Wangen (bei Göppingen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wangen
Wangen (bei Göppingen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wangen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 44′ N, 9° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 379 m ü. NHN
Fläche: 9,68 km2
Einwohner: 3071 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 317 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73117
Vorwahl: 07161
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 055
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrberg 2
73117 Wangen
Webpräsenz: www.gemeinde-wangen.de
Bürgermeister: Daniel Frey (CDU)
Lage der Gemeinde Wangen im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Wangen ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Wangen gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wangen liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Filstals am Rande des Schurwalds, in Luftlinie etwa 4 km nordwestlich vom Zentrum der Kreisstadt Göppingen entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt reihum an die Gemeinden Adelberg im Norden, Börtlingen ganz kurz im Nordosten und Rechberghausen im Osten, dann an die Kreisstadt Göppingen im Süden und die Stadt Uhingen im Südwesten, die alle zum eigenen Landkreis Göppingen gehören. Im Nordwesten schließlich berührt Wangen kurz das Gebiet der Stadt Schorndorf im Rems-Murr-Kreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Wangen gehört die ehemals selbstständige Gemeinde Oberwälden. Zur Gemeinde gehören die beiden Dörfer Wangen und Oberwälden. In Wangen aufgegangen ist der Weiler Niederwälden.[2]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Wangen, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1978
Ortsmitte Wangen, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1978

Der Ort wurde im Jahre 1274 erstmals urkundlich erwähnt. In diesem Jahr verkaufte Friedrich von Staufeneck alle seine Güter in Wangen und Oberwälden an das Kloster Adelberg. Seit 1327 besaß Württemberg bereits Rechte in Wangen, der größte Teil des Ortes gehörte aber weiterhin dem Kloster.

1806 wurden die Degenfelder Herrschaft Rechberghausen und das Klosteroberamt Adelberg aufgehoben und dem Oberamt Göppingen, Vorgänger des Landkreises Göppingen, angegliedert.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst 1511 erhielt Wangen eine eigene Kirchengemeinde, nachdem es zuvor kirchlich zu Göppingen gehört hatte. Im Zuge der Reformation wurde 1557 eine evangelische Pfarrei eingerichtet. Seither gibt es keine römisch-katholische Kirchengemeinde am Ort mehr, die katholischen Gläubigen werden von der Gemeinde Rechberghausen betreut. Zusätzlich gibt es in Wangen noch eine kleine evangelisch-methodistische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Oberwälden

1935 wurde die Siedlung Niederwälden von Holzhausen nach Wangen umgemeindet. Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurde am 1. Juli 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Oberwälden eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2015.

Datum Einwohner
1837 849
1907 1.073
17. Mai 1939 1.233
13. September 1950 1.863
27. Mai 1970 2.759
31. Dezember 1983 2.976
31. Dezember 2005 3.213
31. Dezember 2010 3.165
31. Dezember 2015 3.071

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Wangen lautet: In einem von Gold und Grün geteilten Schild oben eine liegende schwarze Hirschstange.

Grün steht in Anlehnung zu dem Ortsnamen für Wiesengelände, Gelb symbolisiert die ertragreiche Feldmarkung, die Hirschstange weist auf die Zugehörigkeit des Ortes zu dem Hause Württemberg hin. Das Wappen wurde Im Jahre 1930 angenommen, die gelb-grüne Flagge durch das Innenministerium am 3. Juni 1959 verliehen.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wangen verbindet eine enge Partnerschaft mit der französischen Region de Routot (Normandie), zu der die Gemeinden Bouquetot, Brestot, Étréville, Eturqueraye, Hauville, La Haye Aubree, Le Landin, Rougemontier und Routot gehören. Die ländlich geprägten Gemeinden haben zusammen über 5.500-Einwohner. Seit dem 1. Mai 1992 besteht die Partnerschaft und es gab seit diesem Zeitpunkt kein Jahr ohne Treffen, die besonders von den Vereinen der beiden Kommunen getragen werden.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wangener Gemeinderat gibt es traditionell keine Parteien und Fraktionen. Es ist laut Wahlgesetz nicht möglich auf einer Liste (Wahlvorschlag) mehr Kandidaten als zu vergebende Sitze aufzustellen. Deshalb stellen die Wangener Kandidaten traditionell zwei Listen – Freie Wähler und Unabhängige Wählervereinigung – auf, um somit eine ordnungsgemäße Wahl durchführen zu können.

Der Gemeinderat in Wangen hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,77 %
49,23 %
UW
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+0,77 %p
-0,77 %p
UW
FWV Freie Wählervereinigung Wangen 50,77 7 unbekannt 7
UWV Unabhängige Wählervereinigung Wangen 49,23 7 unbekannt 7
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 53,79 % 53,8 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 gab der bis dahin amtierende Bürgermeister Werner Stöckle (Freie Wähler) bekannt, dass er sich nach 32 Jahren nicht um eine weitere Amtsperiode bewerben wird. Am 7. Februar 2010 wurde Daniel Frey (CDU) im 1. Wahlgang mit 906 von 1586 gültigen Stimmen zum Bürgermeister von Wangen gewählt.[4] Die Wahl fand überregionale Beachtung, da der Amtsinhaber – obwohl er nicht mehr auf dem Wahlzettel stand – über 29 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.[5]

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hebesätze für die Gewerbesteuer sowie die Grundsteuer A und B sind die niedrigsten im Landkreis Göppingen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wangen verfügt über ein – für ihre Größe – überdurchschnittlich großes Gewerbegebiet am Ortsausgang in Richtung Göppingen-Faurndau in dem in erster Linie kleine und mittelständische Unternehmen im verarbeitenden und produzierenden Gewerbe ansässig sind.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Buslinie verkehrt zwischen der Kreisstadt Göppingen und Wangen. Zusätzlich gibt es Schulbuse zur Realschule in Rechberghausen. Durch die Nachbargemeinden Göppingen-Faurndau und Uhingen führt die Bundesstraße 10, die von Wangen aus schnell erreichbar ist. Zu den in der Nähe liegenden Bahnhöfen gehören neben dem Bahnhof in der Kreisstadt Göppingen Regionalbahnhöfe in den Nachbargemeinden Göppingen-Faurndau und Uhingen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wangen hat für Tagungen, Feiern, Konzerte und Kleinkunst eine Gemeindehalle. Im sportlichen Bereich verfügt die Gemeinde über die Forstberghalle, eine 3-Feld-Halle, sowie einen Fußballfeld (Rasen) und ein Kleinspielfeld (Hartplatz).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wangen verfügt über eine eigene Grundschule. Weiterführende Schulen müssen in den Nachbarorten besucht werden. Für die jüngsten Einwohner gibt es seit September 2011 ein Kinderhaus, direkt neben der Grundschule. Zuvor gab es drei Kindergärten, von denen zwei von der Gemeinde und einer von der katholischen Kirche getragen wurden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum musikalischen Angebot der Gemeinde gehört der 1951 gegründete Musikverein Wangen e. V., dessen Blasorchester in der Oberstufe musiziert. Der Verein trägt durch seine Mitwirkung bei geistlichen und weltlichen Festen wesentlich zum Gemeindeleben bei. Durch eigene Jugendkapellen engagiert sich der Verein auch stark in der Jugendarbeit.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Oberwälden steht die evangelische Nikolauskirche, mit wertvollen Fresken im Chorraum.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wangen (bei Göppingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

dto. der zwischenzeitlich eingemeindete Ort Oberwälden

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 332–333.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Wangen.
  4. Öffentliche Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Bürgermeisters / der Bürgermeisterin am 07. Februar 2010 (PDF; 12 kB), Gemeinde Wangen, abgerufen 15. Mai 2010
  5. [1]