Europawahl in Rumänien 2019

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2014Europawahl in Rumänien 2019
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Gewinne und Verluste
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+4,11
-16,7
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a 2014: PNL 15,0 %, PDL 12,2 % und FC 2,6 %
g 2014 trat ihre Vorgängerpartei, die Partidul Conservator, mit der PSD an.
Sitzverteilung vor der Wahl
9
2
2
8
10
2
10 
Insgesamt 33 Sitze
  • PSD: 9
  • UDMR: 2
  • PRO: 2
  • USR-PLUS: 8
  • PNL: 10
  • PMP: 2

Die Europawahl in Rumänien 2019 fand im Rahmen der EU-weiten Europawahl 2019 am 26. Mai 2019 statt.

In Rumänien wurden zunächst 32 Mandate im Europäischen Parlament vergeben, gewählt wurden aber 33 Abgeordnete. Ein Mandatsträger aus Rumänien wird nach dem erfolgten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, der spätestens am 31. Oktober 2019 erfolgen soll, ins Europaparlament einziehen.

Wahlrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestand eine Sperrklausel von 5 %. Das aktive Wahlrecht hatten alle EU-Bürger ab 18 Jahren, das passive Wahlrecht ab 23 Jahren.

Ausgangslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Wahl 2014 konnte die Sozialdemokratische Union, bestehend aus der damals regierenden Sozialdemokratischen Partei PSD, der Konservativen Partei (PC) und der Progressiven Nationalunion UNPR die Hälfte der 32 Mandate gewinnen. Dabei entfielen zwölf Mandate auf die PSD und je zwei auf PC und UNPR. Die Abgeordneten schlossen sich der Sozialdemokratischen Fraktion S&D an.

Die Nationalliberale Partei PNL gewann sechs Mandate, die Demokratisch-Liberale Partei PD-L fünf. Die PNL gehörte der liberalen ALDE-Partei an, wechselte aber nach der Wahl zur EVP. Ende 2014 fusionierte die PD-L, die ebenfalls der EVP angehörte, mit der PNL.

Jeweils zwei Mandate entfielen auf die Demokratische Union der Ungarn in Rumänien (UDMR) und die Volksbewegungspartei (PMP). Die Abgeordneten beider Parteien schlossen sich ebenfalls der EVP-Fraktion an. Dazu zog der parteiunabhängige Mircea Diaconu ins Europaparlament ein, der sich der ALDE-Fraktion anschloss.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierung des damaligen PSD-Vorsitzenden Victor Ponta kam im Laufe des Jahres 2015 zunehmend unter Korruptionsvorwürfe. Im Juni 2015 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Ponta wegen Korruption.[1] Ausgelöst durch einen Brand in einem Bukarester Nachtclub kam es zu massiven Demonstrationen, die im November 2015 zu Pontas Rücktritt führten. Nachfolger wurde der parteilose Dacian Cioloș mit einem Technokratenkabinett, das von PSD und PNL unterstützt wurde.[2]

Die Parlamentswahl 2016 konnte die PSD für sich entscheiden. In einer Koalition mit der liberalen ALDE wurde Sorin Grindeanu neuer Ministerpräsident. Im Juni 2017 entzog im die PSD das Vertrauen, genauso wie seinem Nachfolger Mihai Tudose im Januar 2018. Aktuell ist Viorica Dăncilă Ministerpräsidentin.

Seit 1. Januar 2019 hatte Rumänien den Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne.

Neue Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 entstand die Alianța Liberalilor și Democraților (ALDE) aus den Teilen der PNL, die die Fusion mit der PD-L nicht mitgemacht hatten, und der PC. Bei der Parlamentswahl 2016 zog sie mit 5,6 % ins Parlament ein. Auf europäischer Ebene gehört sie dem liberalen Parteienzusammenschluss ALDE an.

Nach den Wahlerfolgen der Union rettet Bukarest (USB) bei der Kommunalwahl im Juni 2016 – unter anderem erzielte der Bürgermeisterkandidat Nicușor Dan in Bukarest fast 30 %[3] – gründete sich im Juli 2016 die Union Rettet Rumänien (USR). Sie wurde bei der Parlamentswahl 2016 mit 8,9 % drittstärkste Kraft.

Ab 2017 begann der ehemalige Ministerpräsident Victor Ponta, inzwischen aus der PSD ausgeschlossen, eine neue Partei zu initiieren. Am 20. Februar 2018 wurde die Partei mit dem Namen PRO România (PRO) offiziell gegründet. Ponta führt zusammen mit der EU-Kommissarin für Regionalpolitik Corina Crețu die Liste der PRO an. Sie bezeichnet sich als Mitte-links sowie pro-europäisch und hat sich der Europäischen Demokratischen Partei (EDP) angeschlossen.

Der ehemalige EU-Landwirtschaftskommissar und ehemalige rumänische Ministerpräsident Dacian Cioloș gründete im März 2018 die Partei Mișcarea România Împreuna (RO+). Aus formalen Gründen wechselte er später zur ebenfalls neuen Partidul Libertății, Unității și Solidarității (PLUS). Anfang Februar 2019 schmiedeten PLUS und USR ein Wahlbündnis, welche im Hinblick auf die Parlamentswahl 2020 "Wahlbündnis 2020 USR PLUS" genannt wurde.[4]

Die Europaabgeordneten Monica Macovei (M10, gewählt für PD-L), Maria Grapini (PPU, gewählt für PC) und Cătălin Ivan (ADN, gewählt für PSD) gründeten jeweils unbedeutende Kleinparteien.

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den folgende Parteien bzw. Bündnisse wurde eine Wahlteilnahme erwartet:

Partei Europapartei Sitze Fraktion
PSD* Partidul Social Democrat SPE 11 S&D
PNL Partidul Național Liberal EVP 08 EVP
USR-PLUS Alianța 2020 USR-PLUS 01 EVP
ALDE Alianța Liberalilor și Democraților ALDE 02 ALDE
UDMR Uniunea Democrată Maghiară din România EVP 02 EVP
PMP Partidul Mișcarea Populară EVP (EVP)
PRO Pro România EDP (Beobachter) 02 S&D, EKR
Alternativa Dreaptă[5] AKRE EKR
ADN Alternativa pentru Demnitatea Nationala[6] 01 Fraktionslos
Comuniștii pentru Socialism[7]

Folgende Parteilose waren im Europaparlament vertreten:

Umfragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzte Umfragen vor der Wahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Institut PSD PNL USR1 ALDE PLUS1 PRO PMP UDMR Andere
20. Mai 2019 IMAS 21.1 28.5 19.6 9.8 USR 9.9 6.2 3.8 1.1
19. Mai 2019 Novel Research 27.8 28.1 14.8 7.9 USR 7.6 6.7 5.0 2.1
13. Mai 2019 INSCOP 25.5 27.6 16.5 9.2 USR 11.0 5.4 5.4
6. Mai 2019 CURS 32 25 12 10 USR 9 5 5 2
4. Mai 2019 Politico 22.7 26.0 16.0 11.7 USR 11.7 5.6 5.6 1.1
25. April 2019 IMAS 21.7 25.6 16.4 12.2 USR 11.7 5.6 5.6 1.1
3. April 2019 IMAS 21.2 25.2 17.7 12.7 USR 11.2 4.7 5.1 1.9
20. März 2019 BCS 25.8 31.5 11.7 7.9 USR 6.7 5.9 4.6 3.1
28. Februar 2019 IMAS 22.7 22.6 17.9 12.5 USR 13.4 4.4 4.7 1.8
6. Februar 2019 CURS 32 22 8 9 5 9 5 5 5
5. Februar 2019 INSCOP 27.8 26.7 10.0 9.2 7.0 6.6 4.4 5.1 3.2
30. Januar 2019 IMAS 24.6 23.3 13.1 12.9 7.3 9.0 2.5 5.6 1.6
20. Januar 2019 BCS 23.0 23.7 6.5 8.1 8.1 10.7 9.3 4.8 5.8
Dezember 2018 PNL 30.2 27.8 10.2 11.5 5 5.5 4.2 5.1 0.7
9. Dezember 2018 CURS 33 20 7 9 5 9 5 6 6
12. November 2018 CURS 38 15 8 15 7 9 3 5
25. Mai 2014 Wahl 2014 37.6 29.8 6.2 6.3 20.0
1 Wahlbündnis als USR-PLUS

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf der Umfragen von der Wahl 2014 bis zum 13. Mai 2019

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis der Europawahl in Rumänien 2019
Partei Stimmen Sitze
Anzahl % +/− Anzahl +/−
Partidul Social Democrat (PSD)
Partidul Național Liberal (PNL)
Alianța Liberalilor și Democraților (ALDE)
Uniunea Democrată Maghiară din România (UDMR)
Partidul Mișcarea Populară (PMP)
Pro România (PRO) neu neu
Alianța 2020 USR-PLUS (USR-PLUS) neu neu
Pro România (PRO) neu neu
Alternativa pentru Demnitatea Nationala (ADN) neu neu
Comuniștii pentru Socialism (CpS) neu neu
Partidul România Unită (PRU) neu neu
Gesamt 100,0 32 (+1) — (+1)
Gültige Stimmen
Ungültige Stimmen
Wahlbeteiligung
Nichtwähler
Wahlberechtigte 18.221.061

Fraktionen im Europäischen Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei Sitze
Anzahl +/− %
Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)
Europäische Volkspartei (EVP)
Progressive Allianz der Sozialdemokraten (SPE)
Vereinte Europäische Linke/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)
Die Grünen/Europäische Freie Allianz (Grüne/EFA)
Europäische Konservative und Reformer (EKR)
Europäische Allianz der Völker und Nationen (EAPN) neu
fraktionslos/unklar neu
Gesamt 32 (+1) — +1 100,0

Europapolitische Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei Stimmen Sitze
Anzahl +/− %
pro-europäisch
eu-skeptisch
anderes / unklar / unbekannt
Gesamt 32 (+1) — (+1) 100,0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Laura Balomiri: Rumäniens Premier unter Korruptionsverdacht. der Standard, 5. Juni 2015, abgerufen am 11. Dezember 2016.
  2. Romania election: Vote after corruption crackdown. BBC News, 11. Dezember 2016, abgerufen am 11. Dezember 2016 (englisch).
  3. Kommunalwahlen in Rumänien: Korruption und Wahlmanipulation. In: Die Tageszeitung: taz. 6. Juni 2016 (taz.de [abgerufen am 19. Juni 2019]).
  4. ADZ-Online - Oppositionelle USR und PLUS gehen Wahlbündnis ein. Abgerufen am 19. Juni 2019 (englisch).
  5. europarlamentare2019.bec.ro
  6. Europarlamentarul Cătălin Ivan a lansat platforma politică „Alternativa pentru Demnitate Naţională“ (ADN). Abgerufen am 19. Juni 2019 (englisch).
  7. europarlamentare2019.bec.ro
  8. https://www.theparliamentmagazine.eu/articles/news/movers-and-shakers-29-march-2019-0