Kurtscheid

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Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde in Rheinland-Pfalz. Zum Vorsitzenden des christlichen Holzarbeiterverbandes siehe Heinrich Kurtscheid.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kurtscheid
Kurtscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kurtscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 32′ N, 7° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Rengsdorf
Höhe: 386 m ü. NHN
Fläche: 5,1 km²
Einwohner: 928 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56581
Vorwahl: 02634
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Westerwaldstraße 32–34
56579 Rengsdorf
Webpräsenz: www.kurtscheid.de
Ortsbürgermeister: Ferdinand Wittlich
Lage der Ortsgemeinde Kurtscheid im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild
Ortseingang Kurtscheid

Kurtscheid ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rengsdorf an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Naturpark Rhein-Westerwald nördlich von Ehlscheid. Die Gemarkung von Kurtscheid erreicht eine Höhe von 401 Metern, somit ist Kurtscheid der höchstgelegene Ort im Landkreis Neuwied.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1457 als Kurtschyt. Die teilweise genannte Jahreszahl 1314 ist ungesichert.[2]

In der Reformationszeit lag Kurtscheid genau auf der Grenze der Territorien des Grafen zu Wied und des Kölner Kurfürsten. 1556 schloss sich der Graf zu Wied dem evangelischen Glauben an. Während so auch die in seiner Herrschaft gelegenen Orte infolge des Augsburger Religionsfriedens protestantisch wurden, verlegten die Kurtscheider ihre elf auf wiedischen Territorium gelegenen Häuser nördlich auf die kurkölnische Seite. Fortan blieb Kurtscheid katholisch und zum benachbarten Ehlscheid bestand die nächsten Jahrhunderte eine konfessionelle Grenze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kurtscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 338
1835 285
1871 350
1905 387
1939 441
Jahr Einwohner
1950 492
1961 592
1970 799
1987 917
2005 965

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Jahr SPD CDU GRÜNE FWG Gesamt
2014 6 1 5 12 Sitze
2009 9 7 16 Sitze
2004 1 7 4 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Kurtscheid e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten von Rot und Silber durch eine eingebogene grüne Spitze; vorn vier rote Schrägbalken; hinten ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz; unten über goldenem Dreiberg, von diesem teils verdeckt, ein sechszackiges silbernes Zahnrad.“

Die Schrägbalken aus dem Wappen von Wied und das Kreuz von Kurköln erinnern an die jahrhundertelange, bis zum Jahr 1803 währende Teilung des Ortes Kurtscheid in einen wiedischen und in einen kurkölnischen Ortsteil. Der Dreiberg versinnbildlicht die Lage Kurtscheids, der höchstgelegenen Gemeinde im Landkreis Neuwied und weist zugleich auf das Grundwort „-scheid“ des Ortsnamens, als Wasserscheide zwischen mehreren Zuflüssen der Wied hin. Die goldene Farbe symbolisiert den Ackerbau, das Grün den bedeutenden Waldbestand der Gemeinde. Das silberne Zahnrad steht für die früheren Silber- und Eisenerzgruben, aber auch für die heutige Industrie in der Gemeinde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kurtscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Erste Erwähnung Kurtscheids im Jahre 1457. kurtscheid.de, abgerufen am 18. Februar 2015.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen