Birenbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Birenbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birenbach
Birenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 45′ N, 9° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 2,5 km²
Einwohner: 1908 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 763 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73102, 73116
Vorwahl: 07161
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
73102 Birenbach
Webpräsenz: www.birenbach.de
Bürgermeister: Frank Ansorge
Lage der Gemeinde Birenbach im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Birenbach 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Rathaus

Birenbach ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg, 6 km von der Kreisstadt Göppingen entfernt. Birenbach gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birenbach liegt im nördlichen Teil des Landkreises Göppingen vor dem Westausläufer des Berges Hohenstaufen im Tal und überwiegend auf dem rechten Hang des Krettenbachs. Durchs Dorf fließt ihm der Birenbach zu, wenig abwärts mündet er in den Marbach. Der überwiegende Teil der unbesiedelten Flur ist waldfrei.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Birenbach gehören das Dorf Birenbach und der Weiler Schützenhof (auch zu Wäschenbeuren) sowie die abgegangene Ortschaft Bremenhöfe.[2]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birenbach wurde erstmals 1414 urkundlich erwähnt. Der Ort war seinerzeit unter drei Grundherren (Württemberger, Habsburger und das Göppinger Chorherrenstift) aufgeteilt. Diese Teilung führte dazu, dass bei Einführung der Reformation in Württemberg 1535 Birenbach nur teilweise evangelisch wurde. Die habsburgischen Teile (die als Lehen an die Herren von Rechberg gegeben waren) des Ortes blieben römisch-katholisch.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2015:

Datum Einwohner
1837 247
1907 269
17. Mai 1939 339
13. September 1950 496
27. Mai 1970 1.076
31. Dezember 1983 1.612
31. Dezember 2000 1.915
31. Dezember 2005 1.897
31. Dezember 2010 1.864
31. Dezember 2015 1.908

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birenbach gehört mit Adelberg, Börtlingen und Rechberghausen dem Gemeindeverwaltungsverband „Östlicher Schurwald“ an, der seinen Sitz in Rechberghausen hat.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl am 5. April 2009 wurde Klaus Heininger (parteilos) mit 98,2 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 46,85 Prozent ohne Gegenkandidaten zum zweiten Mal in seinem Amt bestätigt.[4] Heininger trat zum 1. Juni 2010 das Amt des Bürgermeisters von Eislingen an, zu seinem Amtsnachfolger in Birenbach wurde am 13. Juni 2010 Frank Ansorge mit 52,01 % der abgegebenen Stimmen gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Birenbach hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[5]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 53,82 %
 %
40
30
20
10
0
37,6 %
36,4 %
26,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-10,0 %p
+9,2 %p
+0,8 %p
FWV Unabhängige Wählervereinigung Birenbach 37,6 4 47,6 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,4 3 27,2 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,0 3 25,2 2
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 53,25 % 57,00 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Birenbach lautet: In Gold über einem erniedrigten blauen Wellenbalken ein schreitender rotbezungter schwarzer Löwe.

Der schwarze Löwe des teilredenden Wappens in gelb steht für die staufischen Herzöge von Schwaben und erinnert an die einstige Beziehung des Orts zur Herrschaft Büren-Hohenstaufen. Der Wellenbalken steht für den Bach im Ortsnamen Birenbach. Das Wappen wurde im Jahre 1958 festgelegt und zusammen mit der blau-gelben Flagge am 18. August 1959 vom Innenministerium verliehen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Birenbach ist seit 1972 Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) "Östlicher Schurwald", dem auch die Verbandsgemeinden Adelberg, Börtlingen und Rechberghausen angehören. Sitz des Verbandes ist Rechberghausen. Mit der Gemeinde Wäschenbeuren und Börtlingen bildet die Gemeinde Birenbach zudem den "Abwasserzweckverband Marbach-Krettenbachtal". Gemeinsam wird die Verbandskläranlage betrieben. Die Gemeinde Birenbach gehört als Gesellschafter auch der 2013 gegründeten "Stromnetzgesellschaft Östlicher Schurwald" an, zu der auch die Gemeinden Adelberg, Börtlingen, Rechberghausen und Wäschenbeuren gehören. Die Stromnetze zur örtlichen Versorgung sind somit mehrheitlich im Eigentum der Gesellschaft und damit der Gemeinden. Weiterer Gesellschafter ist die EnBW. Darüber hinaus ist die Gemeinde Birenbach Mitglied des Landschaftserhaltungsverbandes (LEV) des Landkreises Göppingen und gehört der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises Göppingen an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Birenbach der ehemaligen Hohenstaufenbahn

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birenbach ist durch die Bundesstraße 297 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Früher bestand auch ein Anschluss an die nunmehr stillgelegte Hohenstaufenbahn (Schwäbisch GmündGöppingen). Der ehemalige Bahnhof ist erhalten und dient heute als Bürgerhaus.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Firmen mobitec, Fent sowie A. Wezel sind in Birenbach vor allem kleinere, aber spezialisierte Unternehmen aus dem Bereich Entwicklung/Maschinenbau sowie der Metallver- und Bearbeitung tätig. Weitere Unternehmen wie die Firmen "Höchst-wohnen und kochen", "Hocke Engineering", TS-Veranstaltungstechnik, "Rainer Schmatzer Industrieservice" und "Späth-Mediendesign" sind in Birenbach angesiedelt.


Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birenbach verfügt über einen Supermarkt mit Metzger, einen Allgemeinmediziner, eine Apotheke, eine Filiale der Kreissparkasse Göppingen, zwei Bäckerfilialen, eine Poststelle, einen Frisör, einen Blumenladen sowie das Ratscafe am Marktplatz. Mit der neuen "Grüne Mitte" wurde 2015 in der Ortsmitte unterhalb der Wallfahrtskirche eine Grünzone mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen geschaffen. Ein umfangreiches Spielgeräteangebot, eine Boulebahn und schöne Aufenthaltsbereiche runden die Maßnahme ab. Ein Rundweg ist barrierefrei zu begehen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Birenbach besteht mit der Friedrich-von-Büren-Schule eine reine Grundschule. Außerdem seit 2013 ein Kinderhaus, in welchem alle gängigen Betreuungsformen ab dem 2. Lebensmonat angeboten werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1976

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Mutter Gottes, eines der wenigen erhaltenen Beispiele des sog. "schwäbischen Bauernbarocks".

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Bader (* 1965), Arzt, Professor für Biomechanik und Implantattechnologie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Birenbach in der Beschreibung des Oberamts Göppingen von 1844 – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 339
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Birenbach.
  4. Staatsanzeiger Nr. 13 vom 9. April 2009, Seite 11
  5. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart