Willy Sagnol
| Willy Sagnol | ||
Willy Sagnol im Jahre 2006 |
||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | William Sagnol | |
| Geburtstag | 18. März 1977 | |
| Geburtsort | Saint-Étienne, Frankreich | |
| Größe | 182 cm | |
| Position | Abwehrspieler | |
| Vereine in der Jugend | ||
| –1990 1990–1995 |
Montfaucon-en-Velay AS Saint-Étienne |
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| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1994–1996 1995–1997 1997–2000 1997–1999 2000–2009 2003–2007 |
AS Saint-Étienne B AS Saint-Étienne AS Monaco AS Monaco B FC Bayern München FC Bayern München Amateure/II |
33 (0) 46 (1) 71 (0) 4 (0) 184 (7) 3 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1997 2000–2008 |
Frankreich U-20 Frankreich |
5 (0) 58 (0) |
| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
William „Willy“ Sagnol (* 18. März 1977 in Saint-Étienne) ist ein Verbandsfunktionär und ehemaliger französischer Fußballspieler.
Inhaltsverzeichnis |
Karriere [Bearbeiten]
Vereine [Bearbeiten]
Der Außenverteidiger stammt aus der erfolgreichen Talentschmiede der AS Saint-Étienne (zu seiner Zeit unter Jacques Santini), für die er in der Saison 1995/96 bereits zehn Spiele in der Division 1 bestritt und anschließend ein Jahr in der zweiten Liga spielte, bevor er 1997 zu AS Monaco und somit wieder in Frankreichs höchste Spielklasse wechselte. Für die Monegassen kam er in drei Spielzeiten zu 71 Erstligaeinsätzen und krönte seine letzte Saison, 1999/2000, mit der Meisterschaft.
Ab dem 1. Juli 2000 stand Sagnol beim Bundesligisten FC Bayern München unter Vertrag, für den er am 12. August (1. Spieltag) beim 4:1-Sieg im Heimspiel gegen Hertha BSC seinen Bundesliga-Einstand hatte. Sein erstes von sieben Toren erzielte er mit dem Anschlusstreffer bei der 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli in der Folgesaison am 6. Februar 2002 (21. Spieltag). Mit den Bayern gewann er zahlreiche nationale und internationale Vereinstitel. Seinen größten Erfolg hatte er mit dem Verein 2001, als dieser die Champions League und den Weltpokal gewann. 2007 fiel er - aufgrund eines Meniskus- und Knorpelschadens - überwiegend aus. Die Verletzung hatte er sich in einem Champions-League-Spiel gegen den AC Mailand zugezogen. Sein Comeback bei den Münchnern gab er im UEFA-Pokal-Spiel bei Sporting Braga im November 2007, als er in der letzten Minute für seinen Landsmann Franck Ribéry eingewechselt wurde.
Gegen Ende seiner Zeit in München fiel Sagnol durch Kritik am damaligen Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld auf. Er beschuldigte Hitzfeld, dass er zu wenige Einsätze bekäme und kritisierte ihn öffentlich. Hitzfeld suspendierte ihn daraufhin für das UEFA-Pokal-Halbfinale 2008 gegen den späteren Sieger Zenit St. Petersburg. In der Saison 2008/09 laborierte Willy Sagnol an anhaltenden Achillessehnenbeschwerden und kam zu keinem Einsatz mehr, weshalb er am 2. Februar 2009 das sofortige Ende seiner Karriere bekannt gab. Er war zum Zeitpunkt seines Karriereendes der dienstälteste Bayern-Spieler und trug zuweilen auch die Kapitänsbinde.
Nationalmannschaft [Bearbeiten]
Nach fünf Einsätzen bei der U-20-Weltmeisterschaft in Malaysia debütierte Sagnol am 15. November 2000 in Istanbul in der A-Nationalmannschaft, die das Spiel mit 4:0 gewann. Sagnol kam in den ersten Jahren nur als Einwechselspieler zum Einsatz, hatte er doch in Lilian Thuram einen starken Konkurrenten.
Mit der Équipe Tricolore gewann er den Konföderationen-Pokal 2001 (drei Spiele, aber nicht im Finale) und 2003 (zwei Einsätze, nach einer Roten Karte in der Vorrunde im Finale wieder dabei).
Sagnol nahm an der Europameisterschaft 2004 und Europameisterschaft 2008 sowie an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland (bestritt als Stammspieler alle Spiele) teil.
Sein letztes Länderspiel absolvierte er am 13. Juni 2008 in Bern im zweiten Gruppenspiel der Europameisterschaft bei der 1:4-Niederlage gegen die Niederlande. Für das letzte Gruppenspiel gegen Italien wurde er von Trainer Raymond Domenech nicht berücksichtigt; Frankreich schied als Gruppenletzter aus dem Turnier aus.
Erfolge [Bearbeiten]
Nationalmannschaft [Bearbeiten]
Vereine [Bearbeiten]
- Weltpokal-Sieger: 2001
- Champions-League-Sieger: 2001
- Deutscher Meister (5): 2001, 2003, 2005, 2006, 2008
- DFB-Pokal-Sieger (4): 2003, 2005, 2006, 2008
- Ligapokal-Sieger (3): 2000, 2004, 2007
- Französischer Meister: 2000
Leben nach der Spielerkarriere [Bearbeiten]
Im Herbst 2009 begann Sagnol eine zweijährige Ausbildung zum Sport-Generalmanager am Centre de droit et d’économie du sport in Limoges.[1] Von 2009 bis 2010 arbeitete er als Experte für Canal+ und kommentierte bzw. analysierte in dieser Position Fußballspiele. Im Oktober 2011 betraute der französische Fußballverband FFF ihn – zunächst bis Dezember 2012 – mit der neu geschaffenen Funktion eines für alle Nationalmannschaften zuständigen Managers bei der Direction Technique Nationale (DTN); dabei ist er insbesondere auch für die Koordination zwischen DTN und A-Nationaltrainer Laurent Blanc zuständig.[2] Im Januar 2010 wurde Sagnol als Aufsichtsrat seines ehemaligen Ausbildungsvereins AS Saint-Étienne aufgenommen.
Willy Sagnol ist verheiratet und hat vier Kinder. Er ist der Cousin der französischen TV-Moderatorin Alessandra Sublet, deren Vater Joël Sublet in den 1970ern als Fußballspieler für Olympique Marseille aktiv war.[3]
Anmerkungen [Bearbeiten]
- ↑ France Football vom 20. Oktober 2009, S. 28
- ↑ France Football vom 11. Oktober 2011, S. 39
- ↑ Alessandra Sublet est la cousine de Willy Sagnol ! (französisch), abgerufen am 10. April 2012
Weblinks [Bearbeiten]
- Willy Sagnol in der Datenbank von fussballdaten.de
- Willy Sagnol auf kicker.de
- Karambolage-Sondersendung über Willy Sagnol bei arte
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sagnol, Willy |
| ALTERNATIVNAMEN | Sagnol, William (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 18. März 1977 |
| GEBURTSORT | Saint-Étienne |