Sozialistische Union der Volkskräfte

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الاتحاد الاشتراكي للقوات الشعبية
Sozialistische Union der Volkskräfte
Partei­vorsitzender Driss Lachgar
Gründung 1959 als UNFP
1975
Haupt­sitz Rabat, Marokko
Aus­richtung Sozialdemokratie, Demokratischer Sozialismus,
Mitte-links
Farbe(n) lila, weiß
Parlamentsmandate 38 von 325 Sitzen in der Repräsentantenversammlung
Internationale Verbindungen Progressive Allianz

Sozialistische Internationale

Website www.usfp.ma

Die Sozialistische Union der Volkskräfte (arabisch ‏الاتحاد الاشتراكي للقوات الشعبية‎, DMG al-ittiḥād al-ištirākī li-l-quwwāt aš-šaʿbīya; französisch Union Socialiste des Forces Populaires, USFP) ist eine sich links von der Mitte positionierende politische Partei in Marokko.

Die Partei ist ein Vollmitglied der Sozialistischen Internationale.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Sozialistische Union der Volkskräfte wurde ursprünglich als eine Abspaltung von der Nationalen Union der Volkskräfte, einer sozialistischen Oppositionspartei, welches sich seinerseits im Jahre 1959 von der Istiqlal-Partei abspaltete, gegründet.

Bei den am 27. September 2002 abgehaltenen Parlamentswahlen gewann die Sozialistische Union der Volkskräfte 50 der 325 Sitze, was sie zur größten Partei in der Repräsentantenversammlung Marokkos machte. Sie regierte von nun an mit der Istiqlal-Partei in einer Dreiparteien-Koalition bekannt als die "Koutla".

Bei den nächsten Parlamentswahlen, abgehalten am 7. September 2007, gewann die Sozialistische Union der Volkskräfte nur noch 38 der 325 Sitze, verlor damit 12 Parlamentssitze und wurde nunmehr zur fünftgrößten Partei im Parlament.[2] Die Partei wurde in die Regierung von Premierminister Abbas El Fassi, formiert am 15. Oktober 2007, mit einbezogen.[3]

Im Vorfeld der Parlamentswahlen im November 2011 strebte es die Sozialistische Union der Volkskräfte an, eine vereinigte Front mit der Partei des Fortschritts und des Sozialismus (PPS) und der Front Demokratischer Kräfte (FFD) vorzuzeigen, um den Verlust der Unterstützung innerhalb der marokkanischen Linken in den letzten Jahren rückgängig zu machen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. List of Socialist International parties in Africa.
  2. "Moroccans favor conservative party instead of ushering in Islamic party", Associated Press (International Herald Tribune), 9 September 2007.
  3. "Le roi nomme un nouveau gouvernement après des tractations difficiles", AFP (Jeuneafrique.com), October 15, 2007 (französisch).
  4. NORTH AFRICA REGION DAILY NEWS UPDATE. Aswat. 24. Oktober 2011. Abgerufen am 30. Oktober 2011.