Rivaldo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Rivaldo
Rivaldo (2010)
Personalia
Voller Name Rivaldo Vítor Borba Ferreira
Geburtstag 19. April 1972
Geburtsort PaulistaBrasilien
Größe 186 cm
Position Offensives Mittelfeld
Hängende Spitze
Junioren
Jahre Station
Paulistano FC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1989–1990 Paulistano FC 48 0(7)
1991 Santa Cruz FC 18 0(8)
1992–1993 Mogi Mirim EC 27 0(9)
1993–1994 Corinthians São Paulo 19 (11)
1994–1996 SE Palmeiras 45 (21)
1996–1997 Deportivo La Coruña 41 (21)
1997–2002 FC Barcelona 157 (86)
2002–2003 AC Mailand 22 0(5)
2004 Cruzeiro Belo Horizonte 0 0(0)
2004–2007 Olympiakos Piräus 70 (36)
2007–2008 AEK Athen 29 0(8)
2008–2010 Bunyodkor Taschkent 53 (33)
2011 Mogi Mirim EC 0 0(0)
2011 → FC São Paulo (Leihe) 30 0(5)
2012 Kabuscorp FC 21 (11)
2013 AD São Caetano 7 0(0)
2014–2015 Mogi Mirim EC 7 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1993–2003 Brasilien 74 (34)
1996 Brasilien Olympia 5 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Rivaldo – voller Name Rivaldo Vítor Borba Ferreira – (* 19. April 1972 in Paulista, Bundesstaat Pernambuco) ist ein ehemaliger brasilianischer Profifußballer, der 1999 die Auszeichnungen als FIFA-Weltfußballer und den Ballon d'Or als Europas Fußballer des Jahres erhielt.

Während seiner aktiven Profikarriere spielte Rivaldo für 16 Vereine auf vier Kontinenten und beendete seine Laufbahn im Alter von 43 Jahren.[1] Rivaldo zählte zu den torgefährlichsten Mittelfeldspielern seiner Generation und erlebte seine herausragenden sportlichen Jahre zwischen 1997 und 2002 beim FC Barcelona. Mit der brasilianischen Nationalmannschaft wurde er 2002 Fußballweltmeister und als fünffacher Torschütze in das All-Star-Team des Turniers gewählt.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivaldo Vítor Borba Ferreira wurde am 19. April 1972 in Paulista, einer Vorstadt von Recife im Nordosten Brasiliens (Bundesstaat Pernambuco), geboren. Recife gilt als „Hauptstadt der sozialen Ungleichheit[2] und mit seinen Eltern und den vier Geschwistern wuchs Rivaldo in einer Favela in ärmlichen Verhältnissen auf. Die wirtschaftliche Not der Familie war so groß, dass er unter Mangelernährung litt, die Auswirkungen auf seine körperliche Entwicklung hatte: Rivaldo verlor mehrere Zähne und hatte eine stark ausgeprägte Varusstellung der Knie („O-Beine“). Obwohl Rivaldo bereits als Kind ein leidenschaftlicher Fußballspieler war und mit dem Nationalsport die Hoffnung auf einen sozialen Aufstieg verband, erschien eine Karriere als Profi aufgrund seiner Herkunft zunächst unwahrscheinlich. Um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, musste sich Rivaldo beispielsweise als Eisverkäufer auf der Straße durchschlagen. Ein Schlüsselerlebnis für den 16-Jährigen war der frühe Tod seines Vaters Romildo Ferreira, der auf dem Weg zur Arbeit von einem Bus überfahren wurde und wegen unzureichender medizinischer Versorgung verstarb.[3] Die traurige Nachricht erreichte die Familie erst einen Tag später, als Nachbarn in einem lokalen Radioprogramm die Polizeimeldung von dem tragischen Unfall hörten.[4]

Rivaldo hat deutsche Vorfahren aus dem münsterländischen Südlohn.[5][6][7]

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Jugendlicher spielte Rivaldo in seiner Heimatstadt für den unterklassigen Paulistano FC und unterschrieb 1991 einen Profivertrag beim Zweitligisten Santa Cruz FC aus Recife.[8] 1992 wechselte er zu Mogi Mirim EC aus der Campeonato Paulista.

SE Palmeiras[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 1994 wechselte Rivaldo für 2,4 Millionen US-Dollar zum amtierenden Landesmeister Palmeiras São Paulo, für den er insgesamt zwei Jahre spielen sollte. Sponsor des Klubs war der finanzkräftige Parmalat-Konzern, der es Palmeiras ermöglichte, mit Spielern wie Roberto Carlos, César Sampaio, Flávio Conceição, Zinho, Evair und Edmundo eine der stärksten Vereinsmannschaften in der Geschichte der brasilianischen Liga aufzubieten. Trainer Vanderlei Luxemburgo integrierte Rivaldo in seine Startelf und der Neuzugang konnte mit seinen Leistungen sofort überzeugen. Palmeiras gewann die brasilianische Meisterschaft 1994 und Rivaldo war, gemeinsam mit Evair, mit 14 Ligatreffern bester Torschütze seines Klubs. In den beiden Finalspielen gegen den Erzrivalen Corinthians São Paulo (3:1 und 1:1) war er mit insgesamt drei Toren der entscheidende Schlüsselspieler. Die Sportzeitung Placar wählte Rivaldo am Saisonende zum zweitenmal in die Mannschaft des Jahres (Bola de Prata). Nach diesem Erfolg gingen viele Stammspieler nach Europa und Luxemburgo musste eine neue Mannschaft aufbauen. 1996 kehrte Palmeiras in die Erfolgsspur zurück und gewann mit 28 Punkten Vorsprung vor dem FC São Paulo die Regionalmeisterschaft Campeonato Paulista. Erfolgsgarant war das Quartett bestehend aus Rivaldo, Luizão, Müller und Djalminha, die als torgefährlichste Offensive Südamerikas galten und allein 70 der insgesamt 102 Tore beisteuerten. Die 1:2-Niederlage gegen Cruzeiro Belo Horizonte im Finale der Copa do Brasil am 19. Juni 1996 war Rivaldos letztes Spiel für Palmeiras.[9][10]

Deportivo La Coruña[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erfolgen in der heimischen Liga, folgte für Rivaldo im Sommer 1996 mit einem Wechsel nach Europa der nächste logische Karriereschritt. Gemeinsam mit seinem Mitspieler Amaral stand er kurz vor einem Transfer zur AC Parma, die wie Palmeiras von Parmalat finanziert wurden. Doch nachdem man ihn in Brasilien zum Sündenbock für das enttäuschende Abschneiden bei den Olympischen Spielen gemacht hatte, sagte er Parma ab und entschied sich für einen Wechsel zu Deportivo La Coruña. Der spanische Erstligist ließ sich Rivaldos Transfer umgerechnet zwölf Millionen Euro kosten, was ihn bis heute zu einem der teuersten Neuzugänge der Vereinsgeschichte macht. Bei Depor sollte er den abgewanderten Topstar Bebeto ersetzen, dem 100 Tore für den Klub gelungen waren und traf mit Mauro Silva und Donato auf zwei weitere Brasilianer, die ihm die Eingewöhnungszeit erleichterten. „Sie haben mir so viel Positives über die Stadt und die Fans erzählt, dass ich mich sehr freue, hier zu spielen“, erklärte Rivaldo und Vereinspräsident Augusto César Lendoiro bedachte ihn mit Vorschusslorbeeren, indem er verlauten ließ, Rivaldo sei „besser als Barcelonas Giovanni.“[11]

Rivaldo sollte die Erwartungen der Galicier weit übertreffen. Von Beginn an war er in der Mannschaft von Trainer John Toshack gesetzt, spielte eine Mischung aus Achter und Zehner, genoss viele spielerische Freiheiten. Im Auswärtsspiel beim amtierenden Meister Atletico Madrid am 3. Spieltag hatte Rivaldo seinen ersten großen Auftritt. Er präsentierte sich als leichtfüßiger Spielmacher und markierte sein erstes Tor für Deportivo. Nach zuvor zwei Unentschieden war der 2:0-Auswärtssieg der Startschuss in eine überragende Spielzeit, in der La Coruña erst am 18. Spieltag gegen den FC Barcelona seine erste Niederlage kassierte. Bis zum Jahreswechsel lagen sie nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Real Madrid und durften von der ersten Meisterschaft überhaupt träumen. Rivaldo war der herausragende Offensivspieler, der seine kreative Spielweise mit Effektivität zu verbinden wusste und in 41 Spielen 21 Tore erzielte. Damit hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass Deportivo nach Rang neun im Vorjahr nun am Saisonende 1996/97 den dritten Platz belegte und sich für den UEFA-Pokal qualifizierte. Nach dieser überragenden Saison galt Rivaldo als einer der weltweit torgefährlichsten Mittelfeldspieler und auch abseits des Platzes konnte er gefallen, weil er anders als viele seiner brasilianischen Landsmänner bescheiden und demütig auftrat.

FC Barcelona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivaldo hatte das Interesse des FC Barcelona auf sich gezogen und wechselte 1997 für 23,5 Millionen Euro (umgerechnet vier Milliarden Peseten) zum katalanischen Spitzenklub. Damit war er zusammen mit Sonny Anderson der Königstransfer, denn man hatte ihnen die Rolle der Nachfolger des Weltfußballers Ronaldo zugedacht, der zu Inter Mailand gewechselt war. Barças neuer Trainer Louis van Gaal gestaltete den Spielerkader radikal um und sollte dabei hauptsächlich auf niederländische Akteure setzen. In seiner 4-3-3-Formation setzte er Rivaldo als linken Flügelstürmer ein. Auf der neuen Position wusste Rivaldo mit seinen Fähigkeiten zu überzeugen und war auf Anhieb ein Schlüsselspieler: Im ersten Ligaspiel gegen Real Sociedad San Sebastián (3:0) gelang ihm ein Doppelpack und auch beim 2:3-Auswärtssieg im prestigeträchtigen El Clásico gegen Real Madrid schoss er ein Tor. Mit 19 Ligatreffern war Rivaldo bester Torschütze seiner Mannschaft, die am Saisonende das Double aus Meisterschaft und der Copa del Rey gewinnen konnte. Im dortigen Endspiel hatte Rivaldo gegen RCD Mallorca den wichtigen 1:1-Ausgleich erzielt. Der Sieg im UEFA-Super-Cup gegen Borussia Dortmund (2:0, 1:1) war sein erster internationaler Titel. Im zweiten Jahr (1998/99) spielte Rivaldo den wohl besten Fußball seiner Karriere und konnte die Leistungen aus der Vorsaison mit 50 Scorerpunkten (24 Tore, 16 Vorlagen) nochmals steigern.[12] Dabei bildete er mit Patrick Kluivert und Luís Figo eine der besten Angriffsreihen Europas. Gemeinsam führten sie den FC Barcelona erneut zum Meistertitel und Rivaldo belegte hinter Raúl den zweiten Platz der spanischen Torschützenliste (Pichichi-Trophäe). Dabei hatte er sechsmal einen Doppelpack erzielt und in der Partie gegen Real Oviedo (3:1) war ihm ein Hattrick gelungen. Folgerichtig erhielt Rivaldo am 20. Dezember 1999 mit dem Ballon d'Or die Auszeichnung als „Europas Fußballer des Jahres“ und wenig später die Ehrung als FIFA-Weltfußballer des Jahres 1999. In der folgenden Saison 1999/00 hatte der FC Barcelona in der Liga das Nachsehen und verpasste als Vizemeister mit fünf Punkten Rückstand den Titel-Hattrick. Während Barça in den beiden Vorjahren bereits nach der Gruppenphase der Champions League vorzeitig ausgeschieden war, legten sie nun den Fokus auf den Europapokal, scheiterten jedoch im Halbfinale am FC Valencia. Mit zehn Treffern war Rivaldo neben Rául und Mário Jardel Co-Torschützenkönig der Champions League. Doch die Spielzeit wurde durch den seit Monaten schwelenden Konflikt zwischen Rivaldo und van Gaal überschattet, der im Dezember 1999 offen ausgebrochen war, nachdem der Brasilianer erklärt hatte, er wolle künftig nicht mehr auf der Position des Linksaußen spielen. Stattdessen verlangte er im offensiven Mittelfeld aufgestellt zu werden, was van Gaal als Disziplinlosigkeit wertete. Der Trainer warf Rivaldo öffentlich mangelhaften Ehrgeiz und Einsatzwillen vor und strich ihn vorübergehend aus dem Aufgebot.[13] Der Streit weckte vor allem bei Lazio Rom Hoffnungen, Rivaldo verpflichten zu können, dessen Ablösesumme auf umgerechnet 89 Millionen Euro festgesetzt war.[14] In der spanischen Sportpresse kursierten auch Spekulationen über einen Spielertausch mit David Beckham von Manchester United.[15] Nach einer titellosen Saison endete im Mai 2000 van Gaals erste Amtszeit beim FC Barcelona und der ungeliebte Niederländer wurde durch den bisherigen Jugendtrainer Llorenç Serra Ferrer ersetzt. Nachdem Luís Figo zum Erzrivalen Real Madrid gewechselt war, erhöhte auch Rivaldo den Druck auf den neuen Vereinspräsidenten Joan Gaspart, um seine Gehaltsforderungen durchzusetzen. Nach langwierigen Verhandlungen unterschrieb Rivaldo im August 2000 schließlich einen neuen Vertrag, der sein Nettogehalt auf 6,6 Millionen Euro verdoppelte und ihn zum bestbezahlten Fußballer der Welt machte.[16] Der Vertrag lief bis 2003 und legte die Ablösesumme für ausländische Vereine auf 178 Millionen Euro fest.

Serra Ferrer setzte Rivaldo überwiegend auf dessen Lieblingsposition im offensiven Mittelfeld ein, wodurch er das Angriffsspiel noch mehr als bislang auf ihn zuschnitt. Der Spielmacher bewies erneut Effizienz und erreichte 2000/01 seinen Karrierebestwert von 36 Toren in 53 Pflichtspielen (Primera División: 23; Champions League: 6; UEFA-Pokal: 5; Copa del Rey: 2). Bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2000 belegte Rivaldo hinter Zinédine Zidane und Luís Figo den dritten Platz. Trotz dieser individuellen Höchstleistung gewann Barça keinen Titel und scheiterte im UEFA Pokal-Halbfinale am FC Liverpool (0:0, 0:1). In der Liga musste Barcelona am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten FC Valencia gewinnen, um sich für die Champions League zu qualifizieren. Eindrucksvoll belegte Rivaldo seine individuelle Klasse und war der Matchwinner. Beim 3:2-Heimsieg im Camp Nou erzielte er einen der wohl bemerkenswertesten Hattricks der Fußballgeschichte: Neben einem direkt verwandelten Freistoß (3. Minute) sowie einem Distanzschuss (45.) zählt insbesondere der umjubelte Siegtreffer per Fallrückzieher von der Strafraumgrenze aus der 87. Spielminute zu den sehenswertesten Treffern in Rivaldos Karriere.[17] Seine letzte Barça-Saison (2001/02) war von Verletzungen geprägt. Rivaldo war nicht mehr in der Form der Vorjahre und konnte in der Primera División lediglich 20 Partien (8 Tore) absolvieren. Auch am Saisonende fiel er verletzungsbedingt aus und verpasste das wichtige Champions League-Halbfinale gegen den Erzrivalen Real Madrid (0:2, 1:1). Im Mai 2002 kündigte der FC Barcelona die Rückkehr van Gaals als Cheftrainer an und nach der Weltmeisterschaft 2002 verständigte sich Rivaldo mit dem Klub auf eine vorzeitige Auflösung seines bis 2003 laufenden Vertrages. Weder der Verein noch der Spieler nannten Gründe und am 22. Juli 2002 wurde lediglich bekannt gegeben, dass ein für beide Seiten zufriedenstellender Kompromiss erreicht worden sei. Angeblich konnte sich Barcelona Rivaldos Gehalt nicht mehr leisten.[18]

Für den FC Barcelona hat Rivaldo in 235 Pflichtspielen 130 Tore erzielt (0,55 Tore pro Spiel). Damit liegt er aktuell auf dem 5. Platz der Rekordtorschützen und war zeitweise bester ausländischer Torjäger des Vereins. Seine letzte Partie für die Blaugrana hatte Rivaldo am 20. April 2002 gegen Celta Vigo (1:2) bestritten.

AC Mailand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenige Tage nach seinem plötzlichen Abschied vom FC Barcelona, wechselte Rivaldo ablösefrei zur AC Mailand. Er unterschrieb am 28. Juli 2002 einen Drei-Jahres-Vertrag mit einem Nettogehalt von 4,5 Millionen Euro. Rivaldo hatte höher dotierte Angebote aus England ausgeschlagen und auch Real Madrid abgesagt, obwohl Zinédine Zidane sogar angeboten hatte, dafür auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten. Der Weltmeister galt als absoluter Wunschspieler von Silvio Berlusconi, der mit der Verpflichtung mitten in der Finanzkrise des italienischen Fußballs Geschick und Besonnenheit bewies. Gleichzeitig signalisierte Berlusconi aber auch, dass er sich noch immer einen Star leisten kann, während andere Traditions-Klubs ums finanzielle Überleben kämpften.[19] Das Pflichtspieldebüt für die Rossoneri gab Rivaldo am 28. August 2002 bei der 1:2-Niederlage gegen Slovan Liberec in der Champions-League-Qualifikation. Doch Rivaldo war nicht die erhoffte Verstärkung, denn der formschwache Brasilianer sollte das Niveau vergangener Jahre nicht mehr erreichen. Trainer Carlo Ancelotti setzte im Sturmzentrum auf Andrij Schewtschenko und Filippo Inzaghi, als Spielmacher schenkte er dem Portugiesen Rui Costa das Vertrauen, weshalb Rivaldo häufig nur die Rolle des Ergänzungsspielers blieb. Ancelotti versuchte niemals ernsthaft den Neuzugang in sein Spielsystem einzupassen und Rivaldo wurde zum Fehleinkauf, der es in der Serie A 2002/03 lediglich auf 22 Spiele und fünf Tore brachte. Bezeichnenderweise erhielt Rivaldo die Negativauszeichnung Bidone d’oro (goldene Mülltonne) als schlechtester Spieler der italienischen Liga. Auch in der Champions League blieb er regelmäßig hinter den Erwartungen zurück, wenngleich er mit zwei Toren bei 13 Einsätzen zum Titelgewinn in der Königsklasse beitragen konnte. Allerdings saß ein sichtlich frustrierter Rivaldo beim Finale am 28. Mai 2003, das die AC Mailand gegen Juventus Turin im Elfmeterschießen für sich entschied, 120 Minuten auf der Ersatzbank und wurde nicht eingesetzt. Einen der wenigen persönlichen Saisonhöhepunkte für Rivaldo markierte das Final-Rückspiel der Coppa Italia, als er beim 2:2 gegen die AS Rom seine individuelle Klasse mit einer Vorlage sowie einem Tor aufblitzen ließ.

Während die AC Mailand im Sommer 2003 mit dem aufstrebenden Jungstar Kaká eines der hoffnungsvollsten Talente des Weltfussballs verpflichtet hatte, geriet Rivaldo zu Beginn seiner zweiten Milan-Spielzeit endgültig auf das Abstellgleis.[20] Das Leistungsvermögen des mittlerweile 31-Jährigen entsprach nicht mehr den höchsten Ansprüchen und nachdem er im ersten Saisonspiel gegen Ancona Calcio 90 Minuten auf der Bank schmoren musste, bat Rivaldo Vizepräsident Adriano Galliani um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages. Danach brachte er es lediglich zu zwei Kurzeinsätzen im UEFA-Super-Cup gegen den FC Porto (1:0) sowie in der Champions League-Gruppenphase gegen Celta Vigo (0:0). Im November 2003 lösten Rivaldo und Milan den Vertrag einvernehmlich auf.

Cruzeiro EC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Ausbootung in Mailand galt zunächst ein finanziell lukrativer Wechsel nach Saudi-Arabien als perfekt. Doch Rivaldo schlug das Angebot aus, da er lieber in Brasilien spielen wollte, um seinen Stammplatz in der Nationalelf zu verteidigen sowie den Anspruch auf einen Platz im Olympia-Team zu untermauern. Schließlich verkündete Rivaldo nach zähen Verhandlungen am 5. Januar 2004 seinen Wechsel zum amtierenden Landesmeister Cruzeiro Belo Horizonte und kehrte damit nach über acht Jahren in sein Heimatland zurück. Bei seinem neuen Klub unterzeichnete er einen Vertrag bis zum Jahresende, wobei Cruzeiros Werbepartner Siemens den Großteil zur Finanzierung des Weltmeisters beisteuerte.[21] Ein wesentlicher Punkt für die Rückkehr war auch, dass Rivaldos alter Förderer Vanderlei Luxemburgo den Trainerposten übernommen hatte und gemeinsam erklärten sie den Gewinn der Copa Libertadores zum Saisonziel. Rivaldo gab am 24. Januar 2004 sein Debüt in der Regionalmeisterschaft Campeonato Mineiro, wenig später absolvierte er gegen den FC Caracas seine erste Partie in der Copa Libertadores 2004. Allerdings wurde Luxemburgo nach Differenzen mit dem Vorstand am 27. Februar 2004 entlassen, woraufhin auch Rivaldo seinen Vertrag überraschend wieder auflöste. Während des zweimonatigen Gastspiels hatte er für Cruzeiro insgesamt nur 10 Spiele bestritten (2 Tore).

Olympiakos Piräus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Juli 2004 unterschrieb Rivaldo einen Zwei-Jahres-Vertrag bei Olympiakos Piräus aus Griechenlands Super League, Angebote von Werder Bremen oder den Bolton Wanderers hatte er abgelehnt. Als ehemaliger Weltfußballer genoss er immer noch genügend Strahlkraft und war der bekannteste Spieler des Landes, der bei seiner Ankunft am Flughafen von 3.000 Fans frenetisch empfangen wurde. In Piräus traf er auf Giovanni, einen alten Bekannten, mit dem er bereits in Barcelona zusammengespielt hatte. Nach zwei für ihn enttäuschenden Jahren, erlebte Rivaldo einen sportlichen Aufschwung, den seine Kritiker ihm kaum zugetraut hatten. Trainer Dušan Bajević gewährte ihm nahezu alle fußballerischen Freiheiten und Rivaldo bildete mit dem gleichaltrigen Predrag Đorđević das kreative Zentrum der Mannschaft. Neben seiner Erfahrung strahlte er insbesondere durch Distanzschüsse und Standardsituationen weiterhin Torgefahr aus. Seine 1:0-Siegtreffer per Freistoß im Derby gegen Panathinaikos Athen sowie im vorentscheidenden Saisonspiel gegen Iraklis Thessaloniki, das Olympiakos die Meisterschaft brachte, untermauerten Rivaldos Status als Publikumsliebling. Auch in seinem ersten Pokalfinale gegen Aris Thessaloniki (3:0) erzielte Rivaldo ein Tor und wurde zum Man of the Match gewählt. Olympiakos dominierte die griechische Liga und Rivaldo gewann dreimal in Folge die Meisterschaft (2005, 2006, 2007) sowie zweimal den Pokal (2005 und 2006). Als Serienmeister spielte Olympiakos regelmäßig in der Champions League, kam jedoch nicht über die Gruppenphase hinaus und scheiterte 2004/05 nach einer Niederlage gegen den FC Liverpool denkbar knapp am Einzug ins Achtelfinale. Zweimal in Folge erhielt Rivaldo die Auszeichnung des besten ausländischen Spielers der griechischen Liga. Obwohl schon 34 Jahre alt, verlängerte Rivaldo im Juli 2006 seinen Vertrag um ein drittes Jahr, erklärte jedoch, dass die kommende Saison die letzte in Europa sei, bevor er endgültig nach Brasilien zurückkehren werde. 2006/07 präsentierte sich Rivaldo in starker Verfassung und verhalf Olympiakos mit 17 Saisontoren zum Titel-Hattrick. Damit belegte er den zweiten Platz der Torjägerliste.

Entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung liebäugelte Rivaldo damit, seinen im Juli 2007 auslaufenden Vertrag um eine weitere Saison zu verlängern. Trotz der Zusage des Klubs zu den gleichen Bezügen zu verlängern, erklärte Rivaldo am 12. Mai 2007 auf einer Pressekonferenz, die Offerte des Klubs sei für ihn inakzeptabel und er fühle sich hintergangen. Vereinspräsident Sokratis Kokkalis hingegen widersprach dem Spieler, da man ihm einen Jahresvertrag zu gleichen Bezügen wie bisher angeboten habe. Das geschätzte Gehalt lag bei 1,9 Millionen Euro pro Saison.[22] Obwohl die sportliche Zusammenarbeit mit fünf Titeln in drei Jahren und 43 Toren in 94 Pflichtspielen erfolgreich war, endete das Engagement im Unfrieden.

AEK Athen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abschied von Olympiakos Piräus blieb Rivaldo in Griechenland und schloss sich ablösefrei dem Ligakonkurrenten AEK Athen an. Ein maßgeblicher Grund für den Transfer war, dass die Mannschaft vom ehemaligen Barça-Coach Llorenç Serra Ferrer trainiert wurde, unter dem er 2000/01 eine überragende Saison gespielt hatte. Ein früher Rückschlag war allerdings die verpasste Champions League-Qualifikation gegen den FC Sevilla (2:0, 4:1). In der griechischen Liga zählte Rivaldo trotz seines fortgeschrittenen Alters von 35 Jahren weiterhin zu den herausragenden Akteuren und stellte mit Traianos Dellas, Akis Zikos und Nikos Liberopoulos die zentrale Achse der Athener dar. Rivaldo erzielte acht Ligatore, in den Play-Offs traf er in sechs Partien sogar viermal. Bis zum 19. Spieltag lag AEK Athen aussichtsreich an der Tabellenspitze, bevor sie den Serienmeister Olympiakos Piräus an sich vorbeiziehen lassen mussten und am Saisonende 2007/08 den dritten Platz belegten.

Bunyodkor Taschkent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2008, kurz nach Saisonbeginn, verständigte sich Rivaldo mit AEK-Vereinspräsident Demis Nikolaidis auf die vorzeitige Freigabe aus seinem laufenden Vertrag. Für die Fußballwelt überraschend, schloss er sich mit sofortiger Wirkung dem vergleichsweise unbekannten Klub Bunyodkor Taschkent aus Usbekistan an.[23] Die Ablösesumme lag bei einer Million Euro. In einer Erklärung bat Rivaldo die Anhänger seines bisherigen Vereins um Verständnis ("Es ging alles sehr schnell, aber ein solches Angebot konnte ich einfach nicht ausschlagen. Niemand an meiner Stelle hätte das tun können.").

Bunyodkor war erst 2005 gegründet worden und verfügte durch die Unterstützung einiger usbekischer Energiekonzerne über enorme finanzielle Möglichkeiten, die dem Klub den Beinamen "FC Chelsea Asiens" eingebracht hatte. Rivaldos Zwei-Jahres-Vertrag brachte ihm ein lukratives Gehalt von etwa 12 Millionen Euro ein, welches wohl kein europäischer Spitzenklub für einen 36 Jahre alten Spieler gezahlt hätte. Indes war der Transfercoup ein enormer Popularitätsschub für den Klub, der zu einem internationalen Aushängeschild gemacht werden sollte. Zwar scheiterten Bunyodkors Abwerbungsversuche bei Topstars wie Samuel Eto'o, Andrés Iniesta oder Cesc Fàbregas, jedoch konnte der Brasilianer Zico als Cheftrainer engagiert werden. Am 11. September 2008 stieg Rivaldo in die bereits laufende Spielzeit ein und krönte seine Ligapremiere gegen FK Mash'al Muborak (2:0) mit einem Doppelpack. Rivaldo gewann in seiner ersten Saison das Double aus Meisterschaft und Pokal, scheiterte jedoch im Halbfinale der AFC Champions League an Adelaide United (0:3, 1:0). In der international wenig beachteten usbekischen Profiliga war Rivaldo der unbestrittene Star und verlängerte seinen Vertrag am 17. November 2008 vorzeitig um ein weiteres Jahr bis Ende 2011.

Mogi Mirim EC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. November 2010 verkündete Rivaldo seine Rückkehr zu Mogi Mirim EC. Er wollte seine Spielerkarriere bei dem Klub fortsetzen, für den er bereits zu Beginn der 1990er Jahre aktiv gewesen war. Darüber hinaus war Rivaldo seit 2008 Mogi Mirims Vereinspräsident und hatte seinerzeit die Schulden in Höhe von 1,8 Millionen Reais (umgerechnet ca. 710.000 Euro) übernommen.

FC São Paulo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits am 23. Januar 2011 zog Rivaldo zum FC São Paulo weiter und nahm einen Vertrag bis zum Jahresende, mit Option auf Verlängerung um eine weitere Saison, an. Obwohl der Klub als Gegner in der [[Fußballmeisterschaften der Bundesstaaten von Brasilien |Regionalmeisterschaft]] Campeonato Paulista antrat, blieb Rivaldo Vereinspräsident von Mogi Mirim und war durch eine Sondergenehmigung des Fußballverbandes CBF spielberechtigt. Der Vertrag legte auch den zukünftigen Austausch von Profis zwischen den beiden Vereinen fest.[24] Gleich in seinem Pflichtspiel-Debüt (3:2-Sieg über CA Linense) am 3. Februar 2011 gelang Rivaldo ein Tor.[25] Im ersten Halbjahr hatte der inzwischen 39-jährige Rivaldo mit Verletzungen zu kämpfen und wurde von Trainer Paulo César Carpegiani nur unregelmäßig eingesetzt. Während der landesweiten Meisterschaft (Campeonato Brasileiro 2011) war Rivaldo Stammspieler und brachte es schließlich auf 30 Einsätze (5 Tore). Nach vier Trainerentlassungen beendete Sāo Paulo die Saison auf dem 6. Tabellenplatz. Der Verein verzichtete auf die Option zur Vertragsverlängerung und Rivaldo verkünete im Dezember 2011 seinen Abschied.

Kabuscorp FC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der vereinslose Rivaldo unterschrieb am 15. Januar 2012 einen Jahresvertrag beim Kabuscorp FC do Palanca, einem wenig bekannten Klub aus Angolas Hauptstadt Luanda.[26][27] Die für einen afrikanischen Klub spektakuläre Neuverpflichtung hatte der vermögende und einflussreiche Vereinspräsident Bento Kangamba ermöglicht. Damit spielte Rivaldo nach Profistationen in Südamerika, Europa und Asien für den vierten Kontinentalverband. Obwohl der 40-jährige Rivaldo die Girabola-Saison 2012 wegen einer Schulter- und Rückenverletzung vorzeitig beenden musste, wurde er zum besten ausländischen Spieler gewählt. Insgesamt kam er in 21 von 30 Ligaspielen zum Einsatz und schoss sich mit 11 Treffern auf den dritten Platz der Torjägerliste. Der Kabuscorp FC belegte in der Abschlusstabelle den 4. Platz. Nach der Saison verkündete Rivaldo am 5. November 2012 seinen Abschied vom Verein, bemühte sich jedoch um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Angola, um die von ihm unterstützten Sozialprojekte für Kinder und den Bau einer Kirche weiterhin zu betreuen.[28]

Weitere Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2013 verpflichtete der brasilianische Zweitligist AD São Caetano Rivaldo. Dort unterschrieb er einen Vertrag für die Saison 2013 bis Ende Dezember 2013.[29]

Im März 2014 verkündete Rivaldo das Ende seiner aktiven Karriere.[30]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivaldo mit dem WM-Pokal

Rivaldo gab am 16. Dezember 1993 im Freundschaftsspiel gegen Mexiko sein Debüt für die Seleção und erzielte den 1:0-Siegtreffer.[31] Allerdings hatte er zunächst einen schweren Stand in der Nationalmannschaft und obwohl er sich berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung für den brasilianischen WM-Kader 1994 machen konnte, verzichtete Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira auf ihn und setzte stattdessen auf „Arbeiter.“ Nach sporadischen Einsätzen spielte er 1996 an der Seite von Roberto Carlos, Bebeto und Ronaldo beim Fußballturnier der Olympischen Spiele in Atlanta. Mário Zagallo, der Parreira als Trainer nachgefolgt war, hatte ihn zu seiner Nummer 10 gemacht. Doch Rivaldo enttäuschte schon in der Gruppenphase und blieb auch beim Viertelfinal-Erfolg über Ghana blass. Im Halbfinale gegen Nigeria (3:4) saß er zunächst auf der Bank und hatte nach seiner Einwechselung mehrere Torchancen zur Entscheidung ausgelassen. Zu allem Überfluss leistete er sich einen leichtfertigen Ballverlust, der Nigerias Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 einleitete. Obwohl Brasilien am Ende die Bronzemedaille gewinnen konnte, machten ihn die Medien zum Sündenbock für das Ausscheiden im Halbfinale. Erst im September 1997 wurde Rivaldo von Zagallo wieder in die Nationalmannschaft berufen und war beim Gewinn des FIFA-Konföderationen-Pokal 1997 in Saudi-Arabien mit nur zwei Einsätzen eine Randfigur.

Er nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich teil. Dort gelangen ihm drei Tore, davon zwei Treffer im Viertelfinale gegen Dänemark. Rivaldo traf auch im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen die Niederlande. Mit Brasilien wurde er Vizeweltmeister. Bei der Copa América 1999 war Rivaldo einer der Leistungsträger. Obwohl er im Mittelfeld eingesetzt wurde, wurde er mit fünf Treffern Torschützenkönig des Turniers und zum Most Valuable Player gewählt. Brasilien gewann das Turnier.

Obwohl er einer der besten Spieler seiner Generation war, diente er oft als Sündenbock und wurde von den brasilianischen Fans ausgebuht. Die Anfeindungen waren teilweise so, dass Rivaldo über einen Rücktritt nachgedacht hatte. Die Qualifikation für die WM 2002 verlief auch nicht souverän.[32]

Das WM-Turnier wurde der Höhepunkt seiner Karriere. Brasilien gewann jedes Spiel und holte den fünften Titel. Rivaldo gehört zu den besten Spielern des Turniers.

Im ersten Spiel gegen die Türkei fiel Rivaldo allerdings durch eine grobe Unsportlichkeit auf, als er mit einer Schauspieleinlage eine Kopfverletzung vortäuschte, womit er einen Platzverweis seines türkischen Gegenspielers Hakan Ünsal provozierte. Diese Aktion wurde mit einer hohen Geldstrafe geahndet.

In den folgenden Spielen bildete er mit Ronaldo, Ronaldinho und Roberto Carlos den Kern der erfolgreichen Selecao. Alle vier wurden nach dem Turnier ins All-Star-Team der WM gewählt. Rivaldo traf fünfmal und bereitete die zwei Siegtreffer im Finale gegen Deutschland vor.

Sein letztes Länderspiel bestritt Rivaldo am 19. November 2003 beim 3:3-Unentschieden gegen Uruguay.

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivaldo, der als das O-beinige Genie bezeichnet wurde, gilt als einer der besten und prägendsten Fußballer seiner Generation. Der Spieler vereinte Effizienz mit Eleganz und war trotz einer Körpergröße von 186 cm mit einer herausragenden Technik und Ballkontrolle ausgestattet. Durch seine Fähigkeiten im Dribbling sowie dem Einsatz von Finten und Übersteigern war Rivaldo in seinen besten Zeiten kaum zu verteidigen. Rivaldos Kreativität bestand aus plötzlichen, durchschlagskräftigen Aktionen in Strafraumnähe. Seine kraftvollen Distanzschüsse und die mit viel Effet ausgeführten Freistöße strahlten stets Torgefahr aus, wodurch sie den Linksfuß zu einem der torgefährlichsten Mittelfeldspieler überhaupt machten.[33]

Rivaldos bevorzugte Position war das zentrale offensive Mittelfeld, er spielte jedoch auch als Linksaußen oder hängende Spitze.

Erfolge/Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft

Vereine

Persönliche Auszeichnungen

Saisonstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Liga Saison Liga Nat. Pokal Int. Pokal Regional Andere Gesamt
Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore
Paulistano FC CP Série A2 1989 26 3 - - - - - - - - 26 3
1990 22 4 - - - - - - - - 22 4
Gesamt 48 7 - - - - - - - - 48 7
Santa Cruz FC Série B 1991 18 8 4 2 - - 4 6 - - 26 16
Gesamt 18 8 4 2 - - 4 6 - - 26 16
Mogi Mirim EC Série C 1992 27 9 - - - - - - - - 27 9
1993 0 0 - - - - 4 4 - - 4 4
Gesamt 27 9 - - - - 4 4 - - 31 13
Corinthians São Paulo Série A 1993 19 11 - - - - - - - - 19 11
1994 0 0 3 0 - - - - - - 3 0
Gesamt 19 11 3 0 - - - - - - 22 11
SE Palmeiras Série A 1994 29 14 - - - - - - - - 29 14
1995 16 7 4 2 6 5 8 10 - - 34 24
1996 0 0 9 4 - - 25 18 - - 34 22
Gesamt 45 21 13 6 6 5 33 28 - - 97 60
Deportivo La Coruña Primera División 1996/97 41 21 5 1 - - - - - - 46 22
Gesamt 41 21 5 1 - - - - - - 46 22
FC Barcelona Primera División 1997/98 34 19 7 8 6 0 - - 4 1 51 28
1998/99 37 24 3 2 6 3 - - 2 0 48 29
1999/00 31 12 5 1 14 10 - - - - 50 23
2000/01 35 23 5 2 13 11 - - - - 53 36
2001/02 20 8 - - 13 6 - - - - 33 14
Gesamt 157 86 20 13 52 30 - - 6 1 235 130
AC Mailand Serie A 2002/03 22 5 3 1 13 2 - - - - 38 8
2003/04 0 0 - - 1 0 - - 1 0 2 0
Gesamt 22 5 3 1 14 2 - - 1 0 40 8
Cruzeiro Belo Horizonte Série A 2004 0 0 - - 3 0 7 2 - - 10 2
Gesamt 0 0 - - 3 0 7 2 - - 10 2
Olympiakos Piräus Super League 2004/05 23 12 2 2 9 1 - - - - 34 15
2005/06 22 7 2 2 5 2 - - - - 29 11
2006/07 25 17 - - 6 0 - - - - 31 17
Gesamt 70 36 4 4 20 3 - - - - 94 43
AEK Athen Super League 2007/08 29 8 - - 8 3 - - 6 4 43 15
2008/09 0 0 - - 1 0 - - - - 1 0
Gesamt 29 8 - - 9 3 - - 6 4 44 15
Bunyodkor Taschkent PFL 2008 12 7 1 0 4 2 - - - - 17 9
2009 30 20 2 1 9 1 - - - - 41 22
2010 11 6 3 3 5 2 - - - - 19 11
Gesamt 53 33 6 4 18 5 - - - - 77 42
Mogi Mirim EC Série C 2011 0 0 - - - - - - - - 0 0
Gesamt 0 0 - - - - - - - - 0 0
FC São Paulo Série A 2011 30 5 4 0 3 1 9 1 - - 46 7
Gesamt 30 5 4 0 3 1 9 1 - - 46 7
Kabuscorp FC Girabola 2012 21 11 - - - - - - - - 21 11
Gesamt 21 11 - - - - - - - - 21 11
AD São Caetano Série B 2013 7 0 2 0 - - 10 2 - - 19 2
Gesamt 7 0 2 0 - - 10 2 - - 19 2
Mogi Mirim EC Série C 2014 3 0 - - - - 4 0 - - 7 0
Série B 2015 4 1 - - - - - - - - 4 1
Gesamt 7 1 - - - - 4 0 - - 11 1
Karriere Gesamt 594 262 64 31 125 49 71 43 13 5 867 390

Quellen: [34][35][36]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2016 lebt Rivaldo mit seiner Familie hauptsächlich in Windermere im US-Bundesstaat Florida. Er tritt als Experte bei Fußball-Übertragungen auf, nimmt an Benefiz-Spielen teil und ist Markenbotschafter des Nahrungsergänzungs-Herstellers FitLine (PM-International)[37]

Während seiner aktiven Zeit wurde Rivaldo durch den japanischen Sportartikelhersteller Mizuno ausgestattet.

Rivaldo trat in der Vergangenheit als Unterstützer des rechtsgerichteten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in Erscheinung.[38]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rivaldo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Rivaldo in der Datenbank von weltfussball.de
  • Rivaldo in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Rivaldo gab in Brasilien Comeback mit 43 Jahren“ sport.orf.at
  2. Luiz Natanael: Recife é a terceira capital mais desigual do País. 1. Dezember 2011, abgerufen am 21. Mai 2022 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. https://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2014-in-brasilien-lutz-pfannenstiel-trifft-rivaldo-in-recife-a-973566.html
  4. https://m.sportbild.bild.de/fussball/2021/fussball/brasilien-legende-rivaldo-mit-diesem-schuss-stuerzte-er-titan-kahn-76073660.sportMobile.html###wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F&wt_t=1656965605428
  5. Serie: außergewöhnliche Angebote vorgestellt Wer war mein Urururur-Opa? Abgerufen am 14. Oktober 2018.
  6. AG Westmuensterland Genealogie – „Haltet euch fest, es geht nach Brasilien“. Abgerufen am 14. Oktober 2018 (deutsch).
  7. Ulrich Söbbing: Blick ins Südlohner Milieu, Entwicklung der Gaststätten. (PDF) 4. Oktober 2012, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  8. Rivaldo – Overcoming Tragedy to be the Greatest (Memento vom 26. Juni 2015 im Internet Archive)
  9. https://www.palmeiras.com.br/craques/rivaldo/
  10. https://www.verdazzo.com.br/jogadores/rivaldo-2/
  11. https://www-goal-com.cdn.ampproject.org/v/s/www.goal.com/de/amp/meldungen/rivaldo-deportivo-la-coruna-ftr-barca-brasilien/1e9de2hyozi9n1v4b5k6fygoze?amp_gsa=1&amp_js_v=a9&usqp=mq331AQKKAFQArABIIACAw%3D%3D#amp_tf=Von%20%251%24s&aoh=16554663982179&referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&ampshare=https%3A%2F%2Fwww.goal.com%2Fde%2Fmeldungen%2Frivaldo-deportivo-la-coruna-ftr-barca-brasilien%2F1e9de2hyozi9n1v4b5k6fygoze
  12. Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Die Werkstatt, 2013, ISBN 978-3-89533-720-8, S. 220
  13. Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Die Werkstatt, 2013, ISBN 978-3-89533-720-8, S. 160
  14. https://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-barcelona-kommt-beckham-fuer-rivaldo-a-58369.html
  15. https://www.spiegel.de/sport/fussball/spanien-rivaldo-droht-mit-wechsel-auf-die-insel-a-34839.html
  16. https://www.spiegel.de/sport/fussball/gehaltspoker-rivaldo-steigt-zum-bestbezahlten-fussballer-der-welt-auf-a-87587.html
  17. Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Die Werkstatt, 2013, ISBN 978-3-89533-720-8, S. 222
  18. Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Die Werkstatt, 2013, ISBN 978-3-89533-720-8, S. 225
  19. https://www.spiegel.de/sport/fussball/star-wechsel-ac-mailand-holt-sich-das-schnaeppchen-rivaldo-a-206812.html
  20. DER SPIEGEL: Brasiliens Fußballstar Rivaldo beendet seine Karriere – DER SPIEGEL – Sport. Abgerufen am 16. April 2020.
  21. https://www.mz.de/varia/transfer-rivaldo-geht-zu-cruzeiro-belo-horizonte-2958750
  22. https://www.n-tv.de/sport/Rivaldo-verlaesst-Piraeus-article341197.html
  23. Rivaldo geht nach Usbekistan. Abgerufen am 25. Dezember 2020 (deutsch).
  24. https://amp-focus-de.cdn.ampproject.org/v/s/amp.focus.de/sport/fussball/int_ligen/ex-weltfussballer-rivaldo-zum-fc-sao-paulo-international_id_2006650.html?amp_gsa=1&amp_js_v=a9&usqp=mq331AQKKAFQArABIIACAw%3D%3D#amp_tf=Von%20%251%24s&aoh=16637877411644&referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&ampshare=https%3A%2F%2Fwww.focus.de%2Fsport%2Ffussball%2Fint_ligen%2Fex-weltfussballer-rivaldo-zum-fc-sao-paulo-international_id_2006650.html
  25. https://www.besoccer.com/match/sao-paulo-fc/linense-br/2011249232
  26. Rivaldo på vei til det angolske laget Kabuscorp ** Fotballekspert til VG Nett: – Ligaen kan sammenlignes med norsk 2. divisjon
  27. Rivaldo é apresentado pelo Kabuscorp, de Angola: „Ainda tenho condições de jogar em alto nível“
  28. Ex-Weltfußballer Rivaldo beendet Einsatz in Angola, rhein-zeitung.de, am 5. November 2012.
  29. adsaocaetano.com.br: Presidente do São Caetano confirma a contratação do Pentacampeão Rivaldo, 16. Januar 2013, abgerufen am 17. Januar 2013.
  30. Brazil legend Rivaldo retires aged 41. In: BBC Sport. (bbc.co.uk [abgerufen am 25. Dezember 2020]).
  31. Rivaldo Vitor Borba Ferreira – Goals in International Matches. Abgerufen am 25. Dezember 2020.
  32. Brazil questions Rivaldo's role, BBC, 19. November 2000.
  33. https://sport-90.de/rivaldo
  34. Benjamin Strack-Zimmermann: Rivaldo. Abgerufen am 16. September 2019 (englisch).
  35. Rivaldo. Abgerufen am 16. September 2019 (portugiesisch).
  36. Rivaldo – Chabab Mohammedia. Abgerufen am 16. September 2019.
  37. https://www.network-karriere.shop/f,Kontinent%20und%20weltweit%20weiter%20etablieren
  38. Ronny Blaschke: Faschist mit prominenten Unterstützern. In Neues Deutschland vom 31. Dezember 2018, S. 16