Villanova Monteleone

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Villanova Monteleone
Kein Wappen vorhanden.
Villanova Monteleone (Italien)
Villanova Monteleone
Staat: Italien
Region: Sardinien
Provinz: Sassari (SS)
Lokale Bezeichnung: Biddanoa (Monteleone)
Koordinaten: 40° 30′ N, 8° 28′ O40.58.4666666666667567Koordinaten: 40° 30′ 0″ N, 8° 28′ 0″ O
Höhe: 567 m s.l.m.
Fläche: 202,58 km²
Einwohner: 2.347 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 12 Einw./km²
Postleitzahl: 07019;
Vorwahl: 079
ISTAT-Nummer: 090078
Volksbezeichnung: Villanovesi
Schutzpatron: San Leonardo

Villanova Monteleone ist eine sardische Kleinstadt in der Provinz Sassari mit 2347 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012). Sie liegt als an den Hängen des Santa Maria Massivs in einer Höhe von 567 bis 598 m über dem Meer. Bemerkenswert ist, dass die Stadt trotz Ihrer Höhe nur ca. 16 km vom Strand entfernt ist.

Die Nachbargemeinden sind Alghero, Bosa (OR), Ittiri, Monteleone Rocca Doria, Montresta (OR), Padria, Putifigari, Romana, Thiesi.

Allgemein[Bearbeiten]

Die Stadt wurde nach der Eroberung Algheros durch die Katalanen und der Vertreibung ihrer sardischen Bewohner erst 1354 gegründet. Die Häuser haben alte unverputzte Fassaden aus Trachyt. Im Palatu ´e sas Iscolas befindet sich ein ethnographisches Museum. Die Kirchen San Leonardo, Santa Croce und Rosario verfügen über beachtenswerte Holzaltäre.

Der an der Straße nach Alghero gelegene, viel besungene Su Paradiso Brunnen und die Sa Rocca Pinta Felsformation sind ebenso sehenswert wie der Blick auf Alghero.

Nuraghenkomplex von Appiu[Bearbeiten]

Nach Süden (Richtung Bosa) führt die Straße zum „Parco Archeologico Nuraghe Appiu" und nach Montresta. Nach Appiu, das in einer unberührten Gebirgsregion mit Steineichenwäldern liegt, gelangt man nach ca. 6,5 km. Der seit 2001 ausgegrabene Komplex aus ehemals etwa 200 steinernen Hütten, von denen nur noch die etwa hüfthohen Fundament stehen, besitzt zwei kleinere Dolmen, die Reste eines Gigantengrabes, einen Steinkreis und den stark ramponierten Nuraghen. Der unansehnliche Schuttkegel hat im Inneren drei gut erhaltene Räume. Die Anlage wird auf 900–800 v. Chr. datiert. Im Park befindet sich ein Besucherzentrum.

Gigantengrab Laccaneddu[Bearbeiten]

Nahe der Straße nach Puttigari liegt das Gigantengrab von Laccaneddu, dessen 7,1 m lange und 2,8 m breite Kammer aus großen Trachytsteinen erhalten ist, während nur der 6,8 m breite Rest einer Fassade vorhanden ist. Hinter der Apsis liegt eine Struktur, die ein Dolmen gewesen sein könnte.

Domus de Janas von Puttu Codinu[Bearbeiten]

Südlich des Ortes liegt der Stausee Lago di Temo umgeben von den charakteristischen Tafelbergen. In der Nähe liegen die neun Domus de Janas (Häuser der Feen) von Puttu Codinu. Die Datierung wurde auf die Zeit zwischen 3500 und 2700 v. Chr. also auf die Ozieri-Kultur vorgenommen, aber auch Eingriffe baulicher Art bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. wurden entdeckt. Die Kammern der mehrzelligen Felsengräber sind zumeist in T-Form angelegt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Giovanni M. Demartis: Entdecken Sie die Ausgrabungsfelder von Villanova Monteleone. Der Archäologie-Park Nuraghe Appiu. Die unterirdischen Grabanlagen Pottu Codinu. Ethnographisches Museum = À la découverte des sites archèologiques de Villanova Monteleone. Laborintus, Villanova Monteleone 2003.
  • Angelo Rusani-Doppiu: Dal villaggio nuragico di Nurkara al comune di Villanova Monteleone. Opere prime, Sassari 2002, (Origine della Sardegna e dei sardi).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.