Deportivo La Coruña

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Deportivo de La Coruña
Logo von Deportivo La Coruña
Voller Name Real Club Deportivo
de La Coruña S.A.D.
Ort A Coruña, Spanien
Gegründet 2. März 1906
Stadion Estadio Municipal de Riazor
Plätze 34.611
Präsident Constantino Fernández
Trainer Gaizka Garitano Aguirre
Homepage canaldeportivo.com
Liga Primera División
2015/16 15. Platz
Heim
Auswärts

Der Real Club Deportivo de La Coruña („Königlicher Sportklub La Coruña“) ist ein spanischer Fußballverein aus A Coruña, Galicien.

Depor spielt im etwa 35.000 Plätze fassenden Estadio Municipal de Riazor. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Der galicische Lokalrivale ist Celta Vigo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klub wurde am 2. März 1906 gegründet. 1993 qualifizierte sich Depor erstmals für einen internationalen Wettbewerb. 1995 gewann das Team den spanischen Pokal, im Jahr 2002 gelang dies erneut. Den ersten und bislang einzigen spanischen Meistertitel konnte man 2000 feiern. Zuvor hatte der Verein 1994 am letzten Spieltag die erste Chance auf den spanischen Meistertitel vergeben, nachdem man zu Hause gegen den FC Valencia nur 0:0 spielte und der FC Barcelona durch einen 5:2-Sieg gegen den FC Sevilla noch an Depor vorbeiziehen konnte. 1995, 2000 und 2002 wurde der spanische Supercup gewonnen.

2003 wurde Roy Makaay, der seit 1999 für den Klub spielte, für die vereinsinterne Rekordsumme von 18,7 Mio. € Ablöse an den FC Bayern München verkauft. In der Champions-League-Saison 2002/03 hatte er alle drei Treffer bei Deportivos überraschendem 3:2-Sieg in München erzielt.

In der Saison 2003/04 erreichte Deportivo de La Coruña das Halbfinale der UEFA Champions League. Auf dem Weg schaltete man unter anderem Juventus Turin aus. In dieser Saison gab es eine legendäre Niederlage. Mit 8:3 verlor Deportivo im torreichsten Spiel der bisherigen Champions League gegen Monaco. Im Viertelfinale stand man dem Titelverteidiger AC Mailand gegenüber. Nach einer 1:4-Auswärtsniederlage schien der europäische Traum für Depor bereits ausgeträumt, doch ein 4:0-Heimsieg in La Coruña wendete das Blatt und brachte die Mannschaft ins Semifinale. Dort schied man jedoch gegen den späteren Champion FC Porto mit 0:0 und 0:1 aus.

Nach der Saison 2004/05 verließ der Erfolgstrainer Javier Irureta aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse (nur 8. Platz in der Primera División) nach acht überaus erfolgreichen Jahren den Klub. Auf Besserung wartete man jedoch vergeblich. Am Ende der Folgesaison stand die Mannschaft ebenfalls auf Platz 8, die Saison 2006/07 beendete man gar nur auf Platz 13. Nachdem man in der Saison 2007/2008 lange gegen den Abstieg gekämpft hatte, belegte der Verein am Ende den 9. Tabellenplatz. Der neunte Platz berechtigte zur Teilnahme am UI Cup, wodurch man erstmals seit 2005 wieder im Europapokal spielen konnte. Nachdem man den israelischen Vertreter FC Bnei Sachnin ausschalten konnte (2:1 und 0:1), gelang man in die zweite Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals. Nachdem man dort Hajduk Split und, in der ersten Runde, Brann Bergen bezwang, qualifizierte man sich für die Gruppenphase des Wettbewerbs.

In der Gruppenphase traf man auf ZSKA Moskau, AS Nancy, Lech Posen und Feyenoord Rotterdam. Die Gruppenphase bestand man als Tabellenzweiter, wodurch man ins Sechzehntelfinale kam. Dort scheiterte man überraschend am dänischen Außenseiter Aalborg BK.

Die Saison 2008/09 war die bisher letzte Spielzeit, in welcher der Klub international vertreten war. In der Saison 2009/10 spielte man phasenweise um die Teilnahme an der UEFA Europa League 2010/11 mit. Jedoch brach man Mitte der Rückrunde ein.

In der Saison 2010/11 kämpfte man lange um den Klassenerhalt. Am letzten Spieltag verlor der Verein zuhause mit 0:2 gegen den FC Valencia und stieg nach zwanzig Jahren Erstliga-Zugehörigkeit wieder in die Segunda División ab. In der Saison darauf gelang einen Spieltag vor Saisonende der direkte Wiederaufstieg. Ein Jahr später kam es wie im Jahre 2011 zum Abstieg aus der Primera División, der am letzten Spieltag durch eine 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad besiegelt wurde. Celta Vigo machte zeitgleich den Klassenerhalt perfekt.

La Coruña beendete die Saison 2015/16 als Tabellen-15. und vermied knapp den Abstieg. Trotz Klassenerhalt trennte sich der Verein nach Saisonende von Trainer Víctor Sánchez. In der Rückrunde konnte Depor nur zwei Siege verbuchen.[1]

Aktueller Kader 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 25. August 2016)[2]

Nr. Position Name
1 ArgentinienArgentinien TW Germán Lux
2 SpanienSpanien AB Juanfran (geliehen vom FC Watford)
3 SpanienSpanien AB Fernando Navarro
4 SpanienSpanien MF Álex Bergantiños
5 SpanienSpanien MF Pedro Mosquera
6 SpanienSpanien AB Raúl Albentosa
7 SpanienSpanien ST Lucas Pérez
8 TurkeiTürkei MF Emre Çolak
9 KolumbienKolumbien ST Marlos Moreno (geliehen von Manchester City)
10 RumänienRumänien ST Florin Andone
11 SpanienSpanien MF Carles Gil (geliehen von Aston Villa)
12 BrasilienBrasilien AB Sidnei
Nr. Position Name
13 PolenPolen TW Przemysław Tytoń
14 SpanienSpanien AB Alejandro Arribas
15 SpanienSpanien AB Laure
16 PortugalPortugal AB Luisinho
17 SpanienSpanien MF Borja Valle
19 MarokkoMarokko MF Fayçal Fajr
20 BrasilienBrasilien MF Guilherme (geliehen von Udinese Calcio)
21 PortugalPortugal MF Bruno Gama
22 Costa RicaCosta Rica MF Celso Borges
25 SpanienSpanien TW Rubén Martínez
SpanienSpanien MF Álvaro Queijeiro

Erfolge und Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im spanischen Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deportivo de La Coruña – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. rp-online.de: La Coruna trennt sich von Tranier Sanchez del Amo Artikel vom 30. Mai 2016
  2. Kader, Internetpräsenz von Deportivo La Coruña, abgerufen am 9. April 2015