Gioia Tauro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gioia Tauro
Kein Wappen vorhanden.
Gioia Tauro (Italien)
Gioia Tauro
Staat Italien
Region Kalabrien
Metropolitanstadt Reggio Calabria (RC)
Koordinaten 38° 26′ N, 15° 54′ OKoordinaten: 38° 26′ 0″ N, 15° 54′ 0″ O
Höhe 29 m s.l.m.
Fläche 38 km²
Einwohner 19.864 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 523 Einw./km²
Postleitzahl 89013
Vorwahl 0966
ISTAT-Nummer 080038
Volksbezeichnung Gioiesi
Schutzpatron Ippolito di Roma
Website Gioia Tauro

Gioia Tauro ist eine italienische Gemeinde in der Metropolitanstadt Reggio Calabria mit 19.864 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015). Sie ist vor allem bekannt für ihren Containerhafen.

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind Palmi, Polistena, Rizziconi, Rosarno, San Ferdinando und Seminara.

Gioia Tauro liegt an der Autobahn A 3, zugleich Teil der E 45, nach Neapel und hat Anschluss an die Bahnstrecke Tirrenica Meridionale (Sizilien/Norditalien).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hafen

Der Seehafen Medcenter Container Terminal (Medcenter oder kürzer MCT; Betreiber v. a. Contship Italia Group) ist der größte Containerhafen Italiens und einer der größten Europas. Er wurde Anfang der 1970er Jahre eröffnet. Konkurrenten für den Hafen sind Tanger-Med an der Straße von Gibraltar sowie der gegenüber gelegene Hafen Algeciras in Spanien.[2] Negativ bekannt wurde er 2006, als die italienische Polizei in einem Bericht die Vermutung äußerte, dass 80 % des aus Kolumbien kommenden Kokains nach Europa über Gioia Tauro laufen. Ebenso soll er ein Umschlagsplatz für illegalen Waffenhandel sein. Bekannt ist außerdem, dass die ’Ndrangheta, eine große Mafia-Organisation, den Hafen seit Jahrzehnten infiltriert hat.[3]

In Gioia Tauro sind Öl- und Lebensmittelhersteller ansässig. Außerdem gibt es im Ort ein Einkaufszentrum sowie mehrere Hotels.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pino Arlacchi (* 1951), italienischer Soziologe, Politiker und Autor

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gioia Tauro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. welt.de 10. April 2013
  3. Abschlussbericht der Commissione parlamentare di inchiesta sul fenomeno della criminalità organizzata mafiosa o similare („Commissione parlamentare antimafia“) vom 19. Februar 2008, S. 89–100 (Kapitel Gioia Tauro, Porto Franco) sowie S. 232, 234 und 240.