Anetta Kahane

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anetta Kahane, 2016

Anetta Kahane (* 25. Juli 1954 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Journalistin und Menschenrechtsaktivistin. Sie ist die Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

Jugend

Anetta Kahanes Eltern waren der Journalist Max Kahane und die Künstlerin Doris Kahane. Beide waren Juden, übten jedoch die jüdische Religion nicht aus. Sie flohen 1933 vor dem nationalsozialistischen Regime aus Deutschland. Ab 1938 kämpfte ihr Vater als Kommunist im spanischen Bürgerkrieg für die Zweite Spanische Republik, überlebte ein Internierungslager des Vichy-Regimes, wo er seine spätere Frau kennenlernte, und beteiligte sich dann wie sie an der französischen Résistance.[1] Nach Kriegsende heirateten sie und kehrten nach Deutschland zurück, um am Aufbau der DDR mitzuwirken.

Anetta Kahane wurde als jüngstes von drei Kindern in Ost-Berlin geboren[2] und wuchs in Berlin-Pankow auf.[3] Einer ihrer Brüder ist der Filmregisseur Peter Kahane. 1957 wurde ihr Vater der erste Auslandskorrespondent der DDR in Indien. Darum zog die Familie für drei Jahre nach Neu-Delhi. Kahanes Brüder kamen 1958 in ein DDR-Internat. In ihrer Autobiographie schildert sie, dass sie eine indische Nursery School besuchte, Hindi erlernte, große Armut und Kinderhandel erlebte und selbst knapp einer Kindesentführung entging. 1961 wurde sie eingeschult und kam zu den Jungen Pionieren. Bei einem Heimaufenthalt in Thüringen habe sie die Verachtung der Erzieher für ein schwarzes Kind kennengelernt.[4]

1963 wurde ihr Vater Auslandskorrespondent für die DDR-Zeitung Neues Deutschland in Brasilien. Die Familie wohnte neun Monate in einem eigenen Haus in Rio de Janeiro. Dort lernte Anetta Kahane von einem brasilianischen Hausmädchen portugiesisch und besuchte die provisorische Schule einer DDR-Handelsvertretung. Sie sei wegen der privilegierten Unterbringung ihrer Familie isoliert geblieben. Brasilien sei im Unterricht nicht vorgekommen; die DDR-Gäste hätten die Brasilianer oft herabgesetzt. Sie freundete sich mit der Schriftstellerin Anna Seghers an, als diese ihre Eltern besuchte. Nach einem Zwischenaufenthalt in der DDR konnte die Familie im Frühjahr 1964 nicht wieder nach Brasilien einreisen, weil dessen linksgerichteter Präsident João Goulart durch einen Militärputsch gestürzt worden war.[5]

Ihrer Autobiografie zufolge erlebte Kahane die ideologischen Vorgaben der DDR-Schule im Widerspruch zu ihrer persönlichen Erfahrung. Antisemitismus sei tabuisiert oder aus ökonomischen Ursachen erklärt worden, die der Staatssozialismus angeblich überwunden habe. Ihre Eltern seien als „Verfolgte des Naziregimes“ (VdN) eingestuft und privilegiert worden, ohne den Grund ihrer Verfolgung, ihr Judesein, auszusprechen und zu erklären. Jüdische Opfer des Faschismus seien geringer bewertet worden als Kämpfer gegen den Faschismus. Das Judentum sei zu einer bedeutungslosen Religionspraxis neben anderen abgewertet worden. Entgegen der offiziellen Linie des Antifaschismus, die sich auf Erfahrungen der Verfolgten zu stützen schien, habe die Einstufung als „VdN“ sie von nichtjüdischen Familien getrennt und eine unausgesprochene Fremdheit zur übrigen Gesellschaft ausgedrückt. Zwar hätten ihre Eltern keine ideologischen Verbote gekannt, aber nicht über ihre Gefühle gegenüber ihren Verfolgern und Mördern gesprochen. Diese Gefühle und indirekte Hinweise darauf habe sie als Kind dennoch wahrgenommen und in Albträumen verarbeitet.[6]

Über diese Erfahrung einer unausgesprochenen Fremdheit in der DDR habe sie zum jüdischen Glauben gefunden.[7] 2004 erklärte sie: „Der zentrale Gedanke des Judentums ist, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen – ohne zu missionieren. Meine Schwierigkeit war und ist es, einen Ort im Täterland zu finden. […] Gerechtigkeit ist das oberste Gebot im Judentum. Sobald ich aktiv werden konnte – mit der Wende –, habe ich das gemacht. Und ich werde es weiter tun.“[3] Über die DDR sagte sie 2010: „Alles Jüdische, einschließlich der Judenfeindschaft, war dort ein Tabu […] Man hat das Thema quasi unsichtbar gemacht. Und damit den Bürgern die Möglichkeit genommen, sich mit Juden auseinanderzusetzen. Der Antisemitismus, den es in der DDR auf jeden Fall gab, war sehr subtil und trat vorrangig durch politische, kulturelle und israelfeindliche Stereotype zutage.“[8]

Ausbildung und Berufstätigkeit bis 1990

1973 machte Kahane Abitur. Sie begann anschließend ein Volontariat in der Lateinamerika-Redaktion des Senders Radio Berlin International, bei dem auch ihre Freundin Dominique arbeitete, die kurz danach bei dem Versuch, in den Westen zu fliehen, verhaftet wurde.[9] Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR verhörte Kahane als mögliche Mitwisserin der Flucht. Dabei willigte sie in den Vorschlag ein, Informationen über westliche Ausländer in Ostberlin zu sammeln.[10] Ab Herbst 1974 studierte sie Lateinamerikanistik an der Universität Rostock. Von 1974 bis 1982 führte das MfS sie als IM Victoria. Sie sollte laut Akten vor allem das DDR-Bild westlicher Diplomaten in Ostberlin erkunden und dazu Kontakte zu ihnen knüpfen. Dabei beobachtete das MfS sie ohne ihr Wissen, weil es mit Anwerbeversuchen westlicher Geheimdienste rechnete. Zwar blieben diese aus, aber man hielt Kahane für unzuverlässig und verbot ihr jahrelang weitere Auslandsaufenthalte.[11] Nach Angaben ihres Führungsoffiziers soll sie „Personen belastet“ haben; ob den Betroffenen daraus Schaden entstand, zeigen die MfS-Akten nicht.[12] Sie soll Dutzende Personen aus ihrem Umfeld bespitzelt haben, darunter Künstler, einen ZDF-Reporter, Westberliner Studenten und in der DDR lebende Ausländer.[13]

Nach dem Diplomabschluss arbeitete Kahane als Portugiesischlehrerin an der Humboldt-Universität zu Berlin, dann als freie Literaturübersetzerin.[14] 1979 durfte sie als Übersetzerin nach São Tomé und Príncipe (Westafrika) reisen, 1982 nach Mosambik. Bei diesen Reisen erlebte sie die vorgebliche „sozialistische Bruderhilfe“ als rassistischen und paternalistischen Umgang der DDR-Vertreter mit der Bevölkerung. Darin erkannte sie das Versagen und die Verlogenheit des staatlich verordneten Antifaschismus. So wurde sie zur Gegnerin der DDR und beschloss, die IM-Tätigkeit aufzukündigen. Nach ihrer Rückkehr in die DDR brach sie die Zusammenarbeit mit dem MfS ab.[15] Sie wurde von der Reisekaderliste gestrichen, verlor ihre Anstellung an der Universität und erhielt nur noch eingeschränkt Übersetzungsaufträge.[11] 1986 stellte sie einen Ausreiseantrag,[16] der nicht bewilligt wurde.[15] Der Antrag bewirkte nach ihren Angaben jedoch erhebliche Konflikte mit ihren Eltern und berufliche Nachteile für ihren Freund: Die SED habe ihn ausgeschlossen, ihm seinen Forschungsauftrag entzogen und seine Entlassung betrieben.[17]

In der Folgezeit arbeitete sie als freiberufliche Übersetzerin.[18] Während sie und manche ihrer Freunde Ausländerhass und Angriffe von Neonazis erlebten, bestritten ihre Eltern und Bekannten diese Vorfälle: So etwas gebe es in der DDR nicht. Erst in der aufkommenden Bürgerrechtsbewegung konnte sie sich öffentlich für Ausländer und Minderheiten einsetzen. Aus einem Beratungsangebot Kahanes im Sommer 1989 entstand ein runder Tisch für Ausländerfragen. Während der politischen Wende arbeitete Kahane in der einzigen frei gewählten letzten Volkskammer bis zum Ende der DDR an neuen Gesetzen und Verordnungen mit. Danach wurde sie die erste und zugleich letzte Ausländerbeauftragte für den Magistrat von Ost-Berlin.[15]

In ihrer Autobiografie von 2004 berichtete sie ausführlich über ihre Stasitätigkeit und ihren Bruch mit der DDR. Deren „Systemfehler“ eines verordneten Antifaschismus habe die DDR „genuin unfähig“ gemacht, dortigen Rechtsextremismus und Rassismus zu bekämpfen. Dazu brauche es „eine vielfältige, demokratische, lebendige Gesellschaft“, die Diskussion und Auseinandersetzung ermöglicht.[16]

Tätigkeiten seit 1991

1991 gründete Kahane die Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA e.V.), die vor allem verschiedene interkulturelle Projekte in Schulen und deren Umfeld unterstützte und trug. Im gleichen Jahr erhielt sie mit anderen die Theodor-Heuss-Medaille stellvertretend für „die friedlichen Demonstranten des Herbstes 1989 in der damaligen DDR“.[19] Seit 1997 ist sie Mitglied im Kuratorium der Theodor-Heuss-Stiftung.

Kahane und Bernd Wagner vertraten seit 1990, Rechtsextremismus in Ostdeutschland lasse sich nicht nur ökonomisch und sozialpsychologisch erklären, sondern müsse historisch aus der DDR-Geschichte begriffen werden. Dort habe es lange vor 1989 Ausländerfeindlichkeit und eine rechte Jugendszene gegeben. Erst seit 1998 wurden diese Thesen in der Forschung stärker beachtet.[20]

1998 gründete Kahane die Amadeu Antonio Stiftung, die die demokratische Zivilgesellschaft gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus stärken will. Für dieses Engagement erhielt sie 2002 den Moses-Mendelssohn-Preis.[21]

2002 war Kahane als Nachfolgerin von Barbara John als Ausländerbeauftragte des Berliner Senats im Gespräch. Bei einer obligatorischen Überprüfung wurde ihre frühere IM-Tätigkeit bekannt. Daraufhin erklärte sie im Dezember des Jahres, sie stehe für das Amt nicht zur Verfügung.[13] 2003 wurde sie hauptamtliche Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

Seitdem benutzen neurechte und rechtsextreme Gegner Kahanes frühere IM-Tätigkeit für Angriffe gegen sie. Daraufhin veröffentlichte sie 2004 eine Autobiografie, in der sie auch ihre IM-Tätigkeit ausführlich schildert und sich damit auseinandersetzt.[22] Die Junge Freiheit stellte sie gleichwohl 2007 als besonders feindselige und gierige Vertreterin des „Kampfes gegen Rechts“ dar, die wegen ihrer Eltern und DDR-Vergangenheit kaum zu eigenständigem Denken fähig sei.[23] 2012 beantragte Kahane eine Überprüfung der MfS-Akten durch einen Experten. Der beauftragte Politikwissenschaftler Helmut Müller-Enbergs kam im November 2014 zu dem Ergebnis: „Anhaltspunkte dafür, dass Frau Kahane im Rahmen ihrer inoffiziellen Kooperation mit dem MfS in den Jahren 1974 bis 1982 Dritten Nachteile zugefügt hat, ergeben sich im Ergebnis des Aktenstudiums, anderer Überlieferungen und der umfänglichen Interviews nicht.“ Auch eine Vorteilsnahme Kahanes sei in den Akten nicht zu erkennen. Er hielt aber fest, dass jede Art von Informationen an das MfS das Risiko einer Benachteiligung enthalten konnten.[24] 2016 lud Bundesjustizminister Heiko Maas Kahane als Vertreterin der Amadeu Antonio Stiftung ein, an einer Task-Force zum „Umgang mit rechtswidrigen Hassbotschaften im Internet“ beratend mitzuwirken. Seitdem wird Kahanes IM-Vergangenheit erneut für kampagnenartige Angriffe gegen sie benutzt, die zum Teil antisemitische Züge tragen und bis zu Morddrohungen gehen.[25] Im April 2016, nachdem rechtsextreme „Identitäre“ die Stiftungsräume zeitweise blockiert hatten, veröffentlichte die Amadeu Antonio Stiftung das Gutachten zur früheren IM-Tätigkeit Kahanes auf ihrer Webseite.[26] Seitdem gehen Kahane und die Stiftung juristisch gegen Verleumdungen vor und zeigen strafrechtlich relevante Drohungen an.[27]

Kahane schreibt regelmäßig Kolumnen für die Berliner Zeitung[28] und die Frankfurter Rundschau.[29] 2015 gehörte sie zusammen mit Deidre Berger,[30] Micha Brumlik, Stephan J. Kramer und Julius H. Schoeps zu den Gründern des „Netzwerks zur Erforschung und Bekämpfung des Antisemitismus“ (NEBA).[31] Gegenüber der Jüdischen Allgemeinen sagte Kahane: „Wir wollen nicht nur über muslimischen Antisemitismus sprechen, sondern über die gesamte Judenfeindschaft, die aus allen Ecken und Enden hervorkriecht.“[32] Kahane sagte: „Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind. Und es gibt einen Strukturwandel, ganze Gegenden entvölkern sich.“ Daher unterstützte sie den Vorschlag von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), mehr Flüchtlinge in östlichen Bundesländern unterzubringen.[33]

Autoren biografischer Porträts bezeichnen Kahane als Aktivistin und Verteidigerin der Menschenrechte von Minderheiten.[34]

Veröffentlichungen

Buchautorin
Aufsätze
  • Der Partisan aus Chemnitz. In: Gisela Dachs (Hrsg.): Proteste. Jüdische Rebellion in Jerusalem, New York und andernorts. Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-633-54261-1, S. 59–71
  • Erinnern heißt Leben. In: Beatrice von Weizsäcker, Hildegard Hamm-Brücher (Hrsg.): Demokratie ist keine Glücksversicherung: vierzig Jahre Theodor-Heuss-Preis, 1965 bis 2005: Chronik und Zeitansage. Hohenheim, 2005, ISBN 3898501299, S. 227 ff.
  • Jeckes in der DDR. In: Gisela Dachs (Hrsg.): Die Jeckes. Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag, 2005, ISBN 3633542191
  • Ich habe die Möglichkeit, etwas zu tun. In: Elmar Balster (Hrsg.): Augenblicke. Portraits von Juden in Deutschland. Mosse, Berlin 2003, ISBN 3-935097-08-5, S. 45–46
  • Ich durfte, die anderen mußten … In: Vincent von Wroblewsky (Hrsg.): Zwischen Thora und Trabant. Juden in der DDR. Aufbau, Berlin 1993, ISBN 3-7466-7011-X, S. 124–144
  • Fremdheit mit Folgen: Geschichte einer Ausländerbeauftragten. In: Namo Aziz, Thea Bauriedl (Hrsg.): Fremd in einem kalten Land: Ausländer in Deutschland. Herder, Freiburg 1992, ISBN 3451041308, S. 137 ff.
Artikel in Bulletin. Schriftenreihe des Zentrum Demokratische Kultur[35]
  • Antisemitismus als Herausforderung für die Demokratie. 2004/5, S. 5–6
  • Was ist Zivilgesellschaft ? 2000/1, S. 6–11
  • Zivilgesellschaft und Barbarei 2000/1, S. 11–12
  • Die reine Lehre ist die reine Lehre. Zur Kritik der akzeptierenden Sozialarbeit. 1999/1, S. 5–7
  • Ferch – Ein Orts des Glücks? 1998/4, S. 41–44
  • Unsere Schule ist wie Schoko mit Vanille - ein Beispiel aus B-Lichtenberg. 1998/4, S.16
  • Handeln für mehr Demokratie ist Handeln gegen Rechtsextremismus. 1998/4, S. 8–16 (mit Bernd Wagner, Sylke Kirschnick)
  • Protest!? 1998/2, S.24-25
  • Gedanken zum Gedenken 1998/2, S. 18–19
  • Solidarität neu denken 1998/1, S.3-4
Interviews
  • Rassismus durch Nichthandeln, Nichtäußern und Nichthelfen. taz, Berlin/Ost, 24. Juli 1990 (mit Barbara John)
Herausgeberin
  • Geteilte Erinnerung? Zum Umgang mit Nationalsozialismus in Ost und West. Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2010
  • Sehen. Deuten. Handeln: Projektfilme, Dokumentar- und Spielfilme für den Unterricht zum Thema Jüdisches Leben in Deutschland heute ; eine Filmauswahl mit Arbeitsvorschlägen für die Sekundarstufen I und II. Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2009, ISBN 3940878081
  • Reflektieren. Erkennen. Verändern: was tun gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit? Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2006
  • Stärken. Entwickeln. Fördern: Handeln für Demokratie ist Handeln gegen Rechtsextremismus. Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2004
  • Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es. Handbuch zu interkulturellen Projekten der RAA in den neuen Bundesländern. Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e.V. (RAA), Berlin 1996
  • (mit Eleni Torossi): Begegnungen, die Hoffnung machen. Grenzen gegenüber Ausländern überwinden. Herder, Freiburg 1993, ISBN 3893311769
  • Die Insel: ein Planspiel zur Gewaltprävention. Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Berlin 1992
  • Magistratsverwaltung für Jugend, Familie und Sport (Hrsg.): Jugend und Rechtsextremismus in Berlin-Ost. Fakten und Gegenstrategien. Berlin /Ost 1990

Literatur

  • Peter Schneider: Anetta Kahane und die Amadeu Antonio Stiftung. In: Peter Schneider: An der Schönheit kann's nicht liegen. Berlin – Portrait einer ewig unfertigen Stadt. btb, München 2016, ISBN 978-3-442-71379-0, S. 228-238.
  • Esther Schapira, Georg M. Hafner: Sie halten einfach einen starken Juden nicht aus - Zu Besuch bei Anetta Kahane. In: Esther Schapira, Georg M. Hafner: Israel ist an allem schuld: Warum der Judenstaat so gehasst wird. Bastei Lübbe, Köln 2015, ISBN 978-3-7325-0596-8, S. 190–194.

Weblinks

 Commons: Anetta Kahane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Anetta Kahane: Ich sehe was, was du nicht siehst, S. 40 f.
  2. Naomi Bodemann-Ostow und Dirk Vogel: Augenblicke. Portraits von Juden in Deutschland. Mosse, Berlin 2003, ISBN 3-935097-08-5, S. 45.
  3. a b Sabine am Orde (taz, 30. August 2004): „Ich war nicht gemacht für die DDR“: Anetta Kahane
  4. Anetta Kahane: Ich sehe was, was du nicht siehst, S. 5–20
  5. Anetta Kahane: Ich sehe was, was du nicht siehst, S. 21–32
  6. Anetta Kahane: Ich sehe was, was du nicht siehst, S. 33–40
  7. Micha Brumlik (taz, 26. Juni 2004): Iphigenie in der Uckermark.
  8. Katrin Richter (Jüdische Allgemeine, 23. Dezember 2010): Interview: „Alles Jüdische war in der DDR ein Tabu“
  9. Anetta Kahane: Ich sehe was, was du nicht siehst, S. 59.
  10. Anetta Kahane: Ich sehe was, was du nicht siehst, S. 65–69.
  11. a b Bayerischer Rundfunk, alpha-Forum, 1. April 2014: Anetta Kahane im Gespräch mit Jochen Kölsch
  12. Thomas Rogalla (Berliner Zeitung, 2. Februar 2003): Eine Stasi-Debatte, die nicht beendet wurde.
  13. a b Uwe Müller (Die Welt, 25. September 2007): Birthler-Behörde ließ Stasi-Spitzel einladen.
  14. Der Tagesspiegel, 10. Oktober 2002: Sechs Jahre IM
  15. a b c Peter Schneider: Anetta Kahane und die Amadeu Antonio Stiftung. In: Peter Schneider: An der Schönheit kann's nicht liegen, München 2016, S. 231-233
  16. a b Klaus Pokatzky (Deutschlandradio Kultur, 6. Juni 2016): Anetta Kahane. Unbeirrbares Engagement gegen rechten Hass
  17. Anetta Kahane: Ich sehe was, was du nicht siehst: meine deutschen Geschichten. 2004, S. 138-140
  18. Martin Jander (HaGalil, 18. Juli 2004): Anetta Kahane über verdrängten Nationalsozialismus und Rassismus in der DDR.
  19. Theodor-Heuss-Stiftung: Theodor Heuss Preis 1991: Die friedlichen Demonstranten des Herbstes 1989 in der damaligen DDR (PDF; 4,1 MB)
  20. Michael Hammerbacher: Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit: Handlungsstrategien gegen eine rechtsextreme Jugendkultur und fremdenfeindliche Einstellungen. Diplomica, Hamburg 2015, ISBN 978-3-95934-688-7, S. 67 f.
  21. Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters von Berlin (Hrsg.): Moses-Mendelssohn-Preis 2002 an Anetta Kahane (4. April 2002)
  22. Klaus Pokatzky (Deutschlandradio Kultur, 6. Juni 2016): Anetta Kahane: Unbeirrbares Engagement gegen rechten Hass
  23. Thorsten Hinz: Anetta Kahane. Die Zuträgerin. Junge Freiheit 36, 31. August 2007; referiert nach Britta Schellenberg: Die Rechtsextremismus-Debatte: Charakteristika, Konflikte und ihre Folgen. 2. Auflage, Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-04176-2, S. 208 f. und Fn. 843
  24. Helmut Müller-Enbergs: Zusammenfassende gutachterliche Stellungnahme zu Frau Anetta Kahane und die DDR-Staatssicherheit (Memento vom 27. April 2016 im Internet Archive) (PDF, Amadeu Antonio Stiftung, 26. November 2014)
  25. Hanna Spanhel (Süddeutsche Zeitung, 26. April 2016): Rechtsextremismus. Wenn Helfer Opfer rechter Übergriffe werden
  26. Tagesspiegel, 3. August 2016: Angriffe gegen Amadeu-Antonio-Stiftung: Volle Kanne Hass
  27. Rbb, 25. April 2016: Hass-Kommentare im Netz - Amadeu-Antonio-Stiftung sieht sich Kampagne ausgesetzt
  28. Berliner Zeitung, 15. August 2015: Wir über uns: Anetta Kahane (Memento vom 15. August 2015 im Internet Archive)
  29. Frankfurter Rundschau: Kahane, Anetta (FR-Kolumnistin)
  30. American Jewish Committee Berlin: Deidre Berger (Director)
  31. haGalil, 26. Februar 2015: Antisemitismus-Experten geben Gründung von Netzwerk bekannt
  32. Martin Krauss (Jüdische Allgemeine, 5. März 2015): „Einen anderen Akzent setzen“. Neues Netzwerk will Antisemitismus erforschen und bekämpfen
  33. Andrea Dernbach, Cordula Eubel (Der Tagesspiegel, 15. Juli 2015): Flüchtlinge in Deutschland: „Es ist Zeit für einen neuen Aufbau Ost“; Anetta Kahane (Publikative.org, 2. August 2012): Der Brand, der nie gelöscht wurde
  34. Elmar Balster (Hrsg.): Augenblicke: Portraits von Juden in Deutschland. Mosse, 2003, ISBN 3935097085, S. 45; Peter Schneider: An der Schönheit kann's nicht liegen: Berlin-Porträt einer unfertigen Stadt. Kiepenheuer & Witsch, 2015, S. 221
  35. Norbert Madloch: Rechtsextremismus in der DDR und in den neuen Bundesländern. Auswahl–Bibliographie.