Guteborn

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Guteborn in Brandenburg. Für den gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Ponitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land siehe Guteborn (Ponitz).
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Guteborn führt kein Wappen
Guteborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Guteborn hervorgehoben
Koordinaten: 51° 25′ N, 13° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberspreewald-Lausitz
Amt: Ruhland
Höhe: 114 m ü. NHN
Fläche: 16,69 km²
Einwohner: 537 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01945
Vorwahl: 035752
Kfz-Kennzeichen: OSL, CA, SFB
Gemeindeschlüssel: 12 0 66 120
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 84
01945 Guteborn
Webpräsenz: www.amt-ruhland.de/amtsgemeiden/guteborn
Bürgermeister: Detlef Ritter (Einzelbewerber)
Lage der Gemeinde Guteborn im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Sachsen Cottbus Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Elbe-Elster Landkreis Spree-Neiße Landkreis Teltow-Fläming Altdöbern Bronkow Calau Frauendorf (Amt Ortrand) Großkmehlen Großräschen Grünewald Guteborn Hermsdorf (bei Ruhland) Hohenbocka Kroppen Lauchhammer Lindenau (Oberlausitz) Lübbenau/Spreewald Luckaitztal Neupetershain Neu-Seeland Ortrand Ruhland Schipkau Schwarzbach (Lausitz) Schwarzheide Senftenberg Tettau (Brandenburg) Vetschau/SpreewaldKarte
Über dieses Bild
Kirche

Guteborn (sorbisch Wudwor) ist eine Gemeinde im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Süden des Landes Brandenburg und ist Teil des Amtes Ruhland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich in der Oberlausitz und ist ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guteborn in einer Karte aus dem Jahr 1757

Der Ortsname Guteborn wird auf die Bezeichnung eines idyllisch gelegenen Weihers, der von einer unsichtbaren Quelle (Born) gespeist wird, zurückgeführt.

Der Ort, ein typisches Straßenangerdorf, wurde im Jahre 1349 das erste Mal schriftlich erwähnt. Zunächst gehörte der Ort zur Standesherrschaft Ruhland. Nach deren Zerfall bildete sich in Guteborn ein Erbrittergut heraus. Im Jahr 1575 wurde erstmals ein Schloss erwähnt. Dieses wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer den Ort prägenden Schlossanlage mit einem Park ausgebaut. Am 13. November 1918 dankte auf Schloss Guteborn König Friedrich August III. von Sachsen ab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss nicht zuletzt aus ideologischen Gründen beseitigt. Die Stallgebäude des Schlosses wurden fortan von einer LPG genutzt. Trotz des Abrisses blieben einige bauliche und landschaftliche Reste der Schlossanlage, wie Schmiede, Ställe, Kapelle und Teiche, erhalten.

Am 19. Mai 1974 wurde Guteborn nach Schwarzbach eingemeindet. Am 6. Mai 1990 wurde der Ort wieder zu einer selbstständigen Gemeinde.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 300
1890 350
1910 400
1925 507
1933 573
1939 617
1946 679
1950 747
1964 797
1971 784
Jahr Einwohner
1981 664
1985 668
1989 670
1990 673
1991 654
1992 641
1993 645
1994 654
1995 662
1996 653
Jahr Einwohner
1997 664
1998 674
1999 671
2000 666
2001 653
2002 643
2003 644
2004 624
2005 624
2006 601
Jahr Einwohner
2007 598
2008 590
2009 576
2010 580
2011 552
2012 533
2013 545
2014 537

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Guteborn besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Wählergemeinschaft Guteborn 8 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detlef Ritter wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 87,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlossteich

In der Liste der Baudenkmale in Guteborn und in der Liste der Bodendenkmale in Guteborn stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

Auf dem Dorfanger stehen ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, ein Bismarckstein aus dem Jahr 1915 sowie ein Brunnen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im nahe gelegenen Schwarzheide befindet sich ein Verkehrslandeflugplatz der Kategorie II.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1906 wurde in Guteborn in der Ortsmitte eine Schule gebaut. Das Gebäude war eine Backsteinbau. Im Jahr 1958 wurde ein sogenanntes Schulkombinat gemeinsam mit Schwarzbach, Hermsdorf und Lipsa gebildet. Bis zum Jahr 1967 wurde am Ortsrand ein neues Schulgebäude errichtet, das den Namen des sowjetischen Kosmonauten German Titow erhielt. Diese Polytechnische Oberschule wurde 1990 nach der politischen Wende in eine Gesamtschule umgewandelt. Aufgrund des Schülerrückganges wurde die Gesamtschule im Jahre 1992 in eine Grundschule umgewandelt, die noch heute existiert. Das Schulgebäude wurde von 2006 bis 2008 für ungefähr eine Million Euro durch das Amt Ruhland saniert, dabei wurde das Gebäude um einen Anbau erweitert.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberspreewald-Lausitz. S. 18–21
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  5. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  6. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  7. Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 4. und 6. September 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]