Bernardo Alberto Houssay

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Bernardo Alberto Houssay

Bernardo Alberto Houssay (* 10. April 1887 in Buenos Aires, Argentinien; † 21. September 1971 ebenda) war ein argentinischer Physiologe.

Houssay lieferte wesentliche Arbeiten über Zuckerkrankheit und Zuckerstoffwechsel sowie über die innere Sekretion. Im Jahr 1932 wurde Houssay zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Seine Eltern wanderten aus Frankreich nach Argentinien ein. Hossay war frühbegabt und studierte ab dem Alter von 14 Jahren Pharmakologie und danach Medizin an der Universität von Buenos Aires, wo er Assistent in der Abteilung Physiologie wurde und 1911 mit einer Dissertation über Hypophysen-Hormone. Unmittelbar danach wurde er Professor für Physiologie an der Veterinärmedizin-Fakultät. Gleichzeitig praktizierte er als Arzt und war Assistenzarzt am städtischen Krankenhaus von Buenos Aires. 1913 wurde er Chefarzt am Alvear Hospital 1915 Leiter der Abteilung experimentelle Pathologie bei den öffentlichen Gesundheitslaboratorien von Buenos Aires. 1919 wurde er ordentlicher Professor für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität. Während der Ära von Peron war er von 1943 bis 1955 entlassen aufgrund seiner liberalen politischen Ansichten und forschte in dieser Zeit an einem von ihm gegründeten privaten Forschungsinstitut. Danach nahm er wieder seine Professur an. Ab 1957 war er Direktor des nationalen Forschungsrats.

Er forschte zu vielen Bereichen der Physiologie (Verdauungssystem, Atmung, Herz-Kreislauf, Nervensystem). Seine bedeutendste Entdeckung wurde mit dem Nobelpreis geehrt, die Rolle der Hormone des vorderen Hypophysenlappens im Zuckerstoffwechsel und bei Diabetes.

Er schrieb ein in Lateinamerika einflussreiches Lehrbuch der Physiologie und hatte viele bedeutende Schüler in Argentinien und Lateinamerika.

Mitgliedschaft und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1941 wurde Houssay in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.[1] Er war auswärtiges Mitglied der Royal Society (1943). 1960 erhielt er die Dale Medal.

Er erhielt 1947 neben Carl Ferdinand Cori und dessen Frau Gerty Cori den Nobelpreis für Medizin „für seine Entdeckung der Bedeutung der Hormone des Hypophysenvorderlappens für den Zuckerstoffwechsel“.[2]

Der Mondkrater Houssay ist nach ihm benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bernardo Houssay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Members of the American Academy. Listed by election year, 1900–1949 (PDF). Abgerufen am 27. September 2015
  2. DHM