Billerbeck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Billerbeck
Billerbeck
Deutschlandkarte, Position der Stadt Billerbeck hervorgehoben
Koordinaten: 51° 59′ N, 7° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Coesfeld
Höhe: 106 m ü. NHN
Fläche: 91,36 km2
Einwohner: 11.566 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km2
Postleitzahl: 48727
Vorwahl: 02543
Kfz-Kennzeichen: COE, LH
Gemeindeschlüssel: 05 5 58 008
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
48727 Billerbeck
Website: www.billerbeck.de
Bürgermeisterin: Marion Dirks (parteilos)
Lage der Stadt Billerbeck im Kreis Coesfeld
Nordrhein-WestfalenKreis RecklinghausenKreis UnnaHammKreis BorkenKreis SteinfurtMünsterKreis WarendorfOlfenRosendahlSendenBillerbeckDülmenAscheberg (Westfalen)HavixbeckCoesfeldNottulnLüdinghausenNordkirchenKarte
Über dieses Bild
Billerbecker Ortsteile
Billerbeck, Ludgerus-Dom und Johannis-Kirche, 2012
Haus Hameren, Kapelle, 2012

Billerbeck (plattdeutsch Billerbiek) ist eine Stadt im Kreis Coesfeld in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund seiner schönen und zentralen Lage in den Baumbergen wird der staatlich anerkannte Erholungsort auch Die Perle der Baumberge genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Billerbeck grenzt an Rosendahl, Laer, Altenberge, Havixbeck, Nottuln und Coesfeld.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 26. März 809: Der heilige Liudger starb bei Billerbeck.
  • um 1234: Bau der Johannis-Kirche
  • 18. Februar 1302: Billerbeck erhielt Stadtrechte durch Bischof Otto III. von Rietberg.
  • 1548: Die Täufer setzten die Stadt in Brand.
  • 1589: Überfall von 500 holländischen Reitern aus Lochem
  • 1802–1815: Billerbeck gehörte zum Kaiserreich Frankreich.
  • 1815: Billerbeck kam zu Preußen.
  • 1884: Gründung der Dampfmolkerei Billerbeck
  • 1891: Bau des Rathauses
  • 1892–1898: Bau der Propsteikirche St. Ludgerus
  • 30. März 1945: Zum Ende des Zweiten Weltkrieges zogen amerikanische Truppen ein.
  • 1950: Gründung der Freilichtbühne
Eingemeindungen

Am 1. Juli 1969 wurden die Bauerschaften Alstätte, Bockelsdorf, Bombeck, Dörholt, Gantweg, Gerleve, Hamern, Lutum, Osthellen, Osthellermark und Westhellen (alle ehemalige Gemeinde Kirchspiel Billerbeck), Aulendorf, Esking, Langenhorst und Temming (alle ehemalige Gemeinde Beerlage) eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 26 Sitze des Stadtrates sind seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 wie folgt auf die einzelnen Parteien und Wählergruppen verteilt:[3]

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste[4][5][6][7][8] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

Jahr CDU SPD Grüne1 FDP Familie2 Zentrum
1975 58,5 15,4 8,7 17,4
1979 47,5 22,5 4,3 25,8
1984 45,3 20,8 007,42 07,42 19,0
1989 37,7 27,7 08,0 8,4 18,2
1994 46,2 37,1 08,7 8,0
1999 52,4 37,5 05,7 4,4
2004 53,3 37,3 09,5
2009 46,9 27,2 13,6 9,7 2,6
2014 43,6 27,2 19,7 5,4 4,1

Fußnoten

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne
2 Am 1. Dezember 2012 schloss sich die Partei Soziale Gerechtigkeit – Nordrhein-Westfalen, eine Abspaltung der WASG, der Familienpartei an.[9]

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren Stadt- bzw. Ortsverbände von CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Familienpartei.

Stadtoberhäupter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtoberhäupter 1812–1946[10]
Zeitraum Titel Name
1812–1816 Maire Arnold Coermann
1816–1853 Bürgermeister Caspar Coermann
1835–1872 Bürgermeister (später Amtmann) Carl Massonneau
1872–1906 Ehrenamtmann August Freiherr von Twickel
1907–1939 Ehrenamtmann (seit 1927 Ehrenbürgermeister) Ludger Freiherr von Twickel
1939–1945 Amtsbürgermeister Ernst Böcker
1945–1946 Amtsdirektor Heinrich Fasse

Nach dem Kriege wurden die Gemeinderäte durch die britische Militärregierung ernannt. Am 15. September 1946 fanden die ersten freien Kommunalwahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

frei gewählte Amtsbürgermeister 1946-1969[11]
Zeitraum Beruf Name
1946-1948 Zahnarzt Dr. Ludger Leiers
1948-1950 Organist Bernhard Huesmann
1950-1961 Landwirt Bernhard Gehltomholt
1961-1969 Landwirt Heinrich Mühlenkamp

Liste der Gemeindevorsteher/Bürgermeister in den drei ehem. amtsangehörigen Gemeinden

Billerbeck-Kirchspiel[12]
Zeitraum Beruf Name
1900-1930 Gutsbesitzer Anton Weitkamp-Neuhaus
1930-1939 Gutsbesitzer Wilhelm Serges
1939-1945 Landwirt Ludger Pohlmann
1946-1948 Bauer Franz Wichmann
1948-1952 Bauer Bernhard Reinert
1952-1964 Bauer Franz Wichmann
1964-1969 Bauer Heinrich Brinkmann
Billerbeck-Beerlage[13]
Zeitraum Beruf Name
1894-1908 Gutsbesitzer Bernhard Große Enking
1908-1919 Gutsbesitzer Max Greving
1919-1933 Gutsbesitzer Heinrich Gerleve-Auling
1933-1935 Lehrer Gerhard Idelmann
1935-1945 Bauer Josef Beckbauer
1946-1957 Landwirt Ludger Bäumer
1957-1969 Zimmermeister und Gastwirt Anton Holtkamp
Stadt Billerbeck[14]
Zeitraum Beruf Name
1873-1907 Rentner Theodor Kerkhoff
1907-1908 Leinenfabrikant Josef Thomas
1908-1919 Apothekenbesitzer Adolf Rave
1924-1933 Sägewerksbesitzer Josef Averbeck
1934-1945 Buchhändler Karl Knüppel
1946-1948 Organist Hubert Reiling
1948-1949 Bauunternehmer Anton Averhoff
1949-1951 Lehrer i. R. Joh. Holtkamp
1951-1956 Kaufmann Ludger Wesseling
1956-1961 Justizsekretär Josef Messing
1961-1973 Kürschnermeister Werner Brockamp
1973-1979 Realschuldirektor Bernhard Westphal
1979-1999 Bäckermeister Hermann Kemper
Hauptgemeindebeamte, gewählt von der Amts- bzw. Stadtvertretung[15]
Zeitraum Titel Name
1947-1959 Amtsdirektor Heinrich Elkmann
1959-1966 Amtsdirektor Heinrich Weißenberg
1966-1978 Amtsdirektor (seit 1969 Stadtdirektor) Georg Lanfer
1978-1987 Stadtdirektor Joachim Pott
1987-1999 Stadtdirektor Harald Koch

1999 Wurde das Amt des Bürgermeisters mit dem des Stadtdirektor zusammengelegt.

Bürgermeisters ab 1999[16]
Zeitraum Name
1999-2004 Harald Koch
seit 2004 Marion Dirks
Aktuelle Bürgermeisterin

Bürgermeisterin ist seit der Kommunalwahl im Jahr 2004 Marion Dirks (parteilos). Damit steht zum ersten Male in der Stadtgeschichte eine Frau an der Spitze.

Wappen, Banner und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadt ist mit Urkunde der Bezirksregierung Münster vom 11. November 1970 das Recht zur Führung eines Wappens, einer Flagge und eines Banners verliehen worden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau drei schrägrechte silberne Wellenbalken.“

Das Stadtwappen ist auf die Inhaber des bischöflichen Amthofes Billerbeck zurückzuführen, die gleichzeitig Stadtrichter waren. Es zeigt als „redendes Wappen“ drei nach links laufende Silberbäche auf blauem Schilde und hat Ähnlichkeit mit dem Wappen der ebenfalls aus einem bischöflichen Amthof hervorgegangenen Stadt Beckum. Vielleicht nimmt es Bezug auf die drei in der Stadt befindlichen Bäche Berkel, Haulingbach und Lilienbeck. Kurioserweise gibt es am Rathaus der Stadt vom Ende des 19. Jahrhunderts ein Sandsteinwappen über einem der Fenster, in dem die Flüsse nicht von links oben nach rechts unten, sondern von rechts oben nach links unten fließen. Dieselbe Fließrichtung hat auch ein hinterleuchtetes Wappen mit dem Antlitz des heiligen Liudger in der Billerbecker Stadtsparkasse (jetzt Filiale der Sparkasse Westmünsterland).[17]

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Beschreibung des Banners: „Das Banner ist in drei Bahnen im Verhältnis 1 : 3 : 1 von Blau zu Weiß zu Blau längsgestreift und zeigt in der oberen Hälfte der mittleren Bahn das Stadtwappen im Schild.“

Beschreibung der Flagge: „Die Flagge (Hissflagge) ist in drei Bahnen im Verhältnis 1 : 3 : 1 von Blau zu Weiß zu Blau quergestreift und zeigt in der Mitte der mittleren Bahn das Stadtwappen im Schild.“[18]

Billerbeck (Europa)
Billerbeck
Billerbeck
Iecava
Iecava
Erquinghem-Lys
Erquinghem-Lys
Billerbeck (USA)
Englewood
Englewood

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Partnerstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Billerbeck
Kolvenburg in Billerbeck mit Johanniskirche und Ludgerus-Dom
Die alte Berkelfurt an der historischen Badeanstalt

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Propsteikirche St. Ludgerus (Ludgerus-Dom)
  • Katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (Johanniskirche)
  • Rathaus, Markt 1. Der neugotische, mit Sandsteinquadern verblendete Bau wurde 1891 von Hilger Hertel errichtet und 1948/49 erweitert.
  • Richthof
  • Archidiakonat (zuständig für Billerbeck Darfeld und Holthausen), Johanniskirchplatz 11. Ältester Teil des L-förmigen Bauwerkes bildet ein um 1500 entstandenes Steinwerk.[23] Es wurde später in den 1679 erstellten Neubau einbezogen.
  • Die Innenstadt von Billerbeck weist bis heute eine größere Zahl historischer Wohnbauten auf. Die ältesten befinden sich in der Münsterstraße und am Johanniskirchplatz. Bedeutendster Profanbau ist das so genannte Haus Beckebans, Münsterstraße 6, das um 1570 errichtet und ab 1972 umfassend restauriert wurde.[24] Es zeichnet sich durch einen Dreistaffelgiebel aus, der von Muschelaufsätzen bekrönt wird. Zu dem Anwesen gehörten die unmittelbar nebenan befindlichen Häuser Nr. 4 und Nr. 8, die ebenfalls noch aus dieser Zeit stammen dürften. Ersteres präsentiert sich als eingeschossiges Traufenhaus mit Treppengiebel, während die Front von Nr. 8 im 19. Jahrhundert erneuert wurde. Im Inneren von Münsterstraße 16 (wohl spätes 16. Jh.) befindet sich ein Kamin von 1693, der mit Roll- und Beschlagwerk verziert ist.[25] Von Münsterstraße 25 blieb lediglich das Hinterhaus aus dem 16. Jahrhundert erhalten.[26] Das zugehörige Vorderhaus ist nicht mehr vorhanden.
  • Eine geschlossene Kirchplatzbebauung mit einfachen Fachwerkbauten (Speicherhäuschen) befindet sich im Umkreis der St. Johannis-Kirche. Die ältesten Häuser sind im Kern noch spätmittelalterlich, wurden aber mehrfach umgebaut. So wird Johanniskirchplatz 2 dendrochronologisch auf das Jahr 1513 datiert, das Speicherhaus mit der Hausnummer 6–7 stammt im Kern von 1492 und wurde 1616 erweitert.
  • Abtei Gerleve
  • Haus Hameren (Inh: Baron Degenhard von Twickel zu Hameren)
  • Haus Runde
  • Ludgerus-Brunnen
  • Marienkapelle Aulendorf
  • Evangelisches Kirchenzentrum „Vom Guten Hirten“ (seit 1974, davor „Notkirche“)[27]
  • Kulturzentrum Alte Landwirtschaftsschule
  • Ludgerus-Stift mit der Stiftskapelle

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1950 wurde von den Billerbecker Bürgern Alex Hesselmann und Bernhard Engbers die Freilichtbühne Billerbeck gegründet. Der Lehrer Stephan Rüter, der auch die Freilichtbühne Coesfeld betreute, war hier aktiv.

Alljährlich werden im Sommer auf der großen Naturbühne ein Kinder- und ein Erwachsenenstück gespielt, hinzu kommen zahlreiche Gastproduktionen. Im Winter finden jährlich ein Kinderstück sowie ein Studiostück für Erwachsene statt.

Freibad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das denkmalgeschützte Freibad wurde am 3. Juli 1960 eröffnet. Es ist beheizt und hat Beckengröße von 50 × 18 m, Springerbecken und ein beschattetes Kinderbecken. Das Freibad ist ausgestattet mit Startblöcken, einem Ein-Meter-Sprungbrett, einem Drei-Meter-Turm und eine Rutsche.

Außerhalb des Wassers gibt es eine große Liegewiese mit einigen kostenlosen Liegen. Fußball und Beachvolleyball Plätzen. Der Kiosk auf dem Gelände wird vom Verein IBP Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. betrieben.

Alte Badeanstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 20. Juli 1924 bis 1960 gab es in der nähe der Berkelquelle bereits eine Badeanstalt in Billerbeck. Diese wurde zugunsten des neuen Freibades in einen Angelteich umgewandelt. Führung des Bade hatte der 1923 gegründeten Schwimmverein.[28]

Skateboardanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Skateboardanlage, ein ehemaliges Regenrückhaltebecken, am Helker Berg gehört zu den größten im Münsterland und liegt im Sport- und Freizeitzentrum der Stadt.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kolvenburg besteht aus Bauteilen des 15. und 16. Jahrhunderts. Das Herrenhaus mit seinem auffallenden Krüppelwalmdach wird als typischer Wohnsitz des niederen Adels im Münsterland ausgewiesen. Heute befindet sich hier das Kulturzentrum des Kreises Coesfeld mit wechselnden Ausstellungen.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berkel-Auen mit Berkelquellteichen, historischer Badeanstalt und Wassertretbecken
  • Freizeit- und Sportzentrum Helker Berg
  • Ferienpark Baumberge (rustikale Ferienhäuser-Siedlung, teils auf Nottulner Gebiet)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Auto ist Billerbeck über die Autobahnen A 43 von Münster kommend über die Abfahrt Nottuln, Billerbeck, von Wuppertal kommend über die Abfahrt Dülmen, A 31 (Abfahrt Gescher, Coesfeld) und A 1 (Ausfahrt Münster-Nord über Havixbeck) gut zu erreichen.

Siehe auch
Liste der nach Personen benannten Straßen in Billerbeck
ÖPNV
Bahnhof, historische Lagerhalle und historischer Lokschuppen
Bahnhof Billerbeck

Billerbeck liegt an der Bahnstrecke MünsterCoesfeld, die auch als Baumbergebahn bezeichnet wird. Das renovierte Bahnhofsgebäude beherbergt ein Kulturcafé und eine Fahrradmietstation.

Ein weiterer Haltepunkt befindet sich in Lutum.

Die Stadt Billerbeck gehört dem Verkehrsverbund VGM an.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Arbeitgeber in Billerbeck ist die von Wolfgang Suwelack gegründete Firma Dr. Suwelack mit 410 Mitarbeitern. Sie ist auf dem Sektor der Nahrungsmittelproduktion und der Hautpflegeprodukte tätig. Neben einer mittelständischen metallverarbeitenden Industrie gibt es auch eine Vielzahl von Handels- und Handwerksbetrieben sowie Dienstleistungsunternehmen, beispielsweise sieben Friseure, drei Bestattungsunternehmen und eine Filmproduktion.

Billerbeck ist anerkannter Erholungs- und Wallfahrtsort, dadurch ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Naherholungssuchende, Radfahrergruppen und Busreisende bringen Kaufkraft nach Billerbeck.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Billerbeck erscheint der 1874 gegründete Billerbecker Anzeiger, der seit 1972 zum Verlag J. Fleißig in Coesfeld gehört.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Billerbeck verfügt über eine vier – bis fünfzügige Grundschule und bis 2016 über je eine Real- und Hauptschule, die mit dem Schuljahr 2016/17 vollständig in der neuen Gemeinschaftsschule[29] aufgegangen sind, sowie momentan fünf Kindergärten und zwei Tagesstätten. Der Rat beschloss 2011 das Auslaufen der beiden weiterführenden Schulen. Zum Schuljahr 2011/12 nahm die „Schule für Alle“ im Rahmen des NRW-Schulversuches "Gemeinschaftsschule" ihre Arbeit auf. Sie ist eine integrative Ganztagsschule für Kinder jeder Schulformempfehlung auch mit gymnasialem Standard und verfolgt reformpädagogische Ansätze der Individualisierung des Unterrichts.

  • Grundschule: Katholische Ludgeri-Grundschule
  • Gemeinschaftsschule: Geschwister-Eichenwald-Schule Billerbeck

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Billerbeck ist ein Wallfahrtsort. Der erste Bischof von Münster, der heilige Liudger, wird in Billerbeck verehrt. Der Hl. Liudger ist am 26. März 809 in Billerbeck gestorben.

In Billerbeck gibt es eine katholische und eine evangelische Gemeinde.

Die Pfarr- und Propsteigemeinde St. Johann/St. Ludgerus Billerbeck findet ihre Wurzeln im 8. Jahrhundert und reichen bis vor das Wirken des Hl. Ludgerus (Liudger) zurück. Sowohl der neugotische Ludgerus-Dom (erbaut 1892–1898) als auch die spätromanische St. Johannis-Kirche sind sehenswert.

Von großer, weit über Billerbeck hinausreichender Bedeutung ist auch die Benediktiner-Abtei St. Joseph zu Gerleve. Sie gehört der Beuroner Kongregation an. Seit 2009 steht Laurentius Schlieker als Abt an der Spitze der Abtei. Zur Abtei gehören unter anderem ein Exerzitienhaus, eine Jugendbildungsstätte und eine Buchhandlung.

Das Evangelische Kirchenzentrum "Vom Guten Hirten" in Billerbeck wurde 1974 eingeweiht. Es ist eine neuzeitlich gestaltete Anlage mit angegliedertem Pfarrzentrum. Das Kirchenzentrum ersetzt die vom Lutherischen Weltbund gestiftete ehemalige Diasporakapelle, eine von Otto Bartning größtenteils aus Holz erbaute Notkirche.[30]

Am Ortsausgang in Richtung Rorup befindet sich der jüdische Friedhof Billerbeck.

Persönlichkeiten aus Billerbeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gottfried von Raesfeld im Jahr 1566, gemalt von Hermann tom Ring

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Westfälischer Städteatlas; Band: VI; 1. Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Billerbeck, Autor: Peter Ilisch, ISBN 3-89115-145-4; Dortmund-Altenbeken, 1999.
  • Peter Ilisch: Zur Siedlungsgenese von Billerbeck. In: Westfälische Zeitschrift 129, 1979, S. 9–56.
  • Peter Ilisch: Zum Erscheinungsbild münsterländischer Kirchhöfe vor 1800 – Das Beispiel St. Johann zu Billerbeck. In: Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld 4, 1979, S. 114–131.
  • Peter Ilisch: Die Vikarien zu Billerbeck. In: Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld 28, 2003, S. 1–25.
  • Peter Ilisch: Das jüdische Leben im Wigbold Billerbeck. In: Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld 32, 2007, S. 15–38.
  • Peter Ilisch: Pastoren zu Zeiten des Fürstbistums Münster: Billerbeck und Darup als Beispiele. In: Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld 35, 2010, S. 41–94.
  • André Schnepper: Prozesse der Machtergreifung in einer katholischen Kleinstadt: Das Beispiel Billerbeck. Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld Beiheft 2011, Coesfeld 2011.
  • Geschichte der Stadt Billerbeck, hrsg. im Auftrag des Instituts für vergleichende Städtegeschichte von Werner Freitag unter Mitarb. von Dörthe Gruttmann und Constanze Sieger, Bielefeld 2012.
  • Paul B. Steffen: Pater Franz Vormann SVD (1868–1929) aus Billerbeck – Mitbegründer der katholischen Mission u. Kirche in Neuguinea. In: Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld, Kreisheimatverein Coesfeld (Hrsg.), 36. Jg. (2011), S. 105–119.
  • Paul B. Steffen: VORMANN, Franz SVD (1868-1929) Pioniermissionar in Neuguinea. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 34 (2013), Sp. 1474–1481.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Billerbeck – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2018 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 95.
  3. Wahlergebnisse 2014
  4. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 2009
  5. Wahlprofil des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NW (Memento des Originals vom 19. August 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.it.nrw.de
  6. Wahlergebnisse 1999@1@2Vorlage:Toter Link/webshop.it.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 5,62 MB)
  7. Wahlergebnisse 2004@1@2Vorlage:Toter Link/webshop.it.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 6,70 MB)
  8. Wahlergebnisse 2009@1@2Vorlage:Toter Link/webshop.it.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 3,34 MB)
  9. Partei SG-NRW ab dem 1. Dezember 2012 den Zusammenschluss mit der Familien – Partei Deutschlands
  10. http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite.php?menuid=405
  11. https://web.archive.org/web/20150923185549/http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite.php?menuid=405
  12. http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite.php?menuid=405
  13. http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite.php?menuid=405
  14. http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite.php?menuid=405
  15. http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite.php?menuid=405
  16. https://web.archive.org/web/20150923185549/http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite.php?menuid=405
  17. Das Stadtwappen von Billerbeck. Abgerufen am 14. Mai 2013.
  18. Stadt Billerbeck auf der Website www.kommunalflaggen.de. Abgerufen am 14. Mai 2013.
  19. http://www.billerbeck.de/staticsite/staticsite2.php?menuid=581&topmenu=92
  20. https://www.streiflichter.com/lokales/billerbeck/staedtepartnerschaft-zwischen-billerbeck-iecava-8342460.html
  21. https://www.azonline.de/Billerbeck/2999984-Billerbeck-Mitfahren-nach-Erquinghem-Lys
  22. https://www.streiflichter.com/lokales/billerbeck/immer-freundschaft-5640684.html
  23. Christoph Dautermann: Kirchhöfe und Kirchofspeicher in Nordwestdeutschland. In: Beiträge zum städtischen Bauen und Wohnen in Nordwestdeutschland. Münster 1988, Seite 297, Abb. 37
  24. Zur Geschichte und Baugeschichte dieses Hauses vgl. Andreas Eiynck: Häuser, Speicher, Gaden. Städtische Bauweisen und Wohnformen in Steinfurt und im nordwestlichen Münsterland. Bonn 1991, Seite 153–157
  25. Eiynck, Häuser, Speicher, Gaden, Seite 157–158
  26. Näheres zu diesem Bau siehe: Einzelberichte zur Denkmalpflege für die Jahre 1980-1984. In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, 67. Band (1989), Seite 419–420
  27. http://www.otto-bartning.de/anzeige.php?id=108
  28. https://www.azonline.de/Billerbeck/3893038-Billerbeck-Vorhaenge-gegen-zehn-Pfennige-verliehen
  29. Geschwister-Eichenwald-Schule Billerbeck
  30. http://www.otto-bartning.de/anzeige.php?id=108