Amlikon-Bissegg

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Amlikon-Bissegg
Wappen von Amlikon-Bissegg
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau (TG)
Bezirk: Weinfelden
BFS-Nr.: 4881i1f3f4
Postleitzahl: 8514
UN/LOCODE: CH BEG (Bissegg)
Koordinaten: 721253 / 269684Koordinaten: 47° 34′ 0″ N, 9° 3′ 0″ O; CH1903: 721253 / 269684
Höhe: 422 m ü. M.
Höhenbereich: 406–661 m ü. M.
Fläche: 14,46 km²
Einwohner: 1346 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 93 Einw. pro km²
Website: www.amlikon-bissegg.ch
Lage der Gemeinde
Untersee (Bodensee)Bommer WeierEmerzer WeierBiessenhofer WeierHauptwiler WeierHoorbacher WeierRüütiweierHorberweierBodenseeKanton St. GallenKanton St. GallenBezirk ArbonBezirk FrauenfeldBezirk KreuzlingenBezirk MünchwilenAffeltrangenAmlikon-BisseggBerg TGBirwinkenBischofszellBürglen TGBussnangErlen TGHauptwil-GottshausHohentannenKradolf-SchönenbergMärstettenSchönholzerswilenSulgen TGWeinfeldenWigoltingenWuppenauZihlschlacht-SitterdorfKarte von Amlikon-Bissegg
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Amlikon-Bissegg ist eine politische Gemeinde und eine Ortschaft[3] im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz. Die Gemeinde entstand 1995 im Zuge der Thurgauer Gemeindereorganisation durch den Zusammenschluss der Munizipalgemeinde Amlikon mit den Ortsgemeinden Amlikon, Bissegg, Griesenberg und Strohwilen.[4]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amlikon und hinten der Ottenberg auf einer Luftaufnahme von 1954

Die Gemeinde Amlikon-Bissegg besteht aus dem Pfarrdorf Leutmerken, elf weiteren Ortschaften (Amlikon, Bänikon, Bissegg-Junkholz, Fimmelsberg, Griesenberg, Holzhäusern, Hueb-Vogelsang, Hünikon, Maltbach, Strohwilen und Wolfikon), Weilern (z. B. Tümpfel, Eutenberg, Kreuz, Hofen) und Einzelgehöften (z. B. Holzhof, Neuhof, Ziegelhütte, Altenburg).

Die ländlich geprägte Gemeinde liegt am östlichen Ausläufer des Wellenbergs und südlich der Thur, nur etwa 5 % liegen auf der gegenüberliegenden Flussseite. Die Landschaft ist im Norden geprägt von der alluvialen Thurebene, die teilweise für den Kies­abbau genutzt wird. Der südlichere Teil liegt in einer hügeligen Moränen­landschaft mit typischen Drumlins, z. B. im Umfeld der Bissegg, in der ebenfalls Kies und auch Lehm abgebaut wird. Einige tief in die Grundmoräne, insbesondere östlich der Kantonsstrasse MärstettenWil, und das Molassegestein ungefähr westlich der Kantonsstrasse eingeschnittene Bachläufe entwässern das Gemeindegebiet nach Norden zur Thur hin. Das Griesenbergtobel ist das tiefste Tal des Kantons. Über ein Dutzend Weiher und Teiche finden sich an verschiedenen Bächen. In der Gemeinde Amlikon-Bissegg liegt der Mittelpunkt des Kantons Thurgau auf der Rossweid zwischen Bissegg und Hünikon.

Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt an der Thur beim Zollhaus mit 414 m ü. M., während der Dreigemeindestein Amlikon-Bissegg/Hüttlingen/Thundorf in der Nähe von Märwilen der höchste Punkt auf 642 m ü. M. ist.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ siehe Abschnitte Geschichte in den Artikeln Amlikon, Bissegg, Griesenberg, Leutmerken und Strohwilen

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Griesen­berg
Stroh­wilen
Amlikon-Bissegg

Blasonierung: Schräg geteilt von Gelb mit schwarzem Bären­kopf und von Blau mit gelbem Schiff, pfahlweise überdeckt von zwei gelben Rudern, alles überdeckt von rot-weiss geteiltem Schrägbalken.[6]

Das Schiff erinnert an die frühere Thurfähre in Amlikon, der Bären­kopf an die früheren Beziehungen des Gebiets um Bissegg zum Kloster St. Gallen. Die Farben Gelb und Blau gehen auf das Wappen der Herren von Griesenberg zurück, die Farben Weiss und Rot auf die Abtei Reichenau, die im Gebiet von Strohwilen Lehen vergab.[6]

Das Wappen von Amlikon-Bissegg entstand durch Kombination von Elementen aus den Wappen der ehemaligen Ortsgemeinden Amlikon und Bissegg, die der neuen Gemeinde den Namen gaben. Griesenberg und Strohwilen sind durch ihre Farben vertreten.[7] 2003 bewilligte Gemeindeversammlung das neue Wappen.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Amlikon-Bissegg[8]
Bevölkerungsentwicklung der Munizipal- und Einheitsgemeinde[8]
1850 1900 1960 1970 1990 2000 2010 2018
Gemeinde Amlikon-Bissegg 1199 1259 1341
Munizipalgemeinde Amlikon 1181 1097 1033 990 963
Gemeindeverwaltung Amlikon-Bissegg

Von den insgesamt 1341 Einwohnern der Gemeinde Amlikon-Bissegg im Jahr 2018 waren 137 bzw. 10,2 % ausländische Staatsbürger. 578 (43,1 %) waren evangelisch-reformiert und 323 (24,1 %) römisch-katholisch.[3]

Die Ortschaft Amlikon-Bissegg zählte im selben Jahr 1443 Einwohner. Davon gehörten 102 (u. a. Maltbach) zur Gemeinde Affeltrangen.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amlikon ist 3 Kilometer von Märstetten entfernt, das über eine Ausfahrt des Autobahnzubringers T14 und einen Bahnhof an der Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn verfügt. Die Gemeinde stelbst wird von der Postauto­linie FrauenfeldThundorf TGWeinfelden erschlossen.[5] Zudem wird seit 1963 im Thurvorland der Flugplatz Amlikon betrieben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 bot Amlikon-Bissegg 376 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 27,6 % in der Land- und Forstwirtschaft, 33,0 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 39,4 % im Dienstleistungssektor tätig.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amlikon verfügt über einen Dorfplatz mit malerischen Fachwerkbauten. Griesenberg und der Weiler Leutmerken sind im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

→ Siehe auch Abschnitte Sehenswürdigkeiten in den Artikeln Amlikon, Bissegg, Griesenberg und Leutmerken
→ siehe auch Liste der Kulturgüter in Amlikon-Bissegg

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ siehe Abschnitte Persönlichkeiten in den Artikeln Bissegg und Griesenberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Amlikon-Bissegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. a b Thurgau in Zahlen 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF-Datei; 1,8 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  3. a b c Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabelle; 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  4. HLS: Amlikon-Bissegg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  5. a b Zahlen/Fakten. Auf der Webseite der Gemeinde Amlikon-Bissegg, abgerufen am 29. November 2019
  6. a b c Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
  7. Gemeindefusion im Kanton Thurgau: Amlikon-Bissegg. Auf der Webseite der Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen, abgerufen am 20. Dezember 2019
  8. a b Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden. Kanton Thurgau, 1850–2000 und Wohnbevölkerung der Gemeinden und Vorjahresveränderung. Kanton Thurgau, 1990–2018. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabellen; jeweils 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.