik)
  • Wind Power (Windenergieanlagen für Offshore- und Onshore-Windparks, CEO: Markus Tacke)

Produkte[3][Bearbeiten]

Unternehmensübernahmen und -beteiligungen[Bearbeiten]

Von Siemens im Laufe der Jahre übernommene Unternehmen sind:

  • Marine Current Turbines, Entwicklung von Gezeitenturbinen mit horizontalen Achsen (Februar 2012)[4][5]
  • NEM, Spezialist für Abhitze-Dampferzeuger von Gas- und Dampfkraftwerken, Niederlande (2011)[6]
  • Bennex Group AS und Poseidon Group AS der Subsea Technology Group AG, Norwegen, Ausbau der Kompetenz für Stromversorgung auf dem Meeresboden (2011)[7]
  • Elektrozavod in Ufa (Russland), Ausbau der Produktion von Leistungsschaltern und Trennern für Hochspannungs-Schaltanlagen in Russland (2010)
  • Steinmüller Engineering, Prozess-Know-how im Bereich Energie- und Umwelttechnik, Übernahme der Mehrheit (2009)[8]
  • Advanced Burner Technologies Inc. (ABT) in Pluckemin (New Jersey, USA), Investition in das Servicegeschäft zur Schadstoffemissionsüberwachung und -verminderung von Kraftwerken (2006)
  • Kühnle, Kopp & Kausch, ergänzt Siemens um kleine Industriedampfturbinen bis 5 MW (2006)[9]
  • Energieübertragungs- und -verteilungssparten von VA Tech (2005)[10]
  • Wheelabrator Air Pollution Control Inc. in Pittsburgh (Pennsylvania, USA) und Wheelabrator Canada Company, Geschäftserweiterung um Produkte und Systeme zur Schadstoffemissionsüberwachung und -verminderung von Kraftwerken (2005)
  • Bonus Energy, Einstieg in das Windenergiegeschäft (2004)[11]
  • Industrieturbinengeschäft von Alstom (2003)
  • Westinghouse Electric Corporation in Orlando (Florida) (USA) mit den Standorten Charlotte (North Carolina), Fort Payne (Alabama) und Winston-Salem (North Carolina) (1998)

Beteiligungsgesellschaften:

  • Shanghai Electric, zwei Joint Ventures (JV), Beteiligung von je 49 %, ein JV für Entwicklung und Bau von Windturbinen, zweites JV für Vertrieb, Projektmanagement und Service von Windenergieanlagen in China (2011)[12]
  • Minderheitsbeteiligung an Semprius von 20 %, Entwicklung von hochkonzentrierenden Photovoltaik-Modulen (2011)
  • Joint Venture mit ZAO Iskra-Avigaz: LCC Russian Turbo Machinery, Fertigung von Verdichtern für Gaspipelines (2010)
  • Shanghai Electric Power Generation Equipment Co. Ltd. (SEPG), Beteiligung von 40 %, Produkte und Lösungen für Stromerzeugung mit Kohle- und Gaskraftwerken (2010)
  • A2SEA, Dienstleistungen im Bereich Offshore-Windparks, Beteiligung von 49 % (2010)
  • Joint Venture mit Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG, Beteiligung von 35 % an Voith Hydro, mechanische und elektrische Ausrüstungen von Wasserkraftwerken (2000)

Ehemalige Beteiligungen (Sparte Solar)

  • Solel Solar Systems (Israel), Hersteller von Solar-Receivern, eine der Schlüsselkomponenten für solarthermische Kraftwerke (2009). Schließung 2013, nachdem kein Interessent für eine Übernahme gefunden werden konnte. Laufende Projekte werden noch abgewickelt und die Gewährleistung in den nächsten Jahren ist sichergestellt. Der Gesamtverlust beträgt ca. 1 Mrd. Euro.[13]
  • Archimede Solar Energy (Italien). Rückgabe von 45 % der Gesellschaftsanteile im Juni 2012.[14]

Zahlen[Bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 26,6 Mrd. Euro mit rund 83.500 Beschäftigten.[15]

Wegen Problemen beim Anschluss von Offshore-Windparks mussten 2012 mehr als 500 Mio. Euro als Verlust abgeschrieben werden.[16]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Divisionen von Siemens Energy
  2. Die Managementstruktur von Siemens Energy
  3. Produktinformationen
  4. Siemens verstärkt sich im Geschäft mit Meeresenergie – Übernahme von Marine Current Turbines
  5. PhotoNews: Siemens verstärkt sich im zukunftsträchtigen Markt für Meeresströmungskraftwerke – Übernahme von Marine Current Turbines
  6. Übernahme des Spezialisten für Abhitze - Dampferzeuger von GuD-Kraftwerken NEM
  7. Handelsblatt: Siemens übernimmt Tiefseestromnetz-Geschäft
  8. Wallstreet Online: Siemens übernimmt Mehrheit an Steinmüller Engineering
  9. Handelsblatt: Siemens kauft Dampfturbinenbauer Kühnle, Kopp & Kausch
  10. Süddeutsche: Siemens will österreichischen Konkurrenten VA Tech schlucken
  11. Handelsblatt: Siemens kauft dänischen Windkraftanlagen-Bauer Bonus Energy
  12. Windkraft-Journal: Siemens und Shanghai Electric vereinbaren strategische Windenergie-Allianz für China
  13. Vergebliche Käufersuche: Siemens schließt seine Solarsparte, Handelsblatt vom 17. Juni 2013
  14. Angelantoni Industrie holding spa has formalized the repurchase by the German Siemens of 45% of the shares of ASE (engl.)
  15. Jahrespressekonferenz 2013
  16. Wirtschaftswoche - Siemens fährt auf See ein Hochrisiko-Geschäft

Weblinks[Bearbeiten]