Penzing (Bayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Penzing
Penzing (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Penzing hervorgehoben
Koordinaten: 48° 4′ N, 10° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 33,81 km2
Einwohner: 3659 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86929
Vorwahl: 08191
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 132
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fritz-Börner-Straße 11
86929 Penzing
Webpräsenz: www.penzing.de
Bürgermeister: Johannes Erhard (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Penzing im Landkreis Landsberg am Lech
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis OstallgäuLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis StarnbergLandkreis FürstenfeldbruckWindachWeil (Oberbayern)Utting am AmmerseeUnterdießenThainingPürgenSchwiftingSchondorf am AmmerseeScheuringRott (Landkreis Landsberg)ReichlingPrittrichingVilgertshofenPenzing (Bayern)ObermeitingenLandsberg am LechKinsauKauferingIglingHurlachHofstetten (Oberbayern)GreifenbergGeltendorfFuchstalFinningEresingEgling an der PaarEching am AmmerseeDießen am AmmerseeDenklingenApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Penzing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech.

Ansicht von Penzing mit alter Schule (jetzt Volkshochschule) und Kirche St. Martin
Gedenkstein zur 1250-Jahr-Feier in Penzing 1990

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort Penzing liegt etwa in der Gemeindemitte fünf Kilometer nordöstlich von Landsberg am Lech und 13 Kilometer vom Ammersee entfernt.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Penzing hat neun Ortsteile (ehem. Gemeinden mit ihren damaligen Ortsteilen):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endung „-ing“ des Ortsnamens zeugt von einem germanischen Ursprung des Dorfes. Dem Lechrain zugehörig, auf einer Moräne aus der letzten Eiszeit angesiedelt, sind die fünf Dörfer der Gemeinde Penzing halbkreisförmig um ihre Mitte gruppiert.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteiles Epfenhausen erfolgte um 1065. Die Gründung Oberbergens, das zu den ältesten Ausbausiedlungen des Landkreises Landsberg zählt, erfolgte im 8. Jahrhundert. Der älteste Nachweis Ramsachs ist eine Urkunde aus dem Jahr 1179. Penzing und Untermühlhausen bestanden bereits bei Gründung des Klosters Benediktbeuern um 740, was aus alten Aufzeichnungen hervorgeht.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Januar 2009 wurde hier ein Doppelmord begangen, der durch die Medien als Güllemord von Penzing bekannt wurde.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurde am 1. Januar 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Oberbergen eingegliedert. Am 1. April 1971 kam Untermühlhausen hinzu, Ramsach folgte am 1. Januar 1972[4], am 1. April 1974 Epfenhausen.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[6]
Jahr CSU SPD DGP BBO DGU DGR DGE gesamt Wahlbeteiligung in %
2014 4 0 4 2 2 2 2 16 59,04
2008 4 0 5 2 1 2 2 16 67,6

BBO = Bürgerblock Oberbergen
DGE = Dorfgemeinschaft Epfenhausen
DGP = Dorfgemeinschaft Penzing
DGR = Dorfgemeinschaft Ramsach
DGU = Dorfgemeinschaft Untermühlhausen

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold zwei schräg gekreuzte rote Schlüssel, belegt mit einem senkrecht gestellten blauen Schwert.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den bewaldeten Südosten des Gemeindegebietes durchquert die Autobahn A 96. Erreichbar ist diese über die Staatsstraße 2054 von Penzing nach Landsberg am Lech und die Auffahrt AS 26 (Landsberg am Lech Ost).

Durch den Ortsteil Epfenhausen führt die zweigleisige nicht elektrifizierte Bayerische Allgäubahn, die von München nach Lindau am Bodensee verläuft. Einen Bahnhof in Epfenhausen mit zwei Bahnsteiggleisen gab es von 1873 bis 1985.

Von Penzing verkehren vier Buslinien zu den Bahnhöfen von Geltendorf, Kaufering, Mering und Landsberg.

Fliegerhorst Penzing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist Penzing auch durch den 1935 für die Luftwaffe der Wehrmacht gebauten Fliegerhorst Penzing, der heute von der Bundesluftwaffe vor allem für Transport und Versorgung der im Ausland mit UN- oder NATO-Mandat tätigen Soldaten genutzt wird. Der Fliegerhorst ist seit 1971 Heimat des Lufttransportgeschwaders 61, das sich im SAR-Dienst der Luftwaffe einen Namen gemacht hat. Darüber hinaus ist dort der Abgesetzte Bereich der Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 14 stationiert, der zentralisiert die periodischen Inspektionen aller Transall-Maschinen der Bundesluftwaffe durchführt.

Am 26. Oktober 2011 wurde von seiten der Bundesregierung bekanntgegeben, dass der Standort Penzing im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr geschlossen werden soll.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Penzing e. V. bietet unter anderem die Sportarten Fußball, Ultimate Frisbee, Volleyball, Stockschießen, Akrobatik, Tischtennis, Tennis an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Multiplexkino

Lichtspielhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ortseingang befindet sich das am 26. September 2013 eröffnete[7] und unter dem Markennamen Cineplex geführte Multiplexkino mit elf Sälen und 1393 Plätzen. Das Haus verfügt über digitale 2D- und 3D-Projektion sowie D-BOX-Sessel und ist behindertengerecht ausgestattet. Im Oktober 2014 wurde im Saal 2 der erste Laserprojektor in Deutschland in den regelmäßigen Spielbetrieb genommen.[8] 2017 und 2018[9] war das Haus auch am internationalen Snowdance-Festival[10] beteiligt.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Penzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. "Güllemörder" von Penzing hörte Stimmen, Augsburger Allgemeine vom 5. November 2009
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 507.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 580.
  6. Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Gemeinderats am 16. März 2014. Gemeinde Penzing, abgerufen im 7. Juni 2017.
  7. Augsburger Allgemeine: Ein Kino und ein Fliegerhorst. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 27. März 2017]).
  8. Augsburger Allgemeine: Die Kinobranche setzt auf moderne Projektionstechnik. Deutschlands erste Anlage steht in Penzing, Landsberg, Dominic Wimmer, 15. Oktober 2014
  9. Alexandra Lutzenberger: Filmfest Snowdance ist in Landsberg daheim. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 11. Mai 2018]).
  10. SNOWDANCE 2018 - SNOWDANCE INDEPENDENT FILMFESTIVAL. Abgerufen am 27. März 2017.
  11. Augsburger Allgemeine: Snowdance Filmfestival: Til Schweiger begeistert seine Fans. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 27. März 2017]).