AS Monaco

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AS Monaco
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Voller Name Association Sportive de
Monaco Football Club
Gegründet 1919
Stadion Stade Louis II
Plätze 18.520
Präsident Dmitri Rybolowlew
Trainer Leonardo Jardim
Homepage www.asm-fc.com
Liga Ligue 1
2013/14 2. Platz
Heim
Auswärts

Die AS Monaco (offiziell Association Sportive de Monaco Football Club) ist ein Fußballverein aus Monaco. Da die monegassische Liga nicht stark genug für den Verein ist, spielt er im französischen Ligabetrieb mit und ist Mitglied im Französischen Fußballverband FFF.

Historie[Bearbeiten]

Die AS Monaco wurde 1919 gegründet, seit 1948 wandelte sie sich zum professionellen Klub. Heimspielort ist das Stade Louis II, ein reines Sitzplatzstadion mit 18.520 Plätzen im Bezirk Fontvieille in Monaco. Vereinspräsident ist seit Ende 2011 Dmitri Jewgenjewitsch Rybolowlew; Trainer der Ligamannschaft ist seit Beginn der Saison 2012/13 Claudio Ranieri.

Mit sieben Meistertiteln in der Ligue 1 und fünf Pokalerfolgen gehört Monaco zu den erfolgreichsten Vereinen der französischen Liga. Auf europäischer Ebene erreichte die ASM einmal (1992) das Finale im Europapokal der Pokalsieger, verlor aber mit 0:2 gegen Werder Bremen. Am 26. Mai 2004 verlor Monaco zudem das Finale der UEFA Champions League in Gelsenkirchen mit 0:3 gegen den FC Porto.

Nach 34 Jahren durchgehender Zugehörigkeit zur Ligue 1 spielte die ASM nach Platz 18 und dem Abstieg von 2011 bis 2013 nur noch in der Ligue 2. Der sportlich wie finanziell angeschlagene Verein fand im Dezember 2011 einen neuen Investor: Der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew übernahm über eine seiner Firmen 66,67 Prozent der Anteile der für den Profibereich zuständigen Kapitalgesellschaft (Société Anonyme Sportive Professionnelle)[1] und das Präsidentenamt. Das restliche Drittel verbleibt beim Gesamtverein, um „die Interessen des Fürstentums [zu] repräsentieren“.[2] 2013 erreichte der Verein Platz eins der Ligue 2 und damit den Wiederaufstieg.

Zur Erstligasaison 2013/14 verpflichtete der Verein João Moutinho, James Rodríguez (beide vom FC Porto) und Radamel Falcao von Atlético Madrid für zusammen geschätzte 120 bis 130 Millionen Euro[3] – eine Größenordnung, die der Verein allerdings dementiert hat.[4]

Weil die Kapitalgesellschaft dem monegassischen Steuerrecht unterliegt und damit gegenüber den anderen französischen Klubs einen erheblichen Wettbewerbsvorteil besitzt, beschloss der französische Profiligaverband LFP im März 2013, dass ab der Saison 2014/15 alle Erst- und Zweitligavereine – also auch die AS Monaco – ihren steuerlichen Sitz in Frankreich haben müssen.[5] Nachdem der Verein dagegen Widerspruch beim Exekutivkomitee der FFF eingelegt hatte,[6] schlossen Ligaverband und AS Monaco einen Vergleich, wonach der Klub seinen Sitz im Fürstentum behalten darf und dafür eine Kompensation in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro bezahlt, die auf die anderen professionellen Vereine verteilt werden.[7] Diese Vereinbarung ist aber noch nicht endgültig, weil sieben Erstligisten (Bordeaux, Caen, Lille, Lorient, Marseille, Montpellier und Paris) die Summe für unangemessen niedrig halten und zudem der LFP das Recht bestreiten, eine solche überhaupt abzuschließen.[8]

Auch Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie sind bei Heimspielen oft anwesend; Fürst Albert II. ist Anhänger des Vereins.

Ligazugehörigkeit und Erfolge[Bearbeiten]

Profistatus hat die ASM 1933/34 sowie ab 1948 besessen; der Division 1 (seit 2002: Ligue 1) hat Monaco 1953–1969, 1971/72, 1973–1976, 1977–2011 und wieder ab 2013 angehört.

Für den Verein wichtige ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Frankreich

Doppelstaatsbürger

Argentinien

Belgien

Bosnien und Herzegovina

Brasilien

Kamerun

Togo

Tschad

Kroatien

Kolumbien

Demokratische Republik Kongo

Dänemark

England

Deutschland

Italien

Liberia

Mexiko

Nigeria

Norwegen

Portugal

Schottland

Senegal

Spanien

Südkorea

Uruguay

Für den Verein wichtige ehemalige Trainer[Bearbeiten]

Kader 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 17. August 2014[9]

Nr. Position Name
1 KroatienKroatien TW Danijel Subašić
2 BrasilienBrasilien AB Fabinho
3 FrankreichFrankreich AB Layvin Kurzawa
4 SpanienSpanien AB Borja López
5 TunesienTunesien AB Aymen Abdennour
6 PortugalPortugal AB Ricardo Carvalho
7 MarokkoMarokko MF Nabil Dirar
8 PortugalPortugal MF João Moutinho
9 KolumbienKolumbien ST Falcao
10 BulgarienBulgarien ST Dimitar Berbatow
11 ArgentinienArgentinien MF Lucas Ocampos
14 FrankreichFrankreich MF Tiémoué Bakayoko
15 PortugalPortugal MF Bernardo Silva
16 NiederlandeNiederlande TW Maarten Stekelenburg
17 BelgienBelgien ST Yannick Ferreira-Carrasco
Nr. Position Name
18 FrankreichFrankreich ST Valère Germain
19 ElfenbeinküsteElfenbeinküste ST Lacina Traoré
20 FrankreichFrankreich AB Nicolas Isimat-Mirin
21 NigeriaNigeria AB Elderson Echiéjilé
23 FrankreichFrankreich ST Anthony Martial
24 ItalienItalien AB Andrea Raggi
27 FrankreichFrankreich MF Geoffrey Kondogbia
28 FrankreichFrankreich MF Jérémy Toulalan
29 FrankreichFrankreich MF Dylan Bahamboula
30 SenegalSenegal TW Seydou Sy
34 FrankreichFrankreich AB Abdou Diallo
37 FrankreichFrankreich MF Abdou Aziz Thiam
38 MaliMali AB Almamy Touré
40 FrankreichFrankreich TW Marc-Aurèle Caillard

Basketball[Bearbeiten]

Die Basketballmannschaft des Vereins spielte 17 Jahre in der LNB Pro A und wurde 1950 französischer Vizemeister.

Hauptartikel: AS Monaco (Basketball)

Literatur[Bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: AS Monaco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Russischer Investor kauft Krisenklub Monaco Artikel auf Zeit Online
  2. siehe die Meldung vom 24. Dezember 2011 bei France Football
  3. 50 Millionen Euro Ablöse: AS Monaco macht Falcao-Deal perfekt. Spiegel Online, 1. Juni 2013, abgerufen am 1. Juni 2013.
  4. France Football vom 4. Juni 2013, S. 11
  5. siehe den Artikel „Monaco reagiert auf die Entscheidung der LFP“ vom 22. März 2013 bei francefootball.fr
  6. France Football vom 2. April 2013, S. 13
  7. siehe den Artikel „Monaco va bien payer 50 millions d’euros à la LFP“ vom 24. Januar 2014 bei francefootball.fr
  8. siehe den Artikel „Mystères Rybolovlev“ in France Football vom 8. Juli 2014, S. 50
  9. asm-fc.com