TeamViewer

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TeamViewer
Logo
Entwickler TeamViewer GmbH
Aktuelle Version 9.0.29947 (Windows)
3. Juli 2014[1]

9.0.29200 (OS X)
4. Juni 2014[2]

9.0.27891 (Linux)
15 April 2014[3]

9.0.1941 (Android)
10. April 2014[4]

9.0.25232 (iOS)
14. Januar 2014[5]

9.0.3 (Windows Phone)
22. April 2014[6]

Betriebssystem Windows, Mac OS X, Linux, Android, iOS, Windows Phone
Kategorie Fernwartung
Webkonferenz
Lizenz proprietär
Deutschsprachig ja
www.teamviewer.com

TeamViewer ist eine Desktop-Sharing-Software für Fernwartungen, Onlinepräsentationen, Onlinemeetings, Webkonferenzen, Dateitransfer und VPN, die durch Firewalls und NAT sowie Proxy-Server hindurch arbeitet. Im Gegensatz zu VNC nutzt es ein proprietäres Protokoll. Für Privatnutzer ist TeamViewer als Freeware verfügbar. Das in London ansässige Private-Equity-Unternehmen Permira erwarb im Mai 2014 die TeamViewer GmbH für 1,1 Milliarden US-Dollar von der GFI mit Sitz in Durham, North Carolina[7].

Betriebssysteme[Bearbeiten]

TeamViewer 9 ist mit Windows, OS X, verschiedenen Linux-Distributionen und Android kompatibel. Von iOS und Windows Phone aus kann nur ferngesteuert werden.[8]

Kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung[Bearbeiten]

Für die private, nicht kommerzielle Nutzung ist TeamViewer Freeware und kann ohne Einschränkungen genutzt werden.[9] Zusätzliche Funktionen wie eine optionale Verwaltungsdatenbank stehen nur in der lizenzierten Version zur Verfügung.

Eine kostenpflichtige Lizenz bezieht sich jeweils auf den Arbeitsplatz, von dem aus Fernsteuerungen oder Meetings durchgeführt werden, nicht auf die ferngesteuerten Rechner oder eingeladenen Teilnehmer eines Meetings. Dabei kann ein einzelner Arbeitsplatz oder eine maximale Anzahl parallel möglicher Sitzungen lizenziert werden.[10]

Programm[Bearbeiten]

Die Vollversion von TeamViewer bietet die gesamte Funktionalität der Software. Eingehende und ausgehende Verbindung via Internet und LAN sind möglich, außerdem VPN-Verbindungen und Dateiübertragung. Die Vollversion kann als Windows-Systemdienst laufen.

Ab Version 5 ermöglicht das Programm eine Audio- und Videoübertragung über Voice over IP, eine Anwendungsauswahl, bei der nur spezielle Anwendungen präsentiert werden und einen lokalen Rückmonitor, das heißt die exakte Darstellung des übertragenen Bildschirminhalts.

Der TeamViewer Portable enthält den gleichen Funktionsumfang wie die Vollversion. Es werden aber dabei keinerlei Daten auf dem Computer gespeichert. TeamViewer Portable ist damit für den Einsatz auf einem USB-Stick gedacht. TeamViewer Portable ist nicht für Mac OS X erhältlich.

Zugriff auf private Daten[Bearbeiten]

Beim Aufbau einer Verbindung überprüft TeamViewer zunächst, welche Verbindungsarten bei der bestehenden Konfiguration von Sicherheitsmaßnahmen (wie Firewalls und Proxyserver) hergestellt werden können. In 70% der Fälle kann nach der Aushandlung der Verschlüsselung über die TeamViewer-Server eine direkte Verbindung (über TCP oder UDP) zwischen beiden Endpunkten der Verbindung hergestellt werden;[11] die für diese Sitzung benötigte Datenübertragung wird dann nicht mehr über die TeamViewer-Server abgewickelt. Der Hersteller stellt in der Dokumentation eine Beschreibung des Sitzungsaufbaus zur Verfügung. Daraus geht hervor, wann Daten über die TeamViewer-Server übermittelt werden.[12]

Datenübertragung[Bearbeiten]

Bei der portablen Version stimmt der User zu, dass "nicht personenbezogene Daten" gesammelt werden dürfen.[13]

TeamViewer nutzt eine Verschlüsselung auf der Basis des RSA-Kryptosystems und einer AES-Verschlüsselung mit 256 Bit.[14] Bei direkten Verbindungen zwischen zwei Rechnern im LAN wird symmetrische Verschlüsselung genutzt.[15]

Nach Angaben des Herstellers sind Man-in-the-middle-Angriffe nicht möglich. Dies soll durch den signierten Schlüsselaustausch von zwei Schlüsselpaaren gewährleistet werden. Dabei wird der öffentliche Schlüssel (Public Key) direkt ausgetauscht und damit der symmetrische Schlüssel (AES 256 Bit) generiert. Die öffentlichen Schlüssel werden über den Hauptserver ausgetauscht, der die Echtheit per Signatur über das Stammzertifikat bestätigt. Der öffentliche Schlüssel des Stammzertifikats ist den Clients bekannt, die damit die Echtheit der Signatur prüfen. Somit gibt es eine sichere Zertifikatskette, die den Clients bestätigt, dass ein öffentlicher Schlüssel zu einer bestimmten ID gehört.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Versionsgeschichte für Windows bei teamviewer.com, abgerufen am 4. Juli 2014.
  2. Versionsgeschichte für OS X bei teamviewer.com, abgerufen am 4. Juni 2014.
  3. Versionsgeschichte für Linux bei teamviewer.com, abgerufen am 23. April 2014.
  4. Downloadseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 14. April 2014.
  5. Vorschauseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 10. März 2014.
  6. Downloadseite für Windows Phone bei windowsphone.com, abgerufen am 22. April 2014.
  7. [1] Stephan Dörner (Wall Street Journal): Abseits von Berlin: Deutschlands heimlicher Milliarden-Exit, abgerufen am 4. Juli 2014
  8. Welche Betriebssysteme werden unterstützt? bei teamviewer.com, abgerufen am 10. März 2014.
  9. Tecchannel
  10. TeamViewer Lizenzen und Preise für gewerbliche Nutzung
  11. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verbindungsaufbau und Verbindungsarten (PDF; 460 kB)
  12. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verschlüsselung und Authentifizierung (PDF; 460 kB)
  13. Siehe Punkt 5. "DATA PROTECTION" zur portablen Version 9 von TeamViewer: "TeamViewer takes the protection of your personal data very seriously ... Non-personal or anonymous data may be collected automatically to improve functionality and your experience with our Product, in particular to facilitate and improve the provision of software updates, Support, Content, TPM and other services. You agree that any non-personal or anonymous data collected may be sent to any of our worldwide offices or affiliates for processing."
  14. TeamViewer-Sicherheitsinformationen (PDF; 449 kB)
  15. TeamViewer-Handbuch (PDF; 3,4 MB)