Guteborn

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Guteborn in Brandenburg. Für den gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Ponitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land siehe Guteborn (Ponitz).
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Guteborn führt kein Wappen
Guteborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Guteborn hervorgehoben
Koordinaten: 51° 25′ N, 13° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberspreewald-Lausitz
Amt: Ruhland
Höhe: 114 m ü. NHN
Fläche: 16,69 km2
Einwohner: 542 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01945
Vorwahl: 035752
Kfz-Kennzeichen: OSL, CA, SFB
Gemeindeschlüssel: 12 0 66 120
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 84
01945 Guteborn
Webpräsenz: amt-ruhland.de
Bürgermeister: Detlef Ritter (Einzelbewerber)
Lage der Gemeinde Guteborn im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Sachsen Cottbus Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Elbe-Elster Landkreis Spree-Neiße Landkreis Teltow-Fläming Altdöbern Bronkow Calau Frauendorf (Amt Ortrand) Großkmehlen Großräschen Grünewald Guteborn Hermsdorf (bei Ruhland) Hohenbocka Kroppen Lauchhammer Lindenau (Oberlausitz) Lübbenau/Spreewald Luckaitztal Neupetershain Neu-Seeland Ortrand Ruhland Schipkau Schwarzbach (Lausitz) Schwarzheide Senftenberg Tettau (Brandenburg) Vetschau/SpreewaldKarte
Über dieses Bild
Kirche

Guteborn (sorbisch Wudwor) ist eine Gemeinde im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Süden des Landes Brandenburg und Teil des Amtes Ruhland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich in der Oberlausitz und ist ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehört der Wohnplatz Sorgenteich.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guteborn in einer Karte aus dem Jahr 1757

Der Ortsname Guteborn wird auf die Bezeichnung eines idyllisch gelegenen Weihers zurückgeführt, der von einer unsichtbaren Quelle (Born) gespeist wird.

Der Ort, ein typisches Straßenangerdorf, wurde im Jahre 1349 das erste Mal schriftlich erwähnt. Zunächst gehörte der Ort zur Standesherrschaft Ruhland. Nach deren Zerfall bildete sich in Guteborn ein Erbrittergut heraus. Im Jahr 1575 wurde erstmals ein Schloss erwähnt. Dieses wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer den Ort prägenden Schlossanlage mit einem Park ausgebaut. Am 13. November 1918 dankte auf Schloss Guteborn König Friedrich August III. von Sachsen ab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss nicht zuletzt aus ideologischen Gründen beseitigt. Die Stallgebäude des Schlosses wurden fortan von einer LPG genutzt. Trotz des Abrisses blieben einige bauliche und landschaftliche Reste der Schlossanlage, wie Schmiede, Ställe, Kapelle und Teiche, erhalten.

Am 19. Mai 1974 wurde Guteborn nach Schwarzbach eingemeindet. Am 6. Mai 1990 wurde der Ort wieder zu einer selbstständigen Gemeinde.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 300
1890 350
1910 400
1925 507
1933 573
1939 617
1946 679
1950 747
1964 797
1971 784
1981 664
Jahr Einwohner
1985 668
1989 670
1990 673
1991 654
1992 641
1993 645
1994 654
1995 662
1996 653
1997 664
1998 674
Jahr Einwohner
1999 671
2000 666
2001 653
2002 643
2003 644
2004 624
2005 624
2006 601
2007 598
2008 590
2009 576
Jahr Einwohner
2010 580
2011 552
2012 533
2013 545
2014 537
2015 542

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[4][5] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Guteborn besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Wählergemeinschaft Guteborn 8 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detlef Ritter wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 87,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlossteich

In der Liste der Baudenkmale in Guteborn und in der Liste der Bodendenkmale in Guteborn stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

Auf dem Dorfanger stehen ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, ein Bismarckstein aus dem Jahr 1915 sowie ein Brunnen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kinder- und Fischerfest jährlich am Sonnabend und Sonntag zu Pfingsten am Schlossteich, ausgerichtet vom Verein Angel und Freizeit 1985 Guteborn[9][10]
  • Diavorträge zur Geschichte[11] und geführte Wanderungen[12][13][14] organisiert der Verein Quellengemeinschaft Guteborn (landläufig auch Quellenverein genannt).
  • Kinder- und Heimatfest im Juli am Schlossteich mit einem Märchen-Theaterspiel, ebenfalls ausgerichtet von der Quellengemeinschaft Guteborn[15]
  • am letzten Juli-Wochenende ein Fußballfest oder Sportfest, ausgerichtet vomFSV 1920 Guteborn [16]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guteborn liegt an der Landesstraße L 27 zwischen Ruhland und Grünewald. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Ruhland an der A 13 BerlinDresden.

Im nahe gelegenen Schwarzheide befindet sich ein Verkehrslandeflugplatz der Kategorie II.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1906 wurde in Guteborn in der Ortsmitte eine Schule gebaut. Das Gebäude war ein Backsteinbau. Im Jahr 1958 wurde ein sogenanntes Schulkombinat gemeinsam mit Schwarzbach, Hermsdorf und Lipsa gebildet und bis zum Jahr 1967 am Ortsrand ein neues Schulgebäude errichtet, das den Namen des sowjetischen Kosmonauten German Titow erhielt. Diese Polytechnische Oberschule wurde 1990 nach der politischen Wende zu einer Gesamtschule. Aufgrund des Rückgangs der Schülerzahl wurde die Gesamtschule im Jahre 1992 in eine Grundschule umgewandelt, die noch heute existiert. Das Schulgebäude wurde von 2006 bis 2008 für etwa eine Million Euro durch das Amt Ruhland saniert, dabei wurde das Gebäude um einen Anbau erweitert.[17][18]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kluge: Guteborn. in: Scholz: Heimatbuch des Kreises Hoyerswerda. Verlag Ziehlke, Bad Liebenwerda 1925, S. 266–270 (Digitalisat)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Guteborn
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberspreewald-Lausitz. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  9. (red/cw): Guteborn feiert am Schlossteich das 18. Kinder- und Fischerfest in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 10. Juni 2011; abgerufen am 30. September 2017
  10. (red/mf): Termine: Fischerfest: Zum 23. Kinder- und Fischerfest lädt Guteborn am Sonnabend und Sonntag an den Schlossteich ein in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 13. Mai 2016; abgerufen am 30. September 2017
  11. (red.): Vortrag: Das Leben in der Herrschaft Guteborn Guteborn. Zu einem Vortrag zur Geschichte und zum Schloss von Guteborn lädt am heutigen Sonnabend die Quellengemeinschaft des Ortes ein in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 26. September 2009; abgerufen am 27. Mai 2017
  12. Annett Pavlik: Auf dem Drahtesel durch die Guteborner Flur in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 19. Oktober 2007; abgerufen am 30. September 2017
  13. Torsten Richter(trt1): Glassand stehlen lohnt sich nicht in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 21. September 2011; abgerufen am 30. September 2017
  14. (red/br): Termine: Eine geführte Radwanderung mit Klaus Gruszynski vom Naturschutzbund Senftenberg beginnt morgen um 9 Uhr an der Kaupe in Guteborn in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 20. Mai 2016 ; abgerufen am 30. September 2017
  15. (red/br): In Guteborn beginnt heute das Kinder- und Heimatfest in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 1. Juli 2016; abgerufen am 30. September 2017
  16. FSV 1920 Guteborn: Vergangene Veranstaltungen Termine auf der Internet-Seite des FSV 1920 Guteborn, abgerufen am 3. Oktober 2017
  17. Drei tolle Tage zum Schulgeburtstag. In: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 4. September 2008
  18. Guteborner Schuljubiläum ist nachträglich. In: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 6. September 2008
  19. Oberpf. Dahlmann: Aus dem Jahrbuch der Gemeinde Ruhland f. 1906, Bl. 3 (Liste der Archidiakonen und Subdiakonen, die zugleich Kapellenprediger in Guteborn waren)
  20. Vortrag. Das Leben in der Herrschaft Guteborn. In: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 26. September 2009
    Torsten Richter: Vorträge und Exkursionen in Ortrands Heimatverein. In: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 15. Januar 2011
    Steffen Ziegert: Familie Schönburg-Waldenburg – die Herrschaft von Guteborn, Selbstverlag

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]