Favara

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Favara (Begriffsklärung) aufgeführt.
Favara
Wappen
Favara (Italien)
Favara
Staat: Italien
Region: Sizilien
Provinz: Agrigent (AG)
Lokale Bezeichnung: Favara
Koordinaten: 37° 19′ N, 13° 40′ OKoordinaten: 37° 19′ 0″ N, 13° 40′ 0″ O
Höhe: 340 m s.l.m.
Fläche: 81 km²
Einwohner: 32.654 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 403 Einw./km²
Postleitzahl: 92026
Vorwahl: 0922
ISTAT-Nummer: 084017
Volksbezeichnung: Favaresi
Schutzpatron: Sant'Antonio
Website: Favara

Favara ist eine Stadt der Provinz Agrigent in der Region Sizilien in Italien.

Piazza Cavour Castello Chiaramonte

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Favara liegt 11 km östlich von Agrigent. Hier wohnen 32.654 Einwohner (Stand 31. Dezember 2015), die hauptsächlich in der Landwirtschaft arbeiten. Es wird neben Getreide, Orangen, Wassermelonen, Mandeln, Pistazien, Oliven auch Wein angebaut und verarbeitet.

Die Nachbargemeinden sind Agrigent, Aragona, Castrofilippo, Comitini, Naro und Racalmuto.

Favara 1982

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Favara stammt aus arabischer Zeit. Der Name stammt von Fawwara ab, welches arabisch ist und Wasserquelle bedeutet. Auf dem Gebiet von Favara lebten bereits im 3. Jahrtausend Menschen, wovon eine Siedlung sowie eine bronzezeitliche Nekropole in der Umgebung zeugen.[2]Die einheimischen Sikaner wurden ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. zunehmend durch griechische Kolonisten verdrängt, die auf dem Berg Caltafaraci, an den Favara grenzt, einen Stützpunkt errichteten, der auch später unter römischer Herrschaft genutzt wurde. Im 9. Jahrhundert kam die Region von Favara unter arabische Herrschaft. Der heutige Ort entstand im 13. Jahrhundert um das in diesem Jahrhundert erbaute Kastell. Zu dieser Zeit gehörte der Ort der Familie Chiaramonte.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Madonna del’Itria aus dem 14. Jahrhundert, diese liegt am Ortseingang von Favara
  • Kirche Carmine mit einem Portal aus dem 19. Jahrhundert
  • Pfarrkirche Maria Vergine Assunta aus dem 18. Jahrhundert
  • Burg aus dem 13. Jahrhundert, sie hat einen viereckigen Grundriss. Zu der Burg gehört noch eine sehenswerte Kapelle.
  • Außerhalb des Ortes ist eine römische Villa mit Mosaikfußböden aus dem dem späten 1. bis frühen 2. Jahrhundert[3] gefunden worden.

Gastronomische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Favara ist für seine Süßspeise „agnello pasquale“ (deutsch: österliches Lamm) bekannt. Diese Speise auf Basis von Mandeln und Pistazien wird vor allem an Ostern gegessen und genießt in ganz Italien Bekanntheit. Eine andere Spezialität ist die „Minestra di San Giuseppe“, eine Suppe, die aus verschiedenen Gemüse- und Nudelsorten besteht.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der spanischen Stadt Andújar in Andalusien pflegt Favara seit 2004 eine Städtepartnerschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Favara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Internetportal von Favara (Memento vom 9. Mai 2006 im Internet Archive)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Geschichte von Favara (Memento vom 15. Mai 2006 im Internet Archive) auf Favara.it
  3. Geschichte von Favara (Memento vom 15. Mai 2006 im Internet Archive) auf Favara.it