Kurtscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kurtscheid
Kurtscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kurtscheid hervorgehoben

Koordinaten: 50° 32′ N, 7° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Rengsdorf-Waldbreitbach
Höhe: 386 m ü. NHN
Fläche: 5,1 km2
Einwohner: 952 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56581
Vorwahl: 02634
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Westerwaldstraße 32–34
56579 Rengsdorf
Website: www.kurtscheid.de
Ortsbürgermeister: Ferdinand Wittlich
Lage der Ortsgemeinde Kurtscheid im Landkreis Neuwied
NeuwiedBuchholz (Westerwald)Asbach (Westerwald)WindhagenNeustadt (Wied)RheinbreitbachUnkelBruchhausen (Landkreis Neuwied)ErpelVettelschoßLinz am RheinKasbach-OhlenbergOckenfelsSankt Katharinen (Landkreis Neuwied)DattenbergLeubsdorf (am Rhein)Bad HönningenRheinbrohlHammerstein (am Rhein)LeutesdorfIsenburg (Westerwald)KleinmaischeidGroßmaischeidStebachMarienhausenDierdorfOberdreisWoldertRodenbach bei PuderbachRatzertNiederwambachSteimelDöttesfeldPuderbachDürrholzHanrothRaubachHarschbachNiederhofenDernbach (Landkreis Neuwied)Urbach (Westerwald)LinkenbachBreitscheid (Westerwald)WaldbreitbachRoßbach (Wied)Hausen (Wied)DatzerothNiederbreitbachHümmerichOberhonnefeld-GierendOberradenStraßenhausKurtscheidBonefeldEhlscheidRengsdorfMelsbachHardertAnhausenRüscheidThalhausenMeinbornNordrhein-WestfalenLandkreis Altenkirchen (Westerwald)Landkreis AhrweilerLandkreis Mayen-KoblenzKoblenzMarienhausenWesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
Ortseingang Kurtscheid

Kurtscheid ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Naturpark Rhein-Westerwald nördlich von Ehlscheid. Mit seiner bis auf knapp 395 m ü. NHN reichenden zusammenhängenden Bebauung ist Kurtscheid der höchstgelegene Ort im Landkreis Neuwied.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1457 als Kurtschyt. Die teilweise genannte Jahreszahl 1314 ist ungesichert.[2]

In der Reformationszeit lag Kurtscheid genau auf der Grenze der Territorien des Grafen zu Wied und des Kölner Kurfürsten. 1556 schloss sich der Graf zu Wied dem evangelischen Glauben an. Während so auch die in seiner Herrschaft gelegenen Orte infolge des Augsburger Religionsfriedens protestantisch wurden, verlegten die Kurtscheider ihre elf auf wiedischen Territorium gelegenen Häuser nördlich auf die kurkölnische Seite. Fortan blieb Kurtscheid katholisch und zum benachbarten Ehlscheid bestand die nächsten Jahrhunderte eine konfessionelle Grenze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kurtscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 338
1835 285
1871 350
1905 387
1939 441
1950 492
Jahr Einwohner
1961 592
1970 799
1987 917
2005 959
2011 948
2017 946
Einwohnerentwicklung von Kurtscheid von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Jahr SPD CDU GRÜNE FWG Gesamt
2019 5 1 6 12 Sitze
2014 6 1 5 12 Sitze
2009 9 7 16 Sitze
2004 1 7 4 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Kurtscheid e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferdinand Wittlich wurde am 23. Juli 2014 Ortsbürgermeister von Kurtscheid. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 95,06 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Vorgänger von Ferdinand Wittlich war Heinz-Dieter Wagner, der das Amt zehn Jahre ausübte.[5][6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kurtscheid
Blasonierung: „Gespalten von Rot und Silber durch eine eingebogene grüne Spitze; vorn vier rote Schrägbalken; hinten ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz; unten über goldenem Dreiberg, von diesem teils verdeckt, ein sechszackiges silbernes Zahnrad.“
Wappenbegründung: Die Schrägbalken aus dem Wappen von Wied und das Kreuz von Kurköln erinnern an die jahrhundertelange, bis zum Jahr 1803 währende Teilung des Ortes Kurtscheid in einen wiedischen und in einen kurkölnischen Ortsteil. Der Dreiberg versinnbildlicht die Lage Kurtscheids, der höchstgelegenen Gemeinde im Landkreis Neuwied und weist zugleich auf das Grundwort „-scheid“ des Ortsnamens, als Wasserscheide zwischen mehreren Zuflüssen der Wied hin. Die goldene Farbe symbolisiert den Ackerbau, das Grün den bedeutenden Waldbestand der Gemeinde. Das silberne Zahnrad steht für die früheren Silber- und Eisenerzgruben, aber auch für die heutige Industrie in der Gemeinde.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kurtscheid geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kurtscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Erste Erwähnung Kurtscheids im Jahre 1457. (Nicht mehr online verfügbar.) kurtscheid.de, archiviert vom Original am 19. Februar 2015; abgerufen am 18. Februar 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kurtscheid.de
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Rengsdorf-Waldbreitbach, Verbandsgemeinde, neunte Ergebniszeile. Abgerufen am 10. März 2020.
  6. Ortsgemeinde Kurtscheid: 1. Sitzung des Ortsgemeinderates der Ortsgemeinde Kurtscheid. 23. Juli 2014, abgerufen am 10. März 2020.