Frances McDormand

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Frances McDormand im Mai 2007, während der Dreharbeiten zu Miss Pettigrews großer Tag

Frances McDormand (* 23. Juni 1957 in Chicago, Illinois) ist eine amerikanische Schauspielerin. Sie ist seit 1984 mit dem Regisseur Joel Coen verheiratet und spielt in vielen der Filme mit, die Joel gemeinsam mit seinem Bruder Ethan dreht.

Leben[Bearbeiten]

Frances McDormand ist ein Adoptivkind und wuchs mit weiteren Adoptivgeschwistern in einer frommen Familie auf, die der Christian Church (Disciples of Christ) angehört. Sie schloss ihre Ausbildung mit dem Master of Fine Arts an der Yale School of Drama ab.

Gleich mit ihrem ersten Film Blood Simple (1984), zugleich der erste Film der Coen-Brüder, gelang McDormand in der Rolle der untreuen Ehefrau der Durchbruch. Danach spielte sie in Arizona Junior (Raising Arizona, 1987) eine etwas abgedrehte Nachbarin, in Miller’s Crossing (1990) die Sekretärin des Bürgermeisters und in Barton Fink (1991) eine Cameo-Rolle als Theaterschauspielerin. Auch ihren bisher größten Erfolg hatte sie mit einem Film der Coen-Brüder: In Fargo (1996) spielte sie die hochschwangere Polizistin Marge Gunderson, die in einem verschneiten Provinznest der USA einen Entführungsfall aufklären soll. Für ihre schauspielerische Leistung in dem Film gewann McDormand zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin. In Filmen der Brüder folgten noch die Rollen als lieblose Ehefrau der Hauptfigur in The Man Who Wasn’t There (2001) und als die von Schönheitsoperationen träumende Fitness-Studio-Angestellte in Burn After Reading (2008), für die sie eine Golden-Globe-Nominierung erhielt.

Daneben zeigte sich McDormand auch in Filmen anderer Regisseure als erfolgreiche Darstellerin, u. a. in Sam Raimis Die Killer-Akademie (Crimewave, 1985) und Darkman (1990). Sie erhielt weitere Oscar-Nominierungen als eingeschüchterte Ehefrau eines Polizisten und Ku-Klux-Klan-Mitgliedes in Mississippi Burning (1988) von Alan Parker sowie als besorgte Mutter in Cameron Crowes Almost Famous (2000). Sie war Teil des gefeierten Ensembles in Robert Altmans Film Short Cuts (1993) und spielte als Psychologin in dem Gerichtsthriller Zwielicht (Primal Fear, 1996) sowie als heimliche Geliebte und Vorgesetzte eines Collegeprofessors in Die WonderBoys (Wonder Boys, 2000) von Curtis Hanson und als Familienoberhaupt in Laurel Canyon (2003) mit.

McDormand und Joel Coen adoptierten 1994 ein Kind aus Paraguay. Sie leben in New York.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Oscars

  • 1988: Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses
  • 1997: Oscar als Beste Hauptdarstellerin für Fargo
  • 2000: Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Almost Famous – Fast berühmt
  • 2005: Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Kaltes Land

Golden Globes

  • 1993: Bestes Schauspielensemble für Short Cuts
  • 1997: Nominierung als Beste Hauptdarstellerin Komödie/Musical für Fargo
  • 2001: Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Almost Famous – Fast berühmt
  • 2006: Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Kaltes Land
  • 2009: Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger

London Critics Circle Film Awards

  • 1997: Beste Schauspielerin für Fargo

Chicago Film Critics Association

  • 1988: Beste Nebendarstellerin für Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses
  • 1996: Beste Hauptdarstellerin für Fargo
  • 2000: Beste Nebendarstellerin für Almost Famous – Fast berühmt

Chlotrudis Awards

  • 1997: Beste Schauspielerin für Fargo
  • 2004: Nominierung als Beste Schauspielerin für Laurel Canyon

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frances McDormand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien