Roßbach (Wied)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Roßbach
Roßbach (Wied)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Roßbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 35′ N, 7° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Waldbreitbach
Höhe: 116 m ü. NHN
Fläche: 6,4 km²
Einwohner: 1458 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53547
Vorwahl: 02638
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 065
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Neuwieder Straße 28
56588 Waldbreitbach
Webpräsenz: www.rossbach-wied.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Becker (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Roßbach im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild
Ortsansicht von Roßbach, im Hintergrund „Roßbacher Häubchen“

Roßbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Waldbreitbach an. Roßbach ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roßbach liegt an der Wied am Rande des Westerwaldes im Mittleren Wiedtal am Fuße des Roßbacher Häubchens, einem ehemaligen Basalttagebau. Das Roßbacher Häubchen gehört zwar seit einigen Jahren zur Gemeinde Breitscheid, hat aber den Namen von Roßbach behalten. Der Ort befindet sich unweit der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. In der Nähe liegende Großstädte sind Koblenz, Bonn und Köln.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile und Wohnplätze:

Zur Gemeinde Roßbach gehören außer dem namengebenden Hauptort noch die Ortsteile Niederbuchenau, Oberbuchenau, Lache, Reifert, Spreitchen, Schimmelshahn und Scheuerchen.

Reifert

Reifert liegt auf der Höhe in Richtung Linz am Rhein im Westen von Roßbach. Das Wahrzeichen des Ortes bildet eine kleine Kapelle, die in der Ortsmitte liegt.

Spreitchen

Spreitchen liegt abseits der L256 zwischen Roßbach (ca. 2 Km) und Reifert (ca. 1 Km)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erstmals erwähnt wurde Roßbach im Jahr 1307 als ein Hof der Waldbreitbacher Niederlassung des Deutschen Ordens, welcher aber schätzungsweise bereits ab 1250 existierte.
  • Im 15. Jahrhundert wurde der Hof Buchenau, im 16. Jahrhundert ein Hof in Spreitchen und die Kapelle erwähnt.
  • Bei einer im Jahr 1660 vom Kölner Kurfürsten angeordneten Bestandsaufnahme hat Roßbach 22 Häuser und Reifert drei bewohnte Höfe.
  • Im Jahr 1742 wird eine Mühle genannt, 1758 Lache als Hof ausgewiesen und 1767 in Reifert erstmals eine Kapelle erwähnt.
Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Roßbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 207
1835 412
1871 460
1905 495
1939 601
1950 649
Jahr Einwohner
1961 721
1970 967
1987 1.179
1997 1.494
2005 1.516
2014 1.458

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Roßbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 11 16 Sitze
2009 5 11 16 Sitze
2004 2 13 1 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen in Blau (die Wied symbolisierende Fläche) hat zwei halbkreisförmige eingebogene silberne Flanken. Rechts ist das schwarze Balkenkreuz von Kurköln zu sehen, zu dessen Gebiet die Gemeinde bis 1803 gehörte. Die linke Seite ziert ein sich aufbäumendes schwarzes Pferd. Das Pferd (als Ross) bildet zusammen mit der Wied (als Bach) den Gemeindenamen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Roßbach (Wied)

Wahrzeichen des Ortes ist das Roßbacher Häubchen. Es ist ein lohnendes Wanderziel, zu dessen Gipfel ein Lehrpfad und eine separate Schleife des Westerwaldsteigs führen. Beide Wege geben interessante Einblicke in die Entstehung und Abbau des Basalts. Der staatlich anerkannte Luftkurort ist ein Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Wied oder in die Nebentäler des Elsbach, Wallbach und Masbach.

Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Roßbacher Dialekt ist das „Roßbe Platt“, eine rheinische Sprachvariante, die sehr dem Kölner Dialekt ähnelt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existiert ein Sportgelände mit Fußballplatz, beleuchtetem Kunstrasenplatz, vier Tennisplätzen und einer Schießsporthalle (12 Stände für Luftdruckwaffen). Außerdem existiert noch ein weiterer Tennisplatz im Ort und ein Kleinkaliber-Stand im Masbachtal. Oberhalb des Hotel "Strand-Cafe" befindet sich ein offizieller Gleitschirmstartplatz mit Südausrichtung. (Finkenberg)

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Roßbach
  • Karnevalsclub „Blau-Weiß“ Roßbach
  • Kolpingsfamilie Reifert
  • Möhnenverein Roßbach
  • Sportverein Roßbach/Verscheid (Fußball)
  • St. Hubertus Schützenbruderschaft Roßbach 1881 e. V. mit angeschlossenem Tambourcorps
  • Tennisverein Roßbach
  • Funkengarde Roßbach
  • Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Siebengebirge e. V.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 3 ist mit ihren Ausfahrten Neustadt (Wied) und Bad Honnef/Linz in wenigen Minuten zu erreichen. Von Linz am Rhein aus ist Roßbach durch die B 42 gut mit Koblenz, Bonn und Köln verbunden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht ein Kindergarten der kath. Kirchengemeinde Waldbreitbach.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roßbach (Wied) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen