Alling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alling
Alling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alling hervorgehoben

Koordinaten: 48° 8′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 21,02 km2
Einwohner: 3873 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82239
Vorwahl: 08141
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 113
Gemeindegliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Kirchberg 6
82239 Alling
Website: www.alling.de
Erster Bürgermeister: Stefan Joachimsthaler (CSU)
Lage der Gemeinde Alling im Landkreis Fürstenfeldbruck
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis StarnbergLandkreis MünchenLandkreis Landsberg am LechLandkreis DachauMünchenAdelshofen (Oberbayern)AllingAlthegnenbergEgenhofenEichenauEmmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)FürstenfeldbruckGermeringGrafrathGröbenzellHattenhofen (Bayern)JesenwangKottgeiseringLandsberiedMaisachMammendorfMittelstetten (Oberbayern)MoorenweisOberschweinbachOlchingPuchheimSchöngeisingTürkenfeldKarte
Über dieses Bild

Alling ist eine Gemeinde im Südosten des oberbayerischen Landkreises Fürstenfeldbruck etwa 25 Kilometer westlich von München.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 10 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 802 als Allingas und Allinga (bei den Leuten des Allo), für Biburg um 1150 als Piburch und für Holzhausen 776 als Holzhusun (Häuser am Wald). Nachdem die einzelnen Orte ab dem 9. Jahrhundert zu verschiedenen Klostern gehörten, entstand infolge der Säkularisation 1812 die Gemeinde Alling.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Bewohnern des vor 1900 entstandenen Gemeindeteils Eichenau gab es politische Spannungen. 1925 beschlossen die mehrheitlich Eichenauer Gemeinderäte die Verlegung der Gemeindeverwaltung nach Eichenau. Nach 1945 erhöhte sich die Bevölkerung enorm durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen.

Ausgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1957 wurde Eichenau durch Ausgliederung aus Alling eine selbständige Gemeinde.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinde Holzhausen, die Gemeinde Biburg ohne den Gemeindeteil Pfaffing und aus der Gemeinde Emmering der Gemeindeteil Wagelsried eingegliedert.[4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2845 auf 3903 um 1058 Einwohner bzw. um 37,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzeverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU Allinger Bürger Vereinigung (ABV) Dorfgemeinschaft
Biburg-Holzhausen (Wählergruppe)
Grüne Dorfgemeinschaft
der Freien Wähler
SPD Bürgerschaft e. V. (Wählergruppe) gesamt Wahlbeteiligung in %
2020 4 3 3 2 2 1 1 16 75,77
2014[6] 6 Nicht Angetreten 3 Nicht Angetreten 4 2 1 16 72,2
2008 7 Nicht Angetreten 3 Nicht Angetreten 3 1 2 16 71,9
2002 6 Nicht Angetreten 3 Nicht Angetreten 4 1 2 16 74,2

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Stefan Joachimsthaler (CSU); er erreichte in der Stichwahl 54,37 % der Stimmen. Dessen Vorgänger war ab 2002 Frederik Röder (CSU); er trat nicht mehr zur Wiederwahl an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Alling.svg
Blasonierung: „In Silber zwei schräg gekreuzte blaue Hellebarden, darunter ein roter Adlerkopf.“[7]

Wappenführung seit 1970

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die Hoflacher Kapelle, die an die Schlacht bei Alling erinnert. Bei dieser Schlacht stießen 1422 die verfeindeten Heere der um ihr Erbe streitenden Wittelsbacher Herzöge Ernst von Bayern-München und Ludwig der Bärtige von Bayern-Ingolstadt aufeinander. Aus Dankbarkeit über seinen Sieg ließ Herzog Ernst in den Jahren danach die Kapelle bauen und mit einem sieben Meter langen Fresko ausschmücken. Die Kapelle ist Privateigentum und nur zu besonderen Anlässen zugänglich.

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 13, im produzierenden Gewerbe 222 und im Bereich Handel und Verkehr 83 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 102 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1055. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 54 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1500 ha. Davon waren 1311 ha Ackerfläche und 187 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alling ist an das MVV- Netz mit der Expressbuslinie X900 Richtung Starnberg bzw. Buchenau, der Expressbuslinie X920 Richtung Klinikum Großhadern bzw. Buchenau sowie der Regionalbuslinie 852 nach Germering Unterpfaffenhofen - Bahnhof angebunden. Das MVV-RufTaxi 8500 verkehrt zu abgelegenen Haltestellen.[8] Alling ist bei Hoflach an die Bundesstraße 2 angeschlossen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kinderkrippe
  • Kindergarten
  • Grundschule
  • Kinderhort

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Friedl (* 1957), Mitglied des Bayerischen Landtags

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • v. Braunmühl: Die unterirdischen Gänge des zerstörten Schlosses Rockenstein bei Alling, Landgericht Bruck. Nebst einem Anhange über die unterirdischen Gänge zu Nanhofen und Mergentau von v. Hefner und Illing. In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Band 3, München 1841, S. 397–411 (online)
  • Jacob Groß: Einige Nachrichten über die Burgstelle und Schwaige Rockenstein (Roggenstein) im Bezirksamte Bruck in Oberbayern. In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte (Historischen Verein von Oberbayern, Hrsg.), Band 36, München 1877, S. 13–24 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Alling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Alling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 10. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 466.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 577.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 46, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 2).
  6. Ergebnis zur Gemeinderatswahl 2014 am 16. März 2014 von alling.de. Abgerufen am 22. Mai 2015
  7. Eintrag zum Wappen von Alling in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Haltestelleneinteilung der Ruftaxis in FFB und STA 15. Dezember 2019, abgerufen am 4. Januar 2021