Birkenau (Odenwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birkenau
Birkenau (Odenwald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birkenau hervorgehoben

Koordinaten: 49° 34′ N, 8° 42′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Bergstraße
Höhe: 144 m ü. NHN
Fläche: 24,55 km2
Einwohner: 9857 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 402 Einwohner je km2
Postleitzahl: 69488
Vorwahlen: 06201, 06209
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 004
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile (inklusive Kerngemeinde)
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 119
69488 Birkenau
Website: www.birkenau.de
Bürgermeister: Helmut Morr (parteilos)
Lage der Gemeinde Birkenau im Kreis Bergstraße
Groß-RohrheimZwingenberg (Bergstraße)BiblisViernheimLampertheimBürstadtEinhausen (Hessen)LorschBensheimLautertal (Odenwald)LindenfelsHeppenheim (Bergstraße)Heppenheim (Bergstraße)Fürth (Odenwald)GrasellenbachRimbach (Odenwald)MörlenbachWald-MichelbachBirkenau (Odenwald)AbtsteinachGorxheimertalHirschhorn (Neckar)NeckarsteinachMichelbuch (gemeindefreies Gebiet)Rheinland-PfalzBaden-WürttembergKreis Groß-GerauLandkreis Darmstadt-DieburgOdenwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Birkenau im Odenwald ist eine Gemeinde des südhessischen Kreises Bergstraße. Sie hat den Beinamen „Das Dorf der Sonnenuhren“.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Weschnitztal im Odenwald etwa 25 km nördlich von Heidelberg und rund 20 km nordöstlich von Mannheim. Sie befindet sich an der B 38 und wird von der Weschnitz durchflossen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birkenau grenzt im Norden an die Gemeinde Mörlenbach, im Osten an die Gemeinde Abtsteinach, im Süden an die Gemeinde Gorxheimertal sowie im Westen an die Städte Weinheim und Hemsbach (beide Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Birkenau gliedert sich in die folgenden Ortsteile: [2][3]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Lage nahe an der Bergstraße herrscht in Birkenau ein mildes Klima, das häufig in einer für Deutschland sehr frühen Mandelbaumblüte sichtbar wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birkenauer Schloss

Die erste urkundliche Erwähnung von Birkenau erfolgte 795 im Dokument einer Grenzbereinigung zum Besitz des Klosters Lorsch in der „Mark Heppenheim“,[4] einer Schenkung durch Karl den Großen an das Reichskloster Lorsch. Damit wurde dieses aufgewertet und so dem Zugriff der Diözesen Mainz und Worms entzogen. Die Mark Heppenheim umschloss den größten Teil des heutigen Kreises Bergstraße und große Teile des Odenwaldkreises. In der Grenzbeschreibung von 773 wird Birkenau noch nicht erwähnt. Im Zusammenhang mit dieser Schenkung entwickelten sich Grenzstreitigkeiten zwischen dem Kloster Lorsch und der Diözese Worms, die 795 zur Einberufung eines Schiedsgerichtes auf dem Kahlberg bei Weschnitz führten, einer alten Versammlungs- und Gerichtsstätte unweit der heutigen Walburgiskapelle. Als Ergebnis dieses Schiedsgerichtes wurde eine neue Grenzbeschreibung festgelegt, die nun auch die wichtigsten Orte innerhalb der Grenzen der Mark Heppenheim benannte, nämlich Furte (Fürth), Rintbach (Rimbach), Morlenbach (Mörlenbach), Birkenowa (Birkenau), Winenheim (Weinheim), Heppenheim, Besinsheim (Bensheim), Urbach (Auerbach), Lauresham (Lorsch) und Bisestat (Bürstadt).[5]

Graf Werinher schenkte 846 die Zelle Birkenau dem Kloster Lorsch. Bischof Adalberto von Augsburg empfing Birkenau 897 zum Lehen. Als Besitz des Lorscher Klosters fiel es 1232 unter die Herrschaft des Erzbistums Mainz. Die Ortsteile Hornbach und Balzenbach waren dagegen kurpfälzisch, so dass sie nach der Reformation unterschiedlichen Bekenntnissen angehörten. 1568 und 1613 ist Birkenau im Besitz der Freiherren von Wambold und der Landschaden zu finden, 1653 kam es an den Reichshofrat von Bohn, nach Aussterben dessen Familie wurde es an die Freiherren Wambold von Umstadt belehnt, 1806 kam das Amt an Hessen.[6] 1552 wird das Rathaus erbaut, 1771 das Schloss der Herren Wambolt von Umstadt.[7]

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Biblis:

„Birkenau (L. Bez. Lindenfels) luth. und kath. Pfarrdorf; liegt an der Weschnitz, 312 St. von Lindenfels in einem sehr romantischen Thale, und gehört dem Freiherrn von Wambold. Der Ort hat mit Einschluß von Kallstadt 152 Häuser und 1172 Seelen, unter welchen 677 Luth., 398 Kath., 31 Reform. und 66 Juden sind. Man findet 1 luth., den 11 Juni 1820 eingeweihte Kirche, eine kath. Kirche, 1 Synagoge, 3 Mahlmühlen und 1 Mahl-, Oel-, Schneid-, Gyps- und Reibmühle; sodann ein Grenzzollamt II. Classe und eine von Wamboldische Receptur. Jährlich werden 3 Märkte gehalten- Die Familie von Wambold besitzt hier ein artiges Schloß mit einem Garten, dessen schöne Anlagen aber ganz verwildern. – Birkenau (Birkenowa) gehörte zur Heppenheimer Mark, und wurde 773 von Kaiser Carl dem Großen dem Kloster Lorsch geschenkt, so wie die Celle von dem Gaugrafen Wernher, 846, diesem Kloster übergeben wurde. Mit der Abtei Lorsch kam der Ort an Mainz, welches ihn aber wieder zu Lehen gab. So besaß denselben im Jahr 1420 und die folgende Zeit, die adelige Familie der Schwendten von Weinheim, so wie namentlich Eberhard und Bernhard Schwendt mit einem Theil des Dorfs und Zugehörs belehnt wurde. Er kam nachher an die Wambolde von Umstadt und die Forstmeister von Gelnhausen, welch letztere ihren Antheil den Wambolden überließen. Der andere Theil des Dorfs kam als ein Lehen an die Landschaden von Steinach. Später, von 1653 an, kam das Ganze an den Reichshofrath von Behn, bis nach dem Ausgang dieser Familie, 1721, das Ganze als eröffnetes Lehen an Mainz zurückfiel, welches die Wainbolde wieder damit belehnte. Hinsichtlich der obersten Gerichtsbarkeit fanden zwischen Mainz und Pfalz einige Mißhelligkeiten statt, die aber nie entschieden wurden. Der Dorf gehörte zum vormaligen Ritterkanton Odenwald, und 1806 kam die von Baden anerkannte Souveraintät an Hessen.“[8]

Bis 1964 wuchs die Einwohnerzahl auf über 5.000 an. 1967 wurde die Gemeinde als Erholungsort und 1979 als Luftkurort anerkannt, hat das Prädikat Luftkurort aufgrund des geringen Fremdenverkehrs aber nicht neu beantragt. Der Ort ist jedoch noch Erholungsort.[9] 1995 feierte Birkenau das 1200-jährige Bestehen.

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch dokumentierte Erwähnungen des Ortes sind (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[10]

  • Birkenowa (773, 795)
  • Birkenouua, cella (846)
  • Birchenowa, villa (877)
  • Birkenouua (897)
  • Prechauwe (1392)
  • Birkenau (1392)
  • Pirckenauwe (1392)
  • Birkenauwe (1437)

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Kallstadt (am 1. Juli 1970), Hornbach, Reisen (beide am 31. Dezember 1970), Löhrbach und Nieder-Liebersbach (beide am 31. Dezember 1971) auf freiwilliger Basis nach Birkenau eingegliedert.[11] Am 1. August 1972 wurden außerdem der bis dahin zur Gemarkung Mackenheim gehörende Weiler Schnorrenbach, der als Exklave jenseits des westlichen Nachbarortes Vöckelsbach liegt, durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Bergstraße in die Gemeinde Birkenau eingegliedert.[12] Für das Gebiet der ehemaligen Gemeinden sowie für die Kerngemeinde Birknau mit Kallstadt wurden per Hauptsatzung Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung errichtet. Die Grenzen der Ortsbezirke folgen den Gemarkungsgrenzen.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Birkenau 10.129 Einwohner. Darunter waren 9394 (7,3 %) Ausländer, von denen 318 aus dem EU-Ausland, 334 aus anderen Europäischen Ländern und 83 aus anderen Staaten kamen.[13] Die Einwohner lebten in 4402 Haushalten. Davon waren 1214 Singlehaushalte, 1313 Paare ohne Kinder und 1467 Paare mit Kindern, sowie 347 Alleinerziehende und 61 Wohngemeinschaften.[14]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1812: 556 Einwohner, 119 Häuser[7]
• 1829: 1172 Einwohner, 152 Häuser[8]
• 1867: 1340 Einwohner, 187 Häuser[15]
Birkenau: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2015
Jahr  Einwohner
1829
  
1.172
1834
  
1.166
1840
  
1.269
1846
  
1.342
1852
  
1.308
1858
  
1.357
1864
  
1.306
1871
  
1.330
1875
  
1.391
1885
  
1.466
1895
  
1.662
1905
  
2.004
1910
  
2.213
1925
  
2.347
1939
  
2.827
1946
  
3.845
1950
  
4.047
1956
  
4.231
1961
  
4.503
1967
  
5.097
1970
  
5.308
1972
  
9.378
1976
  
9.549
1984
  
10.325
1992
  
10.433
2000
  
10.400
2005
  
10.419
2010
  
10.000
2011
  
10.129
2015
  
9.939
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [10]; 1972:[16]; 1976:[17]; 1984:[18]; 1992:[19]; 2000:[20]; 2005:[21]; 2010:[22]; Zensus 2011[13]; 2015:[23]
Ab 1972 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1829: 677 lutheranische (= 57,76 %), 31 reformierte (= 2,65 %), 66 jüdische (= 5,63 %) und 398 katholische (= 33,96 %) Einwohner[8]
• 1961: 257 evangelische (= 57,10 %), 1718 katholische (= 38,15 %) Einwohner[10]
• 2011: 3951 evangelische (= 39,0 %), 3236 katholische (= 31,9 %), 2942 sonstige (= 29,0 %) Einwohner[24]

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde im Vergleich mit Landkreis, Regierungsbezirk Darmstadt und Hessen:[20]

Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2017 1163 72.939 1.695.567 2.524.156
Veränderung zu 2000 +6,5 % +17,1 % +16,1 % +16,0 %
davon Vollzeit 2017 62,5 % 70,8 % 72,8 % 71,8 %
davon Teilzeit 2017 37,5 % 29,2 % 27,2 % 28,2 %
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte 2017 557 15.613 224.267 372.991
Veränderung zu 2000 −19,2 % −4,3 % +9,0 % +8,8 %
Branche Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Produzierendes Gewerbe 2000 27,6 % 39,6 % 27,0 % 30,6 %
2017 27,3 % 32,1 % 20,4 % 24,3 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 2000 28,8 % 25,1 % 26,4 % 25,1 %
2017 24,9 % 25,8 % 24,7 % 23,8 %
Unternehmensdienstleistungen 2000 15,9 % 11,6 % 25,1 % 20,2 %
2017 16,9 % 15,5 % 31,6 % 26,1 %
Sonstige Dienstleistungen 2000 27,3 % 22,0 % 20,1 % 22,5 %
2017 30,5 % 25,3 % 23,0 % 25,4 %
Sonstiges (bzw. ohne Zuordnung) 2000 00,5 % 01,7 % 01,4 % 01,5 %
2017 00,7 % 01,1 % 00,3 % 00,4 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[25] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[26][27]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Insgesamt 31 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,4 10 33,1 10 35,6 13 37,4 14
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 29,4 9 29,7 9 38,3 14 44,4 16
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 17,1 5 22,6 7
FWV Freie Wählervereinigung Birkenau 12,6 4 10,6 4 21,0 8 13,6 5
FDP Freie Demokratische Partei 10,5 3 4,0 1 5,1 2 4,5 2
gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 50,8 52,8 52,3 54,4
Altes Rathaus

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Die Wahlen des Jahres 2009 gewann Helmut Morr (parteilos) in der Stichwahl am 1. Februar mit 3330 Stimmen (68,8 %) gegen 1509 Stimmen (31,2 %) für Peter Zschippig (unterstützt von CDU und SPD). Die Wahlbeteiligung lag bei 62,2 %. Seit dem 21. Mai 2009 ist er Nachfolger von Ingrid Berbner (FWG).

Ortsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gibt es im Gemeindegebiet:[3][28]

  • Ortsbezirk Kerngemeinde Birkenau mit dem dem Ortsteil Kallstadt (Gebiete der ehemaligen Gemeinden Birkenau und Kallstadt). Der Ortsbeirat besteht aus 9 Mitgliedern.
  • Ortsbezirk Nieder-Liebersbach (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Nieder-Liebersbach). Der Ortsbeirat besteht aus 9 Mitgliedern.
  • Ortsbezirk Reisen (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Reisen). Der Ortsbeirat besteht aus 9 Mitgliedern.
  • Ortsbezirk Hornbach (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Hornbach). Der Ortsbeirat besteht aus 7 Mitgliedern.
  • Ortsbezirk Löhrbach (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Löhrbach). Der Ortsbeirat besteht aus 7 Mitgliedern.
  • Ortsbezirk Buchklingen (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Buchklingen). Der Ortsbeirat besteht aus 5 Mitgliedern.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot eine silberne mit silbernem Maueranker belegte entwurzelte Birke“

Die Bedeutung des Wappens, dessen Stilelemente teilweise auf Zentsiegeln und Marksteinen bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden können, ist unklar. Vor allem das als Maueranker gedeutete Zeichen ist umstritten und könnte auch eine Weberhaspel gewesen sein. Mit Urkunde vom 22. Juli 1926 verlieh der Innenminister des Volksstaates Hessen der Gemeinde das Recht zur Führung des vorgenannten Wappens.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchklingen

Ein beliebtes Wochenendausflugsziel sowie Raststätte für Wanderer ist Buchklingen.

In Schnorrenbach befindet sich ein Wintersportgebiet mit einem Abfahrtshang (450 Meter lang) und Skilift. Im Sommer wird seit 15 Jahren jährlich das internationale FIS-Camp für Kinder und Jugendliche sowie der Deutschlandpokal im Grasski ausgetragen. Dabei starteten bisher Grasskifahrer aus Österreich, Tschechien, Italien, Deutschland und auch Japan. Es ist eine Flutlichtanlage installiert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birkenau liegt im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar und im Rhein-Main Verkehrsverbund. Der Bahnhof Birkenau liegt an der Weschnitztalbahn WeinheimFürth (Odenwald). Dort halten stündlich, wochentags in den Hauptverkehrszeiten halbstündlich, Regionalbahnen der DB Regio AG. Unterstützt werden die Züge durch die mehrmals täglich verkehrenden Linien 681, 684 und 688 der Busverkehr Rhein-Neckar GmbH.

Weiterhin führte bis zuletzt die Bundesstraße 38 durch Birkenau. Diese wurde durch die Öffnung des Saukopftunnel im Jahre 1999 praktisch „außerorts“ gelegt. Die „alte B 38“ ist nun die L 3408.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freibad Birkenau

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 7 Kindergärten
  • 2 Grundschulen (Sonnenuhrenschule, Grundschule Nieder-Liebersbach)
  • 1 Haupt- und Realschule (Langenbergschule)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfau im Schlosspark

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historisches Rathaus (1552 – das Älteste im Kreis Bergstraße) mit Pranger und Normal-Elle
  • Birkenauer Barockschloss und Schlosspark des Freiherrn Wambolt von Umstadt
  • Rotkreuzmuseum Birkenau[29]
  • Dorf der Sonnenuhren (etwa 200 Uhren)[30]
  • Sonnenuhrenschule Birkenau

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund um Birkenau befinden sich mehrere Naturschutzgebiete und eine beachtliche Anzahl von Wanderwegen. Diese Wanderwege finden sich einerseits in den Wäldern rund um Birkenau, jedoch lohnt z. B. auch der „Höhenweg“ (Europäischer Fernwanderweg Nr. 1, Plateauweg zwischen Birkenau und Reisen) einen Besuch, da man von ihm aus einen wunderschönen Blick über Birkenau und Nieder-Liebersbach hat. In den Wäldern von Birkenau ist es keine Seltenheit, einheimische Waldtiere zu sehen wie z. B. Rehe, Vögel, Hasen etc. Teilweise finden sich auch Fuchshöhlen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt ist der TSV Birkenau durch seine Handballabteilung. Die Mannschaft spielte in der ersten Handball-Bundesliga und wurde 1974 Deutscher Meister im Feldhandball.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Birkenau verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Gilmer (1822–1871), Gutsbesitzer auf dem Haselhof bei Birkenau und Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Portrait. In: Webauftritt. Gemeinde Birkenau, abgerufen im Oktober 2019.
  3. a b c Hauptsatzung. (PDF; KK kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Birkebau, abgerufen im Februar 2019.
  4. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 1), Urkunde 6a, Über die Mark Heppenheim, Mitte August 795. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 60, abgerufen am 6. Januar 2018.
  5. Regesten der Stadt Heppenheim und Burg Starkenburg bis zum Ende Kurmainzer Oberherrschaft (755 bis 1461). Im Auftrag des Stadtarchivs Heppenheim zusammengestellt und kommentiert von Torsten Wondrejz. Nr. 5a (PDF; 2,0 MB)
  6. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Hessen, 3. überarbeitete Aufl., S. 53
  7. a b Johann Konrad Dahl: Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch oder Kirchengeschichte des Oberrheingaues. Darmstadt 1812, OCLC 162251605, S. 283 ff. (Online bei google books).
  8. a b c Georg Wilhelm Justin Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg. Band 1. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt Oktober 1829, OCLC 312528080, S. 20 f. (Online bei google books).
  9. 77. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 17. November 2011. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 7, 2012, ISSN 0724-7885, S. 221.
  10. a b c Birkenau, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 8. Juni 2018.
  11. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 201
  12. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Bergstraße (GVBl. II 330–15 § 3) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 222 ff. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  13. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Birkenau. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im September 2019.
  14. Haushalte nach Familien: Birkenau. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im September 2019.
  15. Ph. A. F. Walther: Alphabetisches Verzeichniss der Wohnplätze im Grossherzogtum Hessen. G. Jonghaus, Darmstadt 1869, OCLC 162355422, S. 14 (Online bei google books).
  16. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1972; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 4. August 1972. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 33, S. 1424, Punkt 1025 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,9 MB]).
  17. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1977; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden (Punkt 1668) vom 15. Dezember 1976. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1976 Nr. 52, S. 2283 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 10,3 MB]).
  18. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1985; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 30. Oktober 1984. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1984 Nr. 46, S. 2175, Punkt 1104 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  19. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1993; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 21. Oktober 1992. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1992 Nr. 44, S. 2766, Punkt 935 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,1 MB]).
  20. a b Gemeindedatenblatt: Birkenau. (PDF; 222 kB) In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH;
  21. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden (30. Juni 2005). In: Hessisches Statistisches Landesamt. Archiviert vom Original;.
  22. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden (30. Juni 2010). In: Hessisches Statistisches Landesamt. Archiviert vom Original;.
  23. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden (30. Juni 2015). In: Hessisches Statistisches Landesamt. Archiviert vom Original;.
  24. Religionszugehörigkeit: Birkenau. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im September 2019.
  25. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  26. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  27. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  28. Ortsbeiräte. In: Webauftritt. Gemeinde Birkenau, abgerufen im Oktober 2019.
  29. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Mit Herz und Hand fürs Rote Kreuz. (Rotkreuzmuseum Birkenau) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 2, Süddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 180–181, ISBN 978-3-7776-2511-9
  30. Sonnenuhren Birkenau. Sonnenuhrenverein Birkenau e. V., abgerufen im Oktober 2019.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birkenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien