Raubach

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Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde Raubach im rheinland-pfälzischen Landkreis Neuwied. Für den Ortsteil Raubach der Gemeinde Rothenberg im hessischen Odenwaldkreis, siehe Raubach (Rothenberg)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Raubach
Raubach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Raubach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 35′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Puderbach
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 7,83 km2
Einwohner: 1924 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 246 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56316
Vorwahl: 02684
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 059
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Webpräsenz: www.puderbach.de
Ortsbürgermeister: Michael Rudolph
Lage der Ortsgemeinde Raubach im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild

Raubach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Puderbach an.

Raubach, Luftaufnahme (2016)

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt südlich von Puderbach am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald. Durch den Ort fließt der Holzbach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brechhofen (südlich Raubachs) und Hedwigsthal (nördlich Raubachs, wo die Papierfabrik Metsä Tissue ansässig ist) sind neben dem Hauptort die Ortsteile der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer um das Jahr 1000 zugeordneten Urkunde wurde die mit einem Zehntbezirk ausgestattete Kirche in „Rouchbach“ erstmals genannt. Sie war im Besitz des Koblenzer Kastorstifts und St. Kastor geweiht. Die Einkünfte des Pfarrbezirks gehörten später dem Stiftspropst. Im April 1226 beurkundete der Trierer Erzbischof Theoderich, dass Propst Gerhard die Einkünfte zur Verbesserung der Pfründe dem Kapitel des Kastorstifts schenkte.[2][3]

Das Stift verkaufte 1532 Zehnt- und Patronatsrecht in Raubach dem Erzbischof von Trier. Dieser wiederum verkaufte es 1570 dem Grafen Johann IV. von Wied, nachdem dieser um 1556 in seiner Grafschaft die Reformation eingeführt hatte.[2][3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Raubach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][4]

Jahr Einwohner
1815 418
1835 588
1871 545
1905 602
1939 784
1950 907
Jahr Einwohner
1961 1.304
1970 1.280
1987 1.666
1997 1.984
2005 1.984
2015 1.924

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Raubach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 11 16 Sitze
2009 5 3 8 16 Sitze
2004 4 4 8 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: „Unter silbernem Schildhaupt drei rote Rosen mit goldenen Butzen und im roten Feld ein silbernes schrägrechts gelegtes Schwert mit goldenem Knauf.“

Die genannten Wappenzeichen sind Embleme des ehemaligen Adelsgeschlechtes derer von Raubach. Das Wappen wurde mit Urkunde der Bezirksregierung Koblenz vom 3. April 1970 rechtsgültig nach einem Entwurf von Ernst Zeiler, Raubach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Dierdorf an der Bundesautobahn 3. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. Raubach liegt an der Holzbachtalbahn von Altenkirchen über Dierdorf nach Siershahn.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich eine Grundschule, sowie eine Förderschule für Schüler mit Lernschwächen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Raubach geboren wurden die Frauenrechtlerin Ika Freudenberg (1858–1912) und der Komponist Wilhelm Freudenberg (1838–1928). Beide waren Kinder des ortsansässigen Unternehmers Johann Philipp Freudenberg (1803–1890), Besitzer der auf dem heutigen Gelände des Metsä-Werks befindlichen damaligen Raubacher Hütte.

Religionsgruppen in Raubach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Raubach befindet sich zentral die evangelische Kirche, die die evangelische Kirchengemeinde beheimatet. Außerdem findet man hier die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde - Brüdergemeinde Raubach (offene Brüder) und die Christliche Gemeinde Raubach (geschlossene Brüder).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Raubach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Heinrich Neu, Hans Weigert: Die Kunstdenkmäler des Kreises Neuwied (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz Band 16 Abt. II), Düsseldorf, Schwann, 1940, Seite 336
  3. a b Heimat-Blatt und Geschichtschronik für die ehemals Wied'schen und Nassauischen Lande, Neuwied: Strüder, Seite 14, Heft 2 Jahrgang 1925
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen