Alice Munro

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Alice Munro

Alice Munro (geborene Alice Ann Laidlaw; * 10. Juli 1931 in Wingham, Ontario, Kanada) ist eine kanadische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin, deren Werk mehr als 150 Kurzgeschichten umfasst.[1] Alice Munro hat die Struktur von Kurzgeschichten revolutioniert. Die Geschichten, die sich durch sprachlichen Feinschliff auszeichnen, beginnen oft an einer unerwarteten Stelle, anschließend wird die Erzählung chronologisch rückwärts oder vorwärts entwickelt.[2][3]

Mit ihren Erzählungen knüpft Munro an die angelsächsische Tradition der Short Story an und wird oft mit Anton Tschechow, dem russischen Meister dieser Form, verglichen. In Kanada und im englischsprachigen Raum ist Alice Munro eine Bestsellerautorin. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2009 mit dem Man Booker International Prize und 2013 mit dem Nobelpreis für Literatur.[4]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alice Munro wuchs als ältestes von drei Geschwistern auf einer Silberfuchsfarm in Wingham zwischen Toronto und Detroit im Süden der Provinz Ontario auf. Als sie zehn Jahre alt war, erkrankte ihre Mutter an einer seltenen Form der Parkinson-Krankheit. Zwischen 1949 und 1951 studierte Munro mit einem Stipendium Journalismus an der University of Western Ontario. Aus Geldmangel brach sie ihr Studium ab, heiratete James Munro und brachte zwischen 1953 und 1966 vier Töchter zur Welt. Die zweite Tochter starb kurz nach der Geburt. 1963 zogen Alice und James Munro nach Victoria auf Vancouver Island an der kanadischen Westküste und gründeten dort eine Buchhandlung, die heute noch existiert. 1972 trennte sich Munro von ihrem Ehemann und heiratete 1976 den Geographen Gerold Fremlin. Das Ehepaar zog auf eine Farm nahe Clinton in Ontario und später in ein Haus in Clinton. Fremlin starb dort im April 2013.[5] Munros älteste Tochter, Sheila Munro, publizierte 2002 ihre Kindheitserinnerungen in Lives of Mothers and Daughters: Growing Up With Alice Munro.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Munro hatte bereits im Teenageralter mit dem Schreiben begonnen. Als sie 20 Jahre alt und noch Studentin war, wurde ihre erste Short Story, The Dimensions of a Shadow (1950), veröffentlicht. Ihre erste Sammlung von Erzählungen, Dance of the Happy Shades (1968), von der Kritik begeistert gefeiert, wurde mit dem höchsten kanadischen Literaturpreis, dem Governor General’s Award for Fiction, ausgezeichnet.

1951 verkaufte Munro erstmals eine Kurzgeschichte an den einflussreichen Herausgeber und Publizisten Robert Weaver der staatlichen kanadischen Rundfunkgesellschaft CBC/Radio-Canada. Ab 1953 verkaufte sie Kurzgeschichten an die Zeitschriften Mayfair, Chatelaine und Canadian und an die literarischen Journals Queen's Quarterly und Tamarack Review. Im Laufe der Jahre kamen viele weitere hinzu. Ab den 1950er Jahren gab Munro Autorenlesungen bei CBC/Radio-Canada. Mit der Erzählung „Peace of Utrecht“ (1960) begann Munros Karriere als gefragte Autorin. 1968 publizierte Munro in Vancouver ihre erste Sammlung und ab 1969 wurden ihre Werke in maßgebliche kanadische Anthologien aufgenommen. Teilweise verfasste Munro nun selbst die Drehbücher für TV-Adaptationen der CBC/Radio-Canada. Ab 1972 begann Munro ihre Lehrtätigkeit an Hochschulen und war 1974/75 Writer-in-Residence an der University of Western Ontario. Ab 1977 erscheinen die meisten ihrer neuen Werke in The New Yorker, ab 1979 hat Munro mit dem Blatt ein First-reading Agreement. In den 1980er Jahren war Alice Munro weltweit unterwegs, zunächst in Brisbane in Australien. 1981 folgte China, wo sie zusammen mit sechs anderen kanadischen Schriftstellern bei der Chinese Writers' Association zu Gast war, anschließend die skandinavischen Länder. Schon vor 1990 wurde Munro für ihre Werke mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.[6]

Munro hat bisher 14 Bände mit Erzählungen, die mehr als 150 Short Stories enthalten, in englischer Sprache publiziert. Hinzu kommen zahlreiche Short Stories in Zeitschriften, die bisher in keiner Sammlung enthalten sind. Für ihr Gesamtwerk wurde Alice Munro als „Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte“ („master of the contemporary short story“) mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Der Preis ging zum ersten Mal nach Kanada und zum 13. Mal an eine Frau.[7]

Nach dem Erscheinen ihrer jüngsten Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel Dear Life (2012; deutsch: Liebes Leben) verkündete Alice Munro das Ende ihrer schriftstellerischen Tätigkeit. Ihrer eigenen Aussage zufolge wird es nach Dear Life keine weiteren Bücher von ihr mehr geben, da sie nicht mehr die Energie aufbringen könne, die das Schreiben erfordert. In dem im Juli 2013 in der New York Times publizierten Artikel „Alice Munro Puts Down Her Pen to Let the World In“ wird sie mit den Worten zitiert: „There will be no more books after Dear Life […] I don’t have the energy anymore […] it’s very hard, and you get very tired […] I feel a bit tired now – pleasantly tired“ […] I feel that I’ve done what I wanted to do, and that makes me feel fairly content.[8]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Munros Erzählungen sind realitätsnah, abgründig, unsentimental und haben häufig einen offenen Schluss. Marcela Valdes schreibt, dass Munros Charaktere packend sind, weil sie – wie echte Menschen – voller Ungereimtheiten seien, die Munro mit einer Technik darstelle, die an den Pointillismus erinnert: Eine glänzende Szene an die nächste setzen, ohne auf Chronologie Wert zu legen.[9] „Alice Munro ist als Erzählerin das, was man ‚sophisticated‘ nennt. Mag das Leben auch absurd erscheinen, bei ihr geschieht nichts ohne Hintersinn“, schreibt Gabriele Killert zu Beginn ihrer Rezension des jüngsten Bandes in deutscher Sprache, Zu viel Glück.[10] Munros gesamtes Schaffen zeichnet sich nach Ailsa Cox durch einen gewissen Widerstand gegen tröstliche Gewissheiten aus.[11] Leah Hager Cohen schreibt, man atme beim Lesen im Rhythmus anderer, man sehe die Blickwinkel anderer, als ob es die eigenen wären. Munros erzähltechnische Fähigkeit, im Leser Empathie zu wecken, sei nahezu unmerklich.[12] Alice Munro beschwöre die Lesekultur, indem diskrete Hinweise in Sachen Leiden und Hoffnung vor allem dann platziert würden, wenn ihre Figuren Bücher zur Hand nehmen, meint Michael Braun.[13] Thomas Steinfeld stellt fest, dass fast alle Protagonisten in Munros Short Stories Frauen sind und auch ansonsten kaum männliche Figuren vorkommen. Viele der Figuren leben in prekären Verhältnissen. In Szenen und Dialogen, die gewöhnlich erscheinen, wird das Unheimliche des alltäglichen Lebens in einer globalisierten Welt sichtbar.[14] Die paradoxe Natur von Erfahrung sei ein vertrautes Motiv bei Munro, was sich nicht selten anhand von uneindeutigen Anfängen und Schlüssen zeige, so Dennis Duffy.[15] Die politische Dimension ist implizit und liegt darin, dass menschliche Beziehungen genau ausgelotet werden, schreibt Christopher Schmidt und zitiert Verleger Jörg Bong vom S. Fischer Verlag dahingehend, dass Munro in ihrem Werk das Paradox verkörpere, auf ganz einfache Weise vom Allerkompliziertesten erzählen zu können. Jörg Bong attestiere dem Werk von Alice Munro Größe, Weisheit, Tiefe und Bescheidenheit von einer einzigartigen Aura.[16]

Munros Prosa zeige eine enorme Spannbreite, denn sie sei einerseits den Figuren ganz nah und gleichzeitig ungeheuer weit weg, oben. Elmar Krekeler vermutet in seiner Rezension des vierzehnten und jüngsten Bandes Liebes Leben (2012) für Berliner Morgenpost, dass der starke Sog, mit dem man in die Geschichten hineingezogen werde, aus dieser Spannbreite herrührt. Man stecke nach dem ersten Satz fest „wie die Fliege an der Klebefolie“. Die beschriebene fiktive Welt von Munro fühle sich so glaubwürdig und zwangsläufig an „wie kaum eine andere literarische Welt“.[17]

Der kanadische Literaturwissenschaftler Tim McIntyre schreibt, in Munros Werken würden genaue Beschreibungen auf kunstvolle Weise kombiniert mit einer grundlegenden Skepsis gegenüber Sprache und Repräsentation. Durch Bewegungen zwischen Getrenntsein, Zusammengehören und erneutem Getrenntsein entstehe ein Gefühl des Lebendigen, ein Gefühl von Anwesenheit. Es werde ein kathartischer Effekt herbeigeführt, allerdings ohne dass die Erzählungen ein tröstendes Ende hätten. Zu dieser Einschätzung kommt McIntyre einführend in seiner Analyse der Kurzgeschichte „Die Jupitermonde“, einem derjenigen Werke, mit denen Alice Munro um 1980 herum ihren internationalen Durchbruch erzielte.[18]

In seinem Review des Bandes Runaway, für The New York Times im November 2004 stellt Jonathan Franzen fest, dass Munros Short Stories noch schwieriger zusammenzufassen sind als die anderer Autoren. Dennoch probiert er es aus, und zwar am Beispiel von „The Bear Came Over the Mountain“, einem Werk von 1999 bzw. 2001, das vor allem durch die Verfilmung von Sarah Polley weithin bekannt geworden ist, aus dem Band Himmel und Hölle. Franzen gibt zunächst eine Zusammenfassung, wie sie nahezu überall zu lesen ist, und nachdem der die nächsttiefere Schicht des Werks beschrieben hat, erklärt er, dass er für die dritte Ebene eigentlich nur noch zitieren wolle, um der Komplexität des Werks gerecht werden zu können.[19]

Als erstes Werk in ihren Büchern wähle Munro oft eine Rahmenerzählung, in der auf zwei ihrer Hauptthemen fokussiert werde, nämlich auf die Tätigkeit des Lesens und Schreibens und auf die Bedeutung des Geschichtenerzählens, bemerkt Robert Lecker. Zu Beginn seines Beitrags über die Erzählung „Carried Away“ heißt es, hier gehe es um Lesen und Schreiben als historisch konditionierte Handlungen. In dieser Erzählung werde thematisiert, dass Lesen und Schreiben Leute darin beeinflusse wie sie sich selbst im Verhältnis zu ihrer sozialen Umgebung und zur eigenen Gegenwart definieren.[20]

„Alice never wants to be very obvious about the endings of her stories“, stellen Ann Close und Lisa Dickler Awano beim VQR Symposium 2006 über Munros Werk fest und berichten einige Details darüber, wie Munro ihre Erzählungen überarbeitet hat. Im Band Runaway (2004) etwa hätte sie am meisten an den Schlüssen von „Silence“, „Powers“ und „Tricks“ gearbeitet, und allein von „Powers“ habe Munro acht Fassungen erstellt. Auf die Frage, ob sie die Druckfahnen des Bandes nochmals lesen wolle, habe Munro gesagt: „No, because I’ll rewrite the stories.“[21][22] Als Beispiel dafür, wie Munro beim Überarbeiten Formulierungen knapper macht, ist eine Stelle aus ihrem Werk „White Dump“ geeignet, wo es am Beginn des dritten Absatzes in der Zeitschriftenversion von 1986 heißt: „On the morning of Laurence's birthday Isabel drove into Aubreyville in the morning to get the cake.“ In der Buchversion desselben Jahres wurde daraus: „Isabel drove into Aubreyville in the morning to get the birthday cake.“[23] Ein weiteres Beispiel findet sich in Munros Erzählung „Post and Beam“, Abschnitt 2; hier die Zeitschriftenversion von 2000 in eckigen, die Buchversion von 2001 kursiv markiert: „In front of them was a deep ditch called Dye Creek because [the water that ran in it was] it used to run water coloured by the dye from the knitting factory.“[24]

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Munros Sammlung Hateship, Friendship, Courtship, Loveship, Marriage (2001) bildet die Hintergrundinspiration für Pedro Almodóvars Film Los abrazos rotos (2011) und die Protagonistin seines Films La piel que habito (2011) liest Munros Sammlung Runaway (2004).[25]

In der Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Anfang der 1970er Jahre gibt es Forschungsliteratur zu ihren Werken.[26] 2003/2004 brachte die Fachzeitschrift Open Letter. Canadian quarterly review of writing and sources eine Ausgabe mit 14 Beiträgen zu Munros Werk, das Journal of the Short Story in English (JSSE)/Les cahiers de la nouvelle widmete im Herbst 2010 den Short Stories von Alice Munro ein Special issue und im Mai 2012 publizierte die wissenschaftliche Zeitschrift Narrative fünf Analyse-Beiträge zu einem einzigen Werk von Munro, nämlich zu der Kurzgeschichte „Passion“ (2004).

Am häufigsten publizierte Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Munros wichtigsten Werken vor 2003 können diejenigen gezählt werden, die später zweimal und öfter in englischsprachige Sammlungen der Autorin aufgenommen worden sind:[27]

Für die Wirkung sind auch Werke wichtig, die auf Englisch kostenfrei online lesbar gemacht worden sind.[28] Manchmal wird die Zugänglichkeit allerdings schon nach kurzer Zeit wieder eingeschränkt – wie dies am Beispiel der Story „Voices“ (2012) zu sehen war, die beim Telegraph inzwischen nicht mehr kostenlos online ist.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1968 und 2012 veröffentlichte Alice Munro 14 Sammlungen von Kurzgeschichten.[47]

Zusätzlich wurden mindestens diese fünf Sammelbände publiziert:

Auf Deutsch gibt es darüber hinaus

Verfilmungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Isla Duncan, Alice Munro's Narrative Art, Palgrave Macmillan, New York 2011. ISBN 978-0-230-33857-9, ebook ISBN 978-1-137-00068-2
  • Großmeisterin der Short Story. Alice Munro. Erzählerin aus Kanada, Titelthema von Literaturen: die Zeitschrift für Leser, Band 12, Heft 4, 2011, S. 26–43. Mit Beiträgen von Margaret Atwood, Ingo Schulze und Frauke Meyer-Gosau. Darin u. a.: Ingo Schulze, Frauke Meyer-Gosau, Fast ein Gefühl von Vollendung. Ein Gespräch mit Ingo Schulze über Weltliteratur und Welterfolg, Revolution und Konvention und die Besonderheit der Erzählungen von Alice Munro, S. 41–43.
  • Robert Thacker: Alice Munro: writing her lives; a biography. Emblem, McClelland & Stewart, Toronto, Ont. 2011, ISBN 978-0-7710-8510-9
  • Cathy Moulder (Hrsg.): Alice Munro. An annotated bibliography of works and criticism compiled by Carol Mazur. Scarecrow Press, Lanham, Md. 2007, ISBN 978-0-8108-5924-1
  • Coral Ann Howells: Alice Munro. Manchester University Press, Manchester u. a. 2007, ISBN 978-0-7190-4559-2
  • Judith Maclean Miller, Deconstructing Silence: The Mystery of Alice Munro, in: Antigonish Review 129 (Spring 2002), 43–52. (Studie zu intertextuellen Bezügen zwischen Munros drei Stories „Walker Brothers Cowboy“ (1968), „Something I've Been Meaning To Tell You“ (1974) und „Save the Reaper“ (1998).)
  • JoAnn McCaig, Reading In. Alice Munro's archives, Wilfrid Laurier University Press, Waterloo, Ontario 2002, XVII, 193 S., ISBN 0-88920-336-9 Table of Contents (Hierbei handelt es sich um eine soziologisch ausgerichtete Werkstudie, die mit Pierre Bourdieus Habitusbegriff nachzeichnet, wie Munro auf das Genre der Kurzgeschichte gesetzt hat, um erfolgreich zu werden.)
  • The rest of the story. Critical essays on Alice Munro. Edited by Robert Thacker, ECW Press, Toronto, 1999, ISBN 1-55022-392-5
  • Louis K. MacKendrick, Some other reality: Alice Munro's Something I've been meaning to tell you. ECW Press, Toronto 1993, ISBN 1-55022-129-9
  • Walter Rintoul Martin: Alice Munro: paradox and parallel. Univ. of Alberta Pr., Edmonton, Alberta 1987

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alice Munro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liste von Alice Munros Short Stories in der englischsprachigen Wikipedia
  2. Julie Bosmans: Alice Munro Wins Nobel Prize in Literature. In: The New York Times. 10. Oktober 2013
  3. Im Frühjahr 2013 formuliert Lisa Dickler Awano es so: „Her continual innovation in short-story structure has expanded our understanding of what the form can achieve.“ An Interview With Alice Munro, Lisa Dickler Awano, Virginia Quarterly Review, Spring 2013.
  4. Nobelprize.org: The Nobel Prize in Literature 2013, abgerufen am 10. Oktober 2013.
  5. Gerald Fremlin (obituary). In: Clinton News-Record. April 2013, abgerufen am 11. Oktober 2013
  6. Louis K. MacKendrick, Chronology, in: Some other reality: Alice Munro's Something I've been meaning to tell you. ECW Press, Toronto 1993. ISBN 1-55022-129-9, S. 9–11.
  7. Kanadische Schriftstellerin Alice Munro erhält Literaturnobelpreis. Großes Drama aus engen Verhältnissen. In: Süddeutsche Zeitung. 10. Oktober 2013, abgerufen am 11. Oktober 2013.
  8. Vgl. Reingard M. Nischik: Alice Munro: Nobelpreisgekrönte Meisterin der Short Story aus Kanada. In: Zeitschrift für Anglistik und Amerikanistik, Band 62, Heft 4, November 2014, S. 359-377, hier S. 364.
  9. Marcela Valdes: Some Stories Have to Be Told by Me: A Literary History of Alice Munro. In: The Virginia Quarterly Review. VQR Symposium on Alice Munro. Summer 2006, S. 82–90.
  10. Gabriele Killert: Erzählungen über Menschen im Ausnahmezustand. Alice Munro: "Zu viel Glück", Fischer Verlag, Frankfurt, dradio.de, 2. November 2011, zuletzt abgerufen am 14. November 2013.
  11. Ailsa Cox, „›Age could be her Ally‹: Late Style in Alice Munro's To Much Happiness“, in: Alice Munro, herausgegeben von Charles E. May, Salem Press, Ipswich, Massachusetts 2013, ISBN 978-1-4298-3722-4 (hardcover), ISBN 978-1-4298-3770-5 (ebook) Inhaltsverzeichnis, S. 276–290, S. 277.
  12. Leah Hager Cohen, Alice Munro’s Object Lessons, nytimes.com, 27. November 2009, zuletzt abgerufen am 14. November 2013.
  13. Michael Braun, "Zu viel Glück". Alice Munro erhält den Literaturnobelpreis 2013, kas.de, 10. Oktober 2013.
  14. Thomas Steinfeld: Wie erstaunlich, wie schrecklich. Warum das Gewöhnliche auch immer das Unheimliche ist und wie dabei gute Geschichten entstehen: Die Kanadierin Alice Munro erhält den Nobelpreis für Literatur. In: Süddeutsche Zeitung. 11. Oktober 2013, S. 11.
  15. Dennis Duffy, "A Dark Sort of Mirror": "The Love of a Good Woman" as Pauline Poetic, In: The rest of the story. Critical essays on Alice Munro. Edited by Robert Thacker, ECW Press, Toronto, 1999, ISBN 1-55022-392-5, S 169–190.
  16. Christopher Schmidt: Vom Kompliziertesten ganz einfach erzählen. Die deutschen Verleger der Nobelpreisträgerin Alice Munro hoffen auf eine Aufwertung der Short Story. In: Süddeutsche Zeitung. 11. Oktober 2013, S. 14.
  17. Elmar Krekeler, Flaschenpost für Therapeuten. In ihrem neuen Buch "Liebes Leben" erzählt Alice Munro Lebensgeschichten, Berliner Morgenpost, 13. Dezember 2013, Nr. 340, S. 31.
  18. Tim McIntyre, “The Way the Stars Really Do Come Out at Night”. The Trick of Representation in Alice Munro's “The Moons of Jupiter”, in: Canadian Literature 200 / Spring 2009, pp. 73–88.
  19. Jonathan Franzen: 'Runaway': Alice's Wonderland , nytimes.com, 14. November 2004.
  20. Robert Lecker, Machines, Readers, Gardens: Alice Munro's Carried Away, in: The Rest of the Story: Critical Essays on Alice Munro, edited by Robert Thacker, Toronto, ECW; 1999, S. 103–127.
  21. An Appreciation of Alice Munro, by Ann Close and Lisa Dickler Awano, Compiler and Editor. In: The Virginia Quarterly Review. VQR Symposium on Alice Munro. Summer 2006, S. 102–105.
  22. Zu Versionsunterschieden nach Abschnitten sind mindestens die folgenden Erzählungen nennenswert: „Home“ (1974/2006), „Save the Reaper“ (1998/1998), „The Bear Came Over the Mountain“ (1999/2001), „Passion“ (2004/2004), und „Wenlock Edge“ (2005/2009).
  23. „White Dump“ ist auf Deutsch mit dem Titel „Weißer Abfall“ erschienen, in Munros Kurzgeschichtensammlung Der Mond über der Eisbahn (1989), siehe auch Liste der Kurzgeschichten von Alice Munro
  24. „Post and Beam“ ist auf Deutsch mit dem Titel „Pfosten und Bohlen“ in Munros Kurzgeschichtensammlung Himmel und Hölle (2004) erschienen.
  25. Pilar Somacarrera: A Spanish Passion for the Canadian Short Story: Reader Responses to Alice Munro’s Fiction in Web 2.0 Open Access, in: Made in Canada, Read in Spain: Essays on the Translation and Circulation of English-Canadian Literature Open Access , edited by Pilar Somacarrera, de Gruyter, Berlin 2013, S. 129–144, S. 143, ISBN 9788376560175
  26. Die früheste verzeichnete Dissertation zu Munros Werk ist von 1972. Siehe J.R. (Tim) Struthers, Some Highly Subversive Activities: A Brief Polemic and a Checklist of Works on Alice Munro, in: Studies in Canadian Literature / Études en littérature canadienne (SCL/ÉLC), Volume 06, Number 1 (1981).
  27. Siehe dazu List of short stories by Alice Munro in der englischsprachigen Wikipedia
  28. Etwa Read 18 Short Stories From Nobel Prize-Winning Writer Alice Munro Free Online, October 10th, 2013, openculture.com. (In dieser Quelle sind noch zwei Storys angegeben, bei denen eine Gratis-Registrierung erforderlich ist; sie sind hier weggelassen.)
  29. „Boys and Girls“ (1968)
  30. „Queenie“ (1998) Die Buchversion hat einen neuen Schluss.
  31. „The Bear Came Over the Mountain“ (1999, auch wenn „2013“ angegeben ist), eine weniger ausgearbeitete Version im Vergleich zur Sammlung von 2001
  32. „Runaway“ (2003)
  33. „Passion“ (2004)
  34. „The View from Castle Rock“ (2005)
  35. „Wenlock Edge“ (2005)
  36. "Home" (2006)
  37. „Dimension“ (2006)
  38. „Face“ (2008)
  39. „Free Radicals“ (2008)
  40. „Deep Holes“ (2008)
  41. „Wood“ (1980? / 2009?)
  42. „Corrie“ (2010)
  43. „Dear Life“ (2011)
  44. „Gravel“ (2011)
  45. „Train“ (2012)
  46. „Amundsen“ (2012)
  47. Siehe die Auflistung aller Kurzgeschichten List of short stories by Alice Munro in der englischsprachigen Wikipedia.
  48. Es muss nicht immer Rattengift sein - Frühe Erzählungen der kanadischen Meisterin Alice Munro. Rezension, in: nzz.ch, 22. Mai 2012, abgerufen am 9. Juni 2012.
  49. 1980 gelangte dieser Band unter dem Titel The Beggar Maid. Stories of Flo & Rose auf die Shortlist für den Booker Prize for Fiction; eine große Ausnahme, weil es sich nicht um einen Roman, sondern um Short Stories handelte.
  50. Manuela Reichart: Kanadische Erzählungen: „Die Jupitermonde“ von Alice Munro. Mit Haut und Haaren, Rezension, in: zeit.de, 14. August 1987.
  51. Gabriele Killert: Erzählungen über Menschen im Ausnahmezustand, Rezension, in: dradio.de, 2. November 2011.
  52. Alan Cheuse, Dear Life, in: npr.org, 19. November 2012, abgerufen 20. November 2012.
  53. Unter anderem mit den vier Erzählungen aus Finale, laut karl-heinz.lampert, „Augenblicke, die alles verändern“, in: Darmstädter Echo, 11. Dezember 2013.