Dernbach (Landkreis Neuwied)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dernbach
Dernbach (Landkreis Neuwied)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dernbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 33′ N, 7° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Puderbach
Höhe: 307 m ü. NHN
Fläche: 5,48 km2
Einwohner: 1040 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56307
Vorwahl: 02689
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 011
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Webpräsenz: www.dernbach-westerwald.de
Ortsbürgermeister: Heinz-Rudi Becker
Lage der Ortsgemeinde Dernbach im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild

Dernbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Puderbach an. Dernbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in dem nach Osten abfallenden Tal des hier entspringenden Dernbachs mit einer Reihe von Zuflüssen. Im Süden und Westen grenzt der Märkerwald an. Die Stadt Dierdorf ist vier Kilometer in östlicher Richtung entfernt. Naturräumlich gehört das Gemeindegebiet zur Sayn-Wied-Hochfläche im Westerwald. Zwei Kilometer westlich befindet sich mit dem Dernbacher Kopf (427 m ü. NHN) die höchste Erhebung im unteren Westerwald. Zu Dernbach zählen die Wohnplätze Haus Beulseck und Steinbacher Hof.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dernbach gehörte bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Grafschaft Wied und unterstand der Gerichtsbarkeit des Kirchspiels Urbach.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dernbach; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 189
1835 368
1871 369
1905 436
1939 522
1950 545
Jahr Einwohner
1961 603
1970 696
1987 755
1997 1.025
2005 1.061
2015 1.040

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dernbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot drei silberne, senkrecht gestellte Forsthaken (Wolfsangeln), über dem mittleren eine silberne Rose mit goldenem Butzen.“

Drei Wolfsangeln und eine Rose zeigt das Wappensiegel aus 1411 und 1429 des Ritters Hermann von Dernbach aus dem hier ansässigen Ortsadelsgeschlecht, genannt um 1300 bis 1472. Das Wappen ist rechtsgültig seit dem 6. Juni 1973.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmäler in Dernbach (Landkreis Neuwied)

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer Anhöhe nahe der Ortschaft Dernbach ist das „Naturdenkmal Kaisereiche“ gelegen. Aus einer Höhe von 345 m bietet sich ein Blick weit über das Puderbacher Land hinaus.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dernbach verfügt mit dem Gewerbegebiet „Urbacher Wald“ über ein großes Maß an gewerblichen Flächen. Im Gebiet haben sich bereits zahlreiche mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ludolfsche Autoverwertung in Dernbach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekanntesten Persönlichkeiten des Dorfes sind die Ludolfs, bekannt geworden durch eine Doku-Soap auf dem Fernsehsender DMAX. Uwe, Horst-Günter († 31. Januar 2011), Peter und Manfred Ludolf sind Inhaber eines ungewöhnlichen Schrottplatzes bzw. einer Autoteileverwertung und erfreuen sich einer großen europaweiten Fangemeinde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Aufderheide, Gerhard Ebbinghaus, Ernst Zeiler: Geschichte des Kirchspiels Urbach. Ein Westerwälder Heimatbuch, Winters, Wissen, 1987

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dernbach (Landkreis Neuwied) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 33 (PDF; 2,3 MB)
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat