Ottenbach (Württemberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ottenbach
Ottenbach (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ottenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 44′ N, 9° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 399 m ü. NHN
Fläche: 11,9 km2
Einwohner: 2417 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 73113, 73529
Vorwahl: 07165
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 037
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 4
73113 Ottenbach
Website: www.ottenbach.de
Bürgermeister: Oliver Franz
Lage der Gemeinde Ottenbach im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-KreisLandkreis EsslingenLandkreis HeidenheimLandkreis ReutlingenRems-Murr-KreisOstalbkreisOstalbkreisAdelbergAichelberg (Landkreis Göppingen)AlbershausenBad BollBad DitzenbachBad ÜberkingenBirenbachBöhmenkirchBörtlingenDeggingenDonzdorfDrackensteinDürnau (Landkreis Göppingen)Eislingen/FilsHeiningen (Landkreis Göppingen)Ebersbach an der FilsEschenbach (Württemberg)Eschenbach (Württemberg)GammelshausenGeislingen an der SteigeGingen an der FilsGöppingenGruibingenHattenhofen (Württemberg)Heiningen (Landkreis Göppingen)HohenstadtKuchen (Gemeinde)LautersteinMühlhausen im TäleOttenbach (Württemberg)RechberghausenSalachSchlatSchlierbach (Württemberg)SüßenUhingenWäschenbeurenWangen (bei Göppingen)WiesensteigZell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Ottenbach ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottenbach liegt im oberen Tal der Krumm zwischen den Zeugenbergen Hohenstaufen im Westnordwesten, dem Rechberg im Nordosten und dem Stuifen im Osten im Rehgebirge genannten Teil des Vorlandes der östlichen Schwäbischen Alb, in Luftlinie rund acht Kilometer nordöstlich des Zentrums der Kreisstadt Göppingen und etwa ebensoweit südwestlich dessen von Schwäbisch Gmünd.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind reihum von Osten bis Süden die Stadt Donzdorf, im Süden nur kurz die Gemeinde Salach, im Südwesten die Stadt Eislingen/Fils und im Nordwesten die Stadt Göppingen, die alle im eigenen Landkreis Göppingen liegen. Von Norden bis Osten, dort auch in Gestalt zweier kleiner Exklaven nach einem ersten Streifen Donzdorfer Gebietes, grenzen die Stadt Schwäbisch Gmünd sowie eine unbewohnte Exklave der Gemeinde Waldstetten, beide im Ostalbkreis, an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Ottenbach gehören das Dorf Ottenbach, die Weiler Geyrenwald, Jackenhof, Kitzen, Schurrenhof und Stixenhöfe, die Höfe Bärenhöfe, Breitfelder Hof, Cyriakushof, Etzberg, Feuerleshof, Fladenhof, Haldenhof, Herbenhof, Holzhäuser Hof, Kübelhof, Lindenhöfe, Lochhof, Merzenhöfe, Neuhof, Obergruppenhof, Obermühleisenhof, Peterlingshöfe, Saurenhof, Schonterhöfe, Sonnental (Fuchstal), Strudelhof, Untermühleisenhöfe, Waldenhof und Wannenhof und das Haus Schafhöfle.[2]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottenbach, Zeichnung von M. Hofheinz-Döring, 1977

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottenbach wurde im Jahr 1275 in dem Steuerregister liber decimationis des Bistums Konstanz erstmals urkundlich erwähnt. Es wird angenommen, dass der Ort anfangs eines der Stammgüter der Staufer war.

In den folgenden Jahrhunderten wurde Ottenbach hauptsächlich von den Rechbergern, einzelne Gehöfte aber auch von verschiedenen anderen weltlichen und geistlichen Obrigkeiten beherrscht, darunter über Besitzungen des Klosters Lorch auch das Haus Württemberg, welches im 16. Jahrhundert für seine Untertanen die Reformation einführte. Weitere Herrschaftsrechte am Ort hatten unter anderem die Stiftsverwaltung Oberhofen bei Göppingen sowie die Grafen von Degenfeld.

Seit dem 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1806 fiel Ottenbach an das Königreich Württemberg und wurde dem Oberamt Göppingen zugeordnet. Kurzzeitig war Ottenbach Ortsteil der damals selbstständigen Gemeinde Hohenstaufen.

Seit 1825 ist Ottenbach eine selbstständige Kommune.

Bei der Verwaltungsreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Ottenbach 1938 zum Landkreis Göppingen.

1945 wurde der Ort Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.

Am 1. August 1971 erhielt Ottenbach ein Gebiet mit fast 150 Einwohnern von Hohenstaufen. Es handelt sich dabei um die Wohnplätze Cyriakushof, Geyrenwald, Herbenhof, Holzhäuser Hof, Jackenhof, Lochhof, Saurenhof, Schurrhof, Sonnentalhof und Srtudelhof.

Name der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Woher der Name „Ottenbach“ stammt, ist bis heute nicht klar bestimmt. Man vermutet, dass er von „Aucht“, das bedeutet „Nachtweide“, abgeleitet wird.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1825: 0362 Einwohner
  • 1945: 0650 Einwohner
  • 1950: 0982 Einwohner
  • 1966: 1401 Einwohner
  • 1980: 2090 Einwohner
  • 1987: 2084 Einwohner
  • 1991: 2223 Einwohner
  • 1995: 2306 Einwohner
  • 2005: 2474 Einwohner
  • 2010: 2443 Einwohner
  • 2015: 2463 Einwohner

Quelle: Statistisches Landesamt BW

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ottenbacher Gemeinderat besteht aus 12 Mitgliedern. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Die Bewerber mit den höchsten Stimmenzahlen sind dann gewählt. Der Gemeinderat besteht aus den ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Eisele: 1913–1924
  • Karl Weber: 1925–1946
  • Adolf Sonnentag: 1946–1966
  • Bernhard Frick: 1966–2002
  • Oliver Franz: seit 2002

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ottenbach
Blasonierung: „In Gold über einem erniedrigten blauen Wellenbalken ein halber roter Rehbock.“
Wappenbegründung: Der Rehbock soll sowohl auf das Rehgebirge, als auch auf die Familie von Rechberg hinweisen, zu der Ottenbach einst gehörte. Durch den Wellenbalken wird das Wappen „redend“. Die Farben Rot und Gold entstammen dem Wappen der Rechberger. Ein erster Wappenentwurf mit einem halben Rehbock in goldenem Schild wurde bereits 1931 von der Archivdirektion der Gemeinde unterbreitet.Die Flagge ist Rot-Gelb.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt wurde Ottenbach durch die Organisation und Durchführung des Radmarathons „Alb-Extrem“. Die Rundfahrt findet jedes Jahr am letzten Sonntag im Juni statt und führt mit vielen Anstiegen durch die Landschaft der Schwäbischen Alb. Zur Auswahl stehen dabei mehrere Strecken, von der Einsteigerstrecke "Alb-e@sy" mit 90 km und 1500 hm bis zum "Traufkönig-Ultramarathon" mit 300 km und 6000 hm.[5]

Den Ottenbacher Silvesterlauf über Distanzen von 10 und 6,5 Kilometern veranstaltet jährlich an Silvester der TSV Ottenbach.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottenbach besitzt keinen Bahnhof, ist jedoch über die Buslinie 6, die mehrere Haltestellen in Ottenbach anfährt, in das Filsland-Busnetz integriert. Als Gemeinde im teilintegrierten VVS-Landkreis Göppingen ist auch die Gemeinde Ottenbach Teil des VVS.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ottenbach gibt es eine Grundschule, alle weiterführenden Schulen findet man in umliegenden Gemeinden oder Städten. Eine Haupt- mit Werkrealschule befindet sich in Salach, Realschulen und Gymnasien in Eislingen und Göppingen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottenbach wird in der Umgebung oft als "Tal der Liebe"[6][7][8] bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ottenbach (Württemberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 308–309
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Ottenbach.
  4. Eberhard Gönner und Heinz Baruda: Wappenbuch des Landkreises Göppingen. Hrsg.: Landkreis Göppingen und Archivdirektion Stuttgart. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1966.
  5. Strecken und Streckenplan: MRSC-Ottenbach. Abgerufen am 28. Februar 2019.
  6. http://www.ottenbach.de/index.php?id=44
  7. http://www.stauferland.de/orte-im-stauferland/orte-g-bis-o/ottenbach.html
  8. http://www.swp.de/geislingen/lokales/landkreis_gp/private-feuerwerke-sind-kuenftig-verboten-13882848.html