Deportivo La Coruña

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Deportivo de La Coruña
Logo von Deportivo La Coruña
Basisdaten
Name Real Club Deportivo de La Coruña S.A.D.
Sitz A Coruña, Spanien
Gründung 2. März 1906
Präsident Tino Fernández
Website rcdeportivo.es
Erste Mannschaft
Cheftrainer Natxo González
Spielstätte Estadio Riazor
Plätze 32.660
Liga Segunda División
2018/19 6. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Real Club Deportivo de La Coruña (deutsch Königlicher Sportclub von La Coruña), im deutschsprachigen Raum bekannt als Deportivo La Coruña, ist ein spanischer Fußballverein aus der spanischen Stadt A Coruña, Autonome Gemeinschaft Galicien. Depor spielt im etwa 35.000 Zuschauer fassenden Estadio Riazor. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Der galicische Lokalrivale ist Celta Vigo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klub wurde am 2. März 1906 gegründet. 1993 qualifizierte sich Depor erstmals für einen internationalen Wettbewerb. 1995 gewann das Team den spanischen Pokal, im Jahr 2002 gelang dies erneut. Den ersten und bislang einzigen spanischen Meistertitel konnte man 2000 feiern. Zuvor hatte der Verein 1994 am letzten Spieltag die erste Chance auf den spanischen Meistertitel vergeben, nachdem man zu Hause gegen den FC Valencia nur 0:0 gespielt hatte und der FC Barcelona hatte durch einen 5:2-Sieg gegen den FC Sevilla noch an Depor vorbeiziehen können. 1995, 2000 und 2002 wurde der spanische Supercup gewonnen.

2003 wurde Roy Makaay, der seit 1999 für den Klub spielte, für die vereinsinterne Rekordsumme von 18,7 Mio. € Ablöse an den FC Bayern München verkauft. In der Champions-League-Saison 2002/03 hatte er alle drei Treffer bei Deportivos überraschendem 3:2-Sieg in München erzielt.

In der Saison 2003/04 erreichte Deportivo de La Coruña das Halbfinale der UEFA Champions League. Auf dem Weg schaltete man unter anderem Juventus Turin aus. In dieser Saison gab es eine legendäre Niederlage. Mit 8:3 verlor Deportivo im torreichsten Spiel der bisherigen Champions League gegen Monaco. Im Viertelfinale stand man dem Titelverteidiger AC Mailand gegenüber. Nach einer 1:4-Auswärtsniederlage schien der europäische Traum für Depor bereits ausgeträumt, doch ein 4:0-Heimsieg in La Coruña wendete das Blatt und brachte die Mannschaft ins Semifinale. Dort schied man jedoch gegen den späteren Champion FC Porto mit 0:0 und 0:1 aus.

Nach der Saison 2004/05 verließ der Erfolgstrainer Javier Irureta aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse (nur 8. Platz in der Primera División) nach acht überaus erfolgreichen Jahren den Klub. Auf Besserung wartete man jedoch vergeblich. Am Ende der Folgesaison stand die Mannschaft ebenfalls auf Platz 8. Jedoch gelang in der Copa del Rey mit dem Halbfinaleinzug ein kleiner Erfolg, wo die Mannschaft am späteren Sieger Espanyol Barcelona knapp scheiterte (1:2; 0:0). In der Liga setzte sich der sportliche Niedergang in der Saison 2006/07 fort, welche lediglich auf Platz 13 beendet wurde. Im Pokal konnte man erneut bis ins Halbfinale vorstoßen wo nan jedoch dem FC Sevilla in zwei Spielen klar unterlag (0:3; 0:2). Nachdem man in der Saison 2007/2008 lange gegen den Abstieg gekämpft hatte, belegte der Verein am Ende den 9. Tabellenplatz. Der neunte Platz berechtigte zur Teilnahme am UI Cup, wodurch man erstmals seit 2005 wieder im Europapokal spielen konnte. Nachdem man den israelischen Vertreter FC Bnei Sachnin ausschalten konnte (2:1 und 0:1), gelang man in die zweite Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals. Nachdem man dort Hajduk Split und, in der ersten Runde, Brann Bergen bezwang, qualifizierte man sich für die Gruppenphase des Wettbewerbs.

In der Gruppenphase traf man auf ZSKA Moskau, AS Nancy, Lech Posen und Feyenoord Rotterdam. Die Gruppenphase bestand man als Tabellenzweiter, wodurch man ins Sechzehntelfinale kam. Dort scheiterte man überraschend am dänischen Außenseiter Aalborg BK.

Die Saison 2008/09 war die bisher letzte Spielzeit, in welcher der Klub international vertreten war. In der Saison 2009/10 spielte man phasenweise um die Teilnahme an der UEFA Europa League 2010/11 mit. Jedoch brach man Mitte der Rückrunde ein und beendete die Saison als 10.

In der Saison 2010/11 kämpfte man lange um den Klassenerhalt. Am letzten Spieltag verlor der Verein zuhause mit 0:2 gegen den FC Valencia und stieg nach zwanzig Jahren Erstliga-Zugehörigkeit wieder in die Segunda División ab. In der Saison darauf gelang einen Spieltag vor Saisonende, mit 91 Punkten und deutlichem Vorsprung, der direkte Wiederaufstieg vor dem Lokalrivalen Celta Vigo. Stiegen in diesem Jahr beide galizischen Vereine in die Primera Division auf, kam es ein Jahr später, wie im Jahre 2011, zum Abstieg Depors aus der höchsten spanischen Spielklasse, der am letzten Spieltag durch eine 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad besiegelt wurde. Celta Vigo machte hingegen zeitgleich den Klassenerhalt perfekt.

In der folgenden Spielzeit gelang dem Klub erneut der direkte Wiederaufstieg. Am Saisonende belegte man Platz 2 und stieg ebenso wie der baskische Verein SD Eibar in die Primera Division auf. In der Saison 2014/15 reichte es für den Aufsteiger denkbar knapp zum Klassenerhalt. In der Abschlusstabelle belegten die Galicier Platz 16, punktgleich mit dem 18. Eibar.

La Coruña beendete die Saison 2015/16 als Tabellen-15. und vermied knapp den Abstieg. Trotz Klassenerhalt trennte sich der Verein nach Saisonende von Trainer Víctor Sánchez. In der Rückrunde konnte Depor nur zwei Siege verbuchen.[1]

Nach einem Saisonstart mit nur acht Punkten aus neun Spielen und dem 16. Platz in der Primera División 2017/18, entließ der Verein Trainer Pepe Mel am 24. Oktober 2017.[2] Den Trainerposten übernahm der Nachwuchstrainer Cristóbal Parralo bis Anfang Februar 2018. Nach ihm trat Clarence Seedorf den Trainerposten an, dieser wurde aber nach dem erneuten Abstieg von Depor bereits am 1. Juli 2018 von Natxo González ersetzt.[3]

Am Ende der Saison 2018/19 nahm La Coruna als Tabellensechster der Segunda División an den Aufstiegs-Play-offs zur Primera División teil. Nachdem Deportivo im Halbfinale FC Málaga mit 5:2 in der Addition besiegt hatte, gewann das Team im Finale das Hinspiel gegen RCD Mallorca zu Hause mit 2:0. Durch eine 0:3-Auswärtsniederlage im Rückspiel wurde der Aufstieg noch verpasst.

Erfolge und Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im spanischen Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtszeit Nat. Trainer
1949–1950 ArgentinienArgentinien ItalienItalien Alejandro Scopelli
1973 ChileChile Fernando Riera
1971–1975 SpanienSpanien Arsenio Iglesias
1982–1985 SpanienSpanien Arsenio Iglesias
1987–1991 SpanienSpanien Arsenio Iglesias
1992–1995 SpanienSpanien Arsenio Iglesias
1995–1997 WalesFlag of Wales (1959–present).svg John Toshack
01.07.1997 – 30.09.1997 BrasilienBrasilien Carlos Alberto Silva
01.10.1997 – 30.06.1998 SpanienSpanien José Manuel Corral
01.07.1998 – 31.05.2005 SpanienSpanien Irureta
01.07.2005 – 21.06.2007 SpanienSpanien Joaquín Caparrós
01.07.2007 – 30.06.2011 SpanienSpanien Lotina
01.07.2011 – 30.12.2012 SpanienSpanien José Luis Oltra
31.12.2012 – 10.02.2013 PortugalPortugal Domingos Paciência
11.02.2013 – 08.07.2014 SpanienSpanien Fernando Vázquez
10.07.2014 – 08.04.2015 SpanienSpanien Víctor Fernández
09.04.2015 – 30.05.2016 SpanienSpanien Víctor Sánchez del Amo
01.07.2016 – 26.02.2017 SpanienSpanien Garitano
28.02.2017 – 23.10.2017 SpanienSpanien Pepe Mel
24.10.2017 – 03.02.2018 SpanienSpanien Cristóbal
05.02.2018 – 30.06.2018 NiederlandeNiederlande Clarence Seedorf
01.07.2018 – 30.06.2019 SpanienSpanien Natxo González
Seit 2019

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deportivo de La Coruña – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La Coruna trennt sich von Tranier Sanchez del Amo. SID-Meldung auf RP Online, 30. Mai 2016, abgerufen am 20. Januar 2017.
  2. focus.de: La Coruna entlässt Trainer Pepe Mel Artikel vom 24. Oktober 2017
  3. Deportivo La Coruña - Trainerhistorie. Abgerufen am 20. November 2018.