Die Brücke – Transit in den Tod

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Seriendaten
Deutscher Titel Die Brücke – Transit in den Tod
Originaltitel Broen (Dänemark),
Bron (Schweden)
Produktionsland Dänemark,
Schweden
Originalsprache Dänisch,
Schwedisch
Jahr(e) seit 2011
Produktions-
unternehmen
SVT1,
DR1,
ZDF
Länge 60 Minuten
Episoden 30 in 3+ Staffeln
Genre Kriminalfilm
Musik Hollow Talk von Choir of Young Believers (Johan Söderqvist, Uno Helmersson, Patrik Andrén)
Erstausstrahlung 21. September 2011 auf SVT1
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
18. März 2012 auf ZDF
Besetzung

Hauptdarsteller:

Nebendarsteller:

Die Brücke – Transit in den Tod (dänischer Originaltitel: Broen, schwedischer Originaltitel: Bron) ist eine mehrteilige dänisch-schwedisch-deutsche Kriminalreihe.[1]

Die erste Staffel wurde in Deutschland 2012 vom ZDF ausgestrahlt. Ende 2013 lief in Dänemark, Schweden und Norwegen die zweite Staffel, die 2014, wiederum vom ZDF, in Deutschland ausgestrahlt wurde. Premiere für die 3. Staffel in Dänemark und Schweden war der 27. September 2015, in Deutschland – erneut im ZDF – der 14. Februar 2016.

Das Hauptmotiv der Serie ist die polizeiliche Zusammenarbeit Dänemarks und Schwedens in der Öresundregion. Hintergrund sind Verbrechensserien und global-politischer Terrorismus, die beide Städte, Kopenhagen und Malmö, unmittelbar betreffen. Jede Staffel entspricht dabei einer in sich abgeschlossenen Handlung. Starkes Merkmal der Reihe ist, dass viele Nebenhandlungen für den Zuschauer nicht sofort erkennbar mit der Haupthandlung zusammenhängen. Auch werden mitunter mehrere Parallelhandlungen über mehrere Folgen fortgeführt, bis sich schließlich der Zusammenhang zur Haupthandlung ergibt. Dies brachte der zweiten Staffel von der dänischen Boulevardzeitung BT die Kritik ein, dass zu viele Handlungen und wechselnde Verdächtige den Zuschauer überfordern.[2]

Zu Beginn der ersten Staffel wird nach einem Stromausfall auf der Öresundbrücke eine Leiche gefunden. Der dänische Kommissar Martin Rohde von der Kriminalpolizei Kopenhagen und die schwedische Kommissarin Saga Norén von der Kriminalpolizei Malmö nehmen gemeinsam die Ermittlungen auf.[3]

Die zweite Staffel beginnt wiederum an der Öresundbrücke: Nachdem dort ein Frachter führerlos auf Grund läuft, der nur mit fünf als vermisst gemeldeten, vorsätzlich mit Lungenpest infizierten Jugendlichen beladen ist, erscheint wenig später im Internet ein Bekennervideo einer bislang unbekannten Gruppe. Die Gruppe prangert, wie auch der Antagonist der ersten Staffel, diverse globale Missstände an. Norén und Rohde nehmen erneut die Ermittlungen auf.

Die dritte Staffel, ohne die bisherige Figur Martin Rohde, fokussiert sich stärker auf Saga Norén, die die typischen Verhaltensweisen von Personen mit Asperger-Syndrom zeigt. Passend dazu wird als gesellschaftskritisches Leitmotiv die moderne Familie gewählt. Die Staffel beginnt mit der Ermordung einer bekannten Feministin und Lesbe, wobei der Leichnam so drapiert gefunden wird, dass ein Zusammenhang zum LGBT-Thema offensichtlich wird. Dies führt zu verschiedenen Reaktionen bei den Ermittlern als auch in der Gesellschaft. Es wird zudem mit dem dänischen Kommissar „Henrik Sabroe“ ein neuer Ermittler eingeführt.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Hauptautor wirkte Hans Rosenfeldt, der die Krimihandlung auf der Öresundbrücke entwickelte. Als Koautoren arbeiteten Måns Mårlind, Björn Stein, Nikolaj Scherfig und Camilla Ahlgren an der Ausarbeitung der Episoden mit.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staffel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namensgeberin der Serie: Die Öresundbrücke

Auf der Öresundbrücke wird auf der Grenze zwischen Schweden und Dänemark eine Leiche gefunden. Dort treffen der dänische Kriminalkommissar Martin Rohde und die schwedische Kriminalkommissarin Saga Norén, die das Asperger-Syndrom (eine Form von Autismus) hat, aufeinander, da die Leiche an der Grenze zwischen Dänemark und Schweden abgelegt wurde. Scheint es zu Beginn noch so, dass es sich um die Leiche einer Malmöer Stadträtin handelt, stellt sich wenig später heraus, dass der untere Teil des Körpers von einer Kopenhagener Prostituierten stammt, die 13 Monate zuvor getötet worden war. Die Leiche der Prostituierten war länger als ein Jahr eingefroren gelagert worden.

Um den Fall zu lösen, müssen die dänische und die schwedische Polizei und somit auch die beiden Kriminalkommissare zusammenarbeiten. Der Täter wendet sich im Laufe der Zeit wiederholt an die Öffentlichkeit, unter anderem über seine Internetseite und durch Telefonanrufe bei dem Journalisten Daniel Ferbé, um verschiedene Missstände in beiden Ländern anzuprangern. Seine erste Botschaft ist, dass für eine Stadträtin sehr viel mehr Ermittlungsaufwand betrieben wird als für eine vermisste Prostituierte, bei der die ergebnislosen Ermittlungen im damaligen Vermisstenfall von den Behörden bereits nach zwei Wochen eingestellt wurden. Am Ende der Folge meldet sich der Mörder erneut bei den Polizisten. Als nächste Tat will er auf die Missstände bei Obdachlosen aufmerksam machen.

Dazu vergiftet der Täter Weinflaschen und verteilt diese an Obdachlose. Ein Opfer ist das obdachlose Mädchen Sonja Lindberg, das schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird. Sein nächstes Opfer ist der obdachlose Bjørn Rasmussen, der in einem Keller an einen Stuhl gefesselt und live im Internet zur Schau gestellt wird. Nachdem er sich befreien kann, flüchtet er auf einen Parkplatz und trifft dort erneut auf seinen Entführer. Dieser betäubt und fesselt ihn wieder an den Stuhl, aber diesmal mit einer Kanüle an seinem Oberkörper, über die langsam Blut aus seinem Körper abfließt. Die Zuschauer im Internet können seinen bevorstehenden Tod aufgrund von Blutverlust live mitverfolgen. Der Täter fordert von vier reichen Immobilienbesitzern jeweils fünf Millionen Kronen, um Bjørn Rasmussen am Leben zu lassen.

Der Polizei gelingt es währenddessen nicht, die Übertragung des Wahrheitsterroristen, wie der Brückenmörder im Internet inzwischen genannt wird, zurückzuverfolgen. Jedoch kann Saga Norén das Blinzeln von Bjørn Rasmussen als Morsecode interpretieren, der ihr und dem Team die Seriennummer eines Stromzählers in einem stillgelegten Fabrikgebäude in Malmö mitteilt. Martin und Saga fahren zum Tatort und treffen dort auf Bjørn und einen körperlich überlegenen Täter, der trotz mittlerweile eingetroffenen Sondereinheiten flüchten kann und Martin nach einem Gerangel überraschenderweise am Leben lässt. Für den geschwächten Bjørn hingegen kommt jede Hilfe zu spät.

Wenige Tage später tötet Lasse Jönsson mit einem Samurai-Schwert seinen Psychologen in dessen Praxis und versucht sich anschließend selbst das Leben zu nehmen. Er wird dabei aber von Mitarbeitern der Praxis gestört, der Selbstmordversuch scheitert. Der Brückenmörder nimmt abermals Kontakt mit dem Journalisten Daniel Ferbé auf und macht ihn auf das Problem von extremen Einsparungen im psychiatrischen Bereich aufmerksam. Währenddessen geschehen in Malmö und Kopenhagen weitere eigenartige Morde und bald wird klar, dass der Brückenmörder psychisch labile Personen zu den Morden mit anschließendem Selbstmord angestiftet hat. Um dem Brückenmörder endlich auf die Spur zu kommen, verhören Martin und Saga den Mörder Lasse, der als einziger Überlebender der vier Mörder beharrlich schweigt.

In seiner Wohnung entdecken die beiden Kriminalkommissare Spuren von Anja Björk, einem von zu Hause ausgerissenen Mädchen, das vorübergehend bei Lasse gewohnt hat. Die Bilder der Überwachungskamera vor Lasses Wohnung zeigen Anja mit einem unbekannten Mann, der aus Lasses Wohnung kommt. Schnell wird klar, dass der unbekannte Mann der Brückenmörder sein könnte und eine Fahndung nach Anja wird herausgegeben. Kurz darauf entdeckt eine Polizeistreife Anja am Eingang zu einer Tiefgarage. In der Tiefgarage wird Anja von einer Kugel des Brückenmörders getroffen. Schwer verletzt wird das Mädchen ins Krankenhaus eingeliefert und stirbt dort wenig später mit einem halbfertig gezeichneten Gesicht des Täters.

Martin erkennt in der halbfertigen Zeichnung Ähnlichkeiten mit dem Gesicht von Stefan Lindberg. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung werden Blutspritzer entdeckt und Lindberg wird festgenommen. Er beteuert seine Unschuld und auch das Blut in seiner Wohnung stammt von keinem der Opfer des Brückenmörders. Er wird wieder freigelassen. Im Internet macht der Brückenmörder derweil auf ein viertes Problem, die fehlende Integration von Ausländern, aufmerksam.

Zum Abschluss will der Brückenmörder auf sein fünftes und letztes Problem aufmerksam machen: Kinderarbeit. Er entführt einen Schulbus mit fünf Kindern und droht diese zu töten wenn es nicht bei fünf verschiedenen Konzernen brennt, die ihre Produkte mit Kinderarbeit herstellen. Die Kinder werden gerettet und nach und nach wird auch das wahre Gesicht des Täters erkennbar. Nachdem die schwedische und dänische Polizei bereits zwei mögliche Täter verhaftet hatte, stellt sich heraus, dass ein ehemaliger Kollege von Martin, Jens Hansen, der vor Jahren seinen Selbstmord vorgetäuscht hat, hinter den Verbrechen steckt. Er will auf gar keine Missstände hinweisen, sondern sich nur an allen rächen, die für seinen damaligen psychischen Zusammenbruch und die nachfolgenden persönlichen Probleme verantwortlich sind. An Martin will er sich rächen, weil dieser eine Affäre mit seiner Frau hatte. Kurz nach einem Streit, in dem Jens’ Frau ihm die Scheidung angekündigt hatte, starben Jens’ Frau und ihr Sohn auf der Brücke durch einen tragischen Autounfall. Jens Hansen, der mittlerweile Sebastian Sandstrod heißt und sich mehreren Schönheitsoperationen unterzogen hat, sperrt Martins Frau Mette und die drei Kinder mit einer Handgranate in einem Haus ein. Doch Martin kann seine Familie retten. Als alles ein gutes Ende zu nehmen scheint, kommt Saga dem eigentlichen Plan von Jens Hansen auf die Spur: Er will Martins erwachsenen Sohn August töten, um Martin so den gleichen Schmerz zufügen, den er damals spürte.

Martins Familie wird bewacht, doch Jens gelingt es trotzdem, in das Haus einzudringen, Saga anzuschießen und August zu entführen. Es beginnt eine hektische Suchaktion nach Jens und August. Jens lockt Martin auf die Brücke und gibt ihm die Möglichkeit, ihn zu erschießen. Währenddessen sendet er die Szenen über seine Internetseite in die Welt. Jens eröffnet Martin, dass August bereits tot ist, weshalb Martin nach dem Abzug greift. Doch Saga schreitet ein, schießt Martin in den Arm und kann Jens schließlich festnehmen. August wird eingemauert und tot in Jens’ Garage gefunden.

Staffel 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Frachter Faxborg, der im Film unterhalb der Öresundbrücke auf Grund läuft

Die zweite Staffel beginnt etwa ein Jahr nach den Geschehnissen der ersten Staffel. Martin und Saga hatten nach der Beerdigung von Martins Sohn August keinen Kontakt mehr. Als in der Fahrrinne unterhalb der Öresundbrücke ein Frachter scheinbar führerlos auf Grund läuft, wird in seinem Inneren eine Gruppe von betäubten Jugendlichen entdeckt. Von der eigentlichen Besatzung fehlt jede Spur. Als sich herausstellt, dass einige der Jugendlichen in Dänemark als vermisst gemeldet sind, beschließt die zum Tatort gerufene Saga, ihren Kollegen Martin in Kopenhagen aufzusuchen. Dieser wurde zwischenzeitlich, als Maßnahme zur Traumabewältigung, aus der Mordkommission versetzt. Er empfindet Sagas unvermittelten Besuch jedoch als willkommene Abwechslung. Nicht zuletzt, weil diese ihn aufgrund ihres Asperger-Syndroms wie immer, d. h. ohne Rücksicht bzw. Bewusstsein für seinen emotionalen Zustand, behandelt. Es stellt sich heraus, dass Martin sich ein Stück Normalität zurück wünscht, in der er nicht mehr als gebrochener Mann behandelt wird. Der Zuschauer erfährt, dass Martin nach der Geburt seiner Zwillinge getrennt von Mette lebt, die beiden jedoch eine Paartherapie besuchen, um später wieder zusammenleben zu können. Als jedoch Saga wieder in Martins Leben tritt, erkennt er, dass er das Trauma, das ihm in der ersten Staffel zugefügt wurde, nur dann bewältigen kann, wenn er sich wieder seiner eigentlichen Arbeit widmet. Er beschließt, die Paartherapie vorläufig abzubrechen und besucht stattdessen den Mörder seines Sohnes, Jens, im Gefängnis, um diesem in die Augen sehen zu können. Die zweite Staffel greift diesen Handlungsstrang mehrfach auf und zeigt Martins Besuche bei Jens. Nachdem Martin kurzzeitig wieder bei Mette eingezogen ist, erkennt diese, dass sie ihn nicht mehr liebt. Aus Sagas Privatleben erfährt der Zuschauer, dass diese jetzt in einer Beziehung und in einer gemeinsamen Wohnung lebt. Im Laufe der Staffel wird diese Beziehung und vor allem Sagas Problem mit emotionalen Bindungen thematisiert. So entflieht Saga in einer Folge zwei Nächte in ein Hotel, da sie das gemeinsame Zusammenleben überfordert, um wieder vorübergehend allein zu sein. Am Ende zieht Sagas Freund aus der gemeinsamen Wohnung wieder aus. Auch Sagas fehlender Sinn für Ironie wird in der Serie wiederkehrend thematisiert. Dazu schafft die Serie den Spagat zwischen Komik und Tragik, indem sie Martin und Saga immer in Situationen geraten lässt, in denen sie sich gegenseitig ergänzen.

Währenddessen geschieht eine Reihe von Morden durch Vergiftung in Kopenhagen und Malmö. Saga und Martin können die Verbindung zu mehreren Videos im Internet durch Broschen herstellen, die jeweils eine goldene Kröte zeigen und an den Tatorten platziert wurden. Die ersten Folgen der zweiten Staffel drehen sich darum, dass Martin und Saga versuchen, die Urheber der Videos, und damit die Mörder, zu identifizieren. Die Serie verwebt dabei mehrere Handlungsstränge, deren Zusammenhänge für den Zuschauer nicht immer sofort erkennbar sind. Nach und nach fügen sich jedoch Handlungsfäden zusammen und Saga und Martin können die Gruppe identifizieren, jedoch erst kurz nachdem diese ein weiteres Attentat, die Explosion eines Tanklastzuges im Freihafen von Malmö, verübt. Als schließlich der Zugriff erfolgen soll, stellt sich heraus, dass die gesuchte Gruppe nur ausführend handelte – als die Aufgaben erfüllt waren, werden die Mitglieder kurzerhand von den Hintermännern der Aktion ermordet. Saga und Martin kommen einen Bruchteil zu spät und können nur noch Leichen bergen.

Saga und Martin verfolgen die Spur Julians, des Bruders einer der ermordeten Aktivisten. Dieser scheint gleichfalls in die Aktion verwickelt zu sein, wird jedoch auch entführt, bevor Saga und Martin ihn erreichen können. Am Ort der Entführung können sie jedoch Laura, der Assistentin Julians, habhaft werden, die nur knapp dem Tode entgangen ist. Von ihr und aus Julians Computeraufzeichnungen erfahren Saga und Martin, dass sich Julian mit dem Kopf der Bewegung über das Internet verabredet hatte. Wenig später wird allerdings auch er ermordet und aufgelöst in Lauge in Kopenhagen gefunden.

Laura, die bei der Entführung Julians angeschossen wurde und danach an einer Amnesie litt, erinnert sich schließlich an das Gesicht des Angreifers. Es stellt sich heraus, dass es Oliver Nordgren war. Dessen Schwester Viktoria ist Inhaberin des großen Arzneimittel-Konzerns Medisonus, der bisher schon mehrfach in den Ermittlungen aufgetaucht ist. Viktoria hat eine unheilbare Krankheit und vermutlich nur noch ein Jahr verbleibende Lebenszeit. Sie wird von ihrem Bruder krankhaft umsorgt und überwacht, da dieser ein inzestuöses Interesse an ihr hat, wovon jedoch weder sie noch seine Frau Gertrud wissen.

Als Viktoria von Olivers Aufdringlichkeit endgültig genug hat und ihm eine klare Ansage macht, folgt dieser ihr in ihr Schlafzimmer und gesteht ihr, dass er für diverse der ungeklärten Verbrechen verantwortlich ist und noch einen finalen Akt geplant hat, der Viktoria zur Heldin Europas machen soll. Danach versucht er sie mit einem Kissen zu ersticken. In letzter Minute taucht Gertrud auf und kann Viktoria retten, indem sie Oliver mit einer Lampe erschlägt. Bei dem kommenden EU-Gipfel soll Viktoria als Medisonus-Chefin eine Rede halten. Vorher bittet sie Gertrud, ihr eine ihrer üblichen Morphium-Spritzen vorbeizubringen, die diese jedoch ohne Viktorias Wissen präpariert. Ahnungslos injiziert sich Viktoria den Inhalt der Spritze.

Derweil klärt der Pathologe Saga darüber auf, dass Julian und ein weiteres Opfer ein neuartiges, gefährliches Gift injiziert bekamen, das starke innere Blutungen verursacht, die qualvoll zum Tode führen. Die Erreger sind hochansteckend. Um die Spuren des Giftes verschwinden zu lassen, wurden die Leichen in Lauge aufgelöst. Schließlich realisieren Saga und Martin, dass Gertrud als Leiterin der Medisonus-Forschungsabteilung diejenige gewesen sein muss, die den Opfern das Gift injizierte. Anscheinend wollte Gertrud an Julian und Ramon testen, wie schnell verschieden hohe Dosierungen zum Tode führen. Die Ermittler kommen dahinter, dass Viktoria für Gertrud nur Mittel zum Zweck war. Die Erreger des Giftes verbreiten sich durch die Luft, sobald Blut des Infizierten austritt, z. B. durch Husten. Man steckt sich also durch bloßes Einatmen an. Gertrud will bezwecken, dass Viktoria während ihres Vortrages vor den Umwelt-Politikern Blut hustet. Somit würden sich alle Anwesenden infizieren und sterben.

Das Gebäude, in dem der Gipfel stattfindet, wird unter Quarantäne gestellt. Die Ermittler suchen die infizierte Viktoria, die dringend von den anderen isoliert werden muss. Schließlich wird sie von Pernille auf der Toilette gefunden. Bevor die Polizistin Viktoria die Situation erklären kann, hustet sie plötzlich Blut, womit Pernille auch dem Tode geweiht ist. Saga und Martin können nichts mehr für sie tun. Als Viktoria nach Minuten qualvoll stirbt, erschießt sich Pernille, um einem schmerzhaften Tod zu entgehen.

Währenddessen kann Gertrud unbemerkt fliehen. Sie nimmt in einer leerstehenden Lagerhalle ein Video auf, in dem sie sich stolz und siegessicher über die Aktionen der Umwelt-Terroristen äußert. Ein Mann betritt die Halle, dessen Gesicht im Schatten liegt. Er sagt Gertrud, dass ihre Bemühungen nicht gereicht hätten, und erschießt sie.

Die Staffel endet damit, dass Saga in den Nachrichten von Jens’ Tod erfährt. Sie ist davon überzeugt, dass Martin Jens ermordet hat und lässt ihn verhaften, obwohl ihr das sichtlich schwerfällt.

Staffel 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der schwedische Autor Hans Rosenfeldt der ersten beiden Staffeln teilte im Frühjahr 2014 mit, dass das Hauptskript zur dritten Staffel fertig sei. Die dänische Erstausstrahlung fand vom 27. September 2015 an, die deutsche Erstausstrahlung vom 14. Februar 2016 an statt.[5] Im Juni 2014 gab einer der Hauptdarsteller, Kim Bodnia alias Martin Rohde, den Ausstieg aus der Serie bekannt.[6] Er war mit dem Manuskript und der Entwicklung seiner Rolle in der 3. Staffel unzufrieden; er fühlte sich in der Region am Öresund wegen des wachsenden Antisemitismus als Jude nicht mehr sicher. Seinem Versuch, das im Stoff der Serie mit einzubeziehen, wurde nicht entsprochen.[7]

Die dritte Staffel dreht sich um die Frage, was eine zeitgemäße Form der Familie sei. Dabei liegt auch der Fokus auf Hauptfigur Saga Norén. Deren besondere Persönlichkeitsmerkmale sind aufgrund des Asperger-Syndroms fehlendes zwischenmenschliches Einfühlungsvermögen und weitere soziale Defizite.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Titelmusik des Vor- und Abspanns heißt Hollow Talk und stammt von der dänischen Band Choir of Young Believers.[8]

Ausstrahlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Folge der ersten Staffel wurde am 21. September 2011 in Schweden und am 28. September 2011 in Dänemark erstausgestrahlt.[9] Die weiteren Folgen wurden danach bis Ende November 2011 jeweils mittwochs fast gleichzeitig in Dänemark und Schweden gesendet. Produziert wurde sie im Auftrag von DR, dem dänischen öffentlichen Fernsehsender DR1 und SVT, dem schwedischen öffentlichen Fernsehen, dem ZDF und durch unabhängige Produktionsgesellschaften.

In Deutschland wurde die erste Staffel erstmals vom 18. März 2012 an jeweils sonntagabends gegen 22:00 Uhr vom Koproduzenten ZDF ausgestrahlt in Form von insgesamt fünf Doppelfolgen à 110 Minuten. Die erste Folge sahen 3,36 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 17,0 % entsprach.[10]

Die Fernsehserie wurde außerhalb Dänemarks und Schwedens durch ZDF Enterprises auch in das Vereinigte Königreich verkauft. Die Rechte erhielt die BBC, die die Serie auf BBC Four 2012 zeigte.[11][12]

Die zweite Staffel lief in Schweden, Norwegen, Finnland und Island erstmals zwischen dem 22. September und dem 24. November 2013 und seit Januar 2014 in England; im ZDF wurde die zweite Staffel in fünf Doppelfolgen vom 16. März bis zum 13. April 2014 gesendet.[13]

Die dritte Staffel wurde vom 14. Februar bis zum 7. März 2016 im ZDF ausgestrahlt, ebenfalls in fünf Doppelfolgen.[14]

DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Staffel der Serie erschien in Deutschland am 13. April 2012 auf DVD und am 12. Oktober 2012 auf Blu-ray.[1] Während die DVD allerdings – trotz Vorhandenseins der Originaltonspur – keine Untertitel besitzt, enthält die Blu-ray diese. Zudem wurden die zehn Folgen wieder zu fünf Doppelfolgen zusammengefasst.[15]

Neuverfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahr 2012 wurden sowohl von amerikanischer Seite[16] als auch von britisch-französischer Seite[17] Pläne für Neuverfilmungen bekanntgegeben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die Brücke – Transit in den Tod. Fernsehserien.de, abgerufen am 19. Februar 2016.
  2. 'Broen’ flopper: Det går alt for hurtigt. 29. September 2013, abgerufen am 16. Februar 2016.
  3. Borgen: Sidse Babett Knudsen interview. 27. Januar 2012, abgerufen am 16. Februar 2016.
  4. Borgen 2 And Broen Finish Season With Panache. Archiviert vom Original am 4. September 2012, abgerufen am 16. Februar 2016.
  5. „Die Brücke“ Staffel 3 ab Februar im ZDF, wunschliste.de vom 13. Oktober 2015 aufgerufen am 15. Oktober 2015
  6. ”Rodhe” hoppar av ”Bron” i protest, Svenska Dagbladet vom 8. Juni 2014 aufgerufen am 30. April 2016
  7. Katharina Schmidt-Hirschfelder: Judenhass am Öresund – Schauspieler sagt Teilnahme an Krimiserie ab. Jüdische Gemeinde warnt vor Generalisierungen. In: Jüdische Allgemeine. Zentralrat der Juden in Deutschland, 18. Februar 2016, abgerufen am 19. Februar 2016.
  8. Choir of Young Believers – Hollow Talk (2011). 30. September 2011, abgerufen am 16. Februar 2016.
  9. Zelluloid.de Die Brücke – Transit in den Tod
  10. Quotenmeter: „Krimis punkten: Starke Quoten für ‚Mentalist‘ und ‚Die Brücke‘“ 19. März 2012
  11. BBC:„BBC Four acquires two new Scandanavian drama series“, 4. Oktober 2011, abgerufen am 30. April 2016
  12. ZDF Enterprises: „ZDF Enterprises verkauft zwei neue skandinavische Krimiserien an BBC Four“, 3. Oktober 2011, abgerufen am 30. April 2016
  13. ZDF: Die Brücke – Transit in den Tod: Staffel 2
  14. Wunschliste: „Die Brücke“ Staffel 3 ab Februar im ZDF
  15. Die Brücke – Transit in den Tod. OFBb, 16. April 2012, abgerufen am 16. Februar 2016.
  16. AMC Cancels 'The Killing' While FX Orders a Pilot for a Scandinavian Remake of Its Own. 30. Juli 2012, abgerufen am 16. Februar 2016.
  17. Canal+ and Sky Atlantic team up for Bron/Broen remake
  18. 'The Bridge' canceled by FX. Archiviert vom Original am 2. November 2015, abgerufen am 16. Februar 2016.