Schlierbach (Württemberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schlierbach
Schlierbach (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schlierbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 40′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 10,97 km2
Einwohner: 3927 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 358 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73278
Vorwahl: 07021
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 044
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hölzerstraße 1
73278 Schlierbach
Webpräsenz: www.schlierbach.de
Bürgermeister: Paul Schmid
Lage der Gemeinde Schlierbach im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Schlierbach ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Göppingen in der Region Stuttgart. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Schlierbach liegt im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb, in Luftlinie etwa 11 km westsüdwestlich der Kreisstadt Göppingen und etwa 28 km ostsüdöstlich der Landeshauptstadt Stuttgart. Das sich von 311 m ü. NN an dessen Ausfluss bis zu ungefähr 390 m ü. NN erhebende Gemeindegebiet entwässert über den Schlierbach und andere Oberläufe des Talbachs nordwestlich in Richtung Fils.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der einzige Ort in der Gemeinde ist das namengebende Dorf Schlierbach. Im Gebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Bolzhausen und Brühlmannshof.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlierbach grenzt reihum im Nordnordwesten an die Stadt Ebersbach an der Fils, im Nordosten an die Gemeinde Albershausen und im Südosten an die Gemeinde Hattenhofen, die alle drei dem eigenen Landkreis Göppingen angehören. Dagegen liegen die Gemeinde Ohmden im Süden, die Stadt Kirchheim unter Teck im Südwesten sowie die Gemeinde Notzingen im Westen im Landkreis Esslingen.

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spuren der ersten menschlichen Besiedlung auf Schlierbacher Markung führen bis in den Zeitraum von 800 bis 450 v. Chr. zurück. Den Kelten folgten etwa um Christi Geburt die Römer, die wiederum im 3. Jahrhundert von den Alemannen verdrängt wurden. Diese gelangten seit dem 8. Jahrhundert unter fränkische Herrschaft. In der jüngeren Ausbauzeit des 9. bis 12. Jahrhunderts entstanden, gehörte der Ort im 13. Jahrhundert den Herzögen von Teck.

Im Jahr 1275 wird Schlierbach im liber decimationis, einem Steuerverzeichnis, erstmals urkundlich erwähnt. Mit dem Erwerb der Herrschaft Teck durch Graf Ulrich im Jahre 1381 wurde Schlierbach württembergisch. 1485 kam Schlierbach vom Oberamt Kirchheim zum Oberamt Göppingen und ist seit 1938 Bestandteil des Landkreises Göppingen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg für die Daten ab 1970

Datum Einwohner
1837 1523
1907 1282
17. Mai 1939 1289
13. September 1950 1633
27. Mai 1970 2810
31. Dezember 1983 3447
31. Dezember 1991 3538
31. Dezember 1995 3655
31. Dezember 2005 3772
31. Dezember 2010 3798
31. Dezember 2015 3927

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schlierbach hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis.[4] Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,07 %
46,93 %
FUW
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+0,47 %p
-0,47 %p
FUW
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 53,07 7 52,6 7
FUW Freie Unabhängige Wählergemeinschaft 46,93 7 47,4 7
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 56,95 % 58,6 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2010 wurde Paul Schmid für eine vierte Amtszeit wiedergewählt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das teilredende Wappen besteht aus einem gelben Schildhaupt mit schwarzer Hirschstange, darunter in Blau zwei gelbe Wellenbalken. Die Wellenbalken stehen für den Schlierbach, der dem Ort seinen Namen verleiht. Die Hirschstange weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Württemberg hin. Das Wappen ist von der Landesregierung am 21. Januar 1948, die gelb-blaue Flagge durch das Innenministerium am 18. Dezember 1958 verliehen worden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Ziegler (Hrsg.): Schlierbach: Heimat zwischen Teck und Fils. Im Auftrag der Gemeinde Schlierbach hrsg. von Walter Ziegler. Konrad, Weißenhorn 2004, ISBN 3-87437-473-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlierbach (Württemberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 304–305.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Schlierbach.
  4. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  5. http://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/schlierbach/?sword_list%5B%5D=g%C3%B6ppingen&no_cache=1