Ehrenhof (Düsseldorf)

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Monumentalachse längs durch den Ehrenhof auf die Tonhalle
Ehrenhof, Luftaufnahme von 1953, Blickrichtung Osten (die Tonhalle rechts ist nicht mehr im Bild)
Kunstpalast, Regierungspräsidium und Oberlandesgericht Düsseldorf (von rechts nach links) sowie die Gartenanlagen der Gartenbau-Ausstellung von 1904 und des Kaiser-Wilhelm-Parks von 1906 (um 1917, kolorierte Postkarte)

Als Ehrenhof wird in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf ein expressionistisches Gebäude- und Gartenensemble aus den 1920er Jahren bezeichnet. Es umschließt als Museum einen Innenhof und erstreckt sich axial über ein Gartenparterre bis zur Tonhalle Düsseldorf, einer mit einer Kuppel gedeckten Konzert- und Mehrzweckhalle. Die Anlage wurde für die Ausstellung GeSoLei, der „Großen Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen“, nach Plänen von Wilhelm Kreis, der auch die Gesamtplanung leitete, in den Jahren 1925 bis 1926 errichtet. Mit rund 7,5 Millionen Besuchern und etwa 400.000 m² war sie die größte Messe der Weimarer Republik. Es folgten viele weitere Veranstaltungen, etwa die Große Kunstausstellung Düsseldorf. Die gärtnerische Gestaltung des Ehrenhofs geht auf Entwürfe des Gartenarchitekten Walter von Engelhardt zurück, der die Achsensymmetrie der Architektur durch einen formalen Garten mit geometrisch angelegten Beeten mit Buchsbaumeinfassungen sowie Reihen beschnittener Bäume unterstrich. Der Name der Anlage bezieht sich auf den Ehrenhof genannten, von Gebäudeflügeln dreiseitig umschlossenen Empfangshof symmetrischer Schlossanlagen, dem das Gebäude- und Gartenensemble nachgebildet ist.

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) befand sich im Haus Ehrenhof 5 ein Zivilarbeitslager für westeuropäische Arbeiter.[1]

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Gebäudeteil Kunstpalast unter anderem als Rahmen der von der Igedo organisierten „Verkaufs- und Modewoche Düsseldorf“.[2] Der hier vom 1. bis 31. Oktober 1949 öffentlich ausgestellte Neuordnungsplan, durch den die Stadtplanung unter Leitung von Friedrich Tamms den Wiederaufbau und die autogerechte Stadtplanung der Landeshauptstadt festlegen wollte, mobilisierte die Gründung des Düsseldorfer Architektenrings und löste den Düsseldorfer Architektenstreit aus.[3] Heute bildet der Ehrenhof mit seinen verschiedenen Gebäuden und den darin ansässigen Institutionen ein wichtiges kulturelles Zentrum der Stadt.

Die Anlage im Stadtbezirk Pempelfort erstreckt sich längs des Rheins am östlichen Ufer, dazwischen die Straße Joseph-Beuys-Ufer. Im Süden, im Rücken der Tonhalle, wird sie durch die Hofgartenrampe mit der Auffahrt zur Oberkasseler Brücke, im Norden durch die Brüderstraße begrenzt. Der Südteil schließt, von einer niedrigen Mauer abgegrenzt, bis zur Inselstraße an den Hofgarten mit dem Betriebshof des Garten- und Forstamts an. In west-östlicher Richtung, zwischen dem NRW-Forum und dem Museum Kunstpalast, teilt die Inselstraße das Ensemble. Zwischen der Tonhalle und dem NRW-Forum verläuft die Oederallee. Bei seiner Entstehung war der Ehrenhof Teil einer Ausstellungsfläche, die sich von hier aus in zwei Kilometern Länge längs des Rheins bis zum Yachthafen an der heutigen Theodor-Heuss-Brücke erstreckte.[4] Weitere, noch heute erhaltene Bauten der GeSoLei sind insbesondere die Rheinterrasse sowie die Treppenanlagen, Rampen und Hochwasserschutzmauern des Rheinparks Golzheim.

Entsprechend dem erzieherischen Anspruch der Gesolei sollten die Bauten durchaus auch einen geschmacksbildenden Einfluss ausüben. Außerdem handelte es sich um die erste Selbstdarstellung der Stadt Düsseldorf nach Ende der französischen Besetzung.[5]

Gebäudeensemble[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gebäudekomplex ist streng symmetrisch angeordnet. Die charakteristischen Formen werden als archaisch-monumental mit expressionistischen Ziegelfassaden bezeichnet, neben dem Wilhelm-Marx-Haus, dem ersten Hochhaus Europas, und dem Hygiene Museum in Dresden zu den bedeutendsten Entwürfen Wilhelm Kreis’ zählend.[6] Grundsätzlich hatte sich Kreis wie bei den meisten seiner Repräsentationsbauten stark an römischer Monumentalarchitektur (Tempel, Triumphbogen, Pantheon, Mausoleen) orientiert.[7]

Die Rückseiten der Bauten dienten der Repräsentation zum Rhein hin, was ihren gestalterischen Aufwand erklärt, der sogar noch größer war als auf der eigentlichen Front zum Innenhof hin. Die Tonhalle mit ihrer runden Form auf einem quadratischen Sockel schaffte den harmonischen Übergang zu den vier von hier ausstrahlenden Baurichtungen, der Kunstakademie und den Gesolei-Bauten sowie der Oberkasseler Brücke mit ihrer Zufahrt. Außerdem verdeckte sie idealerweise gleichzeitig die Brückenauffahrt.[4]

Vor dem Bau für die GeSoLei war die Auffahrt zur Oberkasseler Brücke von hohen Portalen überragt. Da man die Auffahrt bei der Gelegenheit verbreitern wollte, wurden die Brückenportale abgerissen. Es gab bereits einen Entwurf für breitere Toraufbauten, als man sich entschloss, die klar und streng gegliederte Gestaltung der GeSoLei-Bauten auch auf die Brücke zu übertragen und auf einen Überbau ganz zu verzichten. Diesem Gedanken fiel auch der bis dahin in der Mitte der Brücke befindliche Aufbau mit dem Bergischen Löwen zum Opfer.[7]

Seitdem die Blumenbeete nach dem Schema des Barockgartens wieder gestaltet und die Bäume wieder beschnitten werden, sind die ursprüngliche Geometrisierung der Anlage, wie sie von Kreis und vom Gartendirektor Engelhardt entworfen worden war, sowie der axiale Bezug zwischen Bauten, Bauplastik, Innen- und Außenräumen ansatzweise wieder erkennbar.

Das einzige Gebäude des ehemaligen Ausstellungspalast von 1902 ist das Restaurationsgebäude Ehrenhof Nr. 3. Dieses ist seit 2002 Sitz der E.ON Academy, gegründet in 2001.[8]

Tonhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den südlichen Auftakt bildet die heutige Tonhalle, Ehrenhof 1, die zur GeSoLei als Planetarium und als Mehrzweckhalle „Rheinhalle“ errichtet wurde. Von der Außenwirkung her ist sie der prominenteste Teil des Ensembles. In ihr befinden sich der wichtigste Konzertsaal Düsseldorfs und das so genannte Grüne Gewölbe mit Teilen der Glassammlung Hentrich.

Auf dem quadratischen Fundament mit einer Seitenlänge von 80 Metern und einer umlaufenden Terrasse erhebt sich ein runder Kuppelbau, eingefasst von in regelmäßigen Abständen angeordneten Strebepfeilern. Die Fassade besteht aus dunkelrotem Bockhorner Klinker.

Durch eine im Innenraum damals vorhandene, anhebbare Stoff-Kuppelkonstruktion, die die Sitzfläche vergrößerte, fanden in der Rheinhalle bei Großveranstaltungen ursprünglich bis zu 5000 Personen Platz.[7]

Kunstwerke bei der Tonhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porträt-Büsten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eingangsfront der Tonhalle schmücken seit 2003 vier Bronzebüsten der mit Düsseldorf eng verbundenen Musiker Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara Schumann, Robert Schumann und Norbert Burgmüller, geschaffen vom Bildhauer Franz Küsters. Sie sind ein Geschenk eines Düsseldorfer Heimatvereins.[5]

Planetengruppen an der Tonhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur GeSoLei wurden an der Freitreppe des Planetariums auch die beiden Planetengruppen mit den Gottheiten Mars und Jupiter sowie Venus und Saturn von Carl Moritz Schreiner aufgestellt. Da sie den Kunstvorstellungen der Nationalsozialisten nicht entsprachen, wurden sie, wie viele andere Kunstwerke auch, 1933 entfernt. 1980 kehrten sie vom städtischen Bauhof an ihren Platz zurück.[5]

„Pallas Athene“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Südende, außerhalb des Hofs vor der Tonhalle, steht neben der Auffahrt zur Oberkasseler Brücke die vergoldete, neoklassizistische Bronzestatue der Pallas Athene, der Beschirmerin der Wissenschaft und der Kunst, zur Gesolei geschaffen von Johannes Knubel. Bis zum Umbau der Tonhalle in den 1970er Jahren befand sie sich etwas weiter östlich. Gemeinsam mit den Muschelkalkskulpturen der Planeten Mars und Venus sowie Jupiter und Saturn weist sie heute noch auf die ursprüngliche Bedeutung des Rundbaues als Planetarium hin. Nur knapp entging sie gegen Ende des Zweiten Weltkriegs der kriegsbedingten Einschmelzung.[5]

„Denkmal der 39er“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Vorplatz östlich der Tonhalle stehen die Reste des von Jupp Rübsam entworfenen Kriegerdenkmals, ursprünglich „Ehrenmal Füs.-Regt. 39 General Ludendorff“ genannt. Der Entwurf (Entwurfstitel Innere Festigung) wurde von einem Ausschuss der Angehörigen des Niederrheinischen Füsilier-Regiments Nr. 39 bei einem Wettbewerb gekürt. Von Anfang an war das Werk umstritten, erzeugte es mit zwei liegenden, den Feind erwartenden Soldaten trotz seiner Monumentalität nicht das heroische Pathos, das damals für derartige Ehrenmale üblich war. Das Konzept des Künstlers war, gegenseitige Hilfe und Kameradschaft darzustellen. Ein Soldat legt seine Hand auf die des neben ihm liegenden, verwundeten Kameraden. Die Auseinandersetzung ging so weit, dass General Ludendorff, die treibende Kraft der gegen das Denkmal gerichteten Kampagne, forderte, seinen Namen davon entfernen zu lassen. Der nationalsozialistische Völkische Beobachter bezeichnete die tatsächlich sphinxartige Darstellung sogar als „zwei menschliche Ungetüme auf dem Bauch, wie Sphinxe, plump, roh, tierisch mit Händen, die überlebensgroße Flossen oder Pfoten sind.“ Bereits im März 1933, dem ersten Jahr der Machtübernahme, entfernten die Nationalsozialisten die für sie unerwünschte, bereits zuvor mehrfach durch Attentate beschädigte Skulptur.[9]

Fünf Jahre nach dem Abriss wurde von Richard Kuöhl am Reeser Platz ein neues Ehrenmal für die 39er errichtet.

Die Reste des im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Denkmals von Rübsam, der selbst ein „39er“ war, wurden nach Fertigstellung der Tonhalle auf einem gemauerten Sockel in der Nähe des ursprünglichen Platzes aufgestellt.[10][5]

„Ausklang“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Denkmal der 39er, ebenfalls auf dem Tonhallenvorplatz (Helmut-Hentrich-Platz) außerhalb des Ehrenhofs (Oederallee) befindet sich die Brunnenanlage „Ausklang“ von Sohei Hashimoto. Im Wasser inmitten der Springbrunnen liegt die Skulptur eines kopfüberliegenden Konzertflügels, gearbeitet aus Stein und Holz. Wie das unbetitelte Werk von Ernst Hesse stammt es aus der 1988er-Ausstellung „Skulptur D-88“. Es ist ein Geschenk an die Stadt.[11]

NRW-Forum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NRW-Forum von Südwesten (Foto 2008)

Etwas entfernt von der Tonhalle folgt auf der Rheinseite Richtung Norden das Gebäude Ehrenhof 2, erbaut als Reichsmuseum für Gesellschafts- und Wirtschaftskunde, heute NRW-Forum Kultur und Wirtschaft und Sitz der gemeinnützigen Stiftung imai, die sich dem Vertrieb von Medienkunst, insbesondere von Videokunst und künstlerischem Film, widmet.

Bis in die 1990er Jahre befand sich hier noch die jetzt Landesmuseum für Volk und Wirtschaft genannte Ausstellung, ein technisches Museum, dessen Hauptattraktion ein begehbares Steinkohlebergwerk im Kellergeschoss war. 1998 wurde das Gebäude nach einer Generalrenovierung als NRW-Forum für wechselnde Ausstellungen wieder eröffnet. Gezeigt werden Themen unter anderem aus dem Bereich Fotografie, Medien, Mode, Kommunikation, Architektur, Mobilität oder Lifestyle. Beispiele sind Ausstellungen zu Peter Lindbergh, Helmut Newton, Alexander McQueen oder Vivienne Westwood.

Kunstwerke beim NRW-Forum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mosaiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwei offenen Ecktempel am Kunstmuseum Süd und Wirtschaftsmuseum Nord, die den Eingang von der Rheinseite zur Inselstraße markieren, werden von jeweils einem Mosaik des Niederländers Jan Thorn Prikker geschmückt, Lehrer an der Kunstakademie Düsseldorf in den 1920er Jahren.[12] Zwei weitere, den anderen gegenüberliegende Ecktempel mit Mosaiken von Heinrich Nauen befinden sich an der Tonhalle West und Ost, außerdem eines am NRW-Forum Süd. Da die Werke von den Nationalsozialisten als „entartet“ eingestuft worden waren, hatte das Hochbauamt die großflächigen Arbeiten mit einer in einigen Zentimetern Abstand angebrachten Rabitz-Putzwand überdeckt, wodurch sie die kritische Zeit überdauerten.[10]

Museum Kunstpalast[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ehrenhof Nr. 4 und Nr. 5 befindet sich das Museum Kunstpalast. Die beiden, im oberen Stockwerk verbundenen Eckgebäude mit spiegelbildlichen Fassaden bilden die nördliche Einfassung des Innenhofs. In ihnen befinden sich außerdem der Robert-Schumann-Saal und das Glasmuseum Helmut Hentrich. Anschließend im östlichen Trakt, Ehrenhof 3a, ist das Restaurierungszentrum untergebracht.

Das Relief der Drei Künste über dem Osteingang lässt den ursprünglichen Verwendungszweck des Kunstpalastes erahnen. Die von Bildhauer Carl Moritz Schreiner erschaffenen drei Frauenabbildungen stehen als Sinnbild für Malerei, Architektur und Bildhauerei. Von ihm stammen auch die Entwürfe der Bänke mit Katzen (siehe unten).[10]

Ehrenhof-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Ehrenhof-Preis wird die beste Abschlussarbeit der Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf ausgezeichnet. Er wurde im Jahr 2015 vom Museum Kunstpalast zusammen mit dem Unternehmer Georg Landsberg ins Leben gerufen und 2016 das erste Mal vergeben.[13] Mit 20.000 Euro ist dies der höchst dotierte Preis für Kunst-Absolventen in Deutschland.[14] Das Gesamtvolumen von 20.000 Euro besteht aus 10.000 Euro Preisgeld, einer Einzelpräsentation im Museum Kunstpalast und einer Publikation.[15]

Kunstwerke beim Museum Kunstpalast[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Aurora“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oben auf dem Belvedere, auf dem Dach des nördlichen, triumphbogenartigen Durchgangs, blickt seit der GeSoLei die von Arno Breker aus Muschelkalk gestaltete, liegende Aurora in das Firmament. Die Göttin der Morgenröte hat die Zeit seit 1926 unversehrt überstanden.[10]

Zwei Frauengestalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reproduktion von Jean Jacques Lebel (Foto 2011)

Insgesamt standen zur GeSoLei vier Bronzeskulpturen vor dem damaligen Kunstmuseum der Stadt Düsseldorf. Die beiden Frauengestalten von Ernst Gottschalk wurden zwar 1942 für die „Metallspende“ abgebaut, überdauerten jedoch den Krieg und wurden am Treppenaufgang zum Kunstmuseum wieder aufgestellt. Zwei weitere Figuren, „Die Jugend“ und „Die Reife“ von Bernhard Sopher wurden als „entartet“ diffamiert, 1937 abgebaut und drei Jahre später eingeschmolzen. Die beiden äußeren Sockel sind bis heute leer.[11][5]

Vor dem Kunstpalast, am ehemaligen Standort einer der beiden Skulpturen von Bernhard Sopher, war längere Zeit ein Brief der Museumsleitung an den Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf ausgestellt, reproduziert von Jean Jacques Lebel im Rahmen seines Werkes Fünf Skulpturen minus zwei, 2001:

„An den Herrn Oberbürgermeister Amt 31
Vor der Fassade des Museumsgebäudes am Ehrenhof befinden sich vier weibliche Bronzestatuen, von denen zwei von Gottschalk und zwei von Sopher stammen. Vom letztgenannten befindet sich weiter eine Statue Wasserträgerin in dem kleinen Garten an der Rheinterrasse. Nach meiner Kenntnis der Dinge gilt Sopher als Nichtarier, dem seinerzeit die Ausübung des künstlerischen Berufs aus Rassegründen untersagt wurde. M. E. dürfte es sich empfehlen, eine grundsätzliche Entscheidung in der Sache herbeizuführen, ob die Figuren stehen bleiben können.
Unterschrift (Hupp)
Amt 31/4542/36 Düsseldorf, den 10.2.37.
1. Herrn Kustos Kocks mit der Bitte festzustellen, ob Sopher Nichtarier ist.
2. Vorlegen.“

„Ellipse“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellipse, Katharina Grosse (2009)

Die Ellipse von Katharina Grosse, Professorin an der Düsseldorfer Kunstakademie entstand 2009. Aus Anlass der Ausstellung Katharina Grosse. Inside the Speaker, die am 28. September 2014 im Museum Kunstpalast eröffnet wurde, wurde sie von Sponsoren zur dauerhaften Ausstellung im Ehrenhof erworben. Das an ein aufgeköpftes Ei erinnernde Kunstwerk besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK). Die gegenüber den übrigen, eher zurückhaltenden Kunstwerken sehr auffallende, elf Meter hohe Ellipse steht, wie angelehnt, vor dem Sammlungsflügel des Museums Kunstpalast. 2008 befand sich anlässlich der Quadriennale zeitweilig bereits ein ähnliches Objekt der Künstlerin an der Düsseldorfer Johanneskirche.[16]

Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Blickpunkt des Ehrenhofs bildet der runde Brunnen vor dem Museum Kunstpalast. Der Entwurf stammt von Wilhelm Kreis, er wurde ebenfalls zur GeSoLei gebaut. Er besteht aus Kunststein und hat einen einfachen Brunnenkopf mit einem Wasserstrahlbündel. Der Rand wurde 1957 bei einer Restaurierung erneuert.[10]

Zwei Bänke mit Katzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Links und rechts des östlichen Eingangs zum Museum Kunstpalast mit dem Robert-Schumann-Saal stehen zwei Bänke aus Travertin aus dem Jahr 1926. Die Armlehnen bilden jeweils zwei Statuen liegender Katzen. Der Entwurf stammt von Carl Moritz Schreiner.

Eine ganz ähnliche Bank, allerdings mit buckelnden Katzen und aus weißem Marmor, befindet sich hinter dem Düsseldorfer Schauspielhaus im „Goltsteinparterre“ im Hofgarten. Sie stammt von Rudolf Bosselt und ist ein Überbleibsel der Gestaltung von Peter Behrens des „Architektonischen Gartens“ vor dem damaligen Kunstpalast, zur Gartenbauausstellung von 1904. Ursprünglich standen dort ebenfalls zwei Bänke, eine wurde 1940 entfernt, als man an ihrer Stelle das Immermann-Standbild im „Goltsteinparterre“ aufstellte.[5]

Vier Schmuckvasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mit Sockel etwas über drei Meter hohen Schmuckvasen wurden ebenfalls bereits zur GeSoLei aufgestellt. Ernst Gottschalk, von dem auch die beiden Frauengestalten stammen, schuf die Vase mit dem umlaufenden Relief „Männer mit Pferden“(?*) am oberen Rand nahe der Tonhalle sowie die mit den „Badenden Frauen“ südlich der Inselstraße. Die Vasen mit den Reliefs „Martinszug“(?*) und die „Lebensalter“ stammen von Willi Hoselmann, sie bilden auf der Seite zum Rhein hin jeweils den Abschluss der Terrassenmauer vor dem NRW-Forum[10][5] (*wahrscheinlich falsch, in der Fachliteratur vertauscht). Weitere Schmuckvasen dieses Typs krönen die Ufermauer im nahen Rheinpark Golzheim.

„Der aufstrebende Jüngling“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aufstrebende Jüngling, Georg Kolbe (Foto 2011)

1931 schrieb die Stadt Düsseldorf unter dem Aufruf „Für Heinrich Heine“ einen Wettbewerb zu einem den Bürgern schon lange versprochenen Heinrich-Heine-Denkmal aus, aufzustellen im Ehrenhof. Eine entsprechende Initiative hatte sich in den 1920er Jahren gebildet. Ausschüsse wurden gegründet, die mit national und international bekannten Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik besetzt waren und deutlich machten, dass ein Heine-Denkmal in seiner Geburtsstadt längst keine lokale Angelegenheit mehr war. An dem Wettbewerb nahmen fast alle infrage kommenden Düsseldorfer Künstler teil, vier auswärtige wurden zusätzlich aufgefordert. Dem Bewerber wurde für den Entwurf völlige Freiheit gelassen, „insbesondere braucht er nicht unter allen Umständen an eine Bildnisdarstellung denken, wohl aber muss er für gute architektonische Einfügung in die vorhandene Gesamtanlage Sorge tragen“. Vor Arno Breker und Johannes Knubel gewann der Berliner Georg Kolbe mit seinem Entwurf Der aufstrebende Jüngling,[17] auch Aufsteigender Jüngling,[10] Kniender Jüngling oder Aufbruch genannt.[18] Nach zwei Jahren intensiver Arbeit an dem doppelt mannshohen Denkmal änderten sich die politischen Verhältnisse durch den aufkommenden Nationalsozialismus dann allerdings so sehr, dass ein Denkmal zu Ehren des Juden Heine nicht mehr denkbar war. Der bereits zweite, sehr späte Versuch für ein Düsseldorfer Heine-Denkmal scheiterte damit ebenfalls für lange Zeit. Nach Kolbe soll sein Werk ein „bildhauerisches Gleichnis des jungen Heine sein. Aus dem Sinnen zum Ansprung gespannt, zur Aktion bereit. Also eine Verehrung des lyrischen und revolutionären Geistes.“[10]

Man platzierte den knienden aufstrebenden Jüngling im Vestibül des Hetjens-Museums, das sich damals noch im Ehrenhof befand. Von dort kam er nach dem Krieg ins Kunstmuseum, 1949 endlich auf einem neu geschlagenen Sockel aus Muschelkalk an die dafür vorgesehene Stelle auf der östlichen Seite des Ehrenhofs, immer noch ohne den Hinweis auf Heine.[10]

1953 entstand stattdessen eine Heine-Gedenkstätte im Hofgarten. 1981 schuf Bert Gerresheim das Heine-Monument am Rand der Parkanlage Schwanenmarkt. Seit 2002 weist eine erklärende Plakette, heute eine auffällige Inschrift „Heinrich Heine gewidmet“, auf den Zusammenhang vom aufstrebenden Jüngling zu Heine hin.

Eine 1979 gegründete Heinrich-Heine-Denkmal-Gesellschaft setzte sich dafür ein, nun auch Brekers Entwurf ausführen zu lassen. Er fertigte daraufhin 1980 das Modell, es zeigt einen hockenden Jüngling mit einem Buch. In Paris wurde es auf 1,60 Meter vergrößert und in Bronze gegossen. Wegen der Verstrickung Brekers mit dem Nationalsozialismus lehnte der Kulturausschuss die Aufstellung des Denkmals für den jüdischen Schriftsteller ab, stimmte aber einer Schenkung an die Stadt Norderney zu. Auch diesmal gab es vor der 1983 erfolgte Aufstellung vor dem Kurtheater überregional große Proteste.[19]

Das gespaltene Verhältnis Düsseldorfs zur Ehrung Heines war auch im Zusammenhang mit den Querelen um die Heine-Denkmäler immer wieder Mittelpunkt öffentlicher Diskussion.[5] Ein weiteres Werk Kolbes, Der stehende Jüngling, befindet sich wenige hundert Meter nördlich in der Kaiserswerther Straße 137 vor dem Drahthaus.

„Nashorn“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommt man aus Richtung Süden unter der in den Hof auskragenden Gebäudeüberbauung mit der Nummer 3 a hindurch, so blickt man links auf ein im Gras ruhendes Nashorn, eine 2002 von Johannes Brus geschaffene, realistische Skulptur aus Bronze, die Leihgabe einer Düsseldorfer Galerie, welche 2012 vom Museum Kunstpalast erworben wurde.

„Ohne Titel“ (Skulptur Ernst Hesse)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die etwas unauffällige, flache Eisenskulptur auf der Ostseite des Ehrenhofs, Inselstraße, schuf Ernst Hesse. Das 2,50 Meter lange und 5 Meter breite Kunstwerk stammt aus der Ausstellung „Skulptur D-88“ (1988). 1992 wurde es von der Stadt erworben. Es trägt als Inschrift einen Satz Michael Gorbatschows: „Es gibt nichts mehr, wohin es sich zurückziehen läßt“.[11][5]

Graffiti[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harald Naegeli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des Ehrenhof-Ensembles sind noch einige Graffiti des „Sprayers von Zürich“, Harald Naegeli (* 4. Dezember 1939), erhalten. In Zürich sprühte Naegeli „aus Protest gegen das monotone Stadtbild“ auf öffentlichen wie auch auf privaten Wänden seine schwarzen Strichfiguren. Er wurde dort wegen wiederholter Sachbeschädigung mit einer hohen Geldstrafe und neun Monaten Haft bestraft. Nach sechs Monaten wurde er aus der Strafanstalt entlassen und zog nach Düsseldorf, wo er weiter sprühte. Nach einem Aufenthalt in Köln zog Naegeli endgültig ins «Asyl» zum Düsseldorfer Kunsthändler Hubert Maessen, der ihn mit Joseph Beuys bekannt gemacht hatte.

Im Düsseldorfer Stadtmuseum fand vom 26. August 2016 bis Ende 1. Januar 2017 eine Ausstellung mit Fotos von Werken aus allen Schaffensphasen des Künstlers statt. Ein größerer Block der 2017 auch in der Galerie Galerie Art Unit Düsseldorf gezeigten Fotoarbeiten von Wolfgang Spiller zeigte erhaltene sowie inzwischen getilgte Graffiti in und um den Ehrenhof.

Thomas Baumgärtel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumgärtel-Banane am Museumseingang

Auch der als „Bananensprayer“ bekannt gewordene Thomas Baumgärtel hat sein Markenzeichen hinterlassen. Eine noch sehr frische Banane befand sich im August 2016 im Eingangsbereich des Museum Kunstpalast, eine bereits etwas verwitterte auf der Außenmauer des Kunstpalastes, Brüderstraße Ecke Joseph-Beuys-Ufer. Weitere seiner Spraybananen finden sich an den Eingängen von etwa 4000 Kunstmuseen und Galerien sowohl in deutschen wie auch internationalen Städten.

Ereignisse im Ehrenhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skulpturen aus nackten Menschen, 2006 (Spencer Tunick)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. August 2006 erstellte der amerikanische Fotograf Spencer Tunick im Ehrenhof Skulpturen aus insgesamt 850 nackten Menschen. Bewusst als Hintergrund eines Teils seiner Aufnahmen nahm er die Aurora, die liegende Nackte. Die 1920 entstandene Skulptur auf dem nördlichen Durchgang des Ehrenhofs stammt von Arno Breker,[20] einem der Lieblingsarchitekten Adolf Hitlers. Tunick ließ später erklären, er habe die Skulptur einbezogen, um Brekers Kunst mit der Gegenwart zu versöhnen und einen Schritt weiter zu gehen. Indem sie Teil eines neuen Werkes wurde, sollte der biographische Hintergrund seines Schöpfer weiter zurücktreten. Das Hauptfoto, eine Pyramide nackter Menschen, erinnerte viele Betrachter jedoch an die Aufnahmen der Leichenberge in den Konzentrationslagern. Tunick erklärte dazu, dass er dies nicht beabsichtigt hatte.[21][22]

Quadriennale Düsseldorf 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fanfara Futurista

Im Rahmen der alle vier Jahre stattfindenden Quadriennale Düsseldorf fanden neben anderen Örtlichkeiten Düsseldorfs auch Aktionen im Ehrenhof statt. Rochus Aust installierte elf große Trichter, von ihm Quadrophone genannt, auf Dächern der Stadt, zwei davon auf dem Ehrenhof-Ensemble, einen auf dem NRW-Forum und einen auf dem Museum Kunstpalast. Außerdem verteilte er etwa 35 Mini-Quadrophone in den Kanalschächten Düsseldorfs. Die Komposition, die exklusiv zur Eröffnung der Quadriennale geschaffen wurde, trug den Titel Fanfara Futurista. Sie wurde vom 1. Deutschen Stromorchester eingespielt, die Übertragung wurde gleichzeitig von Musikern live begleitet.[23]

  • Enzi-Bänke

Etwa zeitgleich mit den auf dem Düsseldorfer Schadowplatz für einen längeren Zeitraum geplanten grünen Bänken des Wiener Künstlers Josef Trattner wurden im Ehrenhof gleichartige lila Sitzgelegenheiten aufgestellt. Die Kunststoffbänke sind nach Daniela Enzi benannt, die bis 2012 Mitarbeiterin des Wiener MuseumsQuartiers war, das die ersten Sitzmöbel der Serie in Auftrag gegeben hatte.

70 Jahre Nordrhein-Westfalen – Fahnenbandverleihung an die 20. Panzerbrigade der Britischen Streitkräfte, 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahnenbandverleihung an die 20. Panzerbrigade der Britischen Streitkräfte

Am 23. August fand im Ehrenhof anlässlich des Nordrhein-Westfalen-Tages eine sogenannte Fahnenbandverleihung an die 20. Panzerbrigade der Britischen Streitkräfte in Deutschland statt. Anwesend waren unter anderem Prinz William von Großbritannien und Nordirland und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft.

Die Brigade wurde für ihren Beitrag zur Verteidigung Deutschlands während des Kalten Krieges, für gemeinnütziges Engagement, die Pflege gutnachbarschaftlicher Beziehungen und die Förderung kultureller Beziehungen zu NRW ausgezeichnet. Die Soldaten, die die Ehrengarde bildeten, gehören dem „1st Battalion Princess of Wales Royal Regiment“ an. Es spielte dazu das Musikkorps der Grenadier Guards.[24]

Kunstwerke außerhalb des Ehrenhofes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Große Fließende H“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blickt man durch das nördliche Tor so schaut man auf die Große Fließende H des Düsseldorfer Künstlers Norbert Kricke, eine Plastik aus Edelstahlröhren. Sie wurde 1969 geschaffen und 2006 dort inmitten einer Rasenfläche aufgestellt.

Ulanendenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulanendenkmal, Richard Langer
1920-lancier Düsseldorf.jpg
Ca. 1929, im Hintergrund die Oberkasseler Brücke
Ulanendenkmal in Duesseldorf-Pempelfort, von Suedwesten.jpg
2008
20120512 dusseldorf18.JPG
2012


Eine weitere Sichtachse, ausgehend vom Kopfhaus an der Inselstraße in Richtung Rhein, gibt den Blick frei auf das Ulanendenkmal am Joseph-Beuys-Ufer. Es erinnert an das in Düsseldorf stationierte Westfälische Ulanen-Regiment Nr. 5. Ein Entwurf von Wilhelm Kreis fand letztlich keine Zustimmung, stattdessen realisierte man den Entwurf eines Reiterstandbilds von Richard Langer, 1929 wurde es eingeweiht.[25][26][5]

Heckenlabyrinth und Stahlplastik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlässt man den im Ostflügel des Museums Kunstpalast gelegenen Robert-Schumann-Saal durch den Hinterausgang, so gelangt man unmittelbar auf das vom Architekten Oswald Mathias Ungers für den Stromversorger E.ON geplante Gelände mit dessen repräsentativem Verwaltungsgebäude.[27] Der Architekt hat in Anlehnung an das Konzept des Ehrenhofkomplexes auf einer Freifläche ein Heckenlabyrinth anlegen lassen, neben dem sich die 16 Meter hohe Edelstahlplastik „Halm“ von Beat Zoderer aus dem Jahr 2005 befindet. Die benachbarte Firma Ergo widmet eine ihrer Geschossetagen ebenfalls den Werken des Schweizers Zoderer.[28][5]

Ehemalige Kunstwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Industriebrunnen am heutigen Standort Fürstenplatz

Industriebrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Industriebrunnen, der 1913 bei der Eröffnung der Großen Kunstausstellung vor dem Kunstpalast stand, befindet sich heute am Fürstenplatz. Ursprünglich von zwei Siegessäulen mit Engelsfiguren flankiert, stand die monumental angelegte Anlage vor dem Kunstpalast bis zur Neugestaltung des Ehrenhofes im Jahr 1926.[10]

Zuvor befand sich an der Stelle ein zur 1902 für die Ausstellung GeSoLei angelegter Brunnen. Die Pläne für den neuen Brunnen stammten von einem Verein, der die Verwendung der Überschüsse der Ausstellung verwaltete.[10]

Man war in Düsseldorf der Meinung, das der Stadt ein Monument fehle, dass die industrielle und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt darstellt, wie es in anderen Städten längst vorhanden war. Der Bildhauer Fritz Coubillier, der auch die Tritonengruppe auf der Königsallee entworfen hat, gewann den ersten Preis eines Wettbewerbs. Die Hauptfigur der mythologischen überhöhten Gruppe bildet Vulkan, der Gott der Schmiedekunst. Er sitzt unbekleidet in der Mitte der Anlage. Sich auf einen Amboss stützend, hält er in der rechten Hand einen Schmiedehammer. Links und rechts stehen seine mit einem Lendenschurz bekleideten Gehilfen, der Bergmann und der Hüttenarbeiter mit ihrem Handwerkszeug.[10] Die Brunnenanlage entwarf der Düsseldorfer Architekt Gotthold Nestler.

Bereits fünf Jahre nach ihrer Fertigstellung, 1918, wurden die Figuren beschlagnahmt. Sie wurden jedoch nur abgebaut und nicht eingeschmolzen. Es dauerte noch bis 1937, bis Fritz Coubillier mit seinen Bemühungen auf eine Wiederaufstellung Erfolg hatte. Die Brunnenanlage wurde, ohne die begleitenden Siegessäulen, am Fürstenplatz neu errichtet.[10]

Während des Zweiten Weltkrieges überstanden die Figuren erneut der Gefahr des Einschmelzens, 1950 wurden sie wieder aufgestellt.[10]

„Der Industriebrunnen zeigt durch Thema und Form das gewandelte Selbstverständnis der Stadt. Düsseldorf ist nicht mehr allein der Ort der Künste, der Malerei und Musik, es ist zur Stätte wirtschaftlichen und industriellen Fleißes geworden.“

Hans Maes, Alfons Houben, Hatto Küffner, Edmund Spohr: Düsseldorf in Stein und Bronze

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ehrenhof (Düsseldorf) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Bepflanzung (September 2012)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Nachtwey: So lernt man die Stadtgeschichte mit der Historia-App kennen. In: Rheinische Post, 13. September 2017, S. D4 Düsseldorf. Abgerufen 13. September 2017.
  2. Jeschieht dem Westen recht. In: Der Spiegel. 2/1950 (12. Januar 1950) auf: spiegel.de, abgerufen am 25. Juli 2012.
  3. Werner Durth: Deutsche Architekten. Biographische Verflechtungen 1900–1970. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1992, ISBN 3-423-04579-5, S. 351 ff.
  4. a b Susan Brooks: Die städtebauliche Konzeption der Gesolei. In: Die Gesolei und die Architektur der 20er Jahre. J. P. Bachem Verlag, Köln 2001, ISBN 3-7616-1445-4.
  5. a b c d e f g h i j k l Rolf Purpar: Kunststadt Düsseldorf. 2. Auflage. Grupello Verlag, Düsseldorf 2009, ISBN 3-89978-044-2.
  6. NRW-Forum: Geschichte des NRW-Forums (abgerufen 25. November 2011) (Memento des Originals vom 3. November 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nrw-forum.de
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Koordinaten: 51° 14′ 4″ N, 6° 46′ 21,3″ O