Adelshofen (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Adelshofen (Oberbayern)
Adelshofen (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Adelshofen (Oberbayern) hervorgehoben
Koordinaten: 48° 11′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Verwaltungs­gemeinschaft: Mammendorf
Höhe: 556 m ü. NHN
Fläche: 13,28 km2
Einwohner: 1621 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82276
Vorwahl: 08146
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 111
Adresse der Verbandsverwaltung: Augsburger Str. 12
82291 Mammendorf
Webpräsenz: www.gemeinde-adelshofen.de
Bürgermeister: Michael Raith (CSU / BfA-N-L)
Lage des Marktes Adelshofen (Oberbayern) im Landkreis Fürstenfeldbruck
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Adelshofen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelshofen liegt in der Region München. Die Fläche betrug am Stichtag 1. Januar 1999 13,28 km². Es existieren die Gemarkungen Adelshofen und Luttenwang. Ein weiterer Ortsteil ist Nassenhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelshofen wurde zwischen 1158 und 1162 das erste Mal urkundlich als Adelungeshouen (Hof des Adalunc/Adalung/Adelunc) erwähnt. Vermutlich war die Gegend aber bereits früher besiedelt. 1986 wurde eine römische Reibeschale aus dem 3. Jahrhundert gefunden. Im 14. Jahrhundert wandelte sich der Ortsname über Adlungshofen bis zur urkundlichen Erwähnung von Adeltzhofen 1483. Der heutige Ortsname wird seit 1811 bezeugt. Der Ort gehörte zum Kurfürstentum Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark der Grafen Fugger. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Adelshofen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bisher selbständige Gemeinde Luttenwang eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0714 Einwohner
  • 1970: 0700 Einwohner
  • 1987: 1094 Einwohner
  • 1991: 1184 Einwohner
  • 1995: 1227 Einwohner
  • 2000: 1404 Einwohner
  • 2005: 1572 Einwohner
  • 2010: 1593 Einwohner
  • 2015: 1621 Einwohner
Nassenhausen Kirche St Martin

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzeverteilung im Gemeinderat.
Jahr CSU Freie Wähler gesamt Wahlbeteiligung in %
2014 7 5 12 64,1
2008 7 5 12 67,5
2002 8 4 12 71,9

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Michael Raith. Er gehört der Vereinigung CSU-Bürger für Adelshofen/Nassenhausen/Luttenwang an.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 31 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 20 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 518. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Insgesamt bestanden im Jahr 1999 37 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 962 ha. Davon waren 653 ha Ackerfläche und 308 ha Dauergrünfläche.

Der Ort wird manchmal auch als bayerisches Bozen bezeichnet, da die örtlichen Gegebenheiten gute Erträge aus Obstbäumen zulassen.

Kloster der Armen Schulschwestern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Fuggerstraße, im ehemaligen Wohnhaus des Gutsverwalters des 1833 abgerissenen Adelshofener Schlosses, befand sich von 1845 bis zur Auflösung im Oktober 2014 ein Kloster der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Die Gemeinde Adelshofen kaufte 2014 das ehemalige Klosterareal.[3][4]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten St. Michael

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 577.
  3. Aus in Adelshofen nach 169 Jahren: Sie waren „gute Seelen“. Münchner Kirchennachrichten, 19. Oktober 2014, abgerufen am 15. Januar 2015.
  4. Schwestern müssen Adelshofen verlassen, Meldung des Münchner Merkur, 6. Dezember 2013, Germeringer Zeitung, S. 1 (Druckfassung)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adelshofen (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien