Hofstetten (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hofstetten
Hofstetten (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hofstetten hervorgehoben

Koordinaten: 48° 1′ N, 10° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs­gemeinschaft: Pürgen
Höhe: 674 m ü. NHN
Fläche: 17,02 km2
Einwohner: 1915 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86928
Vorwahl: 08196
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 124
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Weilheimer Str. 2
86932 Pürgen
Website: www.hofstetten-hagenheim.de
Erste Bürgermeisterin: Ulrike Högenauer
Lage der Gemeinde Hofstetten im Landkreis Landsberg am Lech
AmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis OstallgäuLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis StarnbergLandkreis FürstenfeldbruckWindachWeil (Oberbayern)Utting am AmmerseeUnterdießenThainingPürgenSchwiftingSchondorf am AmmerseeScheuringRott (Landkreis Landsberg am Lech)ReichlingPrittrichingVilgertshofenPenzing (Bayern)ObermeitingenLandsberg am LechKinsauKauferingIglingHurlachHofstetten (Oberbayern)GreifenbergGeltendorfFuchstalFinningEresingEgling an der PaarEching am AmmerseeDießen am AmmerseeDenklingenApfeldorfKarte
Über dieses Bild
Hofstetten bei Landsberg am Lech
Landsberger Straße in Hofstetten

Hofstetten ist eine Gemeinde und deren Hauptort im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer voralpinen Moränenlandschaft zwischen Lech und Ammersee im Gebiet des sogenannten Lechrain.

Der niedrigste Punkt der Gemeinde befindet sich auf 625 m ü. NHN am Windachspeicher, der Höchste mit 710 m ü. NHN im Hohenbuch.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus zwei Gemarkungen, die den ehemaligen Gemeinden entsprechen, und hat drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Grünsink ist kein amtlich benannter Gemeindeteil und zählt zu Hagenheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits aus der Hallstattzeit stammen mehrere Hügelgräber unweit der Kreisstraße LL6.

Reihengräberfunde am Egelsee bei Hagenheim aus der Zeit um 650, sowie der Ortsname lassen auf eine Besiedelung im 7. Jahrhundert schließen. Diese fand vermutlich ausgehend von dem heutigen Weiler Memming statt.

Hofstetten wird erstmals 1083 in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Norbert zu Chur als Hovesteten genannt. In dieser vermacht er Hofstetten dem Kloster Habach.[3]

Nachdem das Dorf zunächst im Einflussbereich der Welfen und Staufer lag, fiel es 1231 an die Wittelsbacher, 1270 wird Hofstetten im Grundverzeichnis des Kastenamtes Landsberg aufgeführt.[4]

Das Kloster Wessobrunn war bis zur Säkularisation 1803 als Grundherrschaft im ganzen Gemeindegebiet Hofstettens von Bedeutung. Der Gemeindeteil Hagenheim wird schon im Hochmittelalter als Wessobrunner Besitz genannt; seit 1403 war auch die Kirche von Hagenheim dem Kloster inkorporiert (zuvor Stift Habach). Hofstetten gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Hofstetten und Hagenheim.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern schlossen sich am 1. Januar 1972 Hagenheim und Hofstetten zur neuen Gemeinde Hofstetten zusammen.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 1306 auf 1886 um 580 Einwohner bzw. um 44,4 %.

  • 1961: 0931 Einwohner, davon 317 in Hagenheim
  • 1970: 0999 Einwohner, davon 301 in Hagenheim
  • 1987: 1245 Einwohner
  • 1991: 1504 Einwohner
  • 1995: 1589 Einwohner
  • 2000: 1675 Einwohner
  • 2005: 1759 Einwohner
  • 2010: 1782 Einwohner
  • 2015: 1838 Einwohner
  • 2018: 1895 Einwohner
  • 2019: 1886 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pürgen.

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist seit 2020 Ulrike Högenauer.[6]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl 2020 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Hofstetten (Oberbayern).svg
Blasonierung: „Unter einem silbernen, mit zwei schräg gekreuzten roten Schlüsseln belegten Schildhaupt in Rot zwei aus einem silbernen Hegezaun aufwachsende silberne Fichten.“[8]

Dieses Wappen wird seit 1975 geführt.

Wappenbegründung: Die Gemeinden Hofstetten und Hagenheim schlossen sich am 1. Januar 1972 zur neuen Gemeinde Hofstetten zusammen. Die Gemeinde Hagenheim hatte schon seit 1953 ein Wappen geführt, das die neue Gemeinde 1975 unverändert annahm, da der in der historischen Begründung erläuterte Sachzusammenhang auch für die neue Gemeinde gültig war. Die gekreuzten Schlüssel, Attribute des heiligen Petrus, sind aus dem Patronatswappen der alten Benediktinerabtei Wessobrunn übernommen. Wessobrunn war bis zur Säkularisation 1803 als Grundherrschaft im ganzen Gemeindegebiet von Bedeutung. Hagenheim wird schon im Hochmittelalter als Wessobrunner Besitz genannt; seit 1403 war auch die Kirche von Hagenheim dem Kloster inkorporiert (zuvor Stift Habach). Der Hegezaun mit den herauswachsenden Fichten ergibt ein für den Ortsnamen Hagenheim (vom althochdeutschen hagin/Hag, Hain) redendes Bild. Die Farben Rot und Silber entsprechen sowohl den Farben des Klosters Wessobrunn als auch den Farben des Hochstifts und der Diözese Augsburg, zu der das Gemeindegebiet seit der Frühzeit gehörte.

Hagenheim war nach dem Zweiten Weltkrieg eine der ersten Gemeinden in Bayern, die ein Wappen eingeführt haben. Dieses Wappen wurde im Zug der Gemeindezusammenlegung leicht abgeändert und dient heute der Repräsentation der Gemeinde Hofstetten. Das alte originale Wappen existiert weiterhin, darf aber nur von Hagenheimer Vereinen und Bürgern verwendet werden.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es in der Gemeinde 290 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 810 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 520 Personen größer als die der Einpendler. 23 Einwohner waren arbeitslos. Die 20 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten insgesamt eine Fläche von 966 Hektar (Stand 2016).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine Kindertagesstätte mit 65 Plätzen und 78 betreuten Kindern (Stand: 1. März 2019).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hofstetten (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Hofstetten in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. September 2019.
  3. Pankraz Fried, Peter Fassl: Aus Schwaben und Altbayern. Thorbecke, 1991, ISBN 3-7995-7073-X, S. 127.
  4. Heide Weißhaar-Kiem: Landkreis Landsberg am Lech. Hrsg.: Landkreis Landsberg am Lech. 1. Auflage. EOS Verlag St. Ottilien, 2010, ISBN 978-3-8306-7437-5, S. 215–217.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 507.
  6. Bürgermeisterin. Gemeinde Hofstetten (Oberbayern), abgerufen am 19. August 2020.
  7. https://www.hofstetten-hagenheim.de/index.php/verwaltung/gemeinderat
  8. Eintrag zum Wappen von Hofstetten (Oberbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte