Großkmehlen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Großkmehlen führt kein Wappen
Großkmehlen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großkmehlen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 23′ N, 13° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberspreewald-Lausitz
Amt: Ortrand
Höhe: 108 m ü. NHN
Fläche: 13,88 km2
Einwohner: 1086 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01990
Vorwahl: 035755
Kfz-Kennzeichen: OSL, CA, SFB
Gemeindeschlüssel: 12 0 66 104
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberweg 14
01990 Großkmehlen
Webpräsenz: www.grosskmehlen.de
Bürgermeister: Gerd Müller-Hagen
Lage der Gemeinde Großkmehlen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Sachsen Cottbus Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Elbe-Elster Landkreis Spree-Neiße Landkreis Teltow-Fläming Altdöbern Bronkow Calau Frauendorf (Amt Ortrand) Großkmehlen Großräschen Grünewald Guteborn Hermsdorf (bei Ruhland) Hohenbocka Kroppen Lauchhammer Lindenau (Oberlausitz) Lübbenau/Spreewald Luckaitztal Neupetershain Neu-Seeland Ortrand Ruhland Schipkau Schwarzbach (Lausitz) Schwarzheide Senftenberg Tettau (Brandenburg) Vetschau/SpreewaldKarte
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Großkmehlen ist eine Gemeinde im Amt Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz des Bundeslandes Brandenburg. Die Orte der Gemeinde Großkmehlen gehören zu den wenigen Orten im südlichen Teil des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, die nicht in der Lausitz liegen.[2] Großkmehlen ist Teil der Landschaft Schraden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Großkmehlen gehören die bewohnten Gemeindeteile Frauwalde, Großkmehlen und Kleinkmehlen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Georg

Die Gemeinde Großkmehlen besteht aus drei Orten Großkmehlen, Kleinkmehlen und Frauwalde. Kleinkmehlen ist der ältere Ort. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Großkmehlen im Jahr 1205. Die Haupteinnahmequelle war der Hopfenanbau. Seit 1391 ist ein Rittersitz nachweisbar – der erste Besitzer von Klein- und Großkmehlen war 1392 der Pope von Köck(e)ritz. 1464 wurde Seifert von Lüttichau mit Groß-Kmehlen belehnt. Das Rittergut war bis 1773 im Besitz der Familie Lüttichau. Im Jahr 1718 errichtete Gottfried Silbermann eine Orgel in der Kirche. Sie wurde letztmals 1995 von der Moritzburger Orgelbaufirma Rühle restauriert. 1845 erwarb Karl Eduard Zachariae von Lingenthal den alten Teil des Ritterguts.

Großkmehlen lag bis 1815 im Amt Großenhain im Königreich Sachsen und gelangte dann an den Landkreis Liebenwerda des Regierungsbezirks Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. Im Jahr 1952 wurde Großkmehlen in den Kreis Senftenberg des DDR-Bezirks Cottbus integriert und gehört seit 1990 zu Brandenburg.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 300
1890 320
1910 350
1925 397
1933 347
1939 337
1946 583
1950 687
1964 705
1971 722
1981 1 541
Jahr Einwohner
1985 1 517
1989 1 460
1990 1 439
1991 1 410
1992 1 396
1993 1 430
1994 1 360
1995 1 355
1996 1 351
1997 1 342
1998 1 323
Jahr Einwohner
1999 1 326
2000 1 332
2001 1 333
2002 1 325
2003 1 312
2004 1 289
2005 1 286
2006 1 267
2007 1 255
2008 1 237
2009 1 176
Jahr Einwohner
2010 1 182
2011 1 097
2012 1 105
2013 1 094
2014 1 097
2015 1 086

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[4][5] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Großkmehlen besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Unabhängige Bürgergemeinschaft für Großkmehlen 4 Sitze
  • CDU 4 Sitze
  • DSU 1 Sitz
  • Wählergruppe "Feuerwehr" 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerd Müller-Hagen wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 66,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Großkmehlen und in der Liste der Bodendenkmale in Großkmehlen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großkmehlen liegt an der Landesstraße L 59 zwischen Gröden und Ortrand und unmittelbar an der Anschlussstelle Ortrand der A 13 Berlin–Dresden.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] 640 645 646 651 644 644 647
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 510 521 549 551 587 583 591

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.): Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2005, ISBN 3-412-10900-2.
  • 800 Jahre Großkmehlen 1205-2005 (Hrsg. Gemeinde Großkmehlen), Lauchhammer 2005

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großkmehlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 9. August 2008
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Großkmehlen
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberspreewald-Lausitz. S. 14-17
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  9. Orgel von Gottfried Silbermann in der St.-Georgs-Kirche, auf silbermann.org, gesehen 22. Juni 2010
  10. Trompetenbaum Schloß Großkmehlen
  11. Lausitzer Rundschau: Großkmehler Baumriese hat 5,80 Meter Stammumfang. 24. Juni 2010, abgerufen am 9. Juni 2016.
  12. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3