Büttelborn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Büttelborn
Büttelborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Büttelborn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 8° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Groß-Gerau
Höhe: 91 m ü. NHN
Fläche: 30,01 km²
Einwohner: 14.199 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 473 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64572
Vorwahl: 06152
Kfz-Kennzeichen: GG
Gemeindeschlüssel: 06 4 33 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mainzer Straße 13
64572 Büttelborn
Webpräsenz: www.buettelborn.de
Bürgermeister: Andreas Rotzinger (CDU)
Lage der Gemeinde Büttelborn im Kreis Groß-Gerau
Ginsheim-Gustavsburg Bischofsheim (Mainspitze) Rüsselsheim am Main Raunheim Kelsterbach Trebur Nauheim Mörfelden-Walldorf Riedstadt Groß-Gerau Büttelborn Stockstadt am Rhein Biebesheim am Rhein Gernsheim Wiesbaden Main-Taunus-Kreis Frankfurt am Main Rheinland-Pfalz Kreis Bergstraße Landkreis Offenbach Darmstadt Landkreis Darmstadt-DieburgKarte
Über dieses Bild
Das Rathaus in Büttelborn

Büttelborn ist eine Gemeinde mit ca. 14.000 Einwohnern im südlichen Rhein-Main-Gebiet. Sie gehört dem Kreis Groß-Gerau (Hessen) an, liegt am nördlichen Rande des Hessischen Rieds in direkter Nachbarschaft zur Kreisstadt Groß-Gerau und ca. 12 km westlich von Darmstadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage und Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturräumlich liegt Büttelborn am Rande des nördlichen hessischen Rieds in der Oberrheinischen Tiefebene, genauer an der Grenze zwischen dem nördlichen Oberrheintiefland und dem Rhein-Main-Tiefland. Die räumliche Nähe zu den Großstädten des Rhein-Main-Gebietes und die verkehrsgünstige Lage machen es zu einer attraktiven Wohngemeinde. Die nächstgrößeren Städte sind Darmstadt (12 km östlich), Mainz (25 km) und Wiesbaden (30 km nordwestlich), Frankfurt am Main (30 km nordöstlich), welche alle innerhalb von 30 Minuten mit dem Pkw zu erreichen sind, sowie Mannheim (50 km südlich), erreichbar in ca. 45 Minuten.

Von der Gemarkungsfläche mit einer Gesamtgröße von 3001 ha werden 1741 ha landwirtschaftlich genutzt, 571 ha bestehen aus Wald, 334 ha aus Gebäuden und Freiflächen und 239 ha werden als Verkehrsflächen verwendet.[2]

Gemeindegliederung und Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Büttelborn (5.829 Einwohner), Klein-Gerau (3849 Einwohner) und Worfelden (4536 Einwohner).[3]

Das Gemeindegebiet grenzt im Westen an die Kreisstadt Groß-Gerau, im Norden an die Stadt Mörfelden-Walldorf (beide Landkreis Groß-Gerau), im Osten an die Stadt Weiterstadt und im Süden an die Stadt Griesheim (beide Landkreis Darmstadt-Dieburg).

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima im Gemeindegebiet ist relativ mild, trocken und sonnig. Die mittlere Tagesmitteltemperatur lag in den Jahren 1901 bis 2000 zwischen 10,1 und 11,0 °C, davon im Frühjahr und Herbst zwischen 9,1 und 10,0 °C, im Sommer zwischen 18,1 und 19,0 °C und im Winter zwischen 0 und 1 °C. Die Niederschlagsmenge ist ebenfalls relativ gering; sie lag im Mittel in den Jahren 1901 bis 2000 bei ca. 650 mm. Das führte bei der Wasserbilanz (Differenz zwischen Niederschlagsmenge und Verdunstung) zu einem etwa ausgeglichenen Wert, wobei sie in der westlichen Gemeindehälfte leicht negativ (-99 bis 0 mm) und in der östlichen Gemeindehälfte leicht positiv (0 bis 100 mm) war. Die mittlere Sonnenscheindauer ist dagegen relativ hoch und lag im Mittel zwischen 1951 und 2000 bei 1601 bis 1650 Stunden, im südlichen Gemeindegebiet sogar bis zu 1700 Stunden.[4]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 13.703 Einwohnern wohnen ca. 40 % in Büttelborn, 28 % in Klein-Gerau und 32 % in Worfelden. Es gibt 6.918 Frauen und 6.765 Männer, was einem Verhältnis von 1.020 weiblichen zu 1.000 männlichen Einwohnern entspricht. Der Ausländeranteil liegt bei 9,7 %. Bei der Altersstruktur waren 773 Einwohner unter 6 Jahre alt, 1.206 zwischen 6 und 15 Jahre alt, 9.280 zwischen 15 und 65 und 2.444 über 65. Gegenüber 2009 ist eine leichte Zunahme der Bevölkerung um 1 % zu verzeichnen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Büttelborn ist bereits seit der Jungsteinzeit vor etwa 4.000 Jahren kontinuierlich besiedelt, wie Funde zeigen. Als zwischen 70 und 120 n. Chr. das römische Kastell Auf Esch auf dem Gebiet des heutigen Groß-Gerau entstand, wurden zu dessen Versorgung auch einige römische Bauernhöfe im Umkreis angelegt. Im Jahr 1891 fand man die Grundmauern von einem dieser Bauernhöfe auch beim heutigen Büttelborn. Bei der Freilegung fand man unter anderem Münzen, Gefäßreste und ein römisches Grab.

Nach dem Abzug der Römer aus dem rechtsrheinischen Gebiet legten zunächst Alemannen dort erste Siedlungen an, später die Franken. 1904 und 1906 wurde ein Gräberfeld aus dieser Zeit freigelegt, das 46 Gräber enthielt.

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Rathaus von Büttelborn in der Mainzer Straße, erbaut im Jahre 1582

Das heutige Büttelborn wurde 1211 unter dem Namen „Butelbrunne“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Ersterwähnung Klein-Geraus und Worfeldens („Woruelde“) fiel in das gleiche Jahr (gleiche Urkunde). Weitere Erwähnungen folgten unter den Ortsnamen „Budelburnen“ 1280, „Budelburen“ 1358, „Budilborn“ 1403, „Bidelborn“ 1402 und „Budelbrun“ 1553.[5] Im Jahre 2011 feierten alle drei Ortsteile ihr 800-jähriges Bestehen. 1257 kam die Gegend unter die Herrschaft der Grafen von Katzenelnbogen. Bereits 1303 wurden zwei Mühlen in Klein-Gerau erwähnt, von denen die eine, die Eichmühle, noch heute besteht. 1319 wurde Worfelden erneut als „villa urfelt“ in einer Urkunde genannt.

Die Zeit des ausgehenden Mittelalters muss sehr unruhig gewesen sein, wie Berichte über Klein-Gerau zeigen. 1342 wurde das Dorf im Zusammenhang mit einer Fehde zwischen den Herren von Katzenelnbogen und Mainz in Brand gesteckt und stark zerstört. 1395 gab es einen ähnlichen Vorfall bei Streitigkeiten mit den Herren von Hanau. Weite Teile der Bevölkerung waren in dieser Zeit Leibeigene.

Im 15. Jahrhundert wurde eine Steinkirche in Büttelborn errichtet, deren Reste an der heutigen Kirche noch erkennbar sind. Als das Grafengeschlecht derer von Katzenelnbogen 1479 ohne männliche Nachkommen blieb, fiel das Gebiet an die Landgrafschaft Hessen, zu deren Nachfolgestaat es noch heute gehört.

Im Jahr 1547 wurde die Kapelle St. Wendelin in Klein-Gerau im Zusammenhang mit dem Schmalkaldischen Krieg zerstört. 1582 wurde das repräsentative Büttelborner Rathaus errichtet.

Durch die Folgen des Dreißigjährigen Krieges ging die Einwohnerschaft von ca. 500 auf nur noch ca. 50 im Jahr 1648 zurück.[6]

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büttelborn gehörte in dieser Zeit zum Amt Dornberg der Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen, das 1806 unter Druck von Napoleon gegründet wurde. Danach wurde es durch den Landratsbezirk Dornberg verwaltet, der durch die Verwaltungsreform 1821 entstand. 1932 wurde die Provinz Starkenburg in Kreise aufgeteilt und Büttelborn dem Kreis Groß-Gerau zugeteilt. Die Zugehörigkeit zu diesem Kreis war zwischen 1848 und 1852 unterbrochen, als die Provinz Starkenburg durch Regierungsbezirke verwaltet wurde und Büttelborn zum Regierungsbezirk Darmstadt gehörte. Die zuständige Gerichtsbarkeit war während der Zugehörigkeit zu Hessen von 1821 bis 1879 das Landgericht Großgerau und ist seit 1879 das daraus hervorgegangene Amtsgericht Groß-Gerau.[5]

Im Jahr 1858 hatte Büttelborn erstmals mehr als 1000 Einwohner und wurde als „Weißkrautgemeinde“ bekannt, was dazu führte, dass 1887 eine Sauerkrautfabrik erbaut wurde die 35 Jahre lang Bestand hatte. Die Bevölkerung war zu dieser Zeit immer noch stark landwirtschaftlich geprägt.

Nach der Machtergreifung Hitlers wurden auch in Büttelborn der frei gewählte Gemeinderat durch von der NSDAP bestimmte Personen ersetzt und Straßennamen im NS-Sinn umgetauft. Von den 33 jüdischen Familien, die 1933 in Büttelborn wohnten, konnten sich nur Personen, die der jüngeren Generation angehören, dem Holocaust durch rechtzeitige Flucht entziehen. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs kehrten zwar viele aus den umliegenden Großstädten evakuierte Menschen dorthin zurück, durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen wuchs die Büttelborner Bevölkerung aber weiter an.[6]

Zusammenschluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1977 wurde Büttelborn im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit den Nachbargemeinden Klein-Gerau und Worfelden unter dem Namen Büttelborn zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.[7] Sitz der Verwaltung ist Büttelborn.

Kirche und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Beleg für das Vorhandensein einer Kirche stammt aus dem Jahr 1358 als eine „capelle“ erwähnt wurde. In den historischen Dokumenten gibt es aus dem Jahr 1557 den Hinweis auf „St. Jost Kapelle vor dem Ort“. Als Kirchenpatrone wurde 1557 „Jacob“ erwähnt. Das Kirchenpatronat hatten 1523 die Landgrafschaft Hessen und davor die Grafen von Katzenelnbogen inne.[5]

Die heutige evangelische Kirche wurde anstelle der spätgotischen Vorgängerkirche vom Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Langhaus wurde von 1728 bis 1729 unter der Leitung von Friedrich Sonnemann errichtet.

Bis vor dem Zweiten Weltkrieg war Büttelborn rein evangelisch. Durch den Zuzug nach Kriegsende waren danach ca. 16 % der Bevölkerung katholisch. 1987 wurde eine katholische Kirche eingeweiht, die von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe unterhalten wird.

Als kirchliche Verwaltungen sind heute für Büttelborn das katholische Dekanat Rüsselsheim des Bistums Mainz und das evangelische Dekanat Groß-Gerau der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zuständig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen sind:[5]

  • 1629: 102 Hausgesesse
  • 1829: 727 Einwohner
  • 1939: 2.447 Einwohner
  • 1961: 3.233 Einwohner
  • 1970: 3.811 Einwohner
Büttelborn: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
760
1840
  
802
1846
  
896
1852
  
944
1858
  
1.003
1864
  
1.095
1871
  
1.124
1875
  
1.135
1885
  
1.298
1895
  
1.477
1905
  
1.592
1910
  
1.718
1925
  
1.991
1939
  
2.447
1946
  
2.564
1950
  
2.940
1956
  
3.055
1961
  
3.233
1967
  
3.762
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Bundestagswahlen zählt Büttelborn zum Wahlkreis 184 Groß-Gerau, bei Landtagswahlen zum Wahlkreis 48 Groß-Gerau II.

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung als oberstes politisches Gremium von Büttelborn wird alle fünf Jahre von den ca. 10.000 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern in 10 Wahlbezirken gewählt.

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[8] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[9][10]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 31 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 14
  • GLB : 6
  • CDU: 11
Wahl-
jahr
Wahl-
beteili-
gung
Es entfielen auf die Wahlvorschläge von
SPD CDU GLB [11] Insgesamt
% % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
2016 45,6 45,9 14 35,3 11 18,8 6 100 31
2011 46,0 47,4 17 29,1 11 23,5 9 100 37
2006 47,9 55,6 21 31,0 11 13,3 5 100 37
2001 55,8 57,9 22 28,0 10 14,1 5 100 37
1997 67,7 57,7 21 25,9 10 16,5 6 100 37

Die Arbeit der Gemeindevertretung wird durch vier Ausschüsse unterstützt, in denen Themen vorbereitet werden, damit sie der Gemeindevertretung zur Abstimmung vorgelegt werden können. Die vier Ausschüsse sind:

  • der Haupt- und Finanzausschuss
  • der Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss
  • der Sport-, Kultur- und Sozialausschuss sowie
  • der Umwelt-, Energie-, Landwirtschafts- und Forstausschuss.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Rotzinger (2006)

Der seit 1. Juni 2013 amtierende Bürgermeister Andreas Rotzinger[12] (CDU, * 20. September 1958 in Waldshut)[13] wurde am 13. Januar 2013 in einer Stichwahl mit 50,6 Prozent der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 43,8 Prozent. Er ist Nachfolger von Horst Gölzenleuchter[14] (SPD, * 8. April 1947 in Büttelborn), der als Diplomverwaltungswirt seit dem 8. Juni 1983 mehrmals mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde und das Amt 30 Jahre innehatte.[15]

Verwaltung und Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwaltung der Gesamtgemeinde befindet sich im Ortsteil Büttelborn in der Mainzer Straße. In den gemeindlichen Einrichtungen (Verwaltung, Kindergärten, Bauhof) sind insgesamt 144 Menschen beschäftigt. Die Gemeinde betreibt sieben Kinderstätten, drei Jugendzentren, ein Seniorenheim, ein Bürgerhaus und zwei Sporthallen. Die jährlichen Gesamtausgaben liegen bei knapp 20 Millionen Euro, davon ca. 6 Millionen für das Personal. Der Gesamtschuldenstand liegt bei ca. 10 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 760 Euro je Einwohner entspricht. Damit liegt man deutlich unter dem Kreisdurchschnitt (1.205 Euro) und dem Landesdurchschnitt (1.713 Euro).[16]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 2. September 1988 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

„Auf weißer Flaggenbahn, begleitet von zwei roten Randstreifen, in der oberen Hälfte aufgelegt das Gemeindewappen.“[17]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über Gewerbeflächen mit einer Gesamtgröße von ca. 30 Hektar. In allen drei Ortsteilen gibt es jeweils ein Gewerbegebiet, das größte davon in Büttelborn („Hessenring“).

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche von ca. 1.792 Hektar wird von etwa 30 Betrieben bewirtschaftet. Auf dem fruchtbaren Boden des Rieds wird hauptsächlich Gemüse und Obst angebaut (Kartoffeln, Spargel, Weiß- und Rotkohl, Erdbeeren etc.).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büttelborn besitzt eine Anschlussstelle an der Bundesautobahn 67 (Anschlussstelle Nr. 5), zudem führt die Bundesstraße 42 als Ortsumgehung unmittelbar am Ortsteil Büttelborn vorbei. Durch das Gemeindegebiet verlaufen außerdem die Landesstraßen L 3094 (nach Weiterstadt bis zur B 42) und L 3303 (nach Griesheim bis zur B 26) sowie die Kreisstraßen K 139 (zum Weiterstädter Ortsteil Schneppenhausen), K 160 (zum Groß-Gerauer Stadtteil Berkach/B 44) und K 164 (zur B 44 zwischen Groß-Gerau und Mörfelden-Walldorf).

Der Ortsteil Klein-Gerau ist mit einem Bahnhof an die Rhein-Main-Bahn (Strecken-km 22,0) angeschlossen. Mit einer Regionalbahn lassen sich stündlich die Städte Wiesbaden (38 Minuten), Mainz (24), Darmstadt (9) und Aschaffenburg (59) direkt erreichen. Zudem befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Ortsteil Büttelborn der Bahnhof Groß-Gerau-Dornberg der Riedbahn. Von dort lassen sich per Regionalexpress ebenfalls stündlich Frankfurt am Main in 25 Minuten und Mannheim in 45 Minuten direkt erreichen. Von Groß-Gerau-Dornberg verkehrt auch die Linie S7 der S-Bahn Rhein-Main im 30-Minuten-Takt zum Frankfurter Hauptbahnhof. Zudem gibt es mehrere Busverbindungen nach Groß-Gerau und Darmstadt sowie in weitere Orte des Kreises Groß-Gerau.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulen und Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es drei Grundschulen, die Pestalozzi-Schule in Büttelborn, die Erich-Kästner-Schule in Klein-Gerau (ca. 130 Schülerinnen und Schüler) und die Grundschule Worfelden in Worfelden. Weiterführende Schulen befinden sich in Groß-Gerau und Darmstadt.

In Klein-Gerau und Worfelden gibt es jeweils zwei und in Büttelborn drei Kindergärten mit zusammen 698 Plätzen. Der größte von ihnen ist die direkt der Grundschule Worfelden gegenüberliegende Kindertagesstätte Im Baumgarten in Worfelden mit 150 Plätzen.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büttelborn evangelische Kirche 20110310.jpg
Evangelische Kirche Büttelborn
Worfelden Fachwerkkirche 20110414.jpg
Die Worfelder Fachwerkkirche
  • Evangelische Kirchengemeinde Büttelborn (Kirchengebäude aus dem Jahr 1728)
  • Evangelische Kirchengemeinde Worfelden (Fachwerkkirche aus dem Jahr 1696; die Kirche enthält eine der ältesten Orgeln in Hessen von dem Bamberger Orgelbaumeister Adam Knauth aus dem Jahr 1623/24)[18]
  • Evangelische Kirchengemeinde Klein-Gerau
  • Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe Büttelborn/Klein-Gerau/Dornheim/Berkach

Sport- und Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Worfelden befindet sich der Golfplatz Bachgrund. Er verfügt über einen 18- und einen 9-Loch-Platz, einen weiteren 9-Loch-Übungsplatz mit Kurzbahnen und eine Driving-Range mit Flutlichtanlage. Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz „Nessie“ hat eine Linkscourse-Charakteristik.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Café Extra in der Schulstraße verfügt Büttelborn über Hessens kleinste kommunale Bühne. Die Kleinkunstbühne hat seit ihrer Gründung im Jahr 1989 mehr als 500 Veranstaltungen aus den Bereichen Kabarett, Comedy, Varieté und Konzerte durchgeführt.[19]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sport- und Kulturvereinigung 1904/46 e. V. (SKV Büttelborn)
  • Turnverein 1888 Büttelborn e. V. (TV Büttelborn)
  • SV 1912 Klein-Gerau e. V. (SV Klein-Gerau)
  • RMSV Klein-Gerau (Radsport)
  • RC 1903 Worfelden (Radsport)
  • TSG Worfelden
  • Pool Billard Club PHOENIX Büttelborn e. V. (PBC Phoenix Büttelborn)
  • Blasorchester Büttelborn e. V.
  • Dancing Maniacs e. V. (Tanzsport)
  • Hubertus Schützengesellschaft (HSG) [20]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1948 veranstalten die Büttelborner Carneval Abteilung (BCA) und der Kulturring Büttelborn jedes Jahr im Februar die Fastnachtsveranstaltungen in der Gemeinde. Neben mehreren Prunksitzungen wird seit 1951 auch ein Fastnachtsumzug am Rosensonntag durchgeführt.
  • Zwischen April und Juni finden die so genannten Spargelfesttage mit wechselnden Veranstaltungen an verschiedenen Orten statt. An der „Spargelkerb“, die Ende Juni vor dem Johannistag stattfindet, wird seit 1950 von den „Kerweborsch vun de Tornhall“ jährlich die Spargelkönigin gekrönt.
  • In allen drei Ortsteilen wird alljährlich eine Kerb ausgerichtet: in Worfelden am letzten Wochenende im August, in Klein-Gerau am ersten Wochenende im September und in Büttelborn am dritten Wochenende im September. Die Büttelborner Kerb wird mindestens seit 1728 gefeiert. Früher gab es in Büttelborn mehrere Kerweborschgruppen, z. B. die Kerweborsch vom Schwanen, von der Linde und vom Schützenhof. Heute wird nur noch in und um die Turnhalle (seit 1949) („Biddelberner Kerb in de Tornhall“) und im Volkshaus (seit 1931) gefeiert. Aufgezogen wird die Kerb von den „Kerweborsch vun de Tornhall“ und den „Kerweborsch vum Volkshaus“.[21]
  • Am ersten Adventswochenende gibt es rund um das Rathaus in der Mainzer Straße in Büttelborn einen Adventsmarkt.[22]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Raiss, Jean: Büttelborn: Bilder u. Geschichten aus vergangenen Tagen, 1986, ISBN 3-924932-96-4
  • Raiss, Jean [Hrsg.: Gemeinde Büttelborn]: Festschrift 750 Jahre Büttelborn: 1222-1972, 1972
  • Evangelische Kirchengemeinde Büttelborn (Hrsg.): Festschrift zum 250jährigen Jubiläum der evangelischen Kirche zu Büttelborn: 1728-1978, 1978

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Büttelborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Hessische Gemeindestatistik 2011 (Stand 31. Dezember 2010; ZIP; 1,6 MB)
  3. Zahlen, Daten, Fakten der Gemeinde Büttelborn (abgerufen am 10. November 2012, Stand 31. Dezember 2011)
  4. Umweltatlas Hessen (Klima) (abgerufen am 10. November 2012)
  5. a b c d Büttelborn, Landkreis Groß-Gerau. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 23. Juli 2012, abgerufen am 17. November 2012.
  6. a b Büttelborner Ortsgeschichte abgerufen Okt 2009
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 366.
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Wahlergebnisse 2011 und 2006
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Wahlergebnisse 2001 und 1997
  11. Grüne Liste Büttelborn (Wählergruppe)
  12. Rotzinger gewinnt Bürgermeister-Stichwahl in Büttelborn In: Die Welt. Ausgabe vom 13. Januar 2013
  13. Über mich Website von Andreas Rotzinger, abgerufen am 29. Dezember 2013
  14. Private Webseite von Horst Gölzenleuchter (abgerufen im November 2012)
  15. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Büttelborn
  16. steuerzahler-hessen.info für 2006 (abgerufen im November 2012; PDF; 46 kB)
  17. Staatsanzeiger für das Land Hessen 1988 Amtsblatt Nr. 38 Seite 2114
  18. Evangelische kirchengemeinde Worfelden (Die älteste Orgel in Hessen) (abgerufen im November 2012)
  19. www.cafeextra.de (abgerufen im November 2012)
  20. Internetpräsenz der Hubertus Schützengesellschaft
  21. Kerbegeschichte Büttelborn (abgerufen im November 2012)
  22. Adventsmarkt auf der Gemeindeseite von Büttelborn (abgerufen im November 2012)