Wilhelmine von Preußen (1709–1758)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilhelmine von Preußen, Pastell Jean-Étienne Liotard zugeschrieben
Antoine Pesne: Wilhelmine mit ihrem Bruder Friedrich
Wilhelmine als Verlobte, Portrait des preußischen Hofmalers Friedrich Wilhelm Weidemann 1717/18

Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen (* 3. Juli 1709 in Potsdam; † 14. Oktober 1758 in Bayreuth) war die älteste Tochter des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. und seiner Gattin Sophie Dorothea von Hannover. Ursprünglich sollte sie Königin von England werden, wurde aber durch Heirat Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth. Literarische und historische Bedeutung erlangte sie u. a. durch ihren Briefwechsel mit ihrem Lieblingsbruder Friedrich dem Großen und durch die Veröffentlichung ihrer Memoiren, die durch ihre teils unverblümten Schilderungen des Lebens am preußischen Hofe von besonderem kulturgeschichtlichem Wert sind. Als Kunstmäzenin, Komponistin und Opernintendantin prägte sie in bedeutendem Maße das kulturelle Leben der Stadt Bayreuth bis in die heutige Zeit.

Leben[Bearbeiten]

Die am 3. Juli geborene Wilhelmine wurde am 12. Juli getauft. Ihre Taufpaten waren die beim Dreikönigstreffen anwesenden Monarchen, Friedrich I. von Preußen (Wilhelmines Großvater), August der Starke von Sachsen, König von Polen, sowie König Friedrich IV. von Dänemark und Norwegen.

Wilhelmine wuchs, wie ihre Memoiren verdeutlichen, am spartanisch geführten Hof des Soldatenkönigs in einer problembelasteten Umgebung auf. Zum Teil lag das daran, dass die Mutter Sophie Dorothea andere kulturelle Bedürfnisse hatte als der Vater Friedrich Wilhelm I. Zum anderen wurde Wilhelmine schon als Kind zum Spielball politischer Ambitionen. Zunächst wurde für Wilhelmine von beiden Eltern eine Ehe mit dem britischen Thronfolger angestrebt (Sophie Dorotheas Vater war der englische König Georg I.), weshalb die Mutter eine Verlobung der achtjährigen Wilhelmine mit ihrem Großneffen Friedrich Ludwig von Hannover, dem Herzog von Gloucester und 15. Prince of Wales, arrangierte. In diesem Zusammenhang entstanden aber politische und familiäre Zwistigkeiten, unter denen ihre älteste Tochter zunehmend zu leiden hatte. Die Mutter verfolgte konsequent den Wunsch nach einer engeren Verbindung mit dem ihr verwandten Englisch-Hannoveranischen Königshaus, während sich der Vater zu einer Annäherung an das Haus Habsburg entschloss. Diese familiären und diplomatischen Gegensätze sowie zusätzliche seelische und körperliche Traumata, die das Kind in ganz jungem Alter durch ihre Erzieherin Leti erlitt, hat Wilhelmine in ihren Memoiren aus der unmittelbaren Erlebniswelt ihrer Kindertage ungeschminkt wiedergegeben.

Die Erzieherin Leti[Bearbeiten]

Detailliert schildert sie als Markgräfin von Bayreuth – der Zeitpunkt der Niederschrift ist nicht angegeben – die Probleme mit der Leti. Bereits mit drei Jahren wurde sie von diesem Fräulein unklarer Herkunft (ihr Vater war ein ehemaliger italienischer Mönch), das schön, blenderisch, kokett, boshaft und ränkesüchtig beschrieben wird, erzogen. Unter ihr hatte das Kind fast genauso zu leiden wie unter den Eltern, die einander mehr und mehr verabscheuten und ihre Zwistigkeiten auf dem Rücken des Kindes austrugen. „Ich hatte vor der Leti Angst wie vor dem Feuer. Oft schlug sie mich und behandelte mich grob“.[1] Oder: „Es verging kein Tag, an dem sie [die Erzieherin] nicht die gefürchtete Kraft ihrer Fäuste an mir erprobte“. Diese Horrorgeschichten in den Memoiren sollten als Erlebnisse eines Kindes empfunden werden. Wilhelmine vermutete, dass die Frau sie wegen ihres italienischen Geistes piesackte, doch es gab einen triftigeren Grund: Die Frau war von zwei Ministern des Königs, Friedrich Wilhelm von Grumbkow und Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, bestochen worden, die beide die Ehepläne von Wilhelmines Mutter und deren Vater, König Georg I., hintertrieben und auch Wilhelmines Vater in dieser Richtung beeinflussten. Die Leti versuchte, das Kind für eine Ehe mit dem Markgrafen Friedrich Wilhelm von Schwedt zu erwärmen, einem Neffen des Alten Dessauers, und horchte es über die Gespräche ihrer Eltern aus. Als das Kind schließlich auf Weisung seiner Mutter diesbezüglich nur noch auswich, wurde es tagtäglich verprügelt. „Sie war zu raffiniert, um nicht zu merken, dass ich instruiert war, und um es heraus zu bekommen, erwies sie mir alle erdenklichen Schmeicheleien. Doch als sie sah, dass sie bei mir im Guten nichts erreichte, geriet sie in schreckliche Wut, versetzte mir mehrere Schläge auf den Arm und stürzte mich die Estrade hinunter. Dank meiner Geschicklichkeit brach ich mir weder Arm noch Bein und kam mit ein paar Quetschungen davon“.[2] Offensichtlich gab es Ausfälle der Leti, wenn sie ihre Mission, das Kind auszuhorchen, nicht erreichen konnte. „Faustschläge und Fußtritte wurden mein täglich Brot; es gab kaum ein Schimpfwort, mit dem sie die Königin nicht bedachte: Gewöhnlich nannte sie sie die große Eselin.“ Wilhelmine wagte sich niemandem anzuvertrauen und brach schließlich mit einer Gallenkolik zusammen. An der nachfolgenden Gelbsucht laborierte sie monatelang. Die Mutter schien von den Qualen ihres ältesten Kindes nichts gemerkt zu haben.

Die „Sonsine“[Bearbeiten]

Erst als Madame de Roucoulles, eine Erzieherin der Prinzen, der Mutter erklärte, dass Wilhelmine wahrscheinlich eines Tages ganz zum Krüppel geschlagen werden würde, wurde die Leti schließlich auf Betreiben des Königs durch Dorothea Luise von Wittenhorst-Sonsfeld – von Wilhelmine und ihrem Bruder Friedrich liebevoll „Sonsine“ genannt – ersetzt. Ihr gelang es, das verschüchterte Kind zu beruhigen und sein Vertrauen zu erhalten. Sie hatte großes pädagogisches Geschick und förderte Wilhelmine sehr, auch im schulischen und musikalischen Bereich. Bis zu ihrem Tod 1746 in Bayreuth, wohin sie mit Wilhelmine nach deren Hochzeit zog, stand sie loyal zu der ihr Anvertrauten.[3]

Der Vater[Bearbeiten]

Aus Wilhelmines Briefen an ihren Vater ist erkennbar, dass sie anfangs ein gutes Verhältnis zu ihm hatte, er weilte aber nur selten bei seiner Familie. Hauptsächlich litt sie, wie offenbar die ganze Familie, unter seinen Launen. Zu ihrem jüngeren Bruder Friedrich, mit dem sie mit Förderung ihrer Mutter ihr Interesse für Musik und Wissenschaft teilte, hatte sie eine außergewöhnlich enge Beziehung, die bis zu ihrem Tod anhielt. Musikalische Begabung hatten beide Kinder, Wilhelmine bereits mit sechs Jahren (1715) durch Tanzen und Cembalospiel, das die Mutter begeisterte.[4] Die Kinder verbündeten sich gegen den Vater, der musische Beschäftigungen, insbesondere des Kronprinzen, nicht leiden konnte und mit unduldsamer Strenge den Sohn zu seinem Ebenbild formen wollte. Die Tätlichkeiten gegen beide Kinder, die von Wilhelmine beschrieben wurden, wie beispielsweise Stockschläge und an den Haaren durchs Zimmer schleifen, beschäftigen bis heute die Historiker.

Die Katastrophe von 1730[Bearbeiten]

Nach dem missglückten Fluchtversuch ihres Bruders im August 1730 mit Hans Hermann von Katte, der ihm bei den immer unerträglicher werdenden Zerwürfnissen mit seinem Vater, dem König, zur Seite stehen wollte, wurde Wilhelmine als Mitglied im Freundestrio der Mitwisserschaft eines „Desertions-Komplottes“ verdächtigt und in ihrem Gemach im Schloss eingesperrt. Ihr Bruder, der „Deserteur“, kam nach Küstrin als Gefangener, und Katte, „der Komplotteur“, wurde verhaftet. Es kam zu einem staatserschütternden Prozess, der in ganz Europa Kreise zog: Die Hintergründe und Fakten wurden 2011/2012 umfassend in einer Ausstellung im Schloss Köpenick, am Ort des Kriegsgerichtsprozesses, mit einem 300 Seiten starken Katalog ausgebreitet.[5]

Die Geschwister wurden über ein Jahr lang streng isoliert und festgehalten. Ihr Vater König Friedrich Wilhelm I. drohte nicht nur mit Kreuzverhör, Festungshaft und Folter (gegen Friedrich), sondern mit der Hinrichtung beider Geschwister. Im Falle des Hans Hermann von Katte machte er nach dem Urteilsspruch des Kriegsgerichts, der auf lebenslängliche Festungshaft lautete, von seinem Recht auf Urteilschärfung Gebrauch: Da das Kriegsgericht der Aufforderung des Königs, den Beschluss zu ändern und „Recht zu sprechen“, er meinte die Todesstrafe, nicht nachkommen wollte, verschärfte er das Urteil im Alleingang auf Tod durch Enthaupten, was damals beispiellos war. Seine beiden Kinder blieben verschont, aber sie trugen ihr Leben lang am tragischen Schicksal ihres Freundes.

Der König setzte in der Folge die Verheiratung seiner Tochter Wilhelmine durch: Minister von Grumbkow hatte Wilhelmines Hofmeisterin Dorothea Luise von Sonsfeld zu informieren, ihren Schützling zu bearbeiten, dass sie dem väterlichen Befehl Folge leiste um den Familienfrieden wiederherzustellen. Sonsfeld selber wurde angedroht, im „Spinnhaus für öffentliche Huren“ eingekerkert zu werden, gelänge es ihr nicht, Wilhelmine zur gewünschten Heirat zu überreden. Wilhelmine blieb keine Wahl. Der König, ihr Vater, setzte durch, dass sie nach jahrelangem, für Wilhelmine entwürdigendem Hin und Her, Friedrich von Brandenburg-Bayreuth heiratete.

Wilhelmine als Braut
Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth

Hochzeit und neues Leben mit dem Erbprinzen von Bayreuth[Bearbeiten]

Der zwei Jahre Jüngere war zwar bereits Sophie, einer jüngeren Schwester Wilhelmines, als Ehemann angekündigt,[6] aber das war kein Hinderungsgrund, die Hochzeit am 20. November 1731 mit Friedrich von Brandenburg-Bayreuth, dem Erbprinzen des Fürstentums Bayreuth, zu feiern. Obwohl die Hochzeit auf diese Weise arrangiert und nicht unbedingt ein schönes Erlebnis für die Königstochter war (Memoiren), hatten Wilhelmine und Friedrich in den ersten Ehejahren ein sehr liebevolles Verhältnis zueinander. Nach dem Tod ihres Schwiegervaters Georg Friedrich Karl hatte die Markgräfin wesentlichen Anteil an der Modernisierung des Landes. Ihre rege Bautätigkeit, bekannt als „Bayreuther Rokoko“, wird heute bewundert. Als Juwel gilt das 1748 anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth eingeweihte Markgräfliche Opernhaus, das 2012 als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Ihr Bruder, König Friedrich II., unterstützte sie nach der Hochzeit mit einer Apanage. Ihr Mann war als Erbprinz Friedrich von König Friedrich Wilhelm I. zum Befehlshaber des in Pasewalk (Uckermark) stationierten Altpreußischen Dragonerregiments „Schulenburg“ ernannt worden. Das Regiment wurde seitdem als „Bayreuther Dragoner“ bezeichnet. Prinz Friedrich hat seine Truppe mehrfach inspiziert. Nachdem er die Regierung in Bayreuth angetreten hatte, konnte er sich nicht mehr um sein Regiment kümmern. Das tatsächliche Kommando führte ein preußischer Oberst. Die „Bayreuther Dragoner“ kamen nicht aus Bayreuth, wie mitunter zu lesen ist. Das Regiment kämpfte erfolgreich in den Kriegen König Friedrichs II.; es erscheint im Text zum Hohenfriedberger Marsch: „Auf Ansbach-Dragoner, auf Ansbach-Bayreuth“.

Schicksalsschläge[Bearbeiten]

In den 1740er Jahren wurde die Freundschaft der Geschwister aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Erbschaft der Töchter des Generals von der Marwitz beeinträchtigt. Diese gingen aufgrund der Heirat der Wilhelmine von der Marwitz mit dem Grafen Burghauß ins feindliche Ausland Österreich. In diesen Jahren der Entfremdung zu ihrem geliebten Bruder, dem König, bedrückten sie weitere persönliche Schicksalsschläge, so die Untreue ihres Mannes, weswegen sie ja diese Ehe der Marwitz gefördert hatte. Die Liebe des Markgrafen zu seiner Frau hatte abgenommen, und er hatte Wilhelmine von der Marwitz, die aus Berlin mitgebrachte Erste Hofdame der Markgräfin, zur Mätresse genommen. Irgendwann in dieser Zeit begann Wilhelmine mit dem Konzept und der Komposition ihrer Oper Argenore und mit ihren Memoiren. Wie diese ist ihre Oper (Text und Musik) voll biographischer Anspielungen, wenn auch auf anderer Ebene im Medium Musik. Mit beiden, Memoiren und Argenore, schrieb sie sich vieles von der Seele, so zumindest möchte man glauben. Österreichische Diplomaten versuchten, über den Bayreuther Hof Einfluss auf Preußen zu nehmen. Im September 1745, während des Schlesischen Krieges, traf sich Wilhelmine mit Maria Theresia von Österreich. Daran zerbrach fast das innige Verhältnis zu ihrem Bruder.

Argenore[Bearbeiten]

Die von Wilhelmine komponierte Oper Argenore war 1740 zur Einweihung eines neuen Operntheaters am Geburtstag ihres Mannes Markgraf Friedrich geplant. Über eine tatsächliche Aufführung wurde nichts bekannt. Ob das damit zusammenhängt, dass Wilhelmines Vater Friedrich Wilhelm I. zur selben Zeit im Sterben lag, ist nicht bekannt.

Diese Oper gibt Rätsel auf, die in letzter Zeit vielfältig diskutiert werden. Es geht um die Frage, ob und in welchem Umfang das Sujet eine Aufarbeitung der traumatisch belasteten Beziehung der Geschwister Wilhelmine und Friedrich zu ihrem Vater ist.

In Wilhelmines Oper Argenore kommt gegen Ende des 2. Aktes folgende Textpassage vor, die auf Hans Hermann von Kattes Schicksal in Wilhelmines Erinnerung anspielen könnte: Arie des Königssohnes Ormondo in der 7. Szene des 2. Aktes:

Ihr Text ist in zwei verschiedenen Fassungen überliefert: der gedruckten Fassung des Textbuches von 1740 (linke Spalte, zeitgenössisches Übersetzungs-Deutsch von 1740)[7] und der Handschrift Wilhelmines in der autographen Partitur (rechte Spalte, Übersetzung aus der Partitur von Isabel Schröder).[8]

Ich falle, doch ich gleiche, Ich werde fallen, doch du,
Der stoltz und hohen Eiche grausamer Tyrann,
Die alles rings herum bewegt, wirst das am Ende vergeblich bereuen,
Wenn sie das Erdreich, das sie trägt und du wirst sagen, dass mein Los
Mit ihrem Stamme schlägt. Neid erweckt statt Mitleid.
 
Sieht nun der Hirt der Feinde Eine schöne Prüfung für die starke Seele
Den Schaden selber an ruhig und gelassen
Was Wunder, wenn er weinte Die ungerechte Strafe zu ertragen,
Weil er ihn nicht ersetzen kann. für eine Schuld die man nicht hat.

Das zur Arie führende Rezitativ des Ormondo lautet: „und dass ich jetzt nicht sterben will, geschiehet aus keiner Niederträchtigkeit, sondern in Hoffnung, zuvor das erschreckliche Ende eines tyrannischen undanckbaren Königs, und einen jeden unter euch von dieser Hand erwürget zu sehen“. Nach der Arie, die eine Zusammenfassung seiner Gemütslage darstellen soll (linke Spalte, der tatsächlich gesungene Text siehe rechte Spalte), wird Ormondo überwältigt und in Ketten gelegt, um sich zu Beginn des 3. Aktes dann gewaltsam zu befreien. Dagegen: „Ruhig und gelassen die ungerechte Strafe zu ertragen..." (neuer gesungener Text, rechte Spalte) bildet einen merkwürdigen Kontrast zum tatsächlichen, dramaturgisch vorgegebenen Geschehen (Rachegelüste und gewaltsame Befreiung) des Rezitativs (siehe oben) und Fortgang am Anfang des 3. Aktes. Es kann sich dennoch nicht um ein Versehen handeln, denn dieser nachträglich geänderte Gesangstext (rechte Spalte) passt identisch zu Wilhelmines Noten, beides ist so gewollt, nur anders als im gedruckten Libretto vorgesehen. Das Publikum, das den anderen Text (linke Spalte) zum Mitlesen in der Hand hat, kann den neuen Inhalt nicht wahrnehmen, auch allein schon deswegen, weil italienisch gesungen wurde.

Zu „Ruhig und gelassen“ (neuer Text, rechte Spalte): Die Literatur zur Katte-Tragödie – so die Bezeichnung Theodor Fontanes – überliefert mehrmals explizit, dass Hans Herrman von Katte sehr gefasst beim Gang zu seiner Hinrichtung war und ruhig sich seinem Schicksal ergab, zum Trost seines Vaters, dessen Erstgeborener und „Stammhalter“ er war. Das Bild der „Eiche“ im alten Text (linke Spalte) hat das bereits thematisiert.

Keine Frage, gegenüber der ursprünglichen Textversion (linke Spalte) kommt vom Kern der Sache dort („was Wunder wenn er weinte“) noch ein tiefergehender Aspekt in die Musik, ein persönlicherer: die Vergegenwärtigung der Haltung des Verurteilten (Ormondo/Katte), „die ungerechte Strafe zu ertragen“ (rechte Spalte), auch wenn dieser Gemütsaffekt, nicht mehr zu kämpfen, dramaturgisch nicht passt, wie das erwähnte Rezitativ zeigt.[9]

Hier wurde von der Komponistin in der Oper eine verschlüsselte Botschaft platziert, die als ein Hinweis auf das Schicksal Hans Hermann von Kattes verstanden werden kann.

Wissenschaften und Künste[Bearbeiten]

Sokrates im Park der Eremitage, nach 1755 von Hofbildhauer Johann Schnegg

1742 wurde in Bayreuth eine Universität gegründet, die aber nach einem Jahr nach Erlangen verlegt wurde. Wilhelmines Leibarzt Daniel de Superville, den Wilhelmine ihrem Vater für zwei Lange Kerls abgekauft hatte, wurde 1743 Kanzler dieser in die Nebenresidenz umgesiedelten Friedrichs-Universität. In seinem Nachlass fanden sich auch die Memoiren der Markgräfin. Sie widmete sich wissenschaftlichen Studien und führte mit Voltaire einen Briefwechsel über philosophische Themen.

Ihre musikalischen Talente entwickelte Wilhelmine zielstrebig weiter und vervollkommnete ihr Lautenspiel als Verehrerin und Schülerin des berühmten Dresdener Hoflautenisten Silvius Leopold Weiss beim Bayreuther Lautenvirtuosen Adam Falckenhagen, der als Schüler von Weiss angesehen wird. Unter dem Patronat der Markgräfin hatte die Lautenmusik ihre letzte Blüte in Bayreuth.

Nachdem 1748 das Markgräfliche Opernhaus eingeweiht worden war, begannen in den 1750er Jahren unter Beteiligung internationaler Künstler kostbare Opernvorstellungen. 1751 wurde Wilhelmine per Diplom in die römische Accademia dell’Arcadia aufgenommen, eine internationale literarische Akademie, die sich insbesondere an der Diskussion und Gestaltung des Opernlibrettos verdient machte.[10]

Nach Falckenhagens Tod 1754 wurde der Lautenist Paulo Carlo Durant berufen. Aus dieser Zeit ist eine geschlossene Sammlung mit Lautenkammermusik in der Stadt- und Staatsbibliothek Augsburg erhalten, die möglicherweise auf den Violinisten des Hoforchesters Bernhard Joachim Hagen zurückgeht. Einer im Oktober 1755 unternommenen Reise nach Südfrankreich und Italien folgte im Mai 1756 die Gründung einer Akademie der freien Künste und Wissenschaften in Bayreuth. Von der Italienreise brachte Wilhelmine antike Skulpturen mit, darunter einen Sokrateskopf, der dem Hofbildhauer Johann Schnegg als Vorbild für seine Sokratesstatue diente.[11]

Die 1750er Jahre[Bearbeiten]

1750 hielt sich Wilhelmine mehrere Wochen am preußischen Hof auf und begegnete dort berühmten Zeitgenossen wie Voltaire, Maupertuis und La Mettrie. Im Juni 1754 sahen sich die Geschwister zum letzten Mal in Bayreuth. Danach schrieb Friedrich an Wilhelmine: „Mein Ich verlässt Sie, aber Ihnen bleibt das Herz dessen, der bis an sein Ende verbleiben wird Ihr getreuer Diener.“

Wilhelmine starb am 14. Oktober 1758. Am gleichen Tag erlitt ihr Bruder in der Schlacht von Hochkirch eine empfindliche Niederlage, bei der sein Freund, der Feldmarschall James Keith, starb. Zu ihrem zehnten Todestag ließ Friedrich II. in Sanssouci einen Freundschaftstempel errichten.

Zur Erinnerung an die Verdienste der Markgräfin für die Stadt im Zeitalter der Aufklärung verleiht Bayreuth seit 2008 jährlich den Markgräfin-Wilhelmine-Preis der Stadt Bayreuth für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt.

Nachkommen[Bearbeiten]

Das einzige Kind des Paares war Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth (* 30. August 1732; † 6. April 1780), die von Giacomo Casanova (1725−1798) als das schönste Mädchen Deutschlands bezeichnet wurde. Sie heiratete 1748 Herzog Carl Eugen von Württemberg. Das Paar trennte sich nach einigen Jahren, ließ sich aber nicht scheiden. Sie lebte fortan in Bayreuth und wurde nach ihrem Tod neben ihren Eltern in der Bayreuther Schlosskirche beigesetzt.

Grabmal in der Schlosskirche Bayreuth

Autobiographie[Bearbeiten]

Wann Wilhelmine begonnen hat, die Erlebnisse ihrer traumatischen Kindheit und Jugend niederzuschreiben, ist nicht überliefert. Man geht davon aus, dass sie Anfang der 1740er Jahre damit begann, wobei sie zunächst ausdrücklich betonte, dass diese keinesfalls veröffentlicht werden sollten. 1810, 52 Jahre nach ihrem Tod, wurden ihre Aufzeichnungen erstmals in einer deutschen Übersetzung publiziert, im gleichen Jahr erschien in einem anderen Verlag eine andere, erweiterte Fassung in französischer Sprache. Zunächst wurden diese (privaten) Drucke von Cotta/Tübingen und Viehweg/Braunschweig für eine plumpe, antipreußische Fälschung gehalten, da die Beschreibung des Berliner Hofes darin zu haarsträubend erschien. Allerdings entdeckte der Berliner Oberbibliothekar Georg Heinrich Pertz (1795–1876) 1848 das französische Original der „Memoires“ von der Hand der Markgräfin, und alle Zweifel wandelten sich in fassungslose Überraschung über die von ihr beschriebenen Zustände am preußischen Hof.[12] Dennoch, das Für und Wider Wilhelmine in diesem Punkte lebt immer wieder auf. Daneben gewinnen aber zunehmend jene Stimmen an Bedeutung, die Wilhelmines Schilderungen weniger als Autobiographie denn eher als literarischen Vorgaben folgend, zum Beispiel eines „Roman tragique“[13], sehen.

Werke[Bearbeiten]

Wilhelmines Memoiren[Bearbeiten]

Französische Originalversion:

  • Mémoires de Frédérique Sophie Wilhelmine, Margrave de Bayreuthe, soeur de Frédéric le Grand, depuis L'année 1709 jusqu'a 1742, écrit de sa main. Mercure de France, Paris 1967.

Deutsche Übersetzung:

  • Memoiren der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, Im Insel-Verlag zu Leipzig, 1920, mit einem Nachwort von Annette Kolb
  • Ingeborg Weber-Kellermann (Hg.): Wilhelmine von Bayreuth, eine preußische Königstochter. Glanz und Elend am Hofe des Soldatenkönigs in den Memoiren der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Aus dem Französischen von Annette Kolb. U.a. mit Personen- und Sachregister. Insel-Verlag, Frankfurt/M. 2004, ISBN 3-458-32980-3.
  • Günther Berger (Übersetzer und Bearbeiter): Memoiren einer preußischen Königstochter. Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, Bayreuth 2007. Neuübersetzung (!) mit Personenregister u.a.

Kompositionen[Bearbeiten]

  • Argenore, Tragedia 1740, Oper in 3 Akten. Libretto, basierend auf Wilhelmines verschollenem Urtext: Andrea Galletti; Partiturautograph-Faksimile in: Hans-Joachim Bauer: Rokoko-Oper in Bayreuth;[14] moderne Partitur mit Faksimile des Librettos in: Wolfgang Hirschmann: Wilhelmine von Bayreuth, Argenore.[15]
  • Concerto in g für Cembalo obligato und Streicher. Furore Kassel 2000, ISMN M-50012-439-9. Notenausgabe mit Faksimileseiten von Noten und Titeln der beiden differierenden Handschriften.[16]
  • Sonata per Flauto traverso e Basso continuo a-Moll, Notenausgabe Kassel 2006, ISMN M-50012-968-4.[17]
  • Cavatinen 1754 für Singstimme, Streicher und Cembalo, Notenausgabe Kassel 2010, ISMN 979-0-50182-054-2. [18]

Verschollene Kompositionen[Bearbeiten]

  • Fuge. Siehe Wilhelmines Brief an den Kronprinzen vom 16. Dezember 1732: „ich stecke bis über beide Ohren im Komponieren. Ich bin bei einer Fuge, um die Berliner Torheiten mitzumachen“.[19]
  • mon premier Coup d'essai“. Titel? Laut Wilhelmines Brief vom 2. Mai 1734 [20] ein musikalisches Werk, das sie nach monatelanger Erwartung des erstmaligen Besuches ihres Bruders Friedrich in Bayreuth [21] nun ihm, „l'Apolon de notre siecle“ widmen wolle.
  • Pastorale/Serenata/Kantate, Sommer/Herbst 1738 (Aufführung 24. Juli 1738?). Der Kronprinz am 16. September 1738: „ich möchte Deine Komposition wohl sehen und sie von Dir selbst spielen hören“.[22] Wilhelmine am 4. November 1738: „j'ai composé une petite Pastorale qui a été Represanté au notre solitude“.[23] Der ganze Brief ist enthalten in: Nichts Neues aus Bayreuth, Briefe der Markgräfin Wilhelmine[24] und bringt dort eine interessante Fortsetzung, aus der zu entnehmen ist, dass das Werk noch verbessert wurde: „ich werde noch einige kleine Veränderungen an der Musik vornehmen. Ich werde die Sängerin [der Aufführung] vor die Tür setzen“. Der Kronprinz schreibt, offensichtlich mit Bezug auf diese Komposition am 16. März 1739: „Ihre Kantate ist, ohne Schmeichelei, sehr schön und taugt tausend Mal mehr als alle Musik Ihres Italieners“ [wohl Antonio Paganelli].[25] Friedrich am 15. November 1739: „Ich weiß, dass Du Apollo ehedem die Ehre erwiesest, in seinem Tempel zu erscheinen, nicht nur als Euterpe [Muse der Musik] sondern auch als Kalliope [Muse der Dichtkunst]. Wie es jetzt damit steht, weiß ich nicht, nur soviel weiß ich, dass es Dir damals aufs Beste gelang.“[26] Da Friedrich Wilhelmine auch als „Kalliope“ bezeichnet, könnte, wenn man die Serenata vom 24. Juli 1738 ins Visier nimmt, zumindest deren Text erhalten sein: Gioia Universa (Die allgemeine Freude).[27]

Texte für das Musiktheater[Bearbeiten]

  • Athalie, azione teatrale, 2 Akte. Französische Übersetzung von Pietro Metastasios Gioas re di Giuda; Vertonung und Aufführung: unbekannt.
  • Deucalion et Pyrrha, 1751/52, festa teatrale, 1 Akt. Vertonung: unbekannt, Aufführung 1752.
  • Semiramide, 1750-1753 (nach Voltaire), dramma per musica, 3 Akte. Vertonung: unbekannter Italiener, Aufführung 1753.
  • L’Huomo, festa teatrale, 1 Akt. Ins Italienische übertragen von Luigi Stampiglia; Vertonung: Andrea Bernasconi u.a., 2 Cavatinen darin von Wilhelmine, Aufführung 1754 anlässlich des Besuchs Friedrichs des Großen.
  • Amaltea, dramma per musica, 3 Akte. Ins Italienische übertragen von Luigi Stampiglia; Vertonung: di vari autori, Aufführung 1756.

Literatur[Bearbeiten]

  • Literatur von und über Wilhelmine von Preußen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Theodor Hirsch: Friderica Wilhelmine, Prinzessin von Preußen. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 8, Duncker & Humblot, Leipzig 1878, S. 69–72.
  • Hans-Joachim Bauer: Barockoper in Bayreuth, Laaber 1982, ISBN 3-921518-64-4.
  • Hans-Joachim Bauer: Rokoko-Oper in Bayreuth, „Argenore“ der Markgräfin Wilhelmine, Laaber 1983,ISBN 3 9215 1876-8.
  • Irene Hegen: Wilhelmine von Bayreuth, in: Mayer (Hrsg.): Annäherung IX an sieben Komponistinnen, Furore-Edition 894, Kassel 1998, ISBN 3-927327-43-3.
  • Schnitter, Helmut: Die ungleichen Schwestern, in: Ders. (Hrsg.): Gestalten um Friedrich den Großen. Biographische Skizzen, Bd. 1, Reutlingen 1991, S. 67–82.
  • Katrin Kohl: Die Rolle der Wilhelmine von Bayreuth in Friedrichs Dynastieverständnis. In: Friedrich der Große und die Dynastie der Hohenzollern. Beiträge des fünften Colloquiums in der Reihe „Friedrich300“ vom 30. September / 1. Oktober 2011, hg. von Michael Kaiser und Jürgen Luh. Onlinepublikation auf perspectivia.net.
  • Thea Leitner: Skandal bei Hof. Frauenschicksale an europäischen Königshöfen, Piper, München 2003, ISBN 3-492-22009-6.
  • Anna Eunike Röhrig: Familie Preußen. Die Geschwister Friedrichs des Großen, Tauchaer Verlag, Taucha 2008, ISBN 978-3-89772-145-6.
  • Uwe A. Oster: Wilhelmine von Bayreuth. Das Leben der Schwester Friedrichs des Großen, Piper, München, 2005, ISBN 3-492-04524-3.
  • Josef Focht: Die musische Aura der Markgräfin Wilhelmine, Kunstverlag Peda, Passau, 1997, ISBN 3-89643-090-4 bzw. ISBN 978-3-89643-090-8.
  • Ruth Müller-Lindenberg: Wilhelmine von Bayreuth. Die Hofoper als Bühne des Lebens, Böhlau, Köln 2005, ISBN 3-412-11604-1.
  • Sabine Henze-Döhring: Markgräfin Wilhelmine und die Bayreuther Hofmusik, Heinrichs-Verlag, Bamberg 2009, ISBN 978-3-89889-146-2.
  • Cornelia Naumann: Scherben des Glücks. Das Leben der Wilhelmine von Bayreuth, Sutton-Verlag, Erfurt 2009, ISBN 978-3-86680-460-9.
  • Jürgen Walter: Wilhelmine von Bayreuth. Die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen. Biographie. Nymphenburger, München 1981, ISBN 3-485-00413-8.
  • Ludwig Schiedermair: Bayreuther Festspiele im Zeitalter des Absolutismus. Leipzig 1908.
  • Wilhelmine von Bayreuth heute: das kulturelle Erbe der Markgräfin – Referate des Bayreuther Symposiums „Wilhelmine von Bayreuth Heute – das Kulturelle Erbe der Markgräfin“, gehalten im Landrätesaal der Regierung von Oberfranken vom 26. bis 28. Juni 2008. Hrsg. von Günter Berger, Ellwanger, Bayreuth 2009, ISSN 0066-6335.
  • Peter Niedermüller, Reinhard Wiesend, Hrsgg.: Musik und Theater am Hofe der Bayreuther Markgräfin Wilhelmine, Symposion zum 250-jährigen Jubiläum des Markgräflichen Opernhauses am 2. Juli 1998, Schriften zur Musikwissenschaft, Band 7, hg. vom Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Are Edition Mainz 2002, ISBN 3-924522-08-1.
  • Gustav Berthold Volz (Herausgeber): Friedrich der Große und Wilhelmine von Bayreuth. Jugendbriefe 1728-1740, übersetzt von Friedrich von Oppeln-Bronikowski, Leipzig 1924.
  • Wolfgang Hirschmann (Herausgeber): Wilhelmine von Bayreuth, Argenore. In: Das Erbe Deutscher Musik, hg. von der Musikgeschichtlichen Kommission e.V., Band 121, Schott Musik International, Mainz 1996. Enthält Faksimileseiten des Autographs und ausführlichen Quellenbericht.
  • Georg Heinrich Pertz: Über die Denkwürdigkeiten der Markgräfin von Bayreuth, in: Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin aus dem Jahre 1850, Berlin 1852, Seite 117-135. Berichtet erstmals über den Fund der Original-Memoiren, die verschiedenen Fassungen und die Bearbeitungen der Memoiren.
  • Jürgen Kloosterhuis und Lothar Lambacher: Kriegsgericht in Köpenick! Anno 1730: Kronprinz - Katte - Königswort. Ausstellungskatalog des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz und des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin im Schloss Köpenick vom 29. Oktober 2011 bis zum 5. Februar 2012, Berlin 2011, 2. Auflage. Enthalt alles verfügbare Material zum „Kronprinzenprozess“ auf nahezu 300 Seiten. ISBN 978-3-923579-17-4.
  • Ruth Müller-Lindenberg, Artikel Wilhelmine von Bayreuth, in: Annette Kreutziger-Herr, Melanie Unseld (Hrsg.): Lexikon Musik und Gender, Bärenreiter/Kassel 2010, ISBN 978-3-7618-2043-8. Seite 524-525, hier Seite 525.
  • Jürgen Kloosterhuis: Katte. Ordre und Kriegsartikel: Aktenanalytische und militärhistorische Aspekte einer „facheusen“ Geschichte. (Teildruck aus: Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte.) Berlin 2006, ISBN 978-3-428-12193-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wilhelmine von Bayreuth – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Memoiren, übersetzt von G. Berger, S. 29.
  2. Berger/ Mem. S.29.
  3. Thea Leitner: Skandal bei Hof. Ueberreuter, 1993, ISBN 3-8000-3492-1, S. 133–146.
  4. Müssel, Karl: Wilhelmines Jugend im Spiegel von Briefen ihrer Mutter, in: Archiv für Geschichte von Oberfranken, Bd. 39, Bayreuth 1959.
  5. Jürgen Kloosterhuis und Lothar Lambacher: Kriegsgericht in Köpenick! Anno 1730: Kronprinz - Katte - Königswort.
  6. Thea Leitner: Skandal bei Hof, Ueberreuter, 1993, ISBN 3-8000-3492-1, S.  160–161.
  7. L'Argenore, Tragedia. Libretto in italienisch/deutscher Sprache, Universitätsbibliothek Bayreuth.
  8. Begleitheft zur Aufführung Argenore, Musikalische Tragödie von Wilhelmine von Bayreuth, Hans-Otto-Theater Potsdam 2001.
  9. Irene Hegen: Musikalische Verschlüsselungen. Autobiographische Spuren in den Kompositionen von Wilhelmine von Bayreuth. Historischer Verein für Oberfranken, Sonderdruck aus Wilhelmine von Bayreuth heute, Bayreuth 2009, S. 204.
  10. Irene Hegen: Wilhelmines arkadisches Diplom in: P. Niedermüller und R. Wiesend (Hrsg.): Musik und Theater am Hofe der Bayreuther Markgräfin Wilhelmine. Symposion zum 250-jährigen Jubiläum des Markgräflichen Opernhauses am 2. Juli 1998. Are Edition, Mainz 2002 (Schriften zur Musikwissenschaft, Bd.7), S. 54–57.
  11. Laut Text der Bayerischen Schlösserverwaltung auf Postkarte mit Bild der Statue.
  12. Thea Leitner: Skandal bei Hof, Ueberreuter, 1993, ISBN 3-8000-3492-1, S. 133–143.
  13. Jürgen Kloosterhuis, Wilhelmines „Memoires“: Historische Quelle oder „Roman tragique“?, in: Ausstellungskatalog Kriegsgericht in Köpenick! Anno 1730: Kronprinz - Katte - Königswort, Seite 107-108.
  14. Siehe Literatur.
  15. Siehe Literatur.
  16. Nach Forschungen von Sabine Henze-Döhring soll es Johann Gotthilf Jänichen komponiert haben, (Sabine Henze-Döhring: Markgräfin Wilhelmine und die Bayreuther Hofmusik, Heinrichs-Verlag, Bamberg 2009, ISBN 978-3-89889-146-2, S. 42–52; Frank Piontek mit Bezug auf Henze-Döhring: Cembalokonzert nicht von Wilhelmine, Nordbayerischer Kurier, 30. Dezember 2008, S. 15. Online vom 29. Dezember 2008 verfügbar.) der nach anderen Forschungen (s. WP Artikel Jänichen) dafür nicht infrage kommen kann.
  17. Die Authentizität dieses Werks wird von Sabine Henze-Döhring angezweifelt. In: Henze-Döhring: Markgräfin Wilhelmine und die Bayreuther Hofmusik, S.42/43. Vergleiche dagegen Nikolaus Delius: Eine Sonate für Bruder Friedrich? Der Anonymus Herdringen Fü 3595. In: Tibia 2003, Heft 4, S. 571-577.
  18. Ruth Müller-Lindenberg erwägt die „nicht beweisbare“ Möglichkeit einer Autorschaft eines Herrn von Kurvitz aufgrund einer Briefstelle. Diese Fragestellung erübrigt sich, da es sich in diesem angegebenen Brief um die Cavatine des L'Huomo Librettos handeln könnte, deren Text ausgetauscht wurde. Für diese ursprünglich enthaltene sind keine Noten überliefert. (Ruth Müller-Lindenberg: Wilhelmine von Bayreuth, wer war sie, wer ist sie? (PDF; 52 kB) Vortrag anlässlich des Festaktes zum 300. Geburtstag. S. 6.)
  19. Gustav Berthold Volz Herausgeber: Friedrich der Große und Wilhelmine von Baireuth, Jugendbriefe, Leipzig 1924.
  20. L. Schiedermair:Bayreuther Festspiele im Zeitalter des Absolutismus. Leipzig 1908, S. 100.
  21. Vergleiche Briefwechsel bei Volz, a.a.O. ab S. 165, 27. Okt. 1733.
  22. G.B. Volz, a.a.O. S. 385.
  23. L. Schiedermair: a.a.O., S. 105.
  24. Günther Berger und Julia Wassermann Herausgeber: Nichts Neues aus Bayreuth, Briefe der Markgräfin Wilhelmine an Friedrich II. und Voltaire. Übersetzt von Studierenden der Universität Bayreuth. Ellwanger Bayreuth, 2008, Seite 32–33.
  25. Neuveröffentlichter Brief in: Bagatellen aus Berlin. Briefe Friedrichs II. an Wilhelmine von Bayreuth, herausgegeben von Günter Berger und Julia Wassermann. Duncker & Humblot, Berlin 2011.
  26. G.B.Volz, a.a.O. S. 427.
  27. Staatsarchiv Bamberg, GAB 4889.