Wirtschaft Georgiens

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Obststand in einer Tifliser Markthalle

Die Wirtschaft Georgiens dreht sich traditionell um den Tourismus am Schwarzen Meer, den Anbau von Zitrusfrüchten, Weintrauben, Tee, den Abbau von Mangan und Kupfer sowie den Ertrag eines kleinen industriellen Sektors, der Wein, Metalle, Maschinen, Chemikalien und Textilien produzierte. Den Großteil seines Energiebedarfs muss das Land importieren, einschließlich Naturgas- und Ölprodukte. Seine einzige erhebliche interne Energieressource ist die Wasserkraft.

Geschichte[Bearbeiten]

Batumi: Seit über 100 Jahren Exporthafen Georgiens

Eine sehr lange Tradition besitzt der Weinbau in Georgien. Exportiert wurde Wein mindestens seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. war Georgien die Waffenschmiede der Antike. Im Kaukasusgebirge wurden Gold, Silber, Kupfer und Eisen abgebaut. Georgische Handwerker stellten die Schwerter her, mit denen Griechen und Trojaner kämpften. Handel war bei Georgiern nicht üblich: Händler waren meistens Armenier seit vielen Jahrhunderten.

Zu sowjetischen Zeiten galt die Georgische Sozialistische Sowjetrepublik als diejenige mit den besten Lebensverhältnissen. Westliche Beobachter nannten das Land die Schweiz des Kaukasus. Das subtropische Klima ermöglichte eine reiche Ernte landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Georgien war in der UdSSR fast alleiniger Anbieter von Zitrusfrüchten und Tee. Georgischer Wein fand starken Absatz. Die Weinbaufläche stieg zwischen 1950 und 1985 von 58.000 auf 128.000 Hektar. Die jährliche Weinproduktion betrug Mitte der 1980er Jahre 800.000 Tonnen. Im Westen des Landes wurden Rinder gezüchtet, im Osten Schafe. Der Tourismus florierte. An der Küste und im Gebirge entstanden Ferienheime und Sanatorien. Bekannte Ferienorte waren Sochumi, Gagra, Pizunda, Bordschomi und Bakuriani. Nach dem Zweiten Weltkrieg expandierten die Schwer- und Rüstungsindustrie.

Ein besonderes Merkmal der georgischen Wirtschaft war die persönliche Nebenwirtschaft. Die Hälfte der landwirtschaftlichen Produktion war privat. 70 % der Gesamternte und 30 % der Ernte von Zitrusfrüchten wurden vom nicht-staatlichen Sektor erbracht. Die Produktivität der Privatwirtschaft lag stets deutlich über der der staatlichen Betriebe. Äußere Zeichen waren eine erhöhte Dichte privater Kraftfahrzeuge in Georgien und die intensive Reisetätigkeit georgischer Bauern, die ihre Waren per Flugzeug auf die Märkte russischer Großstädte brachten.

Gegenwart[Bearbeiten]

Verfallene elektrotechnische Fabrik in Tiflis

Nach der Auflösung der Sowjetunion erlitt Georgien von allen Sowjetrepubliken den schwersten Wirtschaftskollaps. Die Schwerindustrie erhielt keine Zulieferungen mehr. Flugzeugteile, militärische Elektronik, Elektrolokomotiven, Computer, Lastwagen, Tee, Zitrusfrüchte, Wein und Mangan fanden keine Abnehmer. Viele Betriebe wurden stillgelegt. Die Produktion in Industrie und Landwirtschaft ging zurück. Das Produktionsvolumen rutschte bis 1994 auf ein Viertel des Niveaus von 1989. Die Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt Tiflis stieg auf 40 %.

Hinzu kam eine Hyperinflation. 1992 lag sie bei 1.339 % jährlich. Bis 1995 stiegen die Verbraucherpreise um das 7.000-fache. 1993 wurde an Stelle des Rubel eine Couponwährung eingeführt. Der Kurs fiel in nur zwei Jahren von 1.000 Kuponi pro US-Dollar auf zwei Millionen Kuponi pro US-Dollar.

Hilfe vom Westen kam erst 1995 als der Internationale Währungsfonds (IWF) Georgien Kredite in Höhe 206 Millionen US-Dollar und Deutschland in Höhe von 50 Millionen Mark gewährten. Mit Unterstützung des IWF und der Weltbank wurde im Oktober 1995 der Lari (GEL) als nationale Währung eingeführt. Sie blieb bis zur Abwertung 1998 stabil zum US-Dollar.

Das wirtschaftliche Wachstum blieb jedoch schwach. Zwischen 1995 und 1997 stieg das Produktionsvolumen auf etwa 30 % des Niveaus zu Sowjetzeiten, bis 2001 erreichte es etwa 35 %. 38,5 % der Bevölkerung leben heute unterhalb der Armutsgrenze, 13,4 % der Haushalte sogar in extremer Armut (Statistik 2006). Professoren verdienen 15 US-Dollar im Monat, Bürgerkriegsflüchtlinge erhalten maximal fünf US-Dollar monatliche Unterstützung. Alterspensionen sind seit Anfang 2003 nicht mehr gezahlt worden.

Bis heute ungelöst sind Probleme bei der Stromversorgung. Georgien kann seinen Strombedarf allein nicht decken und war stets auf ausländische Lieferungen angewiesen. 1990 wurden die Stromlieferungen und die Belieferung der Kraftwerke mit Brennstoffen aus Russland, Aserbaidschan und Turkmenistan auf mehrere Jahre abgeschnitten. Die eigene Stromerzeugung sank zwischen 1991 und 1994 von 13,4 Milliarden auf drei Milliarden Kilowattstunden. Inzwischen haben sich die Strom- und Brennstofflieferungen normalisiert, doch kommt es wegen Schulden bei Lieferanten immer wieder zu Abschaltungen. Georgiens eigene Kraftwerke fallen wegen mangelnder Modernisierung und Instandhaltung regelmäßig aus.

Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline

Die georgische Wirtschaft leidet unter einem großen Defizit des Staatsbudgets. Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte betrugen 2001 nur 15 % des Bruttosozialprodukts. Es gelang der Regierung nicht, die Steuern einzutreiben. Korruption und Vetternwirtschaft ließen Gelder versickern. Ständige Stromausfälle schaden der Industrie. Georgien setzt seine Hoffnungen für eine wirtschaftliche Erholung auf die Entwicklung eines internationalen Transport-Korridors durch die Schwarzmeerhäfen Poti und Batumi, eine große Ölpipeline vom aserbaidschanischen Baku über Tiflis nach Ceyhan in der Türkei, die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, sowie die parallel dazu verlaufende Südkaukasus-Pipeline, die Gas transportieren soll. Ein wachsendes Handelsdefizit, die Probleme des Steuereinzugs, der Korruption und separatistische Konflikte, verdunkeln das wirtschaftliche Bild. Dennoch könnten ausländische Investitionen ein höheres Wirtschaftswachstum anspornen.

Einzelheiten[Bearbeiten]

Ölpipelines im Hafen von Batumi

Georgiens wirtschaftliche Erholung wurde durch verheerende Bürgerkriege um die Staatsmacht, die Regionen Abchasien und Südossetien, eine beharrlich schwache Infrastruktur, Reformwiderstand von Seiten korrupter und reaktionärer Gruppen sowie die russische und asiatische Wirtschaftskrise behindert. Mit Krediten des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank brachte die georgische Regierung die Wirtschaft seit 1995 zu neuem Wachstum: Die Inflation konnte abgebaut, die vom IWF gesetzten Ziele erreicht und eine stabile Nationalwährung, der Lari eingeführt werden. Die Freigabe des Brotpreises, die Vorbereitung der zweiten Stufe zum Anschluss an die Welthandelsorganisation (WTO), der Abschluss des Vertrages über die Ölpipeline von Baku über Tiflis nach Ceyhan am Mittelmeer ließen auf weiteres Wachstum hoffen. Doch die Wirkungen der wirtschaftlichen Krise Russlands und Asiens machten einen Strich durch die Rechnung.

Georgiens Wirtschaft hat bei den Strukturreformen Fortschritte gemacht. Alle Preise und der größte Teil des Handels wurden liberalisiert, der Einfluss des Staates wurde beschnitten, weitere Gesetzesreformen stehen auf der Tagesordnung. Mehr als 10.500 kleine Unternehmen wurden privatisiert und mehr als 1.200 mittlere und größere Unternehmen in Aktiengesellschaften umgewandelt. Die Privatisierung von Firmen in Staatsbesitz wird weiter vorangetrieben, inzwischen allerdings genauer kontrolliert.

Wegen ausbleibender Investitionen ist Georgiens Transport- und Kommunikationsinfrastruktur in einem sehr schlechten Zustand. Die Telekommunikation ist zum Teil privatisiert, zum Teil weiterhin in staatlicher Hand.

Georgiens kann seinen Energiebedarf nicht selbst decken und ist auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen. Erdgas wird vor allem aus Russland geliefert, Erdöl aus Kasachstan. Ähnlich der Ukraine ist der Gaspreis ein Zankapfel mit Russland. Es hat Georgien ab 2007 mit einer Erhöhung der Gaspreise gedroht. Das Land sucht nun nach alternativen Lieferungen aus anderen Ländern.

1998 begann Georgiens Regierung die Energieverteilung und Energiegewinnung zu privatisieren. Inzwischen befinden sich große Teile des Energiemarkts in russischer Hand. Das russische Energieunternehmen Itera besitzt Mehrheitsbeteiligungen an elf georgischen Gaswerken, darunter dem der Hauptstadt TbilGazi. Dem russischen Unternehmen RAO Unified Energy Systems gehören 75 % der Anteile des Tifliser Elektrizitätsbetriebs Telasi. Die russische Evraz Holding erwarb das Wasserkraftwerk Wartsiche. Um der Regierung mehr Gewicht auf dem heimischen Energiesektor zu verschaffen, fusionierten im März 2006 drei Staatsunternehmen zur Georgischen Gesellschaft für Öl und Gas (GOGC).

Georgiens Auslandsschulden betrugen 2003 1,7 Milliarden US-Dollar. 40 % des Geldes stammten von der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Weitere 60 % wurden in bilateralen Verträge von Staaten der GUS, vor allem Turkmenistan geliehen.

Um den Reformprozess zu ermutigen und zu unterstützen, haben sich die europäischen Geberländer und die USA darauf verständigt, den Hilfsschwerpunkt von humanitären Projekten auf technische und Programme zur Entwicklung von Institutionen zu verschieben. Die Entsendung von juristischen und technischen Beratern wird durch Fortbildungsmöglichkeiten für Parlamentarier, Justizbeamte und Wirtschaftsberater ergänzt. Georgien hängt jedoch auch weiterhin von humanitärer Hilfe ab, die für bedürftige Menschen bestimmt ist.

Weinproduktion in Georgien

Die landwirtschaftliche Produktion erholt sich langsam von den Verwüstungen des Bürgerkriegs und den Strukturveränderungen im Gefolge des Zerfalls der Sowjetunion. Die Viehproduktion erlebt einen neuen Aufschwung, auch wenn sie periodisch krankheitsgeschwächt ist. Die inländische Getreideproduktion steigt, bedarf aber nachhaltiger politischer und infrastruktureller Verbesserungen, um eine angemessene Verteilung und Gewinne für die Bauern zu sichern. Tee, Haselnüsse und Zitrusfrüchteproduktion haben durch den Konflikt in Abchasien, einem enorm fruchtbaren Gebiet, enorm gelitten. Bei Zitrusfrüchten liegt das Produktionsvolumen nach wie vor auf nur 12 % des Niveaus vor 1989, bei Tee sogar auf 5 %.

Obwohl etwa 30 % der georgischen Wirtschaft landwirtschaftlich geprägt ist, verdirbt auf den Feldern die Ernte, weil die Bauern ihre Produkte entweder nicht auf den Markt bringen können oder Kosten zu zahlen haben, die die Marktpreise über die von importierten Gütern treiben. Mit Hilfe der Europäischen Union hat Georgien Schritte unternommen, um die Qualität und das Marketing seiner traditionellen Mineralwasserquellen zu verbessern. Im Land gibt es mehr als 2.400 Mineralwassersorten, von denen rund 500 bekannt sind. Das Wasser aus dem Kurort Bordschomi ist seit 1997 zum Exportschlager nach Russland, Europa und den USA geworden.

Die georgische Weinproduktion, die in den 1990er auf 100.000 Tonnen zurückging, hat seit 1994 Investoren angezogen und wurde mit moderner Technik ausgerüstet. Die Weinkellereien fanden Anschluss an das internationale Niveau und konnten ihren Absatz in den letzten Jahren wieder steigern. Größter Abnehmer georgischen Weins ist Russland (Import: 27,3 Millionen US-Dollar im Jahr 2003), gefolgt von der Ukraine (3,7 Millionen US-Dollar) und den USA (1,58 Millionen US-Dollar). Die Europäische Union hatte georgischen Wein bis 2003 offiziell nicht anerkannt (Import: 327.000 US-Dollar im Jahr 2003). Seit Februar 2004 können georgische Weine ohne Beschränkungen in die Europäische Union importiert werden. Schwer getroffen wurde die georgische Weinwirtschaft, als Russland im März 2006 einen Einfuhrstopp verhängte. Der Grund war eine zu hohe Belastung mit Pestiziden und Schwermetallen. Nach Meinung der georgischen Regierung war dies eine Abstrafung für den prowestlichen politischen Kurs Georgiens. Ähnliche Beschränkungen wurden auch gegen Wein aus Moldawien verhängt.[1] Ein Treffen des georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin auf dem GUS-Gipfel im Juni 2007 brachte zwar eine Entspannung, aber noch kein Ende des Embargos. Der Vorsitzende der russischen Industrie- und Handelskammer, Russlands früherer Ministerpräsident Jewgenij Primakow, gestand inzwischen die Sinnlosigkeit dieser Sanktionen ein.[2]

Der Tourismus Georgiens liegt noch immer am Boden. Die Sezessionskonflikte Anfang der 90er Jahre, der Kaukasuskrieg 2008 und der Konflikt im benachbarten Tschetschenien haben viele Touristen abgeschreckt, die traditionellen Skigebiete, Kurorte und Naturparks im Kaukasus und am Schwarzen Meer zu besuchen. Kamen zu sowjetischen Zeiten jährlich etwa 1,6 Millionen Touristen nach Georgien, so waren es 1999 nur noch 350.000. Vor allem besserverdienende russische Touristen reisen inzwischen zu westeuropäischen Ferienzielen. 2005 verzeichnete Georgien wieder einen leichten Anstieg der Touristen. Vor allem Armenier und der Ukrainer interessierten sich für preiswerte Ferienplätze an der georgischen Schwarzmeerküste.

Neue Wirtschaftspolitik[Bearbeiten]

Präsident Micheil Saakaschwili versucht, Georgien mit einer wirtschaftlichen Liberalisierung wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Am 1. Juni 2004 ernannte er den russischen Unternehmer Kacha Bendukidse zum Wirtschaftsminister. Bendukidse bezeichnet seine Position als ultra-liberal. Der sowjetischen Mentalität in der Wirtschaft hat er den Kampf angesagt. Er will sich in Georgien für eine Deregulierung der Wirtschaft, umfassende Privatisierungen, eine Reduzierung der Unternehmenssteuern und ein schnelles Wirtschaftswachstum einsetzen.

Im Juni 2004 legte die Regierung neue Steuergesetze vor, die eine Abschaffung von zwölf Steuern und eine Reduzierung der Einkommensteuer vorsehen. Einen Monat später benannte sie eine Liste von 372 Staatsbetrieben und -Besitztümern, die zwischen 2004 und 2006 verkauft werden sollen, darunter die Staatliche Münze, die Georgische Telekom, der Internationale Flughafen Tiflis, die Häfen Poti und Batumi, die Flugzeugwerke Tbilaviamscheni und die Metallurgische Eisen- und Stahlfabrik Rustawi. Unternehmensgründungen wurden deutlich vereinfacht, indem die Zahl der genehmigungspflichtigen Aktivitäten von 909 auf 159 reduziert, die Kosten für betriebsbedingte Kündigungen gesenkt sowie die Zeit und Kosten zur Registrierung von Eigentum verkürzt wurden.

Erste Erfolge sind sichtbar. Die Steuereinnahmen Georgiens haben sich zwischen März 2004 und Oktober 2005 mehr als verdoppelt. Nach einem im September 2005 veröffentlichten Jahresbericht der Weltbank belegte Georgien bei Wirtschaftsreformen den ersten Platz in der GUS und den zweiten Platz weltweit. 2006 kam es jedoch zu Rückschlägen: Die Arbeitslosigkeit stieg an, und die Inflationsrate kletterte nach Angaben der Nationalbank auf 10 %. Georgiens wirtschaftspolitische Reformen im Beobachtungszeitraum 2005/06 wurden im Bericht „Doing Business 2007“ der Weltbank ausdrücklich gelobt. Das Land konnte sich von Rang 112 auf 37 verbessern und liegt damit zwischen Frankreich (35.) und Spanien (39.).[3] Die Erleichterungen kommen jedoch vor allem internationalen Investoren zugute; eine nachhaltige Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen jenseits von Deregulierungsmaßnahmen und niedriger Pauschalbesteuerung ist nicht erkennbar. Eine Ausnahme macht der funktionierende Mikrokreditmarkt.[4]

In den letzten Jahren konnte Georgien hohe Wachstumsraten verzeichnen. So lag das BIP-Wachstum 2007 geschätzt bei 12 %.

Zahlen[Bearbeiten]

  • Bruttosozialprodukt - Kaufkraftparität: 17,79 Milliarden US-Dollar (2006)
  • Bruttosozialprodukt – reale Steigerungsrate: 8,8 % (2004)
  • Bruttosozialprodukt – pro Kopf: Kaufkraftparität – 3.100 US-Dollar (2006)
  • Bruttosozialprodukt – Zusammenstellung nach Sektor: Landwirtschaft: 17,7 %, Industrie: 27,5 %, Dienstleistung: 54,8 % (2006)
  • Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze: 54 % (2001)
  • Inflationsrate (Verbraucherpreise): 10,0 % (2006)
  • Arbeitskräftepotenzial: 2,04 Millionen (2004)
  • Arbeitskräfte – nach Beruf: Industrie 20 %, Landwirtschaft 40 %, Dienstleistung 40 % (1999)
  • Arbeitslosenquote: 12,6 % (2004)
  • Budget: Einnahmen: 1,726 Milliarden US-Dollar, Ausgaben: 1,879 Milliarden US-Dollar, einschließlich Investitionsaufwendungen (2006)
  • Landwirtschaftsprodukte: Zitrusfrüchte, Weintrauben, Tee, Haselnüsse, Gemüse, Vieh
  • Industrie: Stahl, Flugzeuge, Werkzeugmaschinen, elektrische Vorrichtungen, Bergbau (Mangan, Kupfer), Chemikalien, Holzprodukte, Wein
  • Industrieproduktion Wachstumsrate: 3 % (2000)
  • Elektrizitätsproduktion: 6,804 Milliarden kWh (2004)
  • Elektrizitätsverbrauch: 8,528 Milliarden kWh (2004)
  • Elektrizitätsexport: 200 Millionen kWh (2004)
  • Elektrizitätsimport: 2,4 Milliarden kWh (2004)
  • Exporte: 1,761 Milliarden US-Dollar (2006)
  • Exporte - Wirtschaftsgüter: Altmetall, Maschinen, Chemikalien, Treibstoff Wiederausfuhr, Zitrusfrüchte, Tee, Wein
  • Exportpartner: Russland 18,1 %, Türkei 14,3%, Aserbaidschan 9,8 %, Turkmenistan 8,9 %, Bulgarien 5 %, Armenien 4,7%, Ukraine 4,4%, Kanada 4,2% (2005)
  • Importe: 3,32 Milliarden US-Dollar (2006)
  • Importe - Wirtschaftsgüter: Treibstoff, Maschinenanlagen und Ersatzteile, Transporteinrichtungen, Getreide und andere Nahrungsmittel, Pharmazeutika
  • Importpartner: Russland 15,4 %, Türkei 11,4 %, Aserbaidschan 9,4 %, Ukraine 8,8 %, Deutschland 8,3 %, USA 6,0 % (2005)
  • Auslandsschulden: 2,04 Milliarden US-Dollar (2004)
  • Wirtschaftshilfe - Empfänger: 150 Millionen US-Dollar (2000)
  • Währung: 1 Lari (GEL) = 100 Tetri
  • Wechselkurs: Lari für 1 US-Dollar - 1,78 (2006), 1,8127 (2005), 1,9167 (2004), 2,1457 (2003), 2,1957 (2002), 2,073 (2001), 1,9762 (2000), 2,0245 (1999)
  • Finanzjahr: Kalenderjahr

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Anja Bronny: Wirtschaftshandbuch Georgien. Investitionsführer. Selbstverlag, Essen 2003, ISBN 3-00-011388-6
  • Gotthardt von Wallenberg: Investitionsstandort Georgien. Kooperationsführer. DEG, Köln 1998
  • Patrick J. Conway und Pant Chandrashekar: Georgia. in: Michalel L. Wyzan (ed.): First Steps Toward Economic Independence - New States of the Postcommunist World. London 1995, S. 112-135
  • Revaz Gachechiladze: The New Georgia. London 1995
  • Horst Henning Jank: Georgien. Institutioneller Wandel und wirtschaftliche Entwicklung. BTU, Cottbus 2000
  • Phil Champain, Diana Klein, Natalia Mirimanova (Hrsg.): From War Economies to Peace Economies in the South Caucasus. International Alert, London 2004
  • Dimitry Japaridze: The Impact of Corruption on Political, Economic and Business Development in Georgia. A Dissertation Submitted in Partial Satisfaction of the Requirements for the Degree of Doctor of Business Administration, 2003
  • Charles H. Fairbanks Jr.: Clientilism and Higher Politics in Georgia 1949-1953. in: R. G. Suny (Hrsg.): Transcaucasia. Nationalism and Social Change. Ann Arbor 1983, S. 339-368
  • Roman Gotsiridze: Privatization in Georgia: Factors Promoting Illegal Activities in Georgia's Privatization Process. Etrati, Tbilisi 2003
  • Horst Siebert (Hrsg.): Transformation Crisis. Lessons for the Successor States of the Soviet Union. Tübingen 1993
  • Mario Pellegrino: Postkommunismus und Zivilrecht. Das Obligationenrecht Georgiens. Frankfurt a. M. 1997
  • United Nations Development Programme (UNDP): Human Development Report Georgia. o.O. 1999
  • Swiad Nikoleischwili: Die Transformation der Außenhandelspolitik in den postsozialistischen Staaten Osteuropas am Beispiel Georgiens. Lang, Frankfurt am Main [u.a.] 2005, ISBN 3-631-54173-2
  • Eberhard Schulze, Peter Tillack, Nodar Mosashwili: Zur wirtschaftlichen Situation georgischer Landwirtschaftsbetriebe. IAMO, Halle (Saale) 2003
  • Hermann Clement: Umschuldungsmaßnahmen ausgewählter GUS-Staaten vor dem Hintergrund ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Russland, Ukraine, Armenien, Georgien und Moldova. Osteuropa-Institut, München 2001, ISBN 3921396603
  • Andre Karbelaschwili: Die Brüder Siemens unter Georgiens Himmel. In: Georgica. Bd. 13/14 (1990/91), S. 106-114
  1. Christoph Moeskes: Auf Georgien. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 274 vom 24. November 2006
  2. „Sanktionen gegen Georgien sinnlos“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 136 vom 15. Juni 2007
  3. Doing Business - Top 10 Reformers
  4. http://www.kaukasische-post.com/?p=240

Weblinks[Bearbeiten]