Gammelshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gammelshausen
Gammelshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gammelshausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 39′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 3,31 km²
Einwohner: 1422 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 430 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73108
Vorwahl: 07164
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 023
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 19
73108 Gammelshausen
Webpräsenz: www.gammelshausen.de
Bürgermeister: Daniel Kohl
Lage der Gemeinde Gammelshausen im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Gammelshausen 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Evangelische Kirche in Gammelshausen

Gammelshausen ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf Gammelshausen keine weiteren Orte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gammelshausen liegt in 385 bis 722 Meter Höhe am Albtrauf, etwa neun Kilometer südlich der Kreisstadt Göppingen. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf dem Sielenwang.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Heiningen, Eschenbach, Bad Ditzenbach, Gruibingen, Dürnau und das zu Eschenbach gehörige Lotenberg (alle Landkreis Göppingen).

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname ist auf einen früheren alamannischen Sippenführer Gamold zurückzuführen. Aus dem früheren Gamoltzhusen entwickelte sich das heutige Gammelshausen.[3]

Beim Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden erzielte die Gemeinde Gammelshausen im Jahr 1975 beim Landes- und beim Bundeswettbewerb jeweils eine Goldmedaille.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ortsmitte steht eine evangelische Kirche, für die der Pfarrer aus Dürnau zuständig ist.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2010:

Datum Einwohner
1837 286
1907 344
17. Mai 1939 307
13. September 1950 412
27. Mai 1970 688
31. Dezember 1983 1.480
31. Dezember 2005 1.415
31. Dezember 2010 1.464

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gammelshausen hat 10 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichem Endergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,28 %
45,72 %
BWV
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,72 %p
+5,72 %p
BWV
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FWV Freie Wählervereinigung Gammelshausen 54,28 5 unbekannt 6
BWV Bürgerliche Wählervereinigung Gammelshausen 45,72 5 unbekannt 4
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 58,7 % 60,6 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Gammelshausen lautet: In Gold unter einem roten Kirschenpaar ein rotes Haus.

Das Kirschenpaar des teilredenden Wappens weist auf den Kirschanbau hin, der in Gammelshausen betrieben wird. Das Haus steht für den zweiten Namensteil im Ortsnamen Gammelshausen. Das Wappen und die rot-gelbe Gemeindeflagge wurden am 9. Oktober 1959 durch das Innenministerium verliehen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gammelshausen unterhält seit 1983 partnerschaftliche Beziehungen zu Breil/Brigels im Kanton Graubünden in der Schweiz.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am nördlichen Ende von Gammelshausen schließt sich ein Fußballplatz an. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Dürnau betreibt Gammelshausen ein Sport- und Freizeitzentrum, das sich in Dürnau am Ortsrand zu Gammelshausen befindet. Oberhalb der Gemeinde auf dem Galgenbuckel liegt ein Veranstaltungsplatz, der regelmäßig für verschiedene Ereignisse wie Sonnwendfeuer verwendet wird. Der Ort eignet sich gut als Ausgangspunkt für Mountainbiketouren auf die umliegenden Berge Fuchseck, Sielenwang, Köpfle und Kornberg.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kegelverein Gammelshausen; die erste Damenmannschaft spielt zurzeit in der 2. Bundesliga, die erste Herrenmannschaft in der Verbandsliga.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Gammelshausen, im Hintergrund Fuchseck, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1982

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gammelshausen ist durch Landstraßen mit Heiningen, Dürnau, Gruibingen und dem zu Bad Ditzenbach gehörenden Auendorf verbunden. Die Anschlussstellen Aichelberg und Mühlhausen der Autobahn A 8 liegen etwa 9 km entfernt. Es verkehren mehrere Buslinien in Gammelshausen, mit denen man u. a. in die Kreisstadt Göppingen gelangen kann.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe des Rathauses steht das 1976 fertiggestellte Gemeindehaus. Darin befindet sich eine Kegelbahn[4] sowie seit 2000 auch ein Jugendraum. Gammelshausen verfügt außerdem über ein öffentliches Backhaus.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gammelshausen hat keine eigenen Schulen oder Kindergärten. Die Gammelshäuser Kinder besuchen die gemeinsamen Einrichtungen in der Nachbargemeinde Dürnau. Diese liegen vom Ortsrand nur etwa einen Kilometer entfernt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gammelshausen befindet sich ein Obstlehrpfad, der im Jahr 1974 eingeweiht wurde und bis nach Dürnau verläuft. In neuerer Zeit kam noch der erste schwäbische Spruchweg hinzu.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Einwohner Gammelshausens ist der Spitzname "Spälterla" überliefert. Dieser Name stammt angeblich daher, dass früher die jungen Männer Gammelshausens auswärtige Konkurrenten, die mit Gammelshäuserinnen anbandeln wollten, vertrieben haben, indem sie mit Holzscheiten, auf Schwäbisch "Spälterla", nach ihnen geworfen haben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claus Anshof: „I glaub net amol des, was i sieh!“ Glaubliche und unglaubliche Geschichten aus einem schwäbischen Dorf. Gemeinde Gammelshausen, 1986

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Gammelshausen.
  3. gammelshausen.de: Eine sympathische Gemeinde, Gemeinde Gammelshausen, abgerufen 11. Januar 2009
  4. Info auf der Internetbeschreibung der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gammelshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien