Michael W. Young

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Michael Young (2014)

Michael Warren Young (* 28. März 1949 in Miami, Florida) ist ein US-amerikanischer Chronobiologe und Professor an der Rockefeller University in New York City. 2017 wurde ihm gemeinsam mit Jeffrey C. Hall und Michael Rosbash der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin zuerkannt.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Young wuchs in Miami und der Umgebung von Miami auf. Bereits als Kind interessierte er sich für biologische Phänomene der zirkadianen Rhythmik – exotische Blüten die sich nachts öffnen und Vögel und Insekten, die biologische Uhren bei der räumlichen Orientierung zur Hilfe nehmen. Young schloss 1971 sein Biologiestudium an der University of Texas at Austin mit einem Bachelor ab und erwarb 1975 bei Burke Judd ebendort einen Ph.D. in Genetik. Als Postdoktorand arbeitete er bei David S. Hogness an der Stanford School of Medicine, wo er mit molekulargenetischen Methoden transponible DNA-Elemente untersuchte. 1978 wurde er Assistant Professor an der Rockefeller University in New York City, 1984 ebendort Associate Professor und 1988 ordentlicher Professor.[2] Young ist heute (Stand 2017) weiterhin als Professor an der Rockefeller University tätig und dort auch Vice President for Academic Affairs.[3]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Young gehört zu den Vorreitern der Erforschung der Molekularbiologie und der Genetik biologischer Rhythmen und forscht an der Beziehung zwischen Genen und Verhalten. Seiner Arbeitsgruppe gelang die Identifizierung zahlreicher Gene und Proteine, die an der zirkadianen Rhythmik bei Drosophila melanogaster beteiligt sind, darunter period, timeless, double-time, clock, cycle und shaggy. Als Mechanismus wurde eine negative Rückkopplung der Transkription vorgeschlagen. Die Prinzipien lassen sich dabei auf höhere Organismen und Säugetiere übertragen. Neuere Arbeiten Youngs befassen sich mit molekularen Störungen der biologischen Uhr, die zu Schlafstörungen führen. Die Chronotherapie gilt als potentielle Anwendung der Forschungsergebnisse beim Menschen.[2][4] Von 1987 bis 1996 forschte er zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute (HHMI).[5]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael W. Young – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Livestream via nobelprize.org (abgerufen am 2. Oktober 2017).
  2. a b Michael W. Young Biography bei gruberprizes.org; abgerufen am 1. Oktober 2011
  3. Michael W. Young - Our Scientists. In: Our Scientists. (rockefeller.edu [abgerufen am 2. Oktober 2017]).
  4. Wichael W. Young – Laureate Profile bei gruberprizes.org; abgerufen am 1. Oktober 2011
  5. Heads of Laboratories: Michael W. Young, Ph.D. bei der Rockefeller University (rockefeller.edu); abgerufen am 1. Oktober 2011
  6. 2009 Gruber Neuroscience Prize bei gruberprizes.org; abgerufen am 1. Oktober 2011
  7. Louisa Gross Horwitz Prize - 2011 bei der Columbia University (columbia.edu); abgerufen am 1. Oktober 2011
  8. Michael W. Young PhD bei der Gairdner Foundation (gairdner.org); abgerufen am 7. August 2012