Eching am Ammersee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eching am Ammersee
Eching am Ammersee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eching am Ammersee hervorgehoben

Koordinaten: 48° 5′ N, 11° 7′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs­gemeinschaft: Schondorf am Ammersee
Höhe: 541 m ü. NHN
Fläche: 6,24 km2
Einwohner: 1709 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 274 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82279
Vorwahl: 08143
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 115
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Anger 1
82279 Eching am Ammersee
Website: www.eching-ammersee.de
Erster Bürgermeister: Siegfried Luge[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Eching am Ammersee im Landkreis Landsberg am Lech
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis OstallgäuLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis StarnbergLandkreis FürstenfeldbruckWindachWeil (Oberbayern)Utting am AmmerseeUnterdießenThainingPürgenSchwiftingSchondorf am AmmerseeScheuringRott (Landkreis Landsberg am Lech)ReichlingPrittrichingVilgertshofenPenzing (Bayern)ObermeitingenLandsberg am LechKinsauKauferingIglingHurlachHofstetten (Oberbayern)GreifenbergGeltendorfFuchstalFinningEresingEgling an der PaarEching am AmmerseeDießen am AmmerseeDenklingenApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Eching am Ammersee ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schondorf am Ammersee.

Eching, das am nördlichen Rand des Ammersees liegt, grenzt direkt an das große Naturschutzgebiet „Ampermoos“ und an das bewaldete Erholungsgebiet „Weingarten“ direkt am Ammersee an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile sind das Pfarrdorf Eching am Ammersee und der Weiler Gießübl.[3] Es gibt nur die Gemarkung Eching am Ammersee.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wird Eching 1065 als Ehingun, der Name leitet sich von dem Personennamen Echo ab.[5]

Eching gehörte zum Kurfürstentum Bayern und war ein Teil der geschlossenen Hofmark Greifenberg der Freiherren von Perfall. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 1265 auf 1709 um 444 Einwohner bzw. um 35,1 %.

  • 1970: 0749 Einwohner
  • 1987: 1293 Einwohner
  • 1991: 1350 Einwohner
  • 1995: 1416 Einwohner
  • 2000: 1477 Einwohner
  • 2005: 1657 Einwohner
  • 2010: 1653 Einwohner
  • 2015: 1681 Einwohner
  • 2018: 1729 Einwohner
  • 2019: 1709 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 1996 Siegfried Luge (CSU) (* 1943).[2]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzverteilung im Gemeinderat nach den Kommunalwahlen seit 2002:

Jahr Bürgerblock CSU CSU/Bürgerblock Menschen für Menschen gesamt Wahlbeteiligung

in %

2020[6] 7 5 12 77,1
2014 9 3 12
2008 10 2 12 67,3
2002 11 1 12 70,3

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Eching am Ammersee
Blasonierung: „Gespalten; vorne in Blau ein wachsender goldener Abtstab, hinten dreimal wellenförmig schräggeteilt von Rot und Silber.“[7]

Wappengeschichte: Der goldene Abtstab steht für das Stift Dießen, das bis zur Säkularisation 1803 grundherrschaftliche Rechte im Gemeindegebiet ausübte. Die dreifache Wellenschrägteilung entspricht dem Wappen der Herren von Greif auf Greifenberg, die von der zweiten Hälfte des 13. bis Ende des 14. Jahrhunderts das Echinger Dorfgericht innehatten. Das Gemeindegebiet gehörte über Jahrhunderte zur Hofmark Greifenberg.[8] Dieses Wappen wird seit 1969 geführt.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 83 und im Bereich Handel und Verkehr 23 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 133 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 482. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 13 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 303 ha, davon waren 178 ha Ackerfläche.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 938 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 53 T€.

Freizeit und Einzelhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Gemeinde sehr stark. Neben einem großen Sportzentrum verfügt sie nun über ein Einkaufs- sowie Gesundheitszentrum mit mehreren Fachärzten und seit 6. Oktober 2014 auch über eine Apotheke.

Im Jahr 2015 fand die Echinger Festwoche zum neunten Mal statt. Die 10. Echinger Festwoche musste wegen der Covid-19-Pandemie um ein Jahr auf das Jahr 2021 verschoben werden

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergarten mit 75 Plätzen
  • Volkshochschule Ammersee-Nordwest

Wegen sinkender Schülerzahlen gibt es seit 2009 keine Grundschule mehr in Eching. Die Schüler werden nun in Windach unterrichtet. Das Echinger Schulgebäude wird seit Anfang 2016 als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildhäuschen

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beschauliche Gemeinde geriet durch die Entführung von Ursula Herrmann deutschlandweit ins Licht der Öffentlichkeit.

Thilo Bode, der Gründer und Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, wurde 1947 in Eching am Ammersee geboren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eching am Ammersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gemeinderat. Gemeinde Eching am Ammersee, abgerufen am 13. März 2021.
  3. Gemeinde Eching am Ammersee in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. September 2019.
  4. Amtsbezirk. Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung | Landsberg am Lech mit Außenstelle Starnberg, abgerufen am 10. April 2019.
  5. Heide Weißhaar–Kiem: Landkreis Landsberg am Lech. Hrsg.: Landkreis Landsberg am Lech. 1. Auflage. EOS Verlag Sankt Ottilien, 2010, ISBN 978-3-8306-7437-5, S. 180.
  6. Gemeinderatswahl Eching am Ammersee,Ergebnisse. 16. März 2020, abgerufen am 9. November 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Eching am Ammersee in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Zitat Eintrag zum Wappen von Eching am Ammersee in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Eintrag zum Wappen von Eching am Ammersee in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte m.w.N.