Hofstetten (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hofstetten
Hofstetten (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hofstetten hervorgehoben

Koordinaten: 48° 1′ N, 10° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs­gemeinschaft: Pürgen
Höhe: 674 m ü. NHN
Fläche: 17,02 km2
Einwohner: 1895 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86928
Vorwahl: 08196
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 124
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Weilheimer Str. 2
86932 Pürgen
Website: www.hofstetten-hagenheim.de
Bürgermeister: Benedikt Berchtold jun. (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Hofstetten im Landkreis Landsberg am Lech
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Über dieses Bild
Hofstetten bei Landsberg am Lech
Landsberger Straße in Hofstetten

Hofstetten ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pürgen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer voralpinen Moränenlandschaft zwischen Lech und Ammersee im Gebiet des sogenannten Lechrain.

Der niedrigste Punkt der Gemeinde befindet sich auf 625 m am Windachspeicher, der Höchste mit 710 m im Hohenbuch.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus zwei Gemarkungen, die den ehemaligen Gemeinden entsprechen, und hat drei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Grünsink ist kein amtlich benannter Gemeindeteil und zählt zu Hagenheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits aus der Hallstattzeit stammen mehrere Hügelgräber unweit der Kreisstrasse LL6.

Reihengräberfunde am Egelsee bei Hagenheim aus der Zeit um 650, sowie der Ortsname lassen auf eine Besiedelung im 7. Jahrhundert schließen. Diese fand vermutlich ausgehend von dem heutigen Weiler Memming statt.

Hofstetten wird erstmals 1083 in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Norbert zu Chur als Hovesteten genannt. In dieser vermacht er Hofstetten dem Kloster Habach.[3]

Nachdem das Dorf zunächst im Einflussbereich der Welfen und Staufer lag, fiel es 1231 an die Wittelsbacher, 1270 wird Hofstetten im Grundverzeichnis des Kastenamtes Landsberg aufgeführt.[4]

Das Kloster Wessobrunn war bis zur Säkularisation 1803 als Grundherrschaft im ganzen Gemeindegebiet Hofstettens von Bedeutung. Der Gemeindeteil Hagenheim wird schon im Hochmittelalter als Wessobrunner Besitz genannt; seit 1403 war auch die Kirche von Hagenheim dem Kloster inkorporiert (zuvor Stift Habach). Hofstetten gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Hofstetten und Hagenheim.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 schlossen sich Hagenheim und Hofstetten zur neuen Gemeinde Hofstetten zusammen.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0931 Einwohner, davon 317 in Hagenheim
  • 1970: 0999 Einwohner, davon 301 in Hagenheim
  • 1987: 1245 Einwohner
  • 1991: 1504 Einwohner
  • 1995: 1589 Einwohner
  • 2000: 1675 Einwohner
  • 2005: 1759 Einwohner
  • 2010: 1782 Einwohner
  • 2015: 1838 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Benedikt Berchtold.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl 2014 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hagenheim war nach dem Krieg eine der ersten Gemeinden in Bayern, die ein Wappen eingeführt haben. Dieses Wappen wurde im Zug der Gemeindezusammenlegung leicht abgeändert und dient heute der Repräsentation der Gemeinde Hofstetten. Das alte originale Wappen existiert weiterhin, darf aber nur von Hagenheimer Vereinen und Bürgern verwendet werden.

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter einem silbernen, mit zwei schräg gekreuzten roten Schlüsseln belegten Schildhaupt in Rot zwei aus einem silbernen Hegezaun aufwachsende silberne Fichten.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 43 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 18 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 214. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 40 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 657 ha, davon waren 544 ha Ackerfläche und 112 ha Dauergrünland.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • Kindergärten: 65 Kindergartenplätze mit 75 betreuten Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hofstetten (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Hofstetten in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. September 2019.
  3. Pankraz Fried, Peter Fassl: Aus Schwaben und Altbayern. Thorbecke, 1991, ISBN 978-3-7995-7073-2, S. 127.
  4. Heide Weißhaar-Kiem: Landkreis Landsberg am Lech. Hrsg.: Landkreis Landsberg am Lech. 1. Auflage. EOS Verlag St. Ottilien, 2010, ISBN 978-3-8306-7437-5, S. 215–217.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 507.
  6. https://www.hofstetten-hagenheim.de/index.php/verwaltung/gemeinderat