Weilrod

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weilrod
Weilrod
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weilrod hervorgehoben
50.3333333333338.4166666666667210–626Koordinaten: 50° 20′ N, 8° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Hochtaunuskreis
Höhe: 210–626 m ü. NN
Fläche: 71,16 km²
Einwohner: 6303 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61276
Vorwahlen: 06083, 06084
Kfz-Kennzeichen: HG
Gemeindeschlüssel: 06 4 34 013
Adresse der Gemeindeverwaltung: Am Senner 1
61276 Weilrod
Webpräsenz:
Bürgermeister: Axel Bangert (SPD)

Weilrod ist als Gemeinde ein Zusammenschluss mehrerer Dörfer im Nordwesten des Hochtaunuskreises, gelegen im Weiltal.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Weilrod liegt nördlich des Taunuskammes in 210 bis 600 Meter Höhe. Nächste größere Städte sind Limburg an der Lahn (25 Kilometer) im Westen, Wetzlar (30 Kilometer) im Norden, Wiesbaden (35 Kilometer) im Süden und Frankfurt am Main (35 Kilometer) im Südosten.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Weilrod grenzt im Norden an die Gemeinden Weilmünster (Landkreis Limburg-Weilburg) und Grävenwiesbach, im Osten an die Stadt Usingen, im Süden an die Gemeinden Schmitten (alle im Hochtaunuskreis) und Waldems (Rheingau-Taunus-Kreis) sowie im Westen an die Stadt Bad Camberg und die Gemeinde Selters (beide Landkreis Limburg-Weilburg).

[Bearbeiten] Gliederung

Die Gemeinde Weilrod besteht aus 13 Ortsteilen: Altweilnau, Cratzenbach, Emmershausen, Finsternthal, Gemünden, Hasselbach, Mauloff, Niederlauken, Neuweilnau, Oberlauken, Rod an der Weil, Riedelbach, Winden

[Bearbeiten] Geschichte

Das Hauptgebäude des Schlosses Neuweilnau, erbaut um 1520

Bei Rod an der Weil findet man eine alte Ringanlage aus keltischer Vorzeit. Erste schriftliche Erwähnung eines Dorfes aus diesem Gebiet ist Mauloff, im Jahr 1156 („Mulefo“). Der imposante Rundturm der Burgruine in Altweilnau wird in die Zeit um 1200 datiert. 1302, als sich die Grafschaft Weilnau endgültig von der Grafschaft Diez trennte, wurde auf der gegenüberliegenden Talseite die Burg Neuweilnau errichtet, die im 16. Jahrhundert zu einem Schloss umgestaltet wurde.

Die Zusammenlegung der Einzelgemeinden zur Großgemeinde Weilrod erfolgte 1972.

[Bearbeiten] Namensgebung

Der Name Weilrod wurde bei der Zusammenlegung der Teilgemeinden aus den in den Namen dieser Gemeinden vorhandenen Silben „Weil“ und „Rod“ gebildet. Diese Silben stammen wiederum von dem Fluss Weil, der die Landschaft Weilrods und der Nachbargemeinde Schmitten prägt, sowie vom Wort „roden“.

Beide Begriffe lassen sich wie folgt in den Ortsnamen finden:

  • Neu- und Altweilnau (Weil + Aue)
  • Rod an der Weil (Rod(-en) + Weil)
  • Riedelbach (Roden + Bach)

Eine besondere Namensgebung hat das Dorf Mauloff, jedenfalls der Sage nach. Da der Dorfname in kein normales Muster passt, ist der Name ein vortreffliches Ziel von Sagen und Geschichten. Eine davon berichtet, dass das Dorf zunächst namenlos gewesen sei. Um das zu ändern, habe der Bürgermeister eine Versammlung einberufen und – da man zu keinem Ergebnis kam und alle ratlos schwiegen – festgelegt, dass das nächste gesprochene Wort der Dorfname werden sollte. Nach langem Schweigen habe der Bürgermeister schließlich die Geduld verloren und „Maul off!“ („Mund auf!“) gerufen. Erstmals wurde Mauloff 1156 als „Mulefo“, wahrscheinlich als Raststation an der mittelalterlichen Höhenstraße, der Rennstraße, erwähnt.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,7 9 24,9 8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,3 10 32,9 10
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 9,0 3 9,1 3
FDP Freie Demokratische Partei 4,2 1 2,7 1
FWG Freie Wählergemeinschaft 24,9 8 30,4 9
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 53,8 59,4

[Bearbeiten] Partnerschaft

Seit 2001 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Billy-Berclau im Département Pas-de-Calais.

[Bearbeiten] Wirtschaft

In der Phase des Wirtschaftsaufschwungs der 1950er waren die Dörfer, die heute Weilrod bilden, ein beliebtes Naherholungsgebiet für Bewohner des nahen Rhein-Main-Gebiets. Inzwischen hat der Fremdenverkehr deutlich nachgelassen. Dennoch zieht die Landschaft im Gemeindegebiet Wanderer und Radwanderer an. In dieser Hinsicht spielt der Weiltalweg eine wichtige Rolle. Der Lautsprecherhersteller Canton Elektronik wurde in Weilrod gegründet und hat dort bis heute seinen Hauptsitz. Mit dem Sitz der Werkzeugtechnik-Firma Mania Technologie wurde im Ortsteil Riedelbach ein Unternehmensstandort in Bungalowbauweise in das ländliche Bild eingepasst. In Hasselbach wurde die Armaturenfirma AZ (Armaturen-Zimmermann) gegründet, die heute ihre Sparte AZ-Industrietechnik immer noch dort hat. Darüber hinaus existieren mehrere Seminarhotels und Schulungsfirmen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Im Ortsteil Rod an der Weil lebt der Bundestagsabgeordnete Holger Haibach
  • Im Ortsteil Altweilnau (Burg Weilstein) an der Grenze nach Schmitten-Hunoldstal lebte der deutsche Sänger Ivan Rebroff. Er war des Öfteren als Stammgast in einem Grill-Restaurant in Schmitten (Ortsteil Brombach) anzutreffen.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Weilrod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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