Adelshofen (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Adelshofen (Oberbayern)
Adelshofen (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Adelshofen (Oberbayern) hervorgehoben

Koordinaten: 48° 11′ N, 11° 7′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Verwaltungs­gemeinschaft: Mammendorf
Höhe: 556 m ü. NHN
Fläche: 13,28 km2
Einwohner: 1749 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82276
Vorwahl: 08146
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 111
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fuggerstraße 3
82276 Adelshofen (Oberbayern)
Website: www.gemeinde-adelshofen.de
Erster Bürgermeister: Robert Bals (Wählergemeinschaft Adelshofen-Nassenhausen-Luttenwang)
Lage der Gemeinde Adelshofen (Oberbayern) im Landkreis Fürstenfeldbruck
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Über dieses Bild
Adelshofen von Nordwesten
An der Maisach zwischen Adelshofen und Luttenwang

Adelshofen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck sowie Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fläche betrug am Stichtag 1. Januar 1999 13,28 km². Die drei amtlich benannten Gemeindeteile sind die Kirchdörfer Adelshofen, Luttenwang und Nassenhausen.[2] Es existieren die Gemarkungen Adelshofen und Luttenwang.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelshofen wurde zwischen 1158 und 1162 das erste Mal urkundlich als Adelungeshouen (Hof des Adalunc/Adalung/Adelunc) erwähnt. Vermutlich war die Gegend aber bereits früher besiedelt.

1986 wurde eine römische Reibschale aus dem 3. Jahrhundert gefunden.

Im 14. Jahrhundert wandelte sich der Ortsname über Adlungshofen bis zur urkundlichen Erwähnung von Adeltzhofen 1483. Der heutige Ortsname wird seit 1811 bezeugt. Der Ort gehörte zum Kurfürstentum Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark der Grafen Fugger. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Adelshofen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bisher selbständige Gemeinde Luttenwang eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.118 auf 1.713 um 595 Einwohner bzw. um 53,2 %.

  • 1961: 0714 Einwohner
  • 1970: 0700 Einwohner
  • 1987: 1094 Einwohner
  • 1991: 1184 Einwohner
  • 1995: 1227 Einwohner
  • 2000: 1404 Einwohner
  • 2005: 1572 Einwohner
  • 2010: 1593 Einwohner
  • 2015: 1621 Einwohner

Nassenhausen Kirche St Martin

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzeverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU/Bürger für ANL Wählergemeinschaft ANL Gesamt Wahlbeteiligung in %
2020 5 7 12 70,0
2014 7 5 12 64,1
2008 7 5 12 67,5
2002 8 4 12 71,9

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Robert Bals. Er gehört der Vereinigung Wählergemeinschaft Adelshofen-Nassenhausen-Luttenwang an und wurde am 15. März 2020 mit 87,09 % der Stimmen gewählt.[4] Sein Vorgänger war Michael Raith, im Amt von 1. Mai 1996 bis 30. April 2020.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Adelshofen (Oberbayern)

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Adelshofen (Oberbayern)

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 135 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 734 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 599 Personen größer als die der Einpendler. 11 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 25 landwirtschaftliche Betriebe.

Der Ort wird manchmal auch als bayerisches Bozen bezeichnet, da die örtlichen Gegebenheiten gute Erträge aus Obstanbau zulassen.

Kloster der Armen Schulschwestern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Fuggerstraße, im ehemaligen Wohnhaus des Gutsverwalters des 1833 abgerissenen Adelshofener Schlosses, befand sich von 1845 bis zur Auflösung im Oktober 2014 ein Kloster der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Die Gemeinde Adelshofen kaufte 2014 das ehemalige Klosterareal.[5][6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten St. Michael mit 63 genehmigten Plätzen und 59 betreuten Kindern (Stand 2018).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adelshofen (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Adelshofen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 10. September 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 577.
  4. Gemeinde Adelshofen: Gemeinderat. Mitglieder. Abgerufen am 21. Mai 2020.
  5. Aus in Adelshofen nach 169 Jahren: Sie waren „gute Seelen“. (Nicht mehr online verfügbar.) Münchner Kirchennachrichten, 19. Oktober 2014, ehemals im Original; abgerufen am 15. Januar 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.muenchner-kirchennachrichten.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Schwestern müssen Adelshofen verlassen, Meldung des Münchner Merkur, 6. Dezember 2013, Germeringer Zeitung, S. 1 (Druckfassung)