Andreas Bick

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Andreas Bick (* 1964 in Marl, Niedersachsen) ist ein deutscher Komponist, Klangkünstler und Hörspielmacher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Bick ist Autodidakt. 1983 zog er nach West-Berlin, spielte in mehreren Bands, arbeitete als Tontechniker und führte ein akustisches Tagebuch, indem er: „Aufnahmen von allem machte, was mir in die Quere kam. Beim Anhören meiner Aufnahmen konnte ich Bilder zurückrufen und Gefühle mit einer Tiefenschärfe wiedererwecken, wie es mir mit Fotografien nicht möglich war“, schrieb er in einem Gastbeitrag für Die Zeit[1]. Zwischen 1992 und 1996 baute er als Musikpädagoge das Modellprojekt Hip-Hop-Mobil auf.

Seit 1996 ist Andreas Bick als Filmkomponist tätig. Er schrieb unter anderem die Titelmusik Für die ZDF-Fernsehreihe Sperling. Die erste Folge Sperling und das Loch in der Wand unter der Regie von Dominik Graf mit Teilen seiner Filmmusik wurde 1997 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Die Jugendserie Berlin, Berlin erhielt 2004 mehrere Auszeichnungen wie den International Emmy Award und den Deutschen Fernsehpreis. Die Fernsehserien Zwei Engel für Amor und Die Familienanwältin wurden für den Adolf-Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

Daneben realisiert er Klangkompositionen und Hörspielmusiken für verschiedene Radiosender. Seine Klangkompositionen wurden mit dem Prix Ars Acustica, dem Karl-Sczuka-Förderpreis, dem Prix Phonurgia Nova und einer Silver World Medal bei den New York Festivals Awards ausgezeichnet.

Hörspiele, für die Andreas Bick die Musik schrieb, erhielten den Deutschen Hörbuchpreis und die Auszeichnung Hörspiel des Monats. Als Hörspielregisseur und -produzent realisierte er eine Bearbeitung von Roland BarthesFragmente einer Sprache der Liebe. Für sein Radio-Feature </Pasted> Wir sind die Zukunft der Musik wurde ein eigener Webplayer entwickelt. Für Tanzchoreografien von Ismael Ivo im Rahmen der Tanzbiennale Venedig und dem Paestum Festival komponierte Bick die szenische Musik.

Andreas Bick bloggt unter dem Titel Silent Listening über Medienthemen und akustische Phänomene. 2013 war er Mitglied der Nominierungsjury des Deutschen Hörbuchpreises.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmmusiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele und Radiokunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000 Sono Taxis (WDR)
  • 2000 Tagesringe (DLR)
  • 2000 Dripping (WDR)
  • 2001 Windscapes (DLR)
  • 2002 Der Klang der Haut (WDR)
  • 2006/2007 Fire Pattern, Frost Pattern (DLR)
  • 2009 Chronostasis (WDR)
  • 2009 Phonemenon (WDR)
  • 2010 A Pot Calling The Kettle Black für die Website Silence Radio
  • 2010 Fragmente einer Sprache der Liebe nach dem gleichnamigen Buch von Roland Barthes (WDR)
  • 2012 Pasted! Wir sind die Zukunft der Musik (DLR)
  • 2014 Bay Area Disrupted Feature und Multimedia-Reportage (WDR)

Hörspielmusiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Bick: „Ich lausche der Natur“ (Zeit online, 24. Juli 2006)