65. Kongress der Vereinigten Staaten

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Der 65. Kongress der Vereinigten Staaten, bestehend aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat, war die Legislative der Vereinigten Staaten. Seine Legislaturperiode dauerte vom 4. März 1917 bis zum 4. März 1919. Alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der Senatoren (Klasse I) waren im November 1916 bzw. im September für den Bundesstaat Maine bei den Kongresswahlen gewählt worden. Dabei errang die Demokratische Partei die Mehrheit im Senat. Im Repräsentantenhaus hatte zwar die Republikanische Partei die meisten Sitze. Allerdings konnten sich die Demokraten mit Hilfe von Abgeordneten kleinerer Parteien die Mehrheit der Sitze sichern. Präsident in dieser Zeit war der Demokrat Woodrow Wilson. Der Kongress tagte in der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington, D.C. Die Vereinigten Staaten bestanden damals aus 48 Bundesstaaten. Die Sitzverteilung im Repräsentantenhaus basierte auf der Volkszählung von 1910.

Wichtige Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch 1917, 1918 und 1919

Ein großer Teil der Legislaturperiode des 65. Kongresses war von den Ereignissen des Ersten Weltkriegs geprägt, an dem die Vereinigten Staaten seit dem 6. April 1917 aktiv teilnahmen.

  • 4. März 1917: Beginn der Legislaturperiode des 65. Kongresses. Mit Jeannette Rankin zieht erstmals eine Frau in das US-Repräsentantenhaus ein. Sie vertritt den Staat Montana.
  • 31. März 1917: Das bisherige Dänisch-Westindien geht für 25 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten über und erhält den Namen Amerikanische Jungferninseln.
  • 2. April 1917: Präsident Wilson legt dem Kongress nahe, die Kriegserklärung an Deutschland auszusprechen. (Erster Weltkrieg). Diese erfolgte dann am 6. April.
  • 10. April 1917: Bei der Explosion einer Munitionsfabrik in Chester in Pennsylvania kommen 133 Menschen ums Leben.
  • 21. Mai 1917: Bei einem Feuer in Atlanta werden Teile der Stadt (73 Blocks) zerstört.
  • 26. Mai 1917:Bei einem Tornado in Illinois sterben 101 Menschen.
  • 1. Juli 1917: Im Zusammenhang mit einem Arbeitskampf kommt es in East St. Louis zu Rassenunruhen. Dabei kommen 250 Menschen ums Leben.
  • 12. Juli 1917: Das Unternehmen Phelps Dodge weist über 1000 verdächtige Mitglieder der Industrial Workers of the World in Bisbee in Arizona aus.
  • August 1917: In Oklahoma kommt es zur sogenannten Green Corn Rebellion, einem Aufstand gegen die Wehrpflicht.
  • 24. November 1917: In Milwaukee in Wisconsin kommen neun Polizisten bei einem Bombenattentat ums Leben.
  • 26. Dezember 1917: Die meisten amerikanischen Eisenbahnen werden vorübergehend der United States Railroad Administration unterstellt. Damit soll der Transport von Truppen und Material während des Ersten Weltkriegs optimiert werden.
  • 8. Januar 1918: Präsident Wilson verkündet sein 14-Punkte-Programm
  • 4. März 1918: In Camp Fuston in Kansas wird der erste Fall der Spanische Grippe festgestellt. Daraus entwickelte sich eine Pandemie, der bis 1920 mehrere Dutzend Millionen Menschen weltweit zum Opfer fallen.
  • 12. Mai 1918: Die amerikanische Post beginnt den regulären Luftpostbetrieb.
  • November 1918: Bei den Kongresswahlen erringen die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern.
  • 9. November 1918: Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg.
  • 4. Dezember 1918: Präsident Wilson reist per Schiff zu der Friedensverhandlungen nach Paris. Er ist der erste amerikanische Präsident, der während seiner Amtszeit Europa bereist.
  • 15. Januar 1919: Bei der Melassekatastrophe von Boston sterben 21 Menschen, 150 werden verletzt.
  • 16. Januar 1919: Der 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten tritt in Kraft. Dabei handelt es sich um das Prohibitionsgesetz. Es wird 1933 mit dem 21. Verfassungszusatz wegen praktischer Undurchführbarkeit wieder aufgehoben.
  • 25. Februar 1919: Oregon führt als erster US-Staat eine Mineralölsteuer ein.

Die wichtigsten Gesetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Sitzungsperioden des 65. Kongresses wurden unter anderem folgende Bundesgesetze verabschiedet (siehe auch: Gesetzgebungsverfahren):

  • 6. April 1917: Kriegserklärung an Deutschland.
  • 24. April 1917: First Liberty Bond Act, siehe Liberty Bonds
  • 12. Mai 1917: Enemy Vessel Confiscation Joint Resolution
  • 12. Mai 1917: First Army Appropriations Act of 1917
  • 18. Mai 1917: Selective Service Act of 1917
  • 29. Mai 1917: Esch Car Service Act of 1917
  • 15. Juni 1917: Emergency Shipping Fund Act of 1917
  • 15. Juni 1917: Second Army Appropriations Act of 1917
  • 15. Juni 1917: Espionage Act of 1917
  • 8. August 1917: River and Harbor Act of 1917
  • 10. August 1917: Priority of Shipments Act of 1917
  • 10. August 1917: Food and Fuel Control Act
  • 1. Oktober 1917: Second Liberty Bond Act, siehe Liberty Bonds
  • 1. Oktober 1917: Aircraft Board Act of 1917
  • 3. Oktober 1917: War Revenue Act of 1917
  • 5. Oktober 1917: Repatriation Act of 1917
  • 6. Oktober 1917: Explosives Act of 1917
  • 6. Oktober 1917: War Risk Insurance Act of 1917
  • 6. Oktober 1917: International Emergency Economic Powers Act
  • 7. Dezember 1917: Kriegserklärung an Österreich-Ungarn
  • 24. Februar 1918: Revenue Act of 1918
  • 8. März 1918: Soldiers’ and Sailors’ Civil Relief Act
  • 19. März 1918: 1918 Standard Time Act
  • 21. März 1918: Federal Control Act of 1918
  • 4. April 1918: Third Liberty Bond Act, siehe Liberty Bonds
  • 5. April 1918: War Finance Corporation Act
  • 10. April 1918: Webb-Pomerene Act
  • 18. April 1918: American Forces Abroad Indemnity Act
  • 20. April 1918: Destruction of War Materials Act
  • 23. April 1918: Pittman Act
  • 9. Mai 1918: Alien Naturalization Act
  • 16. Mai 1918: Housing Act of 1918
  • 16. Mai 1918: Sedition Act of 1918
  • 20. Mai 1918: Departmental Reorganization Act
  • 22. Mai 1918: Passport Control Act
  • 31. Mai 1918: Saulsbury Resolution
  • 27. Juni 1918: Veterans Rehabilitation Act
  • 3. Juli 1918: Migratory Bird Treaty Act of 1918
  • 9. Juli 1918: Fourth Liberty Bond Act, siehe Liberty Bonds
  • 9. Juli 1918: Army Appropriations Act of 1918
  • 18. Juli 1918: River and Harbor Act of 1918
  • 18. Juli 1918: Charter Rate and Requisition Act of 1918
  • 16. Oktober 1918: Immigration Act of 1918
  • 16. Oktober 1918: Corrupt Practices Act of 1918
  • 7. November 1918: National Bank Consolidation Act of 1918
  • 21. November 1918: Food Production Stimulation Act
  • 24. Februar 1919: Child Labor Act of 1919
  • 26. Februar 1919: Grand Canyon Park Act of 1919
  • 26. Februar 1919: Acadia National Park Act of 1919 siehe Acadia-Nationalpark
  • 2. März 1919: War Risk Insurance Act of 1919
  • 2. März 1919: River and Harbors Act of 1919
  • 3. März 1919: Hospitalization Act of 1919
  • 3. März 1919: Fifth Liberty Bond Act
  • 4. März 1919: Wheat Price Guarantee Act

Zusammensetzung nach Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Demokratische Partei: 56(Mehrheit)
  • Republikanische Partei: 39
  • Sonstige: 0
  • Vakant: 1

Gesamt: 96

Repräsentantenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Demokratische Partei: 213
  • Republikanische Partei: 215
  • Sonstige: 5
  • Vakant: 2

Gesamt: 435

Anmerkung: Vier Abgeordneten aus den Splitterparteien verhalfen den Demokraten zur Mehrheit.

Außerdem gab es noch fünf nicht stimmberechtigte Kongressdelegierte

Amtsträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Mehrheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Minderheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Repräsentantenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Mehrheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Minderheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senatsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 65. Kongress vertraten folgende Senatoren ihre jeweiligen Bundesstaaten:

Alabama

Arizona

Arkansas

Kalifornien

Colorado

Connecticut

Delaware

Florida

Georgia

Idaho

Illinois

Indiana

Iowa

Kansas

Kentucky

Louisiana

Maine

Maryland

Massachusetts

Michigan

Minnesota

Mississippi

Missouri

Montana

Nebraska

Nevada

New Hampshire

New Jersey

New Mexico

New York

North Carolina

North Dakota

Ohio

Oklahoma

Oregon

Pennsylvania

Rhode Island

South Carolina

South Dakota

Tennessee

Texas

Utah

Vermont

Virginia

Washington

West Virginia

Wisconsin

Wyoming

Mitglieder des Repräsentantenhauses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Kongressabgeordnete vertraten im 65. Kongress die Interessen ihrer jeweiligen Bundesstaaten:

Alabama 10 Wahlbezirke

Arizona Staatsweite Wahl

Arkansas 7 Wahlbezirke.

Kalifornien 11 Wahlbezirke.


Colorado 4 Wahlbezirke

Connecticut 5 Wahlbezirke

Delaware Staatsweite Wahl

Florida 4 Wahlbezirke

Georgia 12 Wahlbezirke

Idaho Staatsweite Wahl

Illinois 25 Wahlbezirke. Außerdem wurden zwei Abgeordnete staatsweit gewählt

Indiana 13 Wahlbezirke

Iowa 11 Wahlbezirke

Kansas 8 Wahlbezirke.

Kentucky 11 Wahlbezirke

Louisiana 8 Wahlbezirke

Maine 4 Wahlbezirke

Maryland 6 Wahlbezirke.

Massachusetts 16 Wahlbezirke

Michigan 13 Wahlbezirke

Minnesota 10. Wahlbezirke

Mississippi 8 Wahlbezirke

Missouri 16 Wahlbezirke

Montana Staatsweite Wahl

Nebraska 6 Wahlbezirke

Nevada Staatsweite Wahl

New Hampshire 2 Wahlbezirke

New Jersey 12 Wahlbezirke

New Mexico Staatsweite Wahl

New York 43 Wahlbezirke

North Carolina 10 Wahlbezirke

North Dakota 3 Wahlbezirke

Ohio 22 Wahlbezirke

Oklahoma 8 Wahlbezirke

Oregon 3 Wahlbezirke

Pennsylvania 32 Wahlbezirke. Außerdem wurden vier Abgeordnete staatsweit gewählt

Rhode Island 3 Wahlbezirke

South Carolina 7 Wahlbezirke.

South Dakota 3 Wahlbezirke

Tennessee 10 Wahlbezirke

Texas 16 Wahlbezirke. Außerdem wurden zwei Abgeordnete staatsweit gewählt

Utah 2 Wahlbezirke

Vermont 2 Wahlbezirke

Virginia 10 Wahlbezirke

Washington 5 Wahlbezirke

West Virginia 6 Wahlbezirke

Wisconsin 11 Wahlbezirke

Wyoming Staatsweite Wahlen

Nicht stimmberechtigte Mitglieder im Repräsentantenhaus:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 65. Kongress der Vereinigten Staaten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • bioguide.congress.gov (durch Eingabe von 65 unter Year OR Congress: erhält man eine Liste der Mitglieder des 65. Kongresses mit Verlinkung zu den offiziellen Biografien; englisch)