Georgische Fußballnationalmannschaft
| Spitzname(n) | Jvarosnebi | ||
| Verband | Georgischer Fußballverband | ||
| Konföderation | UEFA | ||
| Technischer Sponsor | JAKO | ||
| Trainer | |||
| Kapitän | Kacha Kaladse | ||
| Rekordtorschütze | Schota Arweladse (26) | ||
| Rekordspieler | Lewan Kobiaschwili (100) | ||
| Heimstadion | Boris-Paitschadse-Nationalstadion | ||
| FIFA-Code | GEO | ||
| FIFA-Rang | 96. (394 Punkte) (Stand: 9. Mai 2013)[1] |
||
|
|||
| Bilanz | |||
|---|---|---|---|
| 143 Spiele 41 Siege 26 Unentschieden 76 Niederlagen |
|||
| Statistik | |||
| Erstes Länderspiel (Tbilisi, Georgien; 27. Mai 1990) |
|||
| Höchster Sieg (Tbilisi, Georgien; 30. März 1997) |
|||
| Höchste Niederlage (Kopenhagen, Dänemark; 7. September 2005) |
|||
| (Stand: 2. September 2011) | |||
Die georgische Fußballnationalmannschaft ist die offizielle Fußballmannschaft Georgiens. Aktuell (Februar 2013) belegt sie in der FIFA-Weltrangliste den 69. Platz. Da Georgien UEFA-Mitglied ist, nimmt die Mannschaft an den Europameisterschaften teil, obwohl Georgien geografisch zu Asien gehört.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Für die Geschichte bis 1990, siehe Fußballnationalmannschaft der UdSSR.
Der Georgische Fußballverband wurde 1990 gegründet und trat im Jahr 1992 der UEFA und der FIFA bei.
Das erste Länderspiel seit der Eigenständigkeit gab es am 27. Mai 1990 beim 2:2 gegen Litauen. Am 2. Juli 1991 gab es beim 4:2 in Moldawien den ersten Sieg. Die Spiele vor dem FIFA-Beitritt werden von der FIFA nicht als Länderspiele anerkannt.
Im Jahr 1994 bestritt die georgische A-Nationalmannschaft im Rahmen der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1996 ihr erstes Pflichtspiel. Es gab eine 0:1-Heimniederlage gegen Moldawien. Der erste Pflichtspielsieg war auch für längere Zeit der höchste, ein 5:0 gegen Wales im November 1994. Erst der 6:0-Sieg im August 2006 auf den Färöer übertraf dieses Ergebnis. In dieser ersten Qualifikationsrunde als unabhängige Nation belegte Georgien mit 15 Punkten den dritten Platz in einer Gruppe mit sechs Mannschaften. Die größte Überraschung dabei war ein 2:1-Erfolg gegen den WM-Vierten Bulgarien.
Dies war die bisher stärkste Qualifikationsrunde der Georgier, die aber auch schon gegen andere starke Mannschaften wie Italien, Russland, Dänemark, die Türkei oder die Ukraine punkten konnten. In der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2008 hatte Georgien es unter anderem mit den beiden Finalisten der WM 2006 Frankreich und Italien zu tun.
Georgien hatte bereits verschiedene ausländische Nationaltrainer. Der erste war der Niederländer Johan Boskamp. 2003 folgte ihm der Kroate Ivo Šušak, 2004 der Franzose Alain Giresse. Im Februar 2006 wurde Klaus Toppmöller georgischer Nationaltrainer, der Anfang April 2008 wieder entlassen wurde. Sein Nachfolger, der Argentinier Héctor Cúper, trat nach der verpassen WM Qualifikation 2010 von selbst als Trainer der Georgischen Fußballnationalmannschaft zurück. Seit November 2009 hält den Trainerposten der Georgier Temur Kezbaia inne.
Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften [Bearbeiten]
- Bis 1990: Siehe Fußballnationalmannschaft der UdSSR
- 1994: nicht teilgenommen
- 1998–2010: nicht qualifiziert
Teilnahmen an Fußball-Europameisterschaften [Bearbeiten]
Georgien nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten georgische Spieler aber keine große Rolle. Nur wenige georgische Spieler, überwiegend von Dynamo Tiflis kamen zu EM-Einsätzen: 1960 Giwi Tschocheli, Micheil Meschi und Slawa Metreweli, 1972 Revaz Dzodzuashvili und Murtas Churzilawa, 1988 Tengis Sulakwelidse und 1992 Kachaber Zchadadse. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Georgien erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber bisher nie qualifizieren. Die beste Platzierung war dabei der dritte Platz bei der ersten Qualifikationsteilnahme. Danach konnte nicht mehr an diese Leistungen angeknüpft werden und es reichte höchstens zum vorletzten Gruppenplatz.
| Jahr | Gastgeberland | Teilnahme bis … | Letzte(r) Gegner | Ergebnis | Bemerkungen und Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| 1996 | England | nicht qualifiziert | In der Qualifikation am späteren Europameister Deutschland und dem WM-Vierten Bulgarien gescheitert. | ||
| 2000 | Niederlande und Belgien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Norwegen und Slowenien gescheitert. | ||
| 2004 | Portugal | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an der Schweiz und Russland gescheitert. | ||
| 2008 | Österreich und Schweiz | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an den WM-Finalisten Frankreich und Italien gescheitert. | ||
| 2012 | Polen und Ukraine | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Griechenland und Kroatien gescheitert. |
Aktueller Kader [Bearbeiten]
Folgende Spieler wurden für das WM-Qualifikationsspiel am 22. März 2013 gegen Frankreich nominiert.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Erweiterter Kader [Bearbeiten]
Spieler die in den vergangenen 12 Monaten nominiert wurden.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bekannte Spieler [Bearbeiten]
- Artschil Arweladse
- Schota Arweladse
- Giorgi Demetradse
- Surab Chisanischwili
- Mate Ghwinianidse
- Aleksandre Iaschwili
- Kacha Kaladse
- Micheil Kawelaschwili
- Lewan Kobiaschwili
Spiele gegen deutschsprachige Fußballnationalmannschaften [Bearbeiten]
| Datum | Ort | Heimmannschaft | Resultat | Gastmannschaft | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 29.03.1995 | Tiflis | 0:2 | ||
| 2. | 06.09.1995 | Nürnberg | 4:1 | ||
| 3. | 15.08.2001 | Monnerich | 0:3 | ||
| 4. | 08.09.2002 | Basel | 4:1 | ||
| 5. | 02.04.2003 | Tiflis | 0:0 | ||
| 6. | 07.10.2006 | Rostock | 2:0 | ||
| 7. | 22.08.2007 | Luxemburg | 0:0 | ||
| 8. | 15.08.2012 | Differdingen | 1:2 |
Bislang gab es keine Begegnungen gegen Österreich und Liechtenstein.
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage des Verbandes (en, ge)
- Spielplan und Ergebnisse (de, en, fr, es)
- Georgian Football, ein Online-Magazin (en, es, de, ru)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Mai 2013. Abgerufen am 9. Mai 2013
Nationalmannschaften des europäischen Fußballverbandes (UEFA):
Albanien | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | England | Estland | Färöer | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Irland | Island | Israel | Italien | Kasachstan | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Montenegro | Niederlande | Nordirland | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schottland | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Wales | Weißrussland | Zypern
Ehemalige europäische Nationalmannschaften als UEFA- oder FIFA-Mitglieder:
Böhmen (1906–1908) | Böhmen und Mähren | Irland (IFA) | DDR | Jugoslawien | Bundesrepublik Jugoslawien/Serbien-Montenegro | Saarland | Tschechoslowakei | UdSSR
Keine Mitglieder der UEFA bzw. Auswahlmannschaften:
Åland | Baskenland | Bretagne | Fiume | Gibraltar | Gozo | Guernsey | Isle of Man | Jersey | Katalonien | Kosovo | Lappland | Monaco | Okzitanien | Padanien | Roma | Sark | Schlesien | Republika Srpska | Vatikan | Vereinigtes Königreich | Wallonie
Fußballnationalmannschaften der übrigen Konföderationen des Fußball-Weltverbandes (FIFA):
AFC (Asien) | CAF (Afrika) | CONCACAF (Nord-, Zentralamerika, Karibik) | CONMEBOL (Südamerika) | OFC (Ozeanien)