Aiguilles

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Aiguilles
Wappen von Aiguilles
Aiguilles (Frankreich)
Aiguilles
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Hautes-Alpes
Arrondissement Briançon
Kanton Guillestre
Gemeindeverband Guillestrois et Queyras
Koordinaten 44° 48′ N, 6° 56′ OKoordinaten: 44° 48′ N, 6° 56′ O
Höhe 1.400–3.078 m
Fläche 40,16 km2
Einwohner 428 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km2
Postleitzahl 05470
INSEE-Code

Mairie Aiguilles

Aiguilles ist eine französische Gemeinde mit 428 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Hautes-Alpes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Briançon und zum Gemeindeverband Guillestrois et Queyras.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 40 km² große Gemeinde Aiguilles im Queyras umfasst einen Abschnitt des oberen Guiltales in den Cottischen Alpen, unweit der Grenze zwischen Frankreich und Italien. In den nach Westen fließenden Guil münden zahlreiche Gebirgsbäche (Torrent-du-Lombard, Torrent-de-Peynin). Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Queyras.

Die quer zum Alpenhauptkamm liegenden Gebirgsausläufer erreichen um Aiguilles Höhen von über 2400 m Höhe:

Zu diesen gehören:

nördlich des Guiltales

  • Petit Rochebrune 3078 m
  • La Serre de l’Aigle 2496 m
  • Pic du Malrif 2906 m

südlich des Guiltales

  • Pic du Fond de Peynin 2912 m
  • La Gardiole de l’Alp 2786 m

Zu Aiguilles zählen die Ortsteile La Condamine, Peynin, Le Lombard und Les Eygliers.

Nachbargemeinden von Aiguilles sind Cervières im Norden, Abriès-Ristolas im Süden und im Südosten sowie Molines-en-Queyras im Südwesten und Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus gallorömischer Zeit lassen auf eine lange Geschichte des Ortes schließen. Die aus Holz gebauten Häuser waren sehr anfällig für Feuersbrünste. So wurden weite Teile des Dorfes 1746 und 1829 durch Brände verwüstet. Nach dem letzten Großbrand wanderten viele Bewohner nach Südamerika aus, insbesondere nach Argentinien, Kolumbien und Chile. Einige der dort zu Wohlstand gekommenen Familien kehrten zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Aiguilles zurück und errichteten prächtige Villen.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 205 195 207 271 297 354 377

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (Église Saint-Jean-Baptiste) aus dem 17. Jahrhundert, nach Brandschäden im 19. Jahrhundert rekonstruiert
  • Herz-Jesu-Kapelle (Chapelle du Sacré-Cœur) neben der Pfarrkirche, gehörte früher einer Büßer-Bruderschaft
  • Sonnenuhr mit der Aufschrift „Nihil sine sole“ (Nichts ohne Sonne)
  • zahlreiche Brunnen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweig in Aiguilles ist heute das Gastgewerbe. Für die Touristen stehen zahlreiche Hotels und Pensionen zur Verfügung. Die Hauptsaison ist der Winter, wenn die vier Skilifte südöstlich des Ortes in Betrieb und die fünf Pisten präpariert sind.

Von Gap an der A 51 erreicht man Aiguilles über das Durancetal und das Guiltal. Von Briançon aus führt die Zufahrt nach Aiguilles über den Col Agnel.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte auf www.aiguilles.com. Abgerufen am 30. März 2013 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aiguilles – Sammlung von Bildern